Maultaschen


Nach meinen handgeschabten Spätzle war es höckschte Zeit, endlich richtige Maultaschen zu basteln. Ich entschied mich dabei für die „offene“ Version. Normale Teigtaschen, also Ravioli gibt es ja öfter.
Bei der Rezeptur hielt ich mich nicht ganz an die Vorgaben in meinem kleinen Rezeptbüchlein vom 1.Foodblogger-Hocketse in Ludwigsburg.
Bisschen eigene Handschrift schadet ja bekanntlich nie.

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Nudelteig, fast wie immer:

  • 2 Eier
  • 4 Eigelb (hatte ich von der Lebkuchenbackerei übrig)
  • 250g Mehl 550
  • 250g Hartweizengrieß
  • Schuss Olivenöl
  • etwas Wasser

Für die intensive Farbe des Pastateiges war hier eine Messerspitze Kurkuma zuständig. Eier von meinem „Glückliche Hühner“-Lieferanten sind zur Zeit sehr knapp. Sie wollen nicht so wirklich regelmäßig legen. Also musste ich ausnahmsweise gekaufte Eier nehmen.
Den Nudelteig lasse ich mittlerweile komplett von meiner Kitchenaid kneten. Was soll ich mich plagen…..

Für die Füllung:

  • 400g Spinat, gehackt
  • 1 Zwiebel, klein gehackt
  • 1  Brötchen
  • 200g Rinderhackfleisch
  • 2 Salsicce (ersatzweise grobe Bratwürste)
  • 2 Eier
  • 2 EL Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Die Zwiebelwürfelchen habe ich kurz angedünstet und das Brötchen in kleine Würfel von ca 1x1cm geschnitten.

Dann alles miteinander gut vermengen und kräftig abschmecken. Evtl. noch etwas Semmelbrösel zugeben damit die Konsistenz nicht zu flüssig ist.

Jetzt geht es an schon an die Maultaschenbastelei.
Nach Berichten von Foodbloggerkolleginnen ist das eine aufwändige Aktion mit diesen Täschli.
Fand ich irgendwie überhaupt nicht.
Für den Nudelteig und das auswalken ist die Kitchenaid zuständig. Auf die langen Teigbahnen kommt eine gut daumendicke Bahn der vorbereiteten Füllung. Dann den Nudelteig  der Länge nach einrollen, etwas platt drücken und in ca. 5-6cm lange Stücke schneiden.

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So warten die Maultaschen darauf, im siedenden Wasser ca 15 Minuten ziehen zu dürfen.

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Dazu gab es einen schön schlonzigen Kartoffelsalat mit toskanischem Speck der noch vom letzten Urlaub im Vorrat schlummert.

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Mein Fazit, wieder was, das man öfter machen muss. Das nächste Mal dann mit kreativer Füllung.

Aus dem restlichen Nudelteig wurden kurzerhand Tagliatelle gemacht und an meiner Pasta-Trocknungsmaschine aufgehängt.

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Ach ja, jetzt hätte ich es fast vergessen. Die Eigelb, 8 an der Zahl, waren von meinen Lebkuchen übrig.

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Ich schwärme ja selten, aber die Lebkuchen nach Dirk’s Rezept sind wirklich die Besten. Ich backe  sie schon jahrelang und freue mich das ganze Jahr auf diesen Genuss. Wichtig ist dabei, richtig gute Zutaten zu verwenden. Für mich übrigens die ersten Wahl für Haselnüsse, Zitronat und Orangeat ist bongu.de, mein Lieblingsmehllieferant.

Buon appetito
Werner

Küchle vom Butternut


Ich habe es ja schon oft erwähnt, ich bin eine Fan vom Kochstil des Engländers Jamie Oliver. Deshalb war er auch meine erste Adresse beim Sichten von Kürbisrezepten. Jetzt bin ich ja bisher nicht wirklich ein Fan von diesem Gemüse. Aber mein Garten hat mich etwas ausgetrickst. Ich hatte im Frühjahr noch Platz und dachte mir, setzt du eine Butternut-Kürbispflanze dahin, dann brauchst du dich um dieses Fleckchen Erde nicht mehr kümmern. Und außer dem täglichen Gießritual bekam er im Sommer auch keine Zuneigung von mir. Aber der Kerl war nicht nachtragend, ganz im Gegenteil. Als wollte er mir sagen, probier mich mal, du wirst staunen. Kurz und gut, die Ernte war dann am Sonntag mehr als ausreichend für meine Bedürfnisse.

