Apfel-Quark-Auflauf


Kindheitserinnerungen und Familienrezepte müssen unbedingt archiviert werden. Und wenn sie dann noch so unglaublich gut schmecken wie dieser süße Auflauf,  ja dann wird es im Jahr 2019 aber mal allerhöchste Zeit.

Eine meiner Lieblingsspeisen. Egal ob als Süßspeise zum Cappuccino oder aber als Hauptgericht zu einer Kartoffelsuppe mit geschmalzten Zwiebeln.
Der geht immer:

Apfel-Quark-Auflauf

nach Mama Gisela und Oma Rosa

Zutaten:
  • 50g Margarine
  • 100g Zucker
  • 1EL Vanillezucker
  • 2Eier
  • Abrieb einer Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • 500g Quark
  • 125g Grieß
  • 1 Päck. Vanillepuddingpulver
  • 3 TL Backpulver
  • 4‐5 EL Milch
  • 500g Apfel, kleingeschnitten
  • 1 Handvoll Rosinen
  • Zimt & Butter
Zubereitung:
Den Backofen auf 175°C vorheizen.
Die Zutaten zu einem Rührteig verarbeiten. Eventuell die Eier trennen, das Eiweiß aufschlagen und zum Schluss unterheben.
Teig in eine Auflaufform füllen und nach der halben Backzeit mit Butterflocken und Zimt bestreuen.
ca. 45‐60 Minuten backen.
Mein Tipp:
Mit Kartoffelsuppe und geschmelzten Zwiebeln servieren.
Buon appetito
Werner
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Weihnachtsmenü 2018


Es ist ja schon fast eine Tradition, dass ich mein Weihnachtsmenü verblogge. Auch wenn mein Blog zur Zeit still vor sich hin ruht, so will ich das natürlich auch dieses Jahr nicht versäumen, dich daran teilhaben zulassen. Vielleicht findest du dabei eine Anregung für eines deiner kommenden Feste. Und natürlich ist es für mich auch als Archiv bestens geeignet.
Die Bildqualität bitte ich etwas zu entschuldigen, aber es musste ja alles schnell zwischendurch fotografiert werden und der Focus lag nicht auf „schöne Fotos“ 😉

Hier also nun mein

Weihnachtsmenü 2018

… der Tisch ist gedeckt, der Sekt kalt gestellt, die Familie kann kommen.

… Und schon geht es auch mit dem Antipasti los

Mit Gin gebeizter kanadischer Wildlachs mit Brokkoli-Granatapfeltaler  auf Roter Beete. Dazu natürlich frisches Baguette aus meiner Piccola Panetteria.

das Primo:

Ravioli in Herzform mit einer Mango-Parmesan-Ricottafüllung auf einem leicht pfiffigen Mangospiegel mit Speckcroutons.

… hier sitze übrigens ich 😉

So manche Familienmitglieder wollten schon kapitulieren, dabei stand jetzt erst der Secondo, der Hauptgang an.

Hähnchenbrust mit Mais-Cheddar-Kruste auf feiner Karottencreme mit Brokkoli Plattkartoffeln nach Jamie Oliver

Ein genialer Nachtischteller durfte dann auch noch die restlichen Magenkapazitäten füllen.

Brombeereis auf Schuko-Frischkäse-Frosting mit panierten, gefüllten Biskuits und kleine Tiramisukugel. 

Es hat auch dieses Jahr wieder total Spaß gemacht, das Menü zu planen, vorzubereiten, am Herd zu stehen und der Familie eine Freude zu bereiten. Beim abschließenden Café und/oder Grappa war dann von meiner Anspannung während des Menü nichts mehr zu spüren und Zeit genug für angenehme Gespräche und Familiengeschichten.
Bleibt der Überraschungseffekt, ob ich es schaffe, im kommenden Jahr wieder mehr zu posten. Wenn, dann natürlich wieder mit kompletten Rezepturen. Ich habe Hoffnung … ansonsten sehen wir uns zum Traditionsartikel wieder. 😃
Also immer mal wieder hier reinschauen. Und dann verbessere ich auch mein Wasserzeichen, das ist ja uralt …… uiuiuiui

Ciao a presto
Werner 

 

Weihnachtsmenü 2017


Es gibt Traditionen, die muss man pflegen. Eine gute Tradition ist es, hier auf meinem Blog mein jährliches Weihnachtsmenü zu posten.
Und jetzt ist es schon wieder Geschichte, das Weihnachtsmenü 2017.
Du kennst das bestimmt: Spätestens zum 1. Advent stellt sich alljährlich die Frage, wie soll mein Weihnachtsmenü aussehen. Die einen pflegen Traditionen, ich bin bei den Anderen. Jedes Jahr soll etwas anderes, etwas neues auf dem Tisch stehen.
Nachdem ich ein paarmal alles wieder verworfen habe, wurde ich dann doch mit mir einig. Zudem kam ich erst kurz vor den Feiertagen von einem Kurzurlaub zurück, da hieß es die Vorbereitungen genau zu planen.

