Stammtisch der Genussesser

Es war schon wieder soweit. Der letzte Freitag im Monat ist bekanntlich für meine Freunde der Genussessergruppe Würzburg reserviert. Stammtisch ist angesagt. Früher ging Vater Sonntagvormittag in der Zeit zwischen Kirchgang und Mittagessen zum Stammtisch. Heutzutage trifft sich der Sohn am Abend mit Freunden zum Genussessen und nennt das Stammtisch. So ändern sich die Zeiten ….

Wir waren wieder Zuhause! :)

Nach unserem Ausflug in die türkische Küche im letzten Monat, war dieses Mal wieder italienische Küche angesagt. Natürlich im Ristorante “Il Castello” in Würzburg. Hier sind wir sicher das der Chef uns verwöhnt und unsere Gaumen “Juchhe” schreien lässt.
Auch dieses Mal, in etwas größerer Runde, wurden wir nicht enttäuscht. Enio schafft es immer wieder uns mit einer Vielzahl kleiner feinen Speisen zu überraschen und unsere Augen und Zungen zu verwöhnen.
Und wie das so ist wird, sobald das Essen auf dem Tisch in großen Platten serviert ist, zu allererst die Kamera gezückt und aus allen möglichen Blickrichtungen fotografiert. Das muss für die nebenan sitzenden Gäste schon ein komischer Anblick sein wenn 7 Personen wie auf Kommando das fotografieren anfangen. Dazu kommt, das ich ja immer meine mobile Lichtanlage dabei habe, die in unserer Runde auch immer wieder für Gelächter sorgt, aber auch dankend angenommen wird. :)

Jetzt aber: Il Castello tischt auf:

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Brotstangen, irgendwann mal esse ich mich mal nur davon satt 😃

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Antipasti:

Crostini mit Roter Beete, Lachs- und Schwertfischcarpacchio, Fenchelsalat, frittierte Sardellen und ein Auberginen-Tomaten-Büffelmozzarella-Türmchen

Ich könnte jetzt keine Wertung abgeben was besser war. ich weiß nur, die Platte war ratzeputze leer. Denke das spricht Bände…

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Nach einer kleine Pause, um tiefsinnige foodblogtechnische Fachgespräche zu führen und das ein- oder andere Brotstängchen wider besseren Wissens um das was noch kommt zu naschen, folgte dann das Secondo:

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Eine Fischplatte bestehend aus Dorado, Wolfsbarsch, Sepia und südamerikanische Rotgarnelen. Dazu Kartoffeln, Auberginen-, Fenchel- und Paprikagemüse.

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Das übliche Gedöns zum Schluß des vorzüglichen Mahls: Café e buono Grappa!

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Dann verwöhnte uns Cheffe noch mit einem ganz leckeren Stöffchen. Einen “San Marzano Amaro” aus Bella Italia.

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Und nachdem das letzte Baci-Herz gerecht geteilt an Mann und Frau gebracht wurde, ging unser Auguststammtisch leider schon wieder viel zu schnell zu Ende.

Baci

Wir alle die teilgenommen haben freuen uns schon auf das große Foodbloggertreffen Anfang Oktober.

Wo, natürlich im Ristorante “Il Castello” in Würzburg!

Buon appetito
Werner

Ein kleiner Gartenspaziergang

Die Sonne strahlt heute vom Himmel als wolle sie uns beweisen: Ja, ich kann es noch! 😃
Der richtige Moment um einen kleinen Gartenspaziergang zu unternehmen.  Naja, eher mehr um zu schauen was alles noch zur Ernte ansteht bevor es in den lang herbeigesehnten Urlaub geht.

Viel Spaß mit ein paar Impressionen aus unserem Garten.

