Doppelte Premiere


Im wahrsten Sinne war heute bei mir eine „Doppelte Premiere“. Zum Einen gab es den ersten Rosenkohl der Saison und zum Anderen habe ich heute zum ersten Mal meine  Spätzle in meiner Werkstatt handgeschabt.

OK, dass es der Start der Rosenkohlsaison ist, das ist jetzt nicht unbedingt überraschend. Aber warum Spätzlepremiere?
Vielleicht hast du es mitbekommen oder in Instagram gelesen, ich war am Samstag in Ludwigsburg auf dem 1. Foodblogger-Hocketse. Wo  genau findest du in diesem Link. Es war eine tolle Veranstaltung mit einem hochmotivierten Team das uns betreute, vielen netten und in der Mehrzahl weiblichen Foodbloggerkolleginnen und für mich vielen neue Dinge, die ich erlernen bzw. vertiefen konnte.  Und eines davon war eben die Kunst der „handgeschabten Spätzle“.
Ja ich weiß, für Schwabenmädels natürlich nix besonderes, die kriegen das ja schon im Mutterleib übertragen. Aber für so ein bayerisches Nordlicht aus Unterfranken natürlich schon herausfordernd. Außerdem bin ich schon des öfteren gerügt worden, weil ich meine Knöpfle immer als Spätzle tituliert habe. Das wollte ich nicht länger auf mir sitzen lassen.

So und deshalb gab es heute:

Rosenkohl mit handgeschabten Spätzle

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Ein richtiges Rezept habe ich dazu heute nicht.

Der Spätzleteig wurde nach der Rezeptur der Ludwigsburger Mädels hergestellt. Das heißt auf meine Menge umgerechnet:

  • 125g Weizenmehl 550
  • 125g Wiener Grießler (Weizendunst)
  • 3 Eier
  • 1 Prise Salz
  • Wasser

Alle Zutaten vermengen und kräftig schlagen bis der Teig zähflüssig ist und  Blasen wirft.  Die Wassermenge variiert hier wegen den verschiedenen Eiergrößen, das musst du selber herausfinden.
Dann darf er eine halbe Stunde vor sich eindösen. Zeit den Rosenkohl zu putzen, Zwiebel, Knoblauch und statt Speck etwas von meiner toskanischen Salami zu schneiden.

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Den Rosenkohl habe ich im Backofen wie hier beschrieben gebraten.

Jetzt war Spätzle schaben angesagt. Ich hatte mir gleich auf der Heimfahrt im Zug ein Spätzlebrett* bestellt, das heute ankam.

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Spätzle schaben ist ja grundsätzlich nicht schwer. Wenn man es einmal gesehen hat, dann flutscht das richtig dahin… 😃
Heraus kamen noch etwas in der Dicke variierende Spätzle. Aber ich bin mir sicher, das krieg ich schnell in Griff.

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Die Form mit dem Rosenkohl kam vom Backofen direkt auf den Herd, löschte mit etwas Weisswein und Sahne ab und gab die Hälfte der Spätzle dazu. 2-3 Minuten noch einkochen lassen und fertig war ein geniales Abendessen.
Auf dem Teller mit dem genialen Sesam-Mix Umami vom Kochzivilisten bestreut, dazu einen guten Rosso di Montalcino – Herz was willst du mehr?

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Und morgen gibt es dann Spätzle aus der Pfanne …..

Buon appetito
Werner

*Affiliatelink

Küchle vom Butternut


Ich habe es ja schon oft erwähnt, ich bin eine Fan vom Kochstil des Engländers Jamie Oliver. Deshalb war er auch meine erste Adresse beim Sichten von Kürbisrezepten. Jetzt bin ich ja bisher nicht wirklich ein Fan von diesem Gemüse. Aber mein Garten hat mich etwas ausgetrickst. Ich hatte im Frühjahr noch Platz und dachte mir, setzt du eine Butternut-Kürbispflanze dahin, dann brauchst du dich um dieses Fleckchen Erde nicht mehr kümmern. Und außer dem täglichen Gießritual bekam er im Sommer auch keine Zuneigung von mir. Aber der Kerl war nicht nachtragend, ganz im Gegenteil. Als wollte er mir sagen, probier mich mal, du wirst staunen. Kurz und gut, die Ernte war dann am Sonntag mehr als ausreichend für meine Bedürfnisse.