Kurztrip in die Stadt der Liebe – Paris

Jetzt aber zu meinem Weihnachtsmenü 2017

In Worten …

Damit die Augen nicht leer ausgehen und sich mit dem Gaumen etwas die Freude teilen können, ein paar Schnappschüsse. Viel Zeit bleibt da nicht zum fotografieren zwischen Kochen, mit den Verwandten am Tisch erzählen, abräumen, anrichten ….

Nach einem feinen, toskanischen Sekt geht es direkt los mit

Büffelmozzarella auf sizilianischen Orangen mit scharfem Petersilienpesto und einen guten Stück Baguette.

Sofort ging es weiter.

Süßkartoffel und Blaue Kartoffeln aus dem eigenen Garten im Cajun-Style auf einem Yoghurtspiegel

Bisschen Salat muss auch sein ….

Regenbogensalat mit einem frischen Yoghurtdressing

Endlich die Hauptspeise:

Peposo, italienisches Pfeffer-Tomaten-Schmorfleisch mit Polenta-Ricotta-Plätzchen

… hoch konzentriert

Zum Dessert gab es eine

Eistorte

Eistorte – Vanilleeis mit Sahnekaramell, Schokotropfen, gerösteten Erdnüssen und Schokokeksen verfeinert. Nicht nur optisch ein Highlight.

Nach all dem vielen, üppigen Essen braucht es natürlich etwas zum Verdauen….

Was bleibt übrig vom Weihnachtsmenü?
Alleine die Gedanken der Vorbereitung machen einfach Spaß. Das gemütliche Zusammensitzen, zufriedene Gäste, gutes Essen, ich zufrieden und ein Berg voller Geschirr…. 😃
Ich freu mich schon auf das nächste Jahr.

Buon appetito
Werner

Frankenweck


Meine Frankenweck – oder, wie ich den Fränkischen Kipf backe.

Man nennt dieses Brötchen auch Zipfelweck. Einfach, weil die Enden zu kleinen Zipfelchen geformt werden. Egal wie er heißt, er schmeckt einfach herrlich nach Weck wie ich sie von meiner Kindheit noch kenne. Und was besonders daran ist, der Weck schmeckt auch am nächsten Tag noch hervorragend.

Aber was soll ich lange beschreiben. Hier ist er, mein

Frankenweck, nur echt mit den Zipfelchen

Was braucht es für 25 Weck a 80g Teigeinlage:

Poolish:
  • 250g Weizenmehl 550
  • 250g Wasser
  • 0,3g Frischhefe

Alle Zutaten mischen und ca 20 Std. bei Raumtemperatur (ca 26°-28°C) reifen lassen.

Hauptteig:
  • Poolish
  • 920g Weizenmehl 550 (ich: Draxmühle)
  • 65g Roggenmehl 1150
  • 465g Wasser
  • 5g Frischhefe
  • 26g Salz
  • 13g Butter
  • 13g Zucker

Was und wie mache ich es:

Alle Zutaten werden für ca 20 Minuten auf langsamer Stufe geknetet (Fenstertest). Anschließend 40 Minuten zur Stockgare gestellt. Dabei zweimal falten. Nun kommt der Teig über Nacht (ca 12 Std.) in den Kühlschrank bei 4°-5°C zur Gare.
Für mich perfekt sind zur Teiglagerung  und zur Gare die Teigwannen (nicht billig, aber optimales Handling, perfekte Maße für den Kühlschrank und lebensmittelecht!) von bongu.de

Am nächsten Morgen aus dem Kühlschrank holen, den Teig auf die Arbeitsfläche kippen, abmehlen und ca 30-40 Minuten akklimatisieren lassen.

hier liegt der Teig zum akklimatisieren auf der Arbeitsfläche

Zu 80-83g Teiglinge abwiegen und rundformen. Anschließend mit reichlich Mehl länglich formen. Ich benutze übrigens hierzu immer Roggenmehl wegen des etwas kräftigeren Geschmacks.

