Fatto a mano


Fatto a mano – Alles Handarbeit!

So muss das schließlich auch sein auf einem Koch- und Backblog. Zumindest ist es mein Anspruch. Das Wochenende stand mal wieder ganz im Zeichen meiner “Piccola Panetteria”. Und jetzt, nach getaner Arbeit bin ich ganz zufrieden mit meinen Werken. Du wirst es mir nachsehen, muss mich einfach mal selber loben. Es schmeckt ja auch alles sooo fein. Also mir zumindest. Und positive Rückmeldung habe ich auf der Party erhalten. :)

Dann fange ich mal vorne an. Wir waren am Samstag zu einer Party eingeladen. Motto: “Keine Geschenke – jeder bringt etwas Essbares mit”. Das fanden wir mal eine coole Sache. Jeder einzelne der Gäste legte sich ins Zeug und brachte tolle, selbstgekochte oder gebackene Sachen mit. Und man kann es sich fast nicht vorstellen: Nichts war doppelt!
Ich überlegte mir Tage vorher, ich könnte zwei Dinge beisteuern. Herzhaftes und Süßes als Fingerfood.

So machte ich mich ans Werk und bastelte als erstes Bienenstich. Und da es ja mit den Fingern zu essen sein sollte, erinnerte ich mich an einen Beitrag im Homebaking-Blog von Maestro Dietmar Kappl. Ich bastelte also

Bienenstich-linge

Bienenstichlinge-3

Absolut feines Kleingebäck und nicht wirklich viel mehr Arbeit als ein ausgewachsener Bienenstichkuchen., sofern man ihn mit einem schweren Hefeteig backt. Dietmars Rezept kann ich dabei absolut empfehlen.
Bei der Füllung musst du allerdings etwas improvisieren. Er macht keine genauen Angaben über die Menge. Ich hatte eine Schüssel voll für die doppelte Teigmenge übrig. Hier empfehle ich (aus Erfahrung) 1 Päckchen Vanillepudding mit 250ml Mich zukochen, kalt stellen und mit 400ml geschlagener Sahne zu mischen. Ich habe dazu noch etwas feingemahlene, getrocknete Vanilleschote mit hineingeschmuggelt.
Außerdem war mir die Mandelmasse etwas zu flüssig, sie verselbstständigte sich etwas beim backen. Hier werde ich das nächste mal die Honig- und Sahnemenge etwas reduzieren. Ansonsten: Klasse!

Bienenstichlinge-1

Bienenstichlinge-2

Für das herzhafte Fingerfood entschied ich mich für den Kartoffel-Pizza-Snack von Lutz “Plötz” Geisler

Kartoffel-Pizza-Snack

Kartoffel-Pizza-Snack-2

Hier habe ich zusätzlich zum Mozzarella im Originalrezept kleine Brösel von Fetakäse genommen. Das machte die ganze Sache etwas würziger. Geschmacklich sehr fein. Einzig der Teig, das war mir schon von vorherigen Backtage bekannt, ist für Gelegenheitsbäcker etwas schwierig zu handhaben. Er ist sehr weich und pappig. Da heißt es Fix sein beim Formen der Teiglinge. Ist das aber mal geschafft, dann steht einen tollen, herzhaft-würzigem Kleingebäck nichts mehr im Weg. Die Kartoffeln im Teig sind hier ein interessanter Geschmacksgeber und machen einen tollen Job im Teig.

Kartoffel-Pizza-Snack-1

Kartoffel-Pizza-Snack-3

Kartoffel-Pizza-Snack-4

 

Heute am Sonntag war dann Brotbacktag angesagt. Fertigkeiten und Gelerntes vom letzten Wochenende mussten schließlich getestet werden. Um es vorweg zuschicken: Das Wochenende hat sich gelohnt aus meiner Sicht.

Ich begann schon im Laufe der Woche meine Sauerteige auf Höchstleistung zu trimmen. So konnte ich herrlich treibende Sauerteige gestern bzw. vorgestern ansetzen.

Heraus kamen heute jeweils 2 tolle Brote:

Pain de Campagne

ein Weizenmischbrot mit Roggenmehl 1370 und Weizenmehl 812
sowie Roggen- und Weizenvollkornmehl gebacken.