GartenAugust 1

GartenAugust 2

Spitzpaprika kurz vor der Ernte

 

GartenAugust 3

Sarahs Sibirische Hauspaprika

GartenAugust 4

Peperoni

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Blaukraut

GartenAugust 6

Zinien

GartenAugust 7

der Mangold war erst bei Friseur 😜

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Zucchiniblatt

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Himbeeren

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GartenAugust 9

… sie hat ihre beste Zeit schon hinter sich.

Buon appetito
Werner

Baci, Pfefferpralinen “Chocolat” und Trapezblech

Man glaubt es kaum, ich am allerwenigsten!
Es ist August und ich praliniere. Einerseits ist das Wetter leider etwas kühler als gewünscht zur Zeit, andererseits sollten heute meine Bleche für meinen Unterstand angeliefert werden. Da war Zeit genug um ein paar Pralinen zu basteln.
Vorweg, da ich schon öfter gefragt wurde wo ich meine Kuvertüre beziehe? Alles was speziell für die Pralinen benötigt wird, egal ob Werkzeug, Kuvertüre, Marzipan etc. beziehe ich von Pralinenmeisterin Karin Ebelsberger. Der Pralinen-Shop für mich!

Die berühmten Pfefferpralinen aus dem Film “Chocolat” standen schon lange auf meinem Wunschzettel. Irgendwann entdeckte ich in den Tiefen des Internets eine Rezeptur dazu. Ob die nun wirklich Juliette Binochet am Filmset ihrem Lover Johnny Depp so angeboten hat, das überlasse ich mal dem Kopfkino.

Jedenfalls baute ich das gefundene Rezept etwas um, da mir die Optik und Verarbeitung nicht gefiel und ich diese pfiffigen Pralinen als Halbkugeln formen wollte.

Heraus kamen sehr sehr gut schmeckende Pralinen. Ich glaube Johnny und Juliette hätten auch eine genascht. 😃

Pfefferpralinen 2

Pfefferpralinen 1

 

Meine Ganacherezeptur dazu:

  • 150g Zartbitterkuvertüre
  • 100ml Sahne
  • 50g Butter
  • 25g Kokosfett
  • 50ml Metaxa (Cognac)
  • 1 TL brauner Zucker
  • Pfeffer, grob gemahlen
  • zusätzlich Zartbitterkuvertüre und Pfeffer  für die Hüllen

 

Es wurden also erstmal die Hüllen der Halbkugeln vorbereiten. Hier kam schon mal ordentlich frisch gemahlener Pfeffer zum Einsatz.

Dann wurde die Ganache zusammengerührt und vorsichtig mit der Zugabe des Pfeffers der gewünschte Geschmack anvisiert. Die Form mit der Ganache gefüllt und verschlossen.

Ich glaube heute Abend muss ich mir den Film downloaden und ein paar der pfeffrigen Pralinen dazu vernaschen. Dazu ein Gläschen Rotwein ….. mmmmmmh!

Hier sieht man den in der Hülle eingeschlossenen Pfeffer sehr deutlich

Hier sieht man den in der Hülle eingeschlossenen Pfeffer sehr deutlich

 

Zwischendurch wurde durch die Spedition mein Trapezblech angeliefert.

Trapezblech

 

Da, einfach so, noch etwas Zeit übrig war, bastelte ich noch ein paar Baci – italienische Küsschen. Sozusagen italienische “Ferrero Küsschen”.

Diese wurden zu dreierlei Formen praliniert.
Einmal in Originalform als kleine Häufchen und mit Zartbitterkuvertüre überzogen. Dazu kamen noch Herzchen und für den großen Naschfreund als Doppelmoppel geformt.

Baci 1

Baci 4

Baci 2

Buon appetito
Werner

Edler Zucchiniflan und Monstermöhren

Auch wenn gestern mein unfreiwillig freiwilliges Eiswürfelbad für den “IceBucketChallenge” im Vordergrund stand, musste es natürlich auch ein Abendessen geben.

Auf dem Plan stand Zucchiniflan.