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So suchte ich also nach Kürbisverwertungsmöglichkeiten außerhalb der Suppengeschichte. Fündig wurde ich eben gleich mal bei JO. In seinem Buch „Cook clever mit Jamie“ *(Affiliate-Link) hat er ein paar interessante Kürbisrezepte. Da probiere ich mich jetzt mal durch die nächste Zeit. Kürbisse habe ich ja genug….

Die Premiere heute:

Kürbisküchle mit Tomatensugo, frittierten Salbeiblätter und Belper Knolle

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Im Original bei Jamie Oliver heißt das schlicht Kürbispuffer.
Und weil ich sein Rezept ja nur als Orientierung genommen und vieles verändert habe, darf ich ihnen auch einen anderen Namen geben.

Was braucht es also zu meinen Kürbisküchle?

Zutaten für 1 Person
  • 1 Butternut (meiner hatte ein Gewicht von 1kg, ich habe mal mit dem kleinsten angefangen), davon dann die Hälfte
  • 40g Mehl
  • 20g Hartweizengrieß
  • ¼  TL Backpulver
  • 1 Ei (von glücklichen Hühnern)
  • 100g Hüttenkäse
  • Salz und Pfeffer
  • Butter
  • Rapsöl
Zubereitung

Zuerst wird der Butternut so wie er ist im Ganzen in eine ofenfeste Form gelegt und im Backofen bei 180°C je nach Größe für 2-2,5 Stunden weich gebraten. (Bei mir dauerte es 2 Stunden) Dann aufgeschnitten und die Kerne entfernt.

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Jetzt mit einem Löffel das Kürbisfleisch aus der Haut schälen. Für meine Rezeptmenge braucht es nur die Hälfte des Kürbis. Die andere Hälfte wird dann die nächsten Tage verarbeitet.
Dieses Kürbisfleisch habe ich mit dem Stabmixer kurz bearbeitet um es gleichmäßig fein zu bekommen.
Anschließend alle weiteren Zutaten dazugeben und gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer gut abschmecken. Wer es etwas pfiffiger haben möchte, der kann dem mit etwas gemahlener Chilischote nachhelfen.

Diese Masse kurz quellen lassen.

Zeit um eine rote und eine gelbe Paprika, sowie eine kleine Zwiebel in feine Streifen zuschneiden und etwas Fetakäse in größere Würfel. Ein Dressing angerühren, sowie etwas Petersilie (der steht noch gut im Garten) kleingehacken. Fertig war ein frischer Salat.

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Jetzt in einer Pfanne mit einem Spritzer Rapsöl den Teig mit dem Löffel in 4 Portionen geben und bei milder Hitze langsam goldbraun braten. Beim Wenden habe ich in die Mitte der Pfanne noch einen Klecks Butter gesetzt und ein paar Salbeiblättchen in der ausgehenden Butter mit frittiert. Durch mehrmaliges Drehen der Küchle bekommen auch diese den vollen Buttergeschmack ab.

Wenn beide Seiten schön knusprig aussehen, herausnehmen und anrichten. Um dem Ganzen noch einen kleinen Pep mitzugeben, habe ich etwas meines Tomatensugo, das ich aus meinen toskanischen Tomaten mit Zwiebeln geköchelt habe, erhitzt und darüber gegeben. Oben auf Belper Knolle gerieben. Da geht natürlich genauso gut Parmesan oder ein anderer würziger Hartkäse. Vielleicht sogar ein Pecorino.