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So suchte ich also nach Kürbisverwertungsmöglichkeiten außerhalb der Suppengeschichte. Fündig wurde ich eben gleich mal bei JO. In seinem Buch „Cook clever mit Jamie“ *(Affiliate-Link) hat er ein paar interessante Kürbisrezepte. Da probiere ich mich jetzt mal durch die nächste Zeit. Kürbisse habe ich ja genug….

Die Premiere heute:

Kürbisküchle mit Tomatensugo, frittierten Salbeiblätter und Belper Knolle

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Im Original bei Jamie Oliver heißt das schlicht Kürbispuffer.
Und weil ich sein Rezept ja nur als Orientierung genommen und vieles verändert habe, darf ich ihnen auch einen anderen Namen geben.

Was braucht es also zu meinen Kürbisküchle?

Zutaten für 1 Person
  • 1 Butternut (meiner hatte ein Gewicht von 1kg, ich habe mal mit dem kleinsten angefangen), davon dann die Hälfte
  • 40g Mehl
  • 20g Hartweizengrieß
  • ¼  TL Backpulver
  • 1 Ei (von glücklichen Hühnern)
  • 100g Hüttenkäse
  • Salz und Pfeffer
  • Butter
  • Rapsöl
Zubereitung

Zuerst wird der Butternut so wie er ist im Ganzen in eine ofenfeste Form gelegt und im Backofen bei 180°C je nach Größe für 2-2,5 Stunden weich gebraten. (Bei mir dauerte es 2 Stunden) Dann aufgeschnitten und die Kerne entfernt.

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Jetzt mit einem Löffel das Kürbisfleisch aus der Haut schälen. Für meine Rezeptmenge braucht es nur die Hälfte des Kürbis. Die andere Hälfte wird dann die nächsten Tage verarbeitet.
Dieses Kürbisfleisch habe ich mit dem Stabmixer kurz bearbeitet um es gleichmäßig fein zu bekommen.
Anschließend alle weiteren Zutaten dazugeben und gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer gut abschmecken. Wer es etwas pfiffiger haben möchte, der kann dem mit etwas gemahlener Chilischote nachhelfen.

Diese Masse kurz quellen lassen.

Zeit um eine rote und eine gelbe Paprika, sowie eine kleine Zwiebel in feine Streifen zuschneiden und etwas Fetakäse in größere Würfel. Ein Dressing angerühren, sowie etwas Petersilie (der steht noch gut im Garten) kleingehacken. Fertig war ein frischer Salat.

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Jetzt in einer Pfanne mit einem Spritzer Rapsöl den Teig mit dem Löffel in 4 Portionen geben und bei milder Hitze langsam goldbraun braten. Beim Wenden habe ich in die Mitte der Pfanne noch einen Klecks Butter gesetzt und ein paar Salbeiblättchen in der ausgehenden Butter mit frittiert. Durch mehrmaliges Drehen der Küchle bekommen auch diese den vollen Buttergeschmack ab.

Wenn beide Seiten schön knusprig aussehen, herausnehmen und anrichten. Um dem Ganzen noch einen kleinen Pep mitzugeben, habe ich etwas meines Tomatensugo, das ich aus meinen toskanischen Tomaten mit Zwiebeln geköchelt habe, erhitzt und darüber gegeben. Oben auf Belper Knolle gerieben. Da geht natürlich genauso gut Parmesan oder ein anderer würziger Hartkäse. Vielleicht sogar ein Pecorino.