Nur schließt sich eine Stückgare in Bäckerleinen auf dem Schluß (Naht nach unten) von ca 75 Minuten bei 27°-28°C an.

Gebacken werden die Teiglinge dann mit dem Schluß nach oben. Die Naht platzt dann im Backofen herrlich auf. Der Weck muss nicht eingeschnitten werden.

Backen bei 250°C fallend auf 230°C mit kräftigem Schwaden für ca 18-20 Minuten.

mein Frankenweck – typischer fränkischer Weck mit kleinen Zipfelchen an den Enden

Die Weck eignen sich auch hervorragend für den Vorrat.
Dafür backe ich sie nur halb, heißt 10 Minuten. Anschließend auskühlen lassen, in Plastiktüten verschließen und einfrieren. Bei Bedarf über Nacht in der Tüte auftauen lassen, mit der feuchten Hand von allen Seiten abstreichen und bei 240°C für ca 6-7 Minuten bis zur gewünschten Bräune fertig backen.

links fertig gebacken – sechs halbgebacken für den Vorrat

… ab damit in den Gefrierschrank

Wer jetzt aufmerksam den Text gelesen hat und mich kennt, der hat sicher bemerkt das der Kümmel fehlt. Zu meiner Schande muss ich zugeben, ich habe ihn vergessen. Asche auf mein Haupt!!!

Also, willst du einen wirklich richtig echten Fränkischen Kipf essen, dann
gib ca 1 Handvoll Kümmel in den Teig.

Buon appetito
Werner

 

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Aktion 6:2 … eigentlich


Es war höchste Zeit für die nächste 6:2 Aktion. Aber manchmal kommt es anders und dann noch als man denkt…
Meine Kochpartnerin, die für den Einkauf der einzelnen Lebensmittel zuständig ist, meinte es besonders gut. Sie kam mit einem „Chemiebaukasten“ an. Hightech-Kochen sollte angesagt sein.

Zudem, darauf hatten wir uns im Vorfeld schon geeinigt, sollte es wunderbare Wildschweinsteaks Sousvide-gegart und dazu Pommes geben. Das erforderte natürlich Vorarbeit, denn das ist am Abend nicht in Gut zu realisieren.

Für unseren kleinen Chemie-Kochkasten fehlten ein paar Dinge in meinem Vorrat. Und da ich mit solchem Kochen Minus-0 Erfahrung habe, wollte ich mich beim ersten mal schon an mitgelieferte Rezepte halten. Kurzum, das wurde kurzfristig vertagt.

So blieben noch die restlichen mitgebrachten Zutaten übrig. Außerdem haben wir uns mal stark in meinem Kräuterbeet bedient.

Unser Menu am Abend:

Kräuter-Gemüsespaghetti

Wildschweinsteak sousvide gegart mit Pommes Frites

Pfefferminz-Joghurt und Limetten-Joghurt mit Holundersahnehäubchen

Los gehts.

Für die Gemüsespaghetti wird das Gemüse durch einen Spiralschneider gedreht. Die verschiedenen Kräuter, Salbei, Thymian, Rosmarin, Oregano und Petersilie fein gehackt.

Die Gemüsekringel dann in der Pfanne angebraten, Frischkäse dazu, dann Kräuter und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Da braucht es weiter nix, denn die Kräuter sind einfach Geschmacksbomben.

Schon fertig, 20:00 Uhr, die Vorspeise steht auf dem Tisch.

Kräuter-Gemüsespaghetti mit geröstetem Sesam, Schnittlauch und Sesam-Umami

Die Hauptspeise war mehr oder weniger schon vorbereitet. Herrliche Wildschweinsteaks habe ich, gewürzt mit Salz und Pfeffer zusammen mit einem Rosmarinzweig eingeschweißt und im Sousvide-Bad ca 2 Stunden bei 57°C gegart. Im Vorfeld auch schon Kartoffel zu Pommes geschnippelt, eine Stunde gewässert und bei 130°C ca 10 Minuten vorfrittiert. Die sollten richtig abkühlen bevor der Endfrittiervorgang dran war.

Die Pommes bei 160°C für 6-7 Minuten fertig frittieren. In der Zwischenzeit die gegarten Wildschweinsteaks aus der Tüte holen, und in heißem Rapsöl mit etwas Butter auf jeder Seite 1-2 Minuten Farbe annehmen lassen.

Fertig! Das nennt man entspanntes Kochen….