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Und bevor jetzt Nachfragen kommen;  ja, ich habe die 4 Küchle alleine verputzt. 😃

Beim Gang in den Garten um Petersilie und Salbei zu holen traute ich meinen Augen nicht. Wurde doch tatsächlich eine Erdbeere an meinen im Sommer frisch gesetzten Pflanzen im Laufe dieser Woche noch rot. Richtig rot und von einer stattlichen Größe.

Was für ein Fest, die Nachspeise war gesichert. 😃

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So und ich bin jetzt richtig heiß auf das nächste Kürbisgericht. Vielleicht werde ich ja doch noch zum Butternut-Fan …….

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Buon appetito
Werner

Alles Blumenkohl ….


Habe ich schon mal erwähnt, dass Blumenkohl eines meiner ersten Lieblingsgemüse war? Mittlerweile kann ich gar nicht mehr sagen, wer der absolute Favorit ist. Das wechselt je nach Saison. Blumenkohl aber, der geht immer. Egal zu welcher Jahreszeit, ob als Salat, Suppe oder Gemüse, Beilage oder Hauptgericht.
Und als Hauptgericht habe ich ihn dieses Mal verspeist.

Ich bekam schöne, wenn auch kleine, Blumenkohlköpfe. Zudem las ich bei zumfressngern von der Kombination mit Tahini. Für mich neu.

Was soll ich sagen?

4 Zutaten – total easy, total gut!

Was wieder einmal beweist: Wenige, dafür hochwertige Zutaten und es wird was Feines.

Blumenkohl auf Tahinispiegel

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Zutaten: 

  • 1 Blumenkohl
  • Olivenöl
  • Grobes Meersalz
  • Tahini, (unbedingt ein israelisches oder libanesisches Tahini verwenden)

Zubereitung:

Den Blumenkohl in etwas Wasser im Topf bei geschlossenen Deckel je nach Größe dämpfen. Bei mir hat das mit einen kleinen Kopf ca 10 Minuten gedauert. Rausnehmen und ausdampfen lassen.
Wenn er etwas abgekühlt ist, wird er mit den Händen mit gutem Olivenöl eingerieben, mit groben Meersalz bestreut und in eine ofenfeste Form gelegt.
Im auf 230°C vorgeheizten Backofen dann für ungefähr 30 Minuten gebacken. Und nicht zimperlich sein, der Kopf darf ruhig Röstaromen ansetzen……

Auf einen Teller großzügig gutes Tahini streichen, den fertigen Blumenkohl darauf setzen und genießen.

Da ich noch ein paar Zwiebeln gerade in Greifnähe hatte, legte ich diese halbiert mit etwas Olivenöl, Salz und Grillgewürz bestreut mit in den Backofen. Genial!

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Vorausgesetzt du magst Blumenkohl und Tahini, dann ist das eine Hammerkombi.

Mein Urteil: Unbedingt ausprobieren! 

Und weil ich den Kohl so gerne mag und ich noch einen zweiten kleinen Kohlkopf bekommen habe, gab es am Tag darauf gleich noch mal Blumenkohl. Zudem wollte der selbstgemachte Joghurt im Kühli verarbeitet werden.

Knuspriger Blumenkohl mit Mangold-Yoghurt-Dip

Dieses Mal wurden die einzelnen Röschen knusprig gebraten und dann mit einem feinen Mangold-Joghurt-Dip verspeist.

Das Rezept dazu findest du bei Simone hier: Knuspriger Blumenkohl

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Ich habe noch ein paar Kürbiskerne dazugeschmuggelt und auch zum Blumenkohl im Backofen eine ½ Zwiebel, fein gewürfelt mit untergehoben.
Auf dem Teller dann mit Sesam-Umami-Mix von meinem Gewürzguru, dem Kochzivilisten bestreut. Sehr fein!