Genau der Zucchiniflan, den Robert in seinem Edelblog “Lamiacucina” für die Verarbeitung seiner Zucchinischwemme gepostet hatte. Wie das so ist bei Robert’s Rezepten braucht es da nicht unbedingt große Veränderungen. Auf Robert’s Geschmack kann man sich verlassen. Dazu kommt, das der Grandseigneur der Foodblogger seine Speisen und Gerichte perfekt in Szene setzt und zelebriert.
Ich gebe es umumwunden zu, davon kann ich noch verdammt viel lernen.

Das Rezept und die perfekte Präsentation des feinen Flans findet ihr genau hier: Zucchiniflan

Gestern also Zucchiniflan a la Robert.
Der Geschmack und die Konsistenz des Flan, übrigens mein ersten Flan in kleinen Förmchen, war perfekt. Das war es dann auch schon mit dem Lob meiner Kreation. Die Anrichtekunst ließ extrem zu wünschen übrig. Irgendwie fehlte mir dann auch die innere Ruhe nach meinem Eiswürfelbad kurz vorher. Da wären wahrscheinlich ganze Kartoffeln und Hausmacher Wurst besser gelungen.

Aber egal, der Geschmack und der Wille zählt.

ZucchiniFlan 1

ZucchiniFlan 2

ZucchiniFlan 4

Robert, diese Optik hat dein Zucchiniflan nicht verdient. Das muss noch einmal wiederholt werden. Denn, der Geschmack war schon mal ganz edel!

Dafür hatten wir heute ein Erfolgserlebnis der andern Art.
Es kündigte sich schon die ganzen Tag an. Die Möhren schienen in diesem Jahr besonders gut zu gedeihen.

Heute war Ernte. Ich sag nur Monstermöhren!

Und, ich muss es jetzt aber auch betonen: Alles ganz ohne Chemie! Wir haben ja seit diesem Jahr die Nährstoffbeigabe im unserem Hausgarten komplett auf EM – Effektive Mikroorganismen und Bokashi umgestellt. Unser Garten kennt seit je her keinen chemischen Dünger. Aber jetzt wird wirklich konsequent nach dem Prinzip: “Was im Garten wächst und nicht gegessen wird, das kommt auch wieder dorthin zurück” gehandelt.

Hier unsere Möhrchen 😃

Möhrenernte 1

Möhrenernte 2

 

Buon appetito
Werner

Eiswürfel im August – Ice Bucket Challenge

Toller Zeitpunkt, ein Eiswürfelbad im August. Das sollte man meinen.
Leider ist das witterungstechnisch nicht der Bringer in diesem Jahr. Trotzdem habe ich es gerne gemacht.
Aber von vorne.
Meine Foodbloggerfreundin Karin, die Süße Hex hat ihrem Namen alle Ehre gemacht und mich für den Ice Bucket Challenge nominiert.

Jetzt wird sich vielleicht mancher fragen, was ist denn das und was soll das. Gute Frage wenn man es nicht weiß und vielleicht nur Fotos von Leuten sieht die sich anscheinend grundlos einen Eimer Eiswürfel über den Kopf schütten.
Die ganze Sache hat jedoch einen ernsten und wichtigen Hintergrund. Es geht schlichtweg darum, möglichst viele Menschen zu motivieren, Geld zur Entwicklung eines Medikamentes für die bisher unheilbare neuromuskulären Krankheit ALS zu spenden.
Und der Spendenerfolg rund um den Globus gibt dieser irren, aber auch spaßigen Idee absolut Recht.

So und hier nun mein Video zur Ice Bucket Challenge:

Ice
Hier der direkte YouTube-Link

Ich wiederum nominiere 3 Personen:

  • Meinen Foodbloggerfreund mit der gemütlichen Schlafcouch in Würzburg, der als Kochdepp einen tollen Foodblog betreibt: Ralf Thees
  • Meinen toscanischen Ragazzo: Pietro Grillo
  • Meine liebste Badenerin: Doris Mett

So ihr Lieben, ihr habt nur 24 Stunden Zeit die Nominierung anzunehmen oder einen Betrag zu spenden. Oder noch besser: Nominierung annehmen und spenden.