Pain de Campagne-1

Pain de Campagne-2

100%-Roggenvollkornbrot

Schaut toll aus, riecht sehr intensiv und kräftig. Hier warte ich mit dem Anschnitt aber mindestens bis morgen. Ich gehe aber mal, positivdenkend davon aus, es schmeckt wie es ausschaut.

Roggenvollkornbrot-1

Roggenvollkornbrot-2

Und jetzt gibt es Abendbrot mit frischem Pain de Campagne. :D

Ich wünsche dir eine sonnige Sommerwoche!

Schmetterling auf Lavendel-1

Buon appetito
Werner

 

Salata di Lana


Wo soll ich anfangen? Ok, du weißt ich war letztes Wochenende auf einem Brotbackevent in Lana in Südtirol. Die Marketingchefin der Meraner Mühle, unsere Wirkungsstätte beim broteln, Nadja nahm auch an teil. In den wenigen Pausen, tauschten wir dabei gegenseitige unsere Gemeinsamkeiten bei den Essvorlieben aus. Dabei verriet sie mir das folgende Salatrezept. Und da jetzt auch die Zucchinipflanze im Garten so langsam beginnt auf Hochtouren zu laufen, wurde heute der mir von Nadja ans Herz gelegte Salat zusammengeschraubt.
Ich habe ihn einfach mal neu getauft:

Salata di Lana

oder aber in deutscher Schreibweise: Zucchinisalat mit Getrockneten Tomaten, Kräutern  und Fetakäse

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Vorweg noch ein ganz wichtiger Hinweis zu den Zutaten. Klar der Zucchino sollte frisch und knackig sein. Noch wichtiger ist aber die Qualität der getrockneten Tomaten, die für den Salat benötigt werden. Du weißt als regelmäßiger Blogleser, ich mache selten Werbung für ein Produkt oder schwelge in Steigerungsformen. Aber vergiss einfach die getrockneten Tomaten, die du bei uns zukaufen bekommst. Entweder du hast Direktimportware aus Bella Italia, am besten noch aus Kampanien von den Hängen des Vesuv, oder aber du kaufst bei Bongu. Eigentlich einer meiner bevorzugten Mehllieferanten, hat der Shop auch wenige, dafür aber erstklassige Lebensmittel im Sortiment. Dabei eben genau diese genialen getrockneten Tomaten.

Die Zutaten:

  • 1 mittlerer Zucchino
  • 1 Handvoll getrocknete Tomaten
  • 100g Fetakäse
  • Kräuter nach Vorlieben (ich: italienische Kräutermischung frisch aus dem Garten)
  • Essig
  • Olivenöl
  • 1 Schuß Balsamicoessig
  • 1 Prise gemahlene Chilischote
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Der Zucchino wird in kleine Würfel mit ca 1cm Kantenlänge geschnitten. Die Tomaten grob gehackt und der Fetakäse ebenfalls in Würfel geschnitten. Essig und Olivenöl werden gut vermischt. Dann alle Zutaten in eine Schüssel geben, Essig-Öl-Dressing darüber. Mit Salz, Pfeffer und Chillipulver kräftig gewürzt. Zum Schluss ein Spritzer guten Balsamico untermischen. Wer mag, kann auch hauchdünne, rote Zwiebelringe mit dazugeben. Das habe ich mir gespart, da es außerdem noch Blattsalat mit Zwiebeln gab.

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Nadja hat den Salat mit gekochten Eiern serviert. Ich habe dazu eine saftigzart gebratene Hähnchenbrust verspeist.

Man könnte im ersten Moment denken, Zucchini – da nehme ich doch lieber eine Schlangengurke. Die hat aber den Nachteil, dass sie den Salat verwässert. Da bleibt der Zucchino einfach standhaft.

Mein Salata di Lana

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Ich bin überzeugt, das schmeckt auch dir; auch wenn du vielleicht noch nicht in Lana auf einem Brotbackevent warst. Vielleicht probierst du auch mal die Variante mit gekochten, halben Eiern aus….