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Und solltest du noch mehr Blumenkohl haben oder ein paar Anregungen suchen, dann guck einfach mal hier: Noch mehr Blumenkohl in meiner Cucina

Der Geschmackshammer der Woche aber:

Blumenkohl auf Tahini

Blumenkohl auf Tahini

Buon appetito
Werner

Unterwegs …. Teil 2


Nach der langen Anfahrt über Frankreich, der Cote d’Azur und der italienischen Riviera entlang, war das Ziel wieder meine geliebte Toscana …

Dazu ein paar Impressionen meiner, leider viel zu wenigen Tage in diesem Landstrich.

Nach der langen Anfahrt durch Frankreich und den vielen Städten, erstmal Entspannung pur!

Nach den anstrengenden Tage der Anfahrt über Frankreich und den vielen Städten, erstmal Entspannung pur!

Passend zum Pool meine "Hütte" für die nächsten Tage

Passend zum Pool, meine bescheidene „Hütte“ für die nächsten Tage

Meine neue Freundin begrüßt mich jeden Morgen beim ersten Schritt aus der Türe

Meine neue Freundin begrüßt mich jeden Morgen mit den ersten Sonnenstrahlen

Höchste Zeit, wieder in die grandiosen Landschaften der Toscana einzutauchen

Höchste Zeit, wieder in die grandiosen Landschaften der Toscana einzutauchen

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Zwischendurch natürlich auch immer wieder Zeit zur Entspannung und den tollen Blick über den Wasserrand zu genießen.

Zwischendurch natürlich auch immer wieder Zeit zur Entspannung und um den tollen Blick über den Wasserrand zu genießen.

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Natürlich immer an meiner Seite ....

Dabei natürlich immer an meiner Seite ….

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Typisch Crete, karge Landschaften

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.... und bei genauem Hinsehen: die Schäfchen kamen von links ....

…. und bei genauem Hinsehen: die Schäfchen kamen von links ….

Sant' Antimo, etwas Zeit inne zu halten, habe ich mir natürlich auch genommen.

Sant‘ Antimo, etwas Zeit inne zu halten, habe ich mir natürlich auch genommen.

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Überraschung am Morgen. Oder sollte es ein Zeichen sein …

… es war eines. Viel zu schnell gingen die Tage dahin.
Und nächstens Jahr bleibe ich vieeeeeeel länger hier. Ganz sicher!

Ciao Toscana

Ciao Toscana

Buon appetito
Werner

 

 

Unterwegs …


Manche wundern sich, warum es hier so still ist, die Anderen habe es vielleicht über meinen Instagram-Account schon mitbekommen. Ich habe mir ein paar Tage frei genommen. Man könnte auch sagen, ich mache Urlaub. 

Jetzt wo ich nach einer Woche durch die Gegend fahren endlich am Ziel bin, will ich doch meine Anreise anhand von ein paar Fotos dokumentieren.

Los ging es am letzten Montagfrüh in Richtung Frankreich.

Die erste Station und gleichzeitig Übernachtung war in Besançon. Eine schöne, urige Stadt, die Ihren Flair von früher zumindest baulich noch übernommen hat. 

Altes Stadttor von Besançon

Klar worauf ich als erstes achte ….

Auch wenn ich kein Wort französisch spreche, Baguette bestellen geht jedenfalls. 

Falls es interessiert, in dieser Straße habe ich per Airbnb übernachtet

Und oberfeines Essen gab es natürlich auch. Bin ja schließlich in Frankreich. 😃

Hier Jakobsmuscheln auf schwarzen Reis mit einen feinen Orangensößchen. 

Und schon ging es auch weiter in Richtung Süden. Nächstes Ziel: Allex, unweit von Crest im Rhonetal.

Typisches, französisches Dörfchen: Allex

Meine Bleibe für die nächsten 2 Tage: ein umgebautes Taubenhaus. Herrlich kuschelig.

Klar oder? 😜 Ich muss mich aber mal selber loben, da halte ich geschmacklich und optisch durchaus mit …. 😃 

Muss ich ja schließlich auch mal probieren ….. Maccarons. 😃 

In Crest steht übrigens der höchste Burgturm Frankreich. 