Nachspeise, muss natürlich auch sein. OK, die einzelnen Bestandteile wurde natürlich ganz am Anfang zusammengerührt und kalt gestellt.

Pfefferminz-Joghurt

Pfefferminze klein hacken, mit etwas braunem Zucker unter den Joghurt heben

Limetten-Joghurt

Saft einer Limette mit braunem Zucker unter den Joghurt heben.

Einfach oder?

In die Espumaspritze kommt ein Becher Schlagsahne mit einem guten Spritzer Holunderblütensirup

In einem passenden Glas erst Limettenjoghurt, dann Pfefferminzjoghurt und obenauf ein paar Spritzer Holundersirupsahne. Eine klasse Kombination, geschmacklich wie auch optisch.

Dunkel ist es geworden dabei, machte aber nichts, denn die Sommernacht war herrlich warm; Sommer eben. Da gönnten wir uns doch noch einen kleinen feinen Nobeltje, das Kultgetränk auf Ameland, bei der anschließenden Manöverkritik.

Und der „Chemiebaukasten“ wird das nächste Mal dann in Angriff genommen.

Buon appetito
Werner

 

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Aktion 6:2, die 4.


Ich weiß, es läuft sehr unregelmäßig hier zur Zeit. Aber das 1.0 Leben ist so prall ausgefüllt, da bleibt zum Bloggen wenig Zeit. Natürlich wird täglich gekocht. Oft ein Foto auf Instagram gepostet. Das geht schnell und braucht keine Zeit um sich Text dazu zu überlegen und nieder zuschreiben.
Jetzt aber, gestern war wieder eine Aktion 6:2 und die ist es schließlich wert, hier in meinem Foodblog verewigt zu werden.
Als Leser meines Blogs kennst du die Aktion. Wenn du neu bist, dann schau mal hier bei der ersten Ausgabe nach: Aktion 6:2

Was stand also alles zur Verfügung:

  • Seelachsfilet
  • Filoteig
  • Spargel
  • Rosenwasser
  • Schafskäse
  • Bulgur

Spannende Sache. Dazu kommt natürlich, dass die Kräuter im Garten in voller Blüte stehen und direkt danach schreien, das tägliche Essen aufzuwerten.

Nach etwas längerem Überlegen, Wer und Was mit Wem, kam folgendes heraus:

Die Vorspeise:

Spargel aus der Pfanne, dazu Bulger mit Gemüse und Schafskäseeinlage

Spargel aus der Pfanne, ein Klassiker in meiner Küche. Der Spargel wird in Stücke geschnitten und in Olivenöl bissfest angebraten. Dann mit Salz, Pfeffer und Zucker gewürzt und etwas Estragon dazu. Noch mit etwas Creme di Balsamico verfeinert. Fertig.
Bulgur, für mich was Neues. Das klingt so gesund, so nach Veggie. Aber wat mut, dat mut.
Ich halte mich mal sicherheitshalber an die Packungsbeilage. Bulgur mit kochenden Wasser aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen. (Hätten auch 5 Minuten mehr sein können) Zur Verfeinerung kommen noch Paprika- und Zwiebelwürfelchen, Raddicchio und Schafskäse mit dazu.

Spargel, klar, geschmacklich perfekt. Der Bulgur, naja. Zur Überraschung stellten wir aber fest, dass die Kombination Spargel mit unserem Bulgur verdammt lecker war. Definitiv eine Variation für die nächste Spargelsaison.

Zwischendurch sah es schon mal etwas chaotisch aus….

Weiter zur Hauptspeise:

Seelachsfilet mit Kräuter im Filomantel

Das Seelachsfilet in Portionen geschnitten. Dann zwei, mit Olivenöl bepinselte Filoteigblätter übereinander gelegt, das gesalzene und gepfefferte Fischstück draufgelegt und ordentlich mit der Kräuter-Zwiebel-Mischung bestreut. Die bestand aus Salbei, Rosmarin, Thymian, Muskatsalbei, Petersilie, Zitronenmelisse und Zwiebelwürfelchen. Den Filoteig von allen Seiten zu einem Päckchen einschlagen und mit Olivenöl bestreichen. Im Rohr für ca 20 Minuten bei 190°C backen.

Ist jetzt wahrscheinlich keine neue Erfindung, aber uns schmeckte es hervorragend.