Buon appetito
Werner

 

Grießnockerlsuppe und Ausflug nach Südtirol


Eine klare Brühe mit Einlage geht immer. Eine meiner Lieblingseinlage sind Grießnockerl. Und nachdem ich das Wochenende in Südtirol verbracht habe (davon später mehr) und ich dort sehr fein und auch üppig gespeist habe, entschied ich mich gestern Abend für “Suppe mit …. ”

Meine Grießnockerl-Suppe

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Zutaten für 2 als Hauptspeise oder 4 als Vorspeise:

  • 50g zimmerwarme Butter
  • 1 zimmerwarmes Ei
  • 80g Grieß
  • Salz und Muskatnuss

Zubereitung:

Die Butter mit dem Mixer schaumig schlagen, das Ei hinzufügen, weiter mit dem Mixer traktieren bis sich eine homogene Masse bildet. Dann den Grieß unterrühren und das Ganze mit Salz und Muskatnuss abschmecken.

Die Grießmasse darf jetzt 2-3 Stunden bei Zimmertemperatur ganz still und leise vor sich hin quellen.

Nach dieser Ruhephase werden mit zwei Teelöffeln kleine Nocken abgestochen, geformt und in die leicht siedende Brühe gleiten lassen. Dabei die Teelöffel immer wieder in die heiße Brühe tauchen. Die Grießmasse sollte für 12 Nocken reichen.

In der Brühe dürfen sie dann für ca 20 Minuten ziehen. Dabei darauf achten, dass die Brühe nicht zu kochen anfängt.

Dann heißt es nur noch: Ab in die vorgewärmten Teller, mit frischem Petersilie bestreuen und genießen.

Ausflug nach Lana in Südtirol

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Der ein- oder andere meiner Follower in den Social Medien wird es sicher mitbekommen haben, dass ich am Wochenende in Lana zum Brotbacken eingeladen war. Ich fühlte mich von Anfang an geehrt zu diesem hochkarätigen Kreise der Teilnehmern zu gehören. Mit dabei waren unter anderem: Österreichs bester Bäcker Dietmar Kappl, der fränkische Freibäcker Arnd Erbel, die deutsche Dinkelikone Horst Deffland, die Mühlenbesitzerin Monika Drax, mein Backfreund Björn der Brotdoc und natürlich der Organisator Manfred “Schellikocht” Schellin. Und mittendrin der kleine Hobbybäcker aus der Piccola Panetteria.

Dabei wurde viel gefachsimpelt was gutes Brot ausmacht, an welchen Stellschrauben man drehen muss um ein solches zu bekommen und natürlich auch das ein oder andere Brot gebacken. Dabei wurden die Backergebnisse mit verschiedenen Mehlen verglichen. Hier habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass ich zukünftig unbedingt neben meinem Lieblingsshop Bongu auch bei der Draxmühle Mehl kaufen werde, da das Mehl dieser kleine Mühle eine tolle Qualität hat.

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Die wichtigste Erkenntnis der Tage dabei war für mich: Achte auf deinen Sauerteig!
Fühlt sich der Sauerteig wohl, steigt die Chance auf gutes Brot extrem. Zudem hat mich ganz besonders die Backphilosophie und die Teigbehandlung von Dietmar Kappl beeindruckt. Es ist einfach ein grandioses Erlebnis ihm beim Umgang mit dem Brotteig zuzuschauen.

Logiert haben wir die Tage im Hotel Schwarzschmied in Lana. Ein sehr angenehmes, komfortables Hotel mit einer sehr guten Küche. Ich fühlte mich hier unheimlich wohl. Das lag vielleicht auch daran, dass die Kirche mit der größten Glocke Südtirols im Glockenturm in ähnlicher Reichweite wie zuhause war. ;)

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Und nachdem ich jetzt wieder etwas mehr über die richtige Brotteigbehandlung erfahren habe, mache ich mich jetzt wieder mit frischem Elan ans Backen. Sollte also in nächster Zeit cucinaepiu etwas backlastig werden, dann weißt du jetzt warum.

Buon appetito
Werner

Endlich: Pizzateigrezept und eine Resteverwertung


Es hat die vielen Anfragen von Bloglesern und bei Social Media bedurft, damit ich mein Pizzateigrezept endlich auf meinen Blog bringe. Und die Meinung meiner Leser und Follower ist mir natürlich eine Verpflichtung.