Und wieder geht es weiter Richtung Südfrankreich. Die Côte d’Azur wird angefahren.

St. Tropez, der helle Wahnsinn wer hier im September noch rein und auch wieder raus will. 

Weiter über Cannes ….

…. Ne, ich habe keinen Promi gesehen. Das war alles aus der Z-Kategorie….. 😜 

Übernachtet habe ich dann in Saint Jeannet, hoch in den Bergen über Nizza gelegen.

Am nächsten Tag ging es dann weiter über Nizza nach Monaco und Monte Carlo.

Ich kann mir gut vorstellen, dass das Fürstenhaus von Monaco einen Sponsorvertrag mit der Betonindustrie hat. Glaub‘ da gibt es mehr Häuser als Bäume…… 

Weiter über Genua und Sanremo …

… auf die Halbinsel Portofino. 

Der Besuch von Portofino hat mich dann doch etwas enttäuscht. Die Stadt lebt vom Namen und der Vergangenheit. 


Glücklicherweise gab mir meine Airbnb-Gastgeberin den Tip, Camogli zu besuchen. Liegt direkt über dem Berg, Luftline nur ein paar Kilometer von Portofino. 

Das nenne ich ein Dorf am Meer mit Flair. Hier passte alles.

 Gewohnt habe ich hier übrigens wieder hoch über dem Meer per Airbnb in San Martino di Noceto.

Auch wenn es nur für eine Nacht ist, wird man hier dann so begrüßt:


Nächster Tag, nächstes Reiseziel: Livorno. Vorher aber einen kleine, nicht geplanter Abstecher nach Lucca. Der hat sich wirklich gelohnt. Ein schönes Städtchen. 😃 

Dann aber weiter zum Tagesziel: Livorno

Ich wohne sehr zentral, man kann auch sagen, mittendrin, in Klein-Venedig bei der lieben Alice. 

Der morgendliche Blick am Frühstückstisch 😃 

Klar, gut Fischessen geht natürlich in Livorno schon. 😃 

Klein Venedig bei Nacht.

Ein Besuch und etwas flanieren auf der Terrazze Mascagni durfte natürlich nicht fehlen. Schade dass es an diesem Tag ab und an etwas regnete.

Die Alte Festung von Livorno

Noch ein letzter Blick auf eine der vielen kleinen Brücken in Livorno bevor es weiter in Richtung zentraler Toscana geht.  Dabei noch ein kleiner Abstecher in die Alabasterstadt Volterra

Und dann, dann bin ich nach 2000km endlich am Ziel: San Giovanni d’Asso. Also zumindest sehe ich es von meinem Freisitz vor der gemütlichen, extrafeinen Ferienwohnung.

In der Mitte: San Giovanni d’Asso. 

Wer sich etwas auskennt, der erkennt hinten rechts Pienza und etwas links davon die Kirche San’t Anna.

Meine bescheidene Hütte für die nächsten Tage ….. 😃 

…. Meine erste Arbeit. 😃 

So, und jetzt genieße ich meine Tage in der Toscana und melde mich wieder, wenn ich zurück bin. 😃

Und in der Zwischenzeit trinke ich vieeeeeeel Café und den einen oder anderen feinen Rosso di Montalcino 😃


Buon Appetito

Werner

Frenchweck


Komischer Name, gell!

Ich habe sie so getauft, da ich dazu mein Baguettemehl T65 benutze und die Weck in der Konsistenz doch sehr an Baguette, mit einer luftigen Krume und einer röschen Kruste erinnern.

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Die Herstellung und Aufarbeitung ist relativ einfach, trotzdem überzeugt der Frenchweck geschmacklich durch die lange, kalte Gare. Und in jedem Weck steck maximal ein halbes Gramm Hefe.
Man könnte es auch etwas euphorischer ausdrücken: Die Weck sind der Hammer! 🙂

Frenchweck

Die Zutaten ergeben ca 30 Weck a 85g Teiggewicht.