Zum Abschluss eine schnelle Nachspeise:

Erdbeere-Yoghurt-Träumchen im Glas

Wieder mal schnell im Garten bedient und ein paar Erdbeeren gepflückt. Dazu kam, dass ich am Wochenende einen Obstboden gebacken habe,  der mir nicht so richtig gelungen ist. Manchmal spielt der Zufall richtig mit. Der Boden war zu saftig, bzw. Ich hätte ihn 5 Minuten länger backen lassen müssen. So klebte er auf der Kuchenplatte fest. Ich habe einen neuen gebacken, den alten zerbröselt und die Brösel mal stehen lassen. Und die fanden hier die perfekte Verwendung. Die Kuchenstücke wurden mit Schokoraspel und dem Rosenwasser etwas aufgepeppt. Dann in einen kleinen Ring gegeben, ein paar halbierte Erdbeeren obenauf und mit einer Creme aus (selbstgemachten)Yoghurt, aufgeschlagener Sahne und Vanillezucker aufgefüllt. Die Zeit bis Vor- und Nachspeise vertilgt war reichte aus, damit die Creme im Kühlschrank fest wurde und einen Stand bekam.

Geschmackliches Urteil: Gibt es nix zu meckern. (Hohes Lob eines Franken)  😃

Buon appetito
Werner

 

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Mainbrot – mein Lieblingsbrot


Endlich geht es online. Mein liebstes Brot, mein Standard, mein

Mainbrot

Ein kleines Wortspiel mit dem Brotnamen, da ich ja direkt am Main wohne. Soviel haben schon danach gefragt, deshalb wurde es höchste Zeit es zu bloggen.
Wie das bei einem Naturprodukt wie Getreide und das daraus entstehende Mehl nun einmal so ist, fällt es immer mal anders aus.
Gut so!
Ich will kein glattgebügeltes Mehl, das durch irgendwelche, nichtdeklarierten Enzyme immer die gleichen Eigenschaften hat. Da ist mir ein natürliches Mehl allemal lieber und ich nehme Schwankungen und Schwierigkeiten beim Backen gerne in Kauf. So auch hier bei meinem Roggenmischbrot.
Die Roggenmehle der 2016er Getreideernte können nicht soviel Wasser aufnehmen, als die der Ernten der Jahre davor. Deshalb musste ich mich hier, wie auch bei allen anderen Brotrezepten, erst wieder an die richtige Wassermenge herantasten. Jetzt aber bin ich wieder zufrieden und deshalb wurde es jetzt höchste Zeit, mein Lieblingsbrot zu bloggen.

Mainbrot – Mein Lieblingsbrot

Die Rezeptur ist für 5 Laibe a 1kg – ich liebe große Mengen 😃 
Bitte beachte, das die Wassermenge auf mein Mehl, das ich von der Draxmühle beziehe, abgestimmt ist. Andere Mühlen, andere Mehlhersteller bedeutet andere Wassermengen.
Und natürlich muss Kümmel ins Brot, ansonsten ist es kein fränkisches Roggenmischbrot. Der Franke an sich und ich im besonderen bin ja ein echter Kümmelliebhaber.
Als Basis für mein Rezept habe ich mich bei Schelli orientiert. Durch das italienische Tipo 0-Weizenmehl bekommt das Brot eine sensationelle Frischhaltung und lässt sich auch nach 5-6 Tagen noch bestens essen.
Rezept für das Mainbrot
Sauerteig
  • 1000g Roggenmehl 1370 (Draxmühle)
  • 900g Wasser (45°C)
  • 200g ASG
  • 25g Salz
12-16 Stunden bei 25°C reifen lassen
Quellstück
  • 250g Altbrot (getrocknet + gemahlen)
  • 750g kochendes Wasser
  • 50g Salz
Abgedeckt ebenfalls ca 12 Stunden kühl lagern
Hauptteig
  • Sauerteig
  • Quellstück
  • 750g Roggenmehl 1370 (Draxmühle)
  • 750g Tipo 0 (Bongu)
  • 680g Wasser (45°C)
  • 80-100g Kümmel
10-12 Minuten kneten – TT ca. 28-30°C
Jetzt schließt sich die Stockgare von 30-45 Minuten bei ca. 26°C an.
Anschließend den Teig rundwirken und mit offenem Schluss nach unten in Gärkorb legen.
Stückgare ca. 90 Minuten bei ca. 28°C.
Anschließend mit dem Schluß nach oben backen. Das Brot eignet sich auch hervorragend zum backen im Topf.
Bei 250°C fallend auf 220°C mit Dampf 45-50 Minuten kräftig und dunkel ausbacken.
Buon appetito
Werner