Passend zum Karfreitag – Apostelkuchen


Ich könnte mich ärgern …. Es sollten schöne, goldgelbe Apostelkuchen geben. Sollte!
Ich habe aber meinen Ofen und die Uhr für einen Moment außer Acht gelassen, das haben mir die Gebäckstücke nicht verziehen. So gab es heute eben Mohren-Apostelkuchen. (Und das mir jetzt niemand mit politischer Korrektheit kommt …. ) ;)

Schmecken tun sie hervorragend, sind halt leider etwas dunkel.

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Das Rezept zu den Apostelkuchen stammt von Martin Schönleben, dem blogenden Konditormeister aus Puchheim. Auf seinem Blog Einfach ein schönes Leben hat er viele traditionelle bayerische Gebäcke gesammelt.
Von ihm stammt auch das Büchlein über die Minitörtchen aus denen diese Schokomoussetörtchen stammen.
Diese Apostelkuchen habe ich schon im letzten Jahr zu Ostern gebacken und war begeistert.

Apostelkuchen-2

Zutaten für 4 Apostel

  • 500 g Weizenmehl
  • 30 g Hefe
  • 50 g Zucker
  • 50 g Butter
  • 7 g Salz
  • 200 g Milch
  • 80 g Eigelb (4 Stück)
  • 50 g Vollei (1 Stück)
  • geriebene Zitroneschale
  • 180 g Rosinen
  • 60 g Mandelsplitter (original: Pinienkerne geröstet)
  • Butter
  • Zucker

Zubereitung:

Die Zutaten außer Rosinen und Mandelsplitter zu einem glatten Teig verkneten. Dann Rosinen und Mandeln kurz unterkneten. Den Teig dann für ca 20 Minuten ruhen lassen.

Dann wird der Teig geviertelt. Jedes Viertel dann noch einmal dritteln. Jetzt wird aus 2 Teilen eine große Kugel geformt, platt gedrückt und auf ein Blech gelegt. Aus jeweils einem Teil eine kleine Kugel formen und auf die Teigscheibe legen. So werden daraus 4 “Hüte”.

Apostelkuchen-roh-1

Das Blech wird dann abgedeckt und warm zur Gare gestellt bis die Teigteile ihr Volumen mindestens verdoppelt haben.

Bei 160°C Umluft dann für ca 25 Minuten gebacken. Vielleicht vorsichtshalber öfter danach schauen als ich …. ;)

Als Finish mit flüssiger Butter einstreichen und nach Belieben mit Zucker bestreuen.

Apostelkuchen-3

Und wie die Apostelkuchen in “Perfekt” ausschauen, da schaut ihr mal bei Meister Schönleben nach.

Ich gehe jetzt einen Cappuccino bei herrlichem Sonnenschein trinken. Natürlich mit einem Apostel!

Buon appetito
Werner

Spinat und Ei – heute mal nicht traditionell


Gründonnerstag – seit ich denken kann gibt es Spinat, Ei und Kartoffel. Und irgendwie liebe ich das an diesem Tag, obwohl ich es sonst nicht unbedingt mit Traditionen habe.

Heute aber sollte es dann doch mal eine leichte Variation geben. Aber keine Panik, die Grundzutaten bleiben gleich. Eier, Spinat,Kartoffelstücke.

Es gab:

Katalanischer Spinat mit Eierfrittata und Salzkartoffeln

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Mein Urteil:

Was für eine Kombination!

Also der Reihe nach:

Salzkartoffel – das bedarf mal keine Erklärung …

Der Katalanische Spinat

Vor ein paar Wochen fand ich in Jennifers Friede, Freude, Eierkuchen-Blog diese spanische Variation von Spinat. Jennifer legt diesen Spinat auf geröstete Brotscheiben für Crostini. Mir schoss beim Anblick und der Zutatenliste wie Pinienkerne, Knoblauch, Sultaninen, Olivenöl spontan der Gründonnerstag in den Kopf. Jetzt brauchte es nur noch eine kreative Eierkreation dazu.