Zutaten:

Vorteig (Alter Teig):

  • 300g Weizenmehl T65 (ersatzweise 550 oder 812)
  • 180g Wasser
  • 7g Hefe
  • 7,5g Salz

Alles gut vermischen. Dann bei Raumtemperatur ca 2 Stunden reifen lassen. Danach für ca 24 (20-30) Stunden in den Kühlschrank stellen.

Autolyseteig:

  • 1200g T65 Mehl
  • 860g Wasser

2-3 Minuten verkneten und abgedeckt ca 30 Minuten abgedeckt zur Autolyse stellen.

Hauptteig:

  • Autolyseteig
  • Alter Teig (Vorteig)
  • 34g Meersalz
  • 8g Hefe

Alle Zutaten ca 8-10 Minuten verkneten. Zugedeckt für ca 90 Minuten reifen lassen (Stockgare). Dabei 3x strecken und falten.
Jetzt kommt der Teig wieder in den Kühlschrank. Dieses Mal bist da dabei total flexibel, denn die Zeit kannst du von 12-30 Stunden variieren. Bei mir ist es meist 1 Tag.

Der Teig wird dann kühlschrankkalt sofort aufgearbeitet. Je nach Laune und persönlichen Vorlieben. Da er doch etwas klebrig ist, tut man sich mit dem Kugeln schwer.
Meister Dietmar Kappl, von dem übrigens das Originalrezept stammt, empfiehlt es in der Baguette-Machart zu tun. Allerdings ohne es anschließend in die Länge zu ziehen.

Jedenfalls wird der geformte Feigling dann auf der Naht im Leinentuch geparkt und je nach Raumtemperatur ca 45-75 Minuten abgedeckt auf Stückgare gestellt. In meinem Gärschrank dauert es bei ca 27°C ungefähr 45 Minuten.

Gebacken werden die Frenchweck bei 250°C fallend auf 240°C für ca 16-18 Minuten. Dabei kräftig schaden un d kurz vor dem Ende der Backzeit die Türe etwas öffnen um noch mehr für eine rösche Kruste zutun. Einschneiden der Teiglinge nicht vergessen!

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Frenchweck, die geniale Unterlage für Marmelade, Honig  und Käse. Und natürlich auch für Nutella geeignet!
Also das perfekte Frühstücksbrötchen.

Buon apetito
Werner

 

Baguette – Sous vide


Ich gebe zu, der Titel meines heutigen Blogeintrages könnte etwas Irritationen hervorrufen. Natürlich habe ich kein Baguette mit der Kochmethode Sous Vide gebacken.

Ich fange mal ganz vorne an.

Die Mehlvorräte waren knapp geworden und da dachte ich mir, fährst du mal zu Monika Drax ihrer Draxmühle um das Lager aufzufüllen. Monika kenne ich seit meinem Besuch in Lana und habe sie als ganz liebenswerte Person dort kennengelernt. Ihre kleine, aber feine Mühle wollte ich schon lange mal besichtigen und da kam natürlich die Leere meines Mehllagers genau recht. Also hieß es, auf nach Rechtmehringen. Monika führte mich dann durch ihre Mühle, nahm sich alle Zeit der Welt und erklärte mir die Mühle und alle Fragen die ich hatte ausführlich. Schade, dass es an diesem Tag in Oberbayern regnete was das Zeug hielt. Das sah am Tag vorher, als mein Freund Björn, der Brotdoc bei ihr auf Besuch war, ganz anders aus.

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Kofferraum voll, Mehllager wieder gut gefüllt

Es kann also wieder gebacken werden. Genau richtig, denn heute wollte ich Weizensauerteigbaguette backen. Das heißt natürlich, Vorteig und Teig wurden schon die letzten Tage hergestellt.

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Baguette aus Weizensauerteig

Du benötigst dazu eine gut gefütterten, aktiven Weizensauerteig!