Deshalb, jetzt endlich hier auf dem Blog:

Der weltbeste Pizzateig – Für uns und unseren Steinbackofen!

Also bitte keine Diskussionen über das Wörtchen “weltbeste”. Jeder hat andere Vorlieben, jeder hat einen anderen Geschmack, jeder hat andere Voraussetzungen und das ist auch gut so. Deshalb schreibe ich “weltbeste” auch nur in Verbindung “für uns”. Dabei ist das Rezept wirklich kein Geheimnis. Man glaubt es kaum, es stammt von einem Engländer. Genauer gesagt von Jamie Oliver. Er veröffentlichte es in seinem Buch “Genial italienisch”,* das er schon 2006 veröffentlichte. Und genau solange ist dieser Pizzateig unser Favorit. All die Tests und Vergleiche, hat er mit Bravour bestanden und alle Herausforderer weit hinter sich gelassen. Frag’ mal meine Frau, ich komme immer wieder mit neue Probanden, frei nach dem Motto: Das Bessere ist des Guten Feind!
Aber auch bei mir schwindet die Hoffnung einen “für uns” besseren Teig zu finden.

Jetzt aber endlich das Rezept, unser Pizzateig nach Jamie Oliver:

Zutaten für 8 Pizzen a 26cm Durchmesser:

  • 800g Weizenmehl 550
  • 250g feiner Hartweizengrieß
  • 1 gestr. EL Salz
  • 2 Päck. Trockenhefe
  • 1 EL brauner Zucker
  • 650ml Wasser

Zubereitung:

Alle Zutaten werden in der Küchenmaschine 15-18 Minuten langsam verknetet. Dann wird der Teig, je nach Außentemperatur, für ca 40-60 Minuten abgedeckt zur Ruhe gestellt. Jetzt kann er zu Pizzafladen verarbeitet werden.

Du siehst, einfacher geht es fast nicht!

Für uns, wir backen Pizzen mit einem Durchmesser von ca 26 cm, reicht diese Teigmenge für 8 Pizzen a 215g Teig. Je nachdem wie dick du deinen Pizzaboden möchtest, bzw. ob du ein rechteckiges Backblech verwendest oder runde Pizzen backst, musst du selber deine ideale Teigmenge finden.

Natürlich wird der Teig nicht zu knapp kalkuliert. Es könnte ja sein, dass der Hunger oder die Gier der Pizzaesser am Tisch etwas größer ausfällt.

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Sonntagspizza-4

Wie gesagt, könnte zufällig sein. Aber nur zufällig …  :D

Falls du doch Teig übrig hast – Kein Problem!
Entweder gibt es gleich einen Nachtisch davon. Sizilianische Cuddura Pateddaoder der Restteig wandert bis zum nächsten Tag abgedeckt in den Kühlschrank.
So auch bei mir gestern nach meiner Sonntagspizza geschehen. Heute Abend, der Teig war also mindestens 26 Stunden kalt gestellt, wurden daraus Brötchen gebacken:

Brötchen aus Pizzateig

  • Hefeteig aus dem Kühlschrank holen, in Portionen von ca 85g teilen und rund schleifen.

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  • Backofen auf 230°C vorheizen.
  • ca 15 Minuten abgedeckt entspannen lassen.
  • Jetzt die Brötchen fertig formen und auf der Nahtseite in Bäckerleinen abgedeckt für 25 Minuten zur Stückgare stellen. Ich habe mich heute beim formen für die Ceriola-Form entschieden, da diese italienischen Brötchen auch mit Hartweizengrieß gebacken werden.

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  • Brötchen umdrehen und mit der Naht nach oben ca 20 Minuten mit Schwaden bei 230°C backen.

Brötchen aus Resten von meinem Pizzateig

Pizzabrötchen

Buon appetito
Werner

*Affiliate-Link: Wenn du über den Affiliate Link ein Produkt kaufst, bekomme ich eine kleine Provision. Der Erlös fliesst zu 100% in den Cucinaepiu-Blog und hilft so laufende Kosten zu decken.

Sonntagspizza und ein Dessert


Sonntagspizza und ein Dessert

Der heutige Pizzabericht soll nicht nur dir den Speichel locken, sondern auch mir als Gedächtnisstütze dienen.