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Und bevor jetzt Nachfragen kommen;  ja, ich habe die 4 Küchle alleine verputzt. 😃

Beim Gang in den Garten um Petersilie und Salbei zu holen traute ich meinen Augen nicht. Wurde doch tatsächlich eine Erdbeere an meinen im Sommer frisch gesetzten Pflanzen im Laufe dieser Woche noch rot. Richtig rot und von einer stattlichen Größe.

Was für ein Fest, die Nachspeise war gesichert. 😃

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So und ich bin jetzt richtig heiß auf das nächste Kürbisgericht. Vielleicht werde ich ja doch noch zum Butternut-Fan …….

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Buon appetito
Werner

Alles Blumenkohl ….


Habe ich schon mal erwähnt, dass Blumenkohl eines meiner ersten Lieblingsgemüse war? Mittlerweile kann ich gar nicht mehr sagen, wer der absolute Favorit ist. Das wechselt je nach Saison. Blumenkohl aber, der geht immer. Egal zu welcher Jahreszeit, ob als Salat, Suppe oder Gemüse, Beilage oder Hauptgericht.
Und als Hauptgericht habe ich ihn dieses Mal verspeist.

Ich bekam schöne, wenn auch kleine, Blumenkohlköpfe. Zudem las ich bei zumfressngern von der Kombination mit Tahini. Für mich neu.

Was soll ich sagen?

4 Zutaten – total easy, total gut!

Was wieder einmal beweist: Wenige, dafür hochwertige Zutaten und es wird was Feines.

Blumenkohl auf Tahinispiegel

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Zutaten: 

  • 1 Blumenkohl
  • Olivenöl
  • Grobes Meersalz
  • Tahini, (unbedingt ein israelisches oder libanesisches Tahini verwenden)

Zubereitung:

Den Blumenkohl in etwas Wasser im Topf bei geschlossenen Deckel je nach Größe dämpfen. Bei mir hat das mit einen kleinen Kopf ca 10 Minuten gedauert. Rausnehmen und ausdampfen lassen.
Wenn er etwas abgekühlt ist, wird er mit den Händen mit gutem Olivenöl eingerieben, mit groben Meersalz bestreut und in eine ofenfeste Form gelegt.
Im auf 230°C vorgeheizten Backofen dann für ungefähr 30 Minuten gebacken. Und nicht zimperlich sein, der Kopf darf ruhig Röstaromen ansetzen……

Auf einen Teller großzügig gutes Tahini streichen, den fertigen Blumenkohl darauf setzen und genießen.

Da ich noch ein paar Zwiebeln gerade in Greifnähe hatte, legte ich diese halbiert mit etwas Olivenöl, Salz und Grillgewürz bestreut mit in den Backofen. Genial!

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Vorausgesetzt du magst Blumenkohl und Tahini, dann ist das eine Hammerkombi.

Mein Urteil: Unbedingt ausprobieren! 

Und weil ich den Kohl so gerne mag und ich noch einen zweiten kleinen Kohlkopf bekommen habe, gab es am Tag darauf gleich noch mal Blumenkohl. Zudem wollte der selbstgemachte Joghurt im Kühli verarbeitet werden.

Knuspriger Blumenkohl mit Mangold-Yoghurt-Dip

Dieses Mal wurden die einzelnen Röschen knusprig gebraten und dann mit einem feinen Mangold-Joghurt-Dip verspeist.

Das Rezept dazu findest du bei Simone hier: Knuspriger Blumenkohl

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Ich habe noch ein paar Kürbiskerne dazugeschmuggelt und auch zum Blumenkohl im Backofen eine ½ Zwiebel, fein gewürfelt mit untergehoben.
Auf dem Teller dann mit Sesam-Umami-Mix von meinem Gewürzguru, dem Kochzivilisten bestreut. Sehr fein!

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Und solltest du noch mehr Blumenkohl haben oder ein paar Anregungen suchen, dann guck einfach mal hier: Noch mehr Blumenkohl in meiner Cucina

Der Geschmackshammer der Woche aber:

Blumenkohl auf Tahini

Blumenkohl auf Tahini

Buon appetito
Werner

Frenchweck


Komischer Name, gell!