Und für alle andere die hier ein gutes Werk tun möchten das Spendenkonto der DGM (Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V.):

Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
Konto: 7772200
BLZ: 66020500

Und jetzt viel Spaß mit meinem Ice Bucket Challenge 😃

Ciao
Werner

Pizza …. und wieder grüßt das Murmeltier

Rechtzeitig zum Wochenende meldet sich der Sommer ganz zaghaft zurück. Für uns genau richtig, denn gestern Abend waren mein Musikpartner und Freund mit seiner Partnerin unsere Gäste. Jetzt darfst du dreimal raten was auf den Tisch kommt:

Nein ich sag nix außer, immer wieder ein Erlebnis wenn der belegte Teigfladen direkt aus dem Steinbackofen in der Mitte des Tisches Platz nimmt.

Bevor es aber soweit war wurde der Abend mit einem Aperitivo und frischgebackenem Baguette begonnen.
Im Laufe der Woche wurden auch wieder Kichererbsen geköchelt. Noch haben wir Reste aus Bella Italia und bevor wir uns dort wieder mit Nachschub versorgen, muss der bestehende Vorrat aufgebraucht werden. Auf den ganz leicht gerösteten Brotscheiben nahm eine Kichererbsencreme Platz. Zudem hatte ich diese Woche eine Rote Beete Marmelade mit Apfel geköchelt.

Das war doch schon mal ein guter Einstieg.

Pizzaabend 1

Pizzaabend 2

Pizzaabend 3

Pizzaabend 5

 

Wie diese leckere Kichererbsencreme zubereitet wird habe ich hier in “Alles Kichererbsen” aufgeschrieben.

Dann aber war es wieder soweit. Der Steinbackofen hatte Betriebstemperatur (auf dem Boden sind es jetzt fast 400°C) und der Pizzateig lag ausgerollt bereit.

Pizzaabend 4

Pizzaabend 6

Pizzaabend 7

 

Auf die Plätze – Fertig – Los gehts!

Pizzaabend 8

Pizzaabend 9

Pizza "Casa mia"

Pizza “Casa mia”

Thunfischpizza mit Oliven und Kapernäpfel

Thunfischpizza mit Oliven und Kapernäpfel

 

Klar, was Süßes zum Abschluss muss natürlich sein.

Dieses Mal gab es unser Lieblingsschokomousse nach einer Rezeptur von Uschi Glas, das sie vor langer Zeit mal in Alfred Bioleks legendären Kochshow “Alfredissimo” zeigte.

Pizzaabend 12

Mousse au Chocolat

ganz ohne Schnickschnack und Schischi, aber unheimlich schokoladig.

 

Wie’s geht? Ganz einfach:

3 Eier trennen. Eiweiß steif schlagen. Eigelbe schaumig schlagen.

250g Sahne schlagen.

100g Herrenschokolade (bei mir 70%-Schokolade) im Wasserbad schmelzen.

Jetzt die geschmolzene Schokolade unter die Eigelb rühren. Anschließend zuerst die geschlagene Sahne unterheben und dann vorsichtig das geschlagene Eiweiß. Jetzt werden 100g Halbbitterschokolade (ich: 60%-Schokolade) geraspelt und ebenfalls untergehoben.

Alles in eine Schüssel geben oder gleich in kleinen Dessertschüsselchen füllen und obenauf noch einmal 50g Halbbitterschokolade raspeln.

Schüssel abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen. Und zum richtigen Moment einfach nur genießen.

 

Pizzaabend 13

Mit einem Cafe aus der Bezzera und einem Orancello di casa mia ging ein schöner, wenn auch etwas kühler Abend zu Ende.

Buon appetito
Werner