Vorteig:

  • 55g Weizenmehl 550
  • 55g Wasser
  • 8g Weizen-ASG

Teig:

  • Sauerteig
  • 700g Weizenmehl 550
  • 450g Wasser
  • 4g Hefe
  • 17g Salz
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60 cm klasse Baguette mit Weizensauerteig gebacken

Zubereitung:

Für den Vorteig den gutgefütterten, aktiven Sauerteig mit Mehl und Wasser verrühren und ca 10 Std bei 28°C ruhen lassen.

Dann Mehl und Wasser kurz verkneten und ca 1 Std. zur Autolese abgedeckt ruhen lassen. Restliche Zutaten und Sauerteig dazugeben und ca 20 Minuten kneten. 30 Minuten entspannenlassen, dabei einmal dehnen und falten und dann für 24 Stunden im Kühlschrank zur Gare stellen.

Am Backtag den Teig in die gewünschte Anzahl der Baguette teilen. Bei mir waren das 5 Teile a 320g. Daraus sollten 4 Baguette mit einer Länge von ca 55cm werden.

Die möglichst rechteckigen Teiglinge zu Zylindern vorkommen. Das geht leichter und besser wenn der Teig im Kühlschrank in einer rechteckigen Box lagert. Ich benutze dazu die praktischen Kunstoffwannen von Bongu.

Nach einer Ruhezeit von 30-40 Minuten in Leinen in der Gärkammer bei ca 27° werden die Teilzylinder zu Baguette geformt. Jetzt noch einmal ca 45 Minuten zur Gare stellen.

Gebacken werden die Teiglinge dann bei 250°C und kräftigem Schwaden. Die Backzeit beträgt ca 17-19 Minuten. Kann ich nicht so genau sagen, da ich auf sich backe. Die letzten beiden Minuten den Dampf ablassen, damit die Baguette noch röscher werden.

Meine Baguette mit Weizensauerteig und einem kleinen Teil Hefe gebacken.

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Ofenfrisch, leicht lauwarm mit französischer Butter aus der Bretagne und Fleur de Sel – fast wäre das Abendessen ausgefallen ……

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Ganz einfach: Gutes Mehl, gutes Baguette

Und zu den gelungenen Baguette war dann heute eine Kochpremiere fällig: Sous vide
Daher auch die Blog-Überschrift: Baguette, Sous vide

Wildschweinrücken, Sous Vide mit Gurkensalat a la Jamie Oliver und Baguette „Casamia“

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Ein lieber Freund aus meiner Nachbargemeinde Rieneck hatte mir die Tage 2 Wildschweinrücken vorbeigebracht. Die mussten, durften bei meiner Sous vide-Kochpremiere die Hauptrolle übernehmen.

Schwierig ist Sous vide-Kochen nicht wirklich.
Der Trick liegt im Temperatur über längere Zeit konstant halten. Dazu gibt es im Internet viele Beispiele und Videos und mit etwas eigener Kreationsgabe sollte das auch kein Problem sein.
Ich nutzte dazu mein Thermometer das ich sonst zum Milch-für-Yoghurt-auf-Temperater.-erhitzen verwende. Noch kurz im Netz informiert, 2,5cm Fleischdichte bei Wildschweinrücken heißt, ca 30 Minuten bei 60°C im Wasserbad vakuumvisiert baden. Kein Problem!

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In der Zwischenzeit einen Gurken-Paprika-Olivensalat im Stile von Jamie Oliver zusammengebastelt und eines der leckeren Baguette aufgeschnitten.

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Dann das Fleisch aus dem wasserdicht verschlossenen Beutel holen und in einer Grillpfanne scharf anbraten. Dauert nur 1-2 Minuten um der Oberfläche Röstaromen zu spendieren. Salzen und Pfeffern. Fertig!

Wildschweinrücken  „Sous vide“, mit Gurkensalat a la Jamie Oliver und Baguette „Casamia“

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Sous vide, ich erkläre diese Kochmethode ab sofort zu meinem Liebling. Die Fleischqualität war extrem fein. Das Mundgefühl der Hammer!

Buonissimo!

Buon appetito
Werner