Ich habe sie so getauft, da ich dazu mein Baguettemehl T65 benutze und die Weck in der Konsistenz doch sehr an Baguette, mit einer luftigen Krume und einer röschen Kruste erinnern.

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Die Herstellung und Aufarbeitung ist relativ einfach, trotzdem überzeugt der Frenchweck geschmacklich durch die lange, kalte Gare. Und in jedem Weck steck maximal ein halbes Gramm Hefe.
Man könnte es auch etwas euphorischer ausdrücken: Die Weck sind der Hammer!🙂

Frenchweck

Die Zutaten ergeben ca 30 Weck a 85g Teiggewicht.

Zutaten:

Vorteig (Alter Teig):

  • 300g Weizenmehl T65 (ersatzweise 550 oder 812)
  • 180g Wasser
  • 7g Hefe
  • 7,5g Salz

Alles gut vermischen. Dann bei Raumtemperatur ca 2 Stunden reifen lassen. Danach für ca 24 (20-30) Stunden in den Kühlschrank stellen.

Autolyseteig:

  • 1200g T65 Mehl
  • 860g Wasser

2-3 Minuten verkneten und abgedeckt ca 30 Minuten abgedeckt zur Autolyse stellen.

Hauptteig:

  • Autolyseteig
  • Alter Teig (Vorteig)
  • 34g Meersalz
  • 8g Hefe

Alle Zutaten ca 8-10 Minuten verkneten. Zugedeckt für ca 90 Minuten reifen lassen (Stockgare). Dabei 3x strecken und falten.
Jetzt kommt der Teig wieder in den Kühlschrank. Dieses Mal bist da dabei total flexibel, denn die Zeit kannst du von 12-30 Stunden variieren. Bei mir ist es meist 1 Tag.

Der Teig wird dann kühlschrankkalt sofort aufgearbeitet. Je nach Laune und persönlichen Vorlieben. Da er doch etwas klebrig ist, tut man sich mit dem Kugeln schwer.
Meister Dietmar Kappl, von dem übrigens das Originalrezept stammt, empfiehlt es in der Baguette-Machart zu tun. Allerdings ohne es anschließend in die Länge zu ziehen.

Jedenfalls wird der geformte Feigling dann auf der Naht im Leinentuch geparkt und je nach Raumtemperatur ca 45-75 Minuten abgedeckt auf Stückgare gestellt. In meinem Gärschrank dauert es bei ca 27°C ungefähr 45 Minuten.

Gebacken werden die Frenchweck bei 250°C fallend auf 240°C für ca 16-18 Minuten. Dabei kräftig schaden un d kurz vor dem Ende der Backzeit die Türe etwas öffnen um noch mehr für eine rösche Kruste zutun. Einschneiden der Teiglinge nicht vergessen!

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Frenchweck, die geniale Unterlage für Marmelade, Honig  und Käse. Und natürlich auch für Nutella geeignet!
Also das perfekte Frühstücksbrötchen.

Buon apetito
Werner

 

Baguette – Sous vide


Ich gebe zu, der Titel meines heutigen Blogeintrages könnte etwas Irritationen hervorrufen. Natürlich habe ich kein Baguette mit der Kochmethode Sous Vide gebacken.

Ich fange mal ganz vorne an.

Die Mehlvorräte waren knapp geworden und da dachte ich mir, fährst du mal zu Monika Drax ihrer Draxmühle um das Lager aufzufüllen. Monika kenne ich seit meinem Besuch in Lana und habe sie als ganz liebenswerte Person dort kennengelernt. Ihre kleine, aber feine Mühle wollte ich schon lange mal besichtigen und da kam natürlich die Leere meines Mehllagers genau recht. Also hieß es, auf nach Rechtmehringen. Monika führte mich dann durch ihre Mühle, nahm sich alle Zeit der Welt und erklärte mir die Mühle und alle Fragen die ich hatte ausführlich. Schade, dass es an diesem Tag in Oberbayern regnete was das Zeug hielt. Das sah am Tag vorher, als mein Freund Björn, der Brotdoc bei ihr auf Besuch war, ganz anders aus.