Wir hatten Schwester samt Patenkind und Schwiegermutter zum Pizzaessen zu eingeladen. Diese Gelegenheit sollte genutzt werden um unseren Pizzateigfavoriten, der schon alle Gegenüberstellungen als Sieger verließ, mit einem neuen Herausforderer zu konfrontieren.

Wie hier schon mehrmals beschrieben, ist der Pizzateig nach Jamie Oliver für uns und in unserem Steinbackofen gebacken das Nonplusultra.

Der Herausforderer heute war ein Teig nur aus Manitobamehl mit einer zwei Tage langen, kalten Führung im Kühlschrank. Der Teig wird kalt, also direkt aus dem Kühlschrank verarbeitet.

Und schon ging es los.
Die ersten Pizzen bekamen also den Herausforderer, den Manitobateig, als Grundlage.

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Für den ersten Appetit erstmal Modell “Casamia” – Pizza mit Chorizo, Paprika, Champignon, Schinken und Zwiebel

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Für das Patenkind eine Pizza extra. Nur Tomate, Basilikum, Schinken und Mozzarella!

Teigurteil: locker, knusprig, gut!

Jetzt wurde es ernst. Für den Titelverteidiger, unseren Jamie Oliver Teig, kamen auch gleich etwas extrovertierte Toppings zum Einsatz.

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Ausgebratene Auberginenscheiben, Sardellen und Zwiebeln

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Gleich danach, ein Fladen auf dem nach dem Backen noch Rucola, Bündner Fleisch und Parmesan kam. Gab es unter anderem auch hier schon: Pizzafavorit

Das eindeutige Urteil am Tisch:
Ohne den direkten Vergleich sind beide Teigvarianten hervorragend. Im direkten Gegenüber ist unser alter Star, der Jamie Oliver-Teig, der eindeutige Gewinner.

Rustikaler, herzhafter, geschmackvoller!

Und als Siegespreis bekam er dann noch einmal das “Casamia”-Topping überreicht.

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Natürlich gab es für die Tester auch ein kleines Dessert.

Semifreddo mit gesalzenen Erdnüssen

Ein Semifreddo das ich in meine Silkonbackförmchen* gefüllt und über Nacht gefroren habe.

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Rezept:

Zutaten
  • 40 g Butter
  • 90 g Ahornsirup
  • 2 Eigelb
  • 250 ml Sahne
  • 30g gesalzene Erdnüsse
  • 2 TL Ahornsirup
  • 1 TL brauner Zucker
Zubereitung
  • Butter solange erhitzen bis sie braun wird, dann zur Seite stellen. In einem zweiten Topf das Ahornsirup kurz aufkochen lassen.
  • Eigelb schaumig schlagen, dann die Butter und das Ahornsirup langsam mit den schaumigen Eigelben verquirlen.
  • Jetzt muss die Eigelbmasse im Kühlschrank ganz abkühlen.
  • Wenn dies geschehen ist, wird die Sahne aufgeschlagen und vorsichtig unter die kalte Eigelbmasse gehoben.
  • Anschließend die Semifreddomasse auf die Förmchen verteilen.
  • Für das Topping werden die Erdnüsse mit dem Ahornsirup und dem Zucker kurz erhitzt und auf die Förmchen aufgeteilt.
  • Nun geht es, am besten über Nacht, in den Gefrierschrank.
  • Bei Bedarf die Silikonförmchen einzeln entnehmen, umstülpen um das Semifreddo zu befreien, ein paar Minuten antauen lassen und servieren.
Ursprünglich sind die Förmchen für Martin Schönleben’s Minitörtchen angeschafft worden, sind aber für viele kleine Köstlichkeiten zu verwenden.

 

Als krönender Abschluss darf er natürlich nicht fehlen. :D

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Buon appetito
Werner

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Focaccia und ein Brot mit Alpenroggenmehl


Zuerst gab es Focaccia.
Nicht irgendeine Focaccia, sondern meine Allerliebste: Focaccia a la Alberto”.
Für das Topping habe ich mich dieses Mal bei Schellikocht bedient. Da Schelli ein sehr feines Züngerl hat, war mir schon im Vorhinein klar, das muss etwas ganz Feines werden. Und es kam auch so!

Focaccia-Tomaten-Basilikum-5

Ich gebe es zu, ich habe schon bessere Fotos gemacht …. aber der Geschmack !!!

Focaccia

Die Teighandhabung ist dabei etwas tricky, da der Hefeteig sehr weich ist. Wenn er aber mal auf dem Blech ist, dann wird er auch dich vollkommen überzeugen.

Vorteig:

  • 100g Weizenmehl 550
  • 60g Wasser
  • 5g Hefe

gut verkneten und abgedeckt bei Zimmertemperatur für 12 Stunden stehen lassen.

Focacciateig

  • Vorteig
  • 350g Weizenmehl 550
  • 270g Wasser 28°C
  • 12g Salz
  • 5g Hefe

Alle Zutaten in der Maschine 15 Minuten langsam kneten. Dann schließt sich eine Teigruhe von 2 Stunden an.

Jetzt wird es tricky!

Ein Blech gut mit Olivenöl bestreichen. Nicht sparsam sein!
Den Teig aus der Schüssel mit der Teigkarte auf das Blech geben und mit der Teigkarte den Teig von außen nach innen umschlagen (falten). Dann am besten mit 2 Teigkarten den Teig schnell umdrehen und für 15 Minuten entspannen lassen.

Jetzt hast du gewonnen!

Mit geölten Fingern den Teig jetzt auf dem Blech, durch drücken von oben auf den Teig, verteilen. Der Teig braucht nicht gleichmäßig eben zu sein. Es ist sogar von Vorteil wenn sich kleine Dellen bilden.

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Darauf kommt jetzt das Topping bevor das Blech eine dreiviertel Stunde (45 Minuten) bei Zimmertemperatur ruhen darf.

Kommen wir also zwischendurch zu meinem heutigen Topping.

Ein frisch zubereitetes Basilikum-Olivenöl und ein Tomatensugo aus getrockneten und frischen Tomaten.

Das Basilikumöl ist schnell zubereitet.
Eine Handvoll Basilikumblätter werden zusammen mit ca 50ml Olivenöl (KEINE Aldi- oder Lidlqualität verwenden!) mit dem Pürierstab vermengt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Das Tomatensugo:

Ca 100g getrocknete Tomaten in 200g Gemüsebrühe für ein paar Minuten blanchieren, dann alles zusammen mit 5 frischen Strauchtomaten, frischem Majoran, 3 EL Balsamicoessig pürieren. Auf das passieren der Masse wie Schelli habe ich verzichtet. Das Sugo mit Pfeffer abgeschmeckt. Salz brauchte es keines mehr, da die getrockneten Tomaten schon genügend Salzgeschmack mitbrachten.

Jetzt also alles auf dem vorbereiteten Focacciateig auf dem Blech verteilen.

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Zuerst das Basilikumöl darauf geben und anschließend das Tomatensugo. Die Hälfte davon reichte mir für ein Blech. Der Rest kommt auf eine Pizza! :)

Nun kommt die Focaccia in den auf 230°C vorgeheizten Backofen; und zwar auf die unterste Schiene. Die Backdauer beträgt ca 25-28 Minuten. Das Tomatensago darf ruhig etwas “dunkel” werden. Das ist der natürliche Geschmacksverstärker.

Focaccia-Tomaten-Basilikum-6

Und wenn jetzt jemand mein: Naja, ist ja nur nachgekocht:
Man kann das Rad nicht zweimal erfinden, runder wird es nicht mehr!
Die Kombination von frischem Basilikumöl und dem Tomatensugo aus getrockneten und frischen Tomaten auf genau diesem Focacciateig ist für mich absolut perfekt.

Und trotzdem: Sehr fein schmeckt diese Focaccia auch ganz traditionell mit Olivenöl, grobem Meersalz und Rosmarin bestreut. So wie hier zum Beispiel. Focaccia mit Rosmarin

Dann war da heute noch das Brot. Nicht irgendein Brot, sondern mein erstes

Alpenroggenbrot

Ja, die Größen der Backblogzunft haben es schon alle im Programm. Die Ergebnisse die sie mit diesem Mehl erzielten, optisch wie geschmacklich, ließen mich natürlich nicht ruhen. Das wollte ich schließlich auch wissen. Nicht das ich schließlich etwas versäume!