Das Rezept zum Spinat findet ihr im Link hier oben. Von mir gibt es ein paar Schnappschüsse vom Kochen. Die ganze Spinataktion dauert 5 Minuten, und schon ist er fertig, der katalanische Spinat.

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Eierfrittata

Die fand ich die Tage in einem Video auf YT. Leider war ich so dusselig und habe mir die Linksdresse nicht notiert. Aber gefallen hat mir das sehr gut. Das war die optimale Ergänzung zu meinem mediterranen Spinat dachte ich. Und ich habe richtig gedacht!

Was braucht es für 6 Eierfrittate (2 Personen)?

  • 1 Muffinform
  • 4 Eier von glücklichen Hühnern
  • Dill
  • Peperoni
  • 6 Scampi
  • 6 Würfel Fetakäse a 2 x 2 x 2 cm
  • 6 Scheiben Frühstücksbacon
  • Grillgewürz

Die Sache ist auch genial einfach. Der Frühstücksspeck wird in der Muffinsform als Rand in die Mulden gelegt.

Eier, Dill und feingehackte Peperoni werden verquirlt. Mit dem Dill braucht man nicht sparsam zu sein. Dafür braucht es kein Salz, da Speck und Feta schon salzig genug machen.

Jetzt werden in jede ausgelegte Muffinkuhle 2 EL der Eimischung gegeben. Jeweils ein Stück Fetakäse einlegen, eine Scampi dazu und die restliche Eimischung gleichmäßig verteilen. Obenauf darf noch einmal pfiffig gewürzt werden. Ich nahm hier mein selbstgemixtes Grillgewürz. Das machte sich hervorragend dazu.

Die Muffinform kommt nun für 35 Minuten in den auf 140°C vorgeheizten Backofen. Heraus kommt dann das:

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Und dann wird angerichtet.

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Was für ein Auftakt für das Osterwochenende. Ich glaube nicht, dass es erst wieder Gründonnerstag werden muss, bis das wieder auf unseren Teller liegt.

Und die Crostinivariante mit diesem Spinat steht schon auf dem Merkzettel ganz oben.

Buon appetito
Werner

 

Schnelle Pasta mit Brokkoli und Aprikosen-Sardellen-Sugo


Toller Titel, gell?

Wie das so ist im deutschen Standardhaushalt. Nicht immer reicht die Zeit um aufwendig und ausladend zu kochen.

Schnelle Küche ist also heute angesagt. Was liegt da näher als Pasta….

Dazu ein schnelles Sugo, quer durch die Vorratskammer. Das Ergebnis = Buonissimo!

Schnelle_Pasta-6

Was habe ich heute für 2 Personen verwendet:

  • 400g schmale Bandnudeln
  • 1 Brokkoli
  • 1 kl. Zwiebel
  • Sardellen
  • 5 getrocknete Aprikosen
  • 6-8 Oliven
  • Olivenöl
  • Zitronensaft
  • 1 kl. Sibirische Hauspaprika (kleine Chilischote)
  • Thymian
  • Zucker
  • Salz, Pfeffer
  • Pecorino gerieben

Zuerst wird der Brokkoli in Röschen geteilt, die Stiele klein geschnitten und für 4 Minuten in kochendem Salzwasser vorgegart. Dann mit kaltem Wasser abgeschreckt und beiseite gestellt.

Nudeln in Salzwasser kochen.

Schnelle_Pasta-1

 

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Während die Nudeln kochen wird die Zwiebel in reichlich Olivenöl glasig gedünstet. Dann kommen kleingehackte Sardellen und klein gewürfelte Aprikosen sowie die in feine Streifen geschnittene Chileschote und der Thymian dazu. Kurz mitdünsten. Mit 2-3 EL Zitronensaft ablöschen, halbierte Oliven dazu und mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

In der Zwischenzeit sind die Nudeln gar und wandern zusammen mit dem Brokkoli zum Sugo in die Pfanne. Alles gut wenden und 1-2 Minuten ziehen lassen. Geriebener Pecorino untermischen und servieren. Alles zusammen dauert keine 1/2 Stunde – frisch zubereitet.