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Kofferraum voll, Mehllager wieder gut gefüllt

Es kann also wieder gebacken werden. Genau richtig, denn heute wollte ich Weizensauerteigbaguette backen. Das heißt natürlich, Vorteig und Teig wurden schon die letzten Tage hergestellt.

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Baguette aus Weizensauerteig

Du benötigst dazu eine gut gefütterten, aktiven Weizensauerteig!

Vorteig:

  • 55g Weizenmehl 550
  • 55g Wasser
  • 8g Weizen-ASG

Teig:

  • Sauerteig
  • 700g Weizenmehl 550
  • 450g Wasser
  • 4g Hefe
  • 17g Salz
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60 cm klasse Baguette mit Weizensauerteig gebacken

Zubereitung:

Für den Vorteig den gutgefütterten, aktiven Sauerteig mit Mehl und Wasser verrühren und ca 10 Std bei 28°C ruhen lassen.

Dann Mehl und Wasser kurz verkneten und ca 1 Std. zur Autolese abgedeckt ruhen lassen. Restliche Zutaten und Sauerteig dazugeben und ca 20 Minuten kneten. 30 Minuten entspannenlassen, dabei einmal dehnen und falten und dann für 24 Stunden im Kühlschrank zur Gare stellen.

Am Backtag den Teig in die gewünschte Anzahl der Baguette teilen. Bei mir waren das 5 Teile a 320g. Daraus sollten 4 Baguette mit einer Länge von ca 55cm werden.

Die möglichst rechteckigen Teiglinge zu Zylindern vorkommen. Das geht leichter und besser wenn der Teig im Kühlschrank in einer rechteckigen Box lagert. Ich benutze dazu die praktischen Kunstoffwannen von Bongu.

Nach einer Ruhezeit von 30-40 Minuten in Leinen in der Gärkammer bei ca 27° werden die Teilzylinder zu Baguette geformt. Jetzt noch einmal ca 45 Minuten zur Gare stellen.

Gebacken werden die Teiglinge dann bei 250°C und kräftigem Schwaden. Die Backzeit beträgt ca 17-19 Minuten. Kann ich nicht so genau sagen, da ich auf sich backe. Die letzten beiden Minuten den Dampf ablassen, damit die Baguette noch röscher werden.

Meine Baguette mit Weizensauerteig und einem kleinen Teil Hefe gebacken.

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Ofenfrisch, leicht lauwarm mit französischer Butter aus der Bretagne und Fleur de Sel – fast wäre das Abendessen ausgefallen ……

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Ganz einfach: Gutes Mehl, gutes Baguette

Und zu den gelungenen Baguette war dann heute eine Kochpremiere fällig: Sous vide
Daher auch die Blog-Überschrift: Baguette, Sous vide

Wildschweinrücken, Sous Vide mit Gurkensalat a la Jamie Oliver und Baguette „Casamia“

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Ein lieber Freund aus meiner Nachbargemeinde Rieneck hatte mir die Tage 2 Wildschweinrücken vorbeigebracht. Die mussten, durften bei meiner Sous vide-Kochpremiere die Hauptrolle übernehmen.

Schwierig ist Sous vide-Kochen nicht wirklich.
Der Trick liegt im Temperatur über längere Zeit konstant halten. Dazu gibt es im Internet viele Beispiele und Videos und mit etwas eigener Kreationsgabe sollte das auch kein Problem sein.
Ich nutzte dazu mein Thermometer das ich sonst zum Milch-für-Yoghurt-auf-Temperater.-erhitzen verwende. Noch kurz im Netz informiert, 2,5cm Fleischdichte bei Wildschweinrücken heißt, ca 30 Minuten bei 60°C im Wasserbad vakuumvisiert baden. Kein Problem!

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In der Zwischenzeit einen Gurken-Paprika-Olivensalat im Stile von Jamie Oliver zusammengebastelt und eines der leckeren Baguette aufgeschnitten.

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Dann das Fleisch aus dem wasserdicht verschlossenen Beutel holen und in