Also wurde vor Wochen schon das sagenumwobene Alpenroggenmehl bei Bon’gu, einem meiner Lieblingsmehlshops bestellt. (Keine Werbung, ist einfach so)

Zum Start entschied ich mich heute erstmal für ein Roggenmischbrot. Hier bediente ich mich weitestgehend bei Lutz im Plötzblog. Sein Berliner Roggenmischbrot sollte mir den Geschmack des Alpenroggenmehles näher bringen.

Was habe ich gegenüber Lutz verändert? Ich habe einmal etwas mehr Altbrot verwendet, denn das lag mal eben so rum.
Zudem musste ich etwas mit den Ruhe- und Garzeiten des Teiges spielen, da es heute in meiner kleinen “Piccola Panetteria” fast 30°C hatte. Ich hatte alle Hände voll zu tun die richtigen Zeitpunkte für die Teilbearbeitung zu erwischen, denn zwischendurch wurde auch noch ein einfaches Weißbrot für das Abendgrillen gebacken.

Und hier isses: Mein ersten Brot mit Alpenroggenmehl gebacken

Alpenroggenbrot-3

Optisch fand ich es schon einmal sehr gelungen.

Jetzt war ich auf den Anschnitt und natürlich auf den Geschmack gespannt. Ich konnte es fast nicht abwarten, bis das Brot abgekühlt war.

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Boah! Genauso wie die Krume ausschaut, so schmeckt sie. Zart, saftig, einfach grandios.

Bevor ich jetzt ins schwärmen gerate, will ich es kurz machen: Ich habe einen neue Mehlliebling gefunden und zu meinen Alltime-Favorits hinzugefügt:

Brot mit Alpenroggenmehl gebacken!

Also von mir eine ganz klare Nachbackempfehlung. Besorg’ dir dieses Mehl und backe dir ein Brot damit!

Um den Beitrag zu vervollständigen hier noch mein “Grill-Weißbrot”.

Alpenroggenbrot-4

Heute gab es also vom Feinsten:

Black & White

Alpenroggenbrot-1

Buon appetito
Werner

Salsa Verde oder Pesto, egal: Soulfood


Ich habe jetzt überlegt ob es Salsa Verde oder Pesto heißt. Bin aber zu dem Schluss gekommen, es ist völlig egal wie man es richtig betitelt, für mich ist es einfach: Soulfood.

Basilikumpesto mit Linguine

Pasta_con_Basilikumpesto-1

Was habe ich für mein Soulfood gemacht?

Pasta (Linguine oder Spaghetti) gekocht, klar oder?

Währenddessen wurde schnell ein Basilikumpesto gemixt. Nichts einfacher als das!

Ein echtes Rezept gibt es da nicht, ich mache das nach Gefühl.

  • ca 2 Handvoll Basilikum (natürlich aus dem eigenen Garten)
  • ca 1,5 EL Mandelsplitter
  • Salz
  • 1/2 Zehe Knoblauch
  • Olivenöl

Basilikum, Mandelsplitter (mag ich lieber als Pinienkerne, da diese etwas mehr “Gripp” haben als die lätschigen Pinienkerne), Knoblauch und Olivenöl mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit der Menge des Olivenöles kannst du die Konsistenz deines Pesto einfach nach Geschmack und Vorliebe steuern.
Zum Schluss mit Salz abschmecken.

Das ist ganz gemütlich und ohne Hektik in der Zeit, in der die Pasta kocht zu schaffen.

Jetzt heißt es nur noch, Pasta abseihen, auf die Teller verteilen, einen guten Esslöffel des Pesto darüber und mit etwas frisch geriebenen Parmesan oder Pecorino bestreuen.

Pasta_con_Basilikumpesto-2

Das übrige Pesto in ein kleines Schraubglas füllen, das hält sich für eine gute Woche im Kühlschrank.
Oder noch besser, einfrieren. Dann hat man auch in der basilikumlosen Zeit ein perfektes, selbstgemachtes Basilikumpesto zur Hand.

Buon appetito
Werner