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Dazu haben wir zu zweit eine ganze Flasche Vino Rosso vernichtet. Man gönnt sich ja sonst nichts….. ;)

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Buon appetito
Werner

Backtag in der Piccola Panetteria


Ich bin noch beim Auffüllen der Vorratskammer für die Ostertage.

Heute standen dazu zwei verschiedene Brötchensorten auf dem Plan. Vorher aber gab es Baguette vom Feinsten.

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Und wieder fängt alles ganz unspannend an.
Der Teig ruhte für gute 50 Stunden im Kühlschrank. Heute wurden Teigstangen daraus geformt, eingeschnitten und im Backofen abgebacken.

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Baguette “Casamia”

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Ob das Baguette den Osterhasen erleben wird? Ich habe da so meine Zweifel …

 

Weiter geht es mit DDR-Brötchen nach Bäcker Süpke. Die habe ich etwas fränkisch angehaucht. Heißt das Mehl wurde zur Hälfte mit 812er gegenüber dem Original ersetzt und etwas Kümmel musste schließlich auch noch rein.

Heraus gekommen sind dann

DDR-Brötchen a la Casamia

  • 500g Weizenmehl 550
  • 500g Weizenmehl 812
  • 650ml Wasser
  • 25g Hefe
  • 15g Schweineschmalz
  • 20g Salz
  • 5g Zucker
  • Kümmel nach Geschmack

Alle Zutaten für ca 15 Minuten kneten. Dann 1 Stunde kühl ruhen lassen. Den Teig abschlagen, oder kurz durchkneten und eine weitere Stunde kühl und abgedeckt zur Gare stellen.

Jetzt die Brötchen formen. Ich habe mich dieses Mal für 75g-Brötchen entschieden.

Die Stückgare beträgt jetzt ca 30 Minuten. Dann mit Wasser abstreichen und mit Wasserdampf bei 220°C ca 20-25 Minuten backen.

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Backtag-DDR-Brötchen-1

Zum Abschluss musste ich auch noch ein paar meiner Lieblinge backen:

Birkenhainer

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Das Rezept dazu findest du hier: Birkenhainer Rezept und ein Video zur Formung gibt es hier: Birkenhainer formen.

Backtag-Kipf-2

 

So, jetzt ist mal genug gebacken. Höchste Zeit, dass wieder gekocht wird….

Buon appetito
Werner

Quark-Schoko-Häppchen


Gesehen und sofort Speichelfluss bekommen. Kennst du das?

So ging es mir bei diesen Gebäckteilchen von Ann-Katrin. sie hat auf ihrem Blog “Penne im Topf” vor ein paar Wochen Quarktäschchen gebloggt. Genau das Richtige heute an diesem Vorfrühlingstag.

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Ruck-Zuck gemacht. Innerhalb von 2 Stunden stehen diese süßen Teilchen auf dem Kaffeetisch.

Rezept:

  • 250g kalte Butter
  • 250g Quark
  • 250g Mehl 405
  • 1 Prise Salz

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Quark-Schoko-Haeppchen-2

Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und für 1 Stunde in Frischhaltefolie in den Kühlschrank stellen.

Dann den Teig ca 1/2 cm stark ausrollen und Kreise ausstechen. Größe je nach Wunsch. Meine hatten 8 cm Durchmesser. Jeweils einen Klecks Nutella daraufgeben und einklappen. Die Naht gut festdrücken. Ich habe die Nutellakleckse teilweise etwas zu groß gemacht. Also lieber etwas weniger nehmen, sonst platzen die Taschen zu stark auf.
Mit etwas Eigelb bestreichen und für ca 25 Minuten im auf 175° vorgeheizten Ofen backen.

Quark-Schoko-Haeppchen-4

 

Und ich gehe jetzt einen Cappuccino trinken…..

Buon appetito
Werner

Zipfelbrötli, für den Vorrat gebacken


Die Osterfeiertage stehen an, da muss der Vorrat natürlich aufgefüllt werden.
So standen heute Brötchen an. Ich entschied mich für eine Rezeptur, die ich irgendwann mal bei Lea Linster entdeckte. Diese Brötchen sind am Backtag recht schnell gemacht und haben durch den Poolish einen guten, ausgewogenen Geschmack. Und um einerseits den Geschmacksunterschied zu testen und anderseits gleich eine gute Vorratsmenge zu bekommen, habe ich gleich die doppelte Menge gebacken. Einmal mit 812er Weizenmehl und einmal mit 550er Weizenmehl.
Grundsätzlich geben sich die verschiedenen Brötchen gegenseitig keine Blöße. Klar, die mit 812er Mehl gebackenen sind etwas herzhafter, kräftiger.

Zipfelbrötli-2

Die Zipfelbrötli eignen sich hervorragend als Frühstücksbrötchen oder am Buffet

Zipfelbrötli-4

Bitte nicht über die unterschiedliche Bräune wundern. Ich habe sie unterschiedlich ausgebacken, da ich einen großen Teil eingefroren habe.

Rezept für ca 35 kleine Brötchen a 45-50g

Vorteig:

  • 250g Weizenmehl 550 oder 812
  • 300g Wasser, kalt
  • 10g Hefe

Zutaten verrühren und abgedeckt bei Zimmertemperatur über Nacht gehen lassen.

Hauptteig:

  • Hefeansatz
  • 750g Mehl 550 oder 812
  • 300g Wasser
  • 8g Hefe
  • 20g Salz

Die Zutaten ohne das Salz in der Küchenmaschine für 8 Minuten kneten lassen, dann das Salz zugeben und noch einmal 5 Minuten kneten.

Den Teig zu einer Kugel formen und bei Zimmertemperatur abgedeckt ca 2 Stunden ruhen lassen.

Dann portionieren. Ich habe mit für kleine Brötchen a 48g entschieden. Das ergab bei mir 34 Brötchen von jeder Sorte. Die Teiglinge rund schleifen, kurz entspannen lassen, dann leicht länglich formen und an den Enden kleine Teigzipfelchen ausformen.

Zipfelbrötli-1

Abgedeckt noch einmal für ca. 1 Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Der Backofen sollte auf 250°C vorgeheizt sein.

Vor dem Einschießen mit einer Rasierklinge die Teiglinge längs einschneiden und dann mit reichlich Wasserdampf für ca 12-14 Minuten abbacken. Dabei nach ein paar Minuten den Dampf aus dem Ofen lassen.

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Buon appetito
Werner

Mein Häusemer Bauernlaib


Es wird ja zur Zeit von Hobbybäcker zu Hobbybäcker auf den Foodblogs gebacken und erfährt nur allergrößtes Lob.

Da muss ich mir natürlich selbst ein Bild davon machen!

So ging es gestern ans Werk. “Brot fürs Abendbrot” war das Motto.
Das Rezept dazu findet ihr in vielen Foodblogs, das spare ich mir hier mal einfach. Schaut z.B. bei Hardy, er hat auch eine tolle Schritt-für-Schritt Anleitung dabei. Oder schaut bei Petra nach. Im Original ist die Häusermer Bauernkrume übrigens von Helena’s Trollenland-Blog

Da ich meinem Brot als echter Franke natürlich noch Kümmel hinzugefügt habe, nenne ich es jetzt einfach mal

Häusemer Bauernlaib – ein 2,6kg Hammerbrot!

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Ein tolles Brot, dieser Häusemer Bauernlaib!

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Ich kann allen Hobbybrotbäckern dieses Brot wirklich empfehlen. Unbedingt nachbacken!
Mein nächster Versuch heißt dann: Häusermeer Bauernlaib im Steinbackofen gebacken.

Für Brotbackanfänger empfehle ich mein Standardbrot: “Roggenmischbrot “Casa Mia”

Buon appetito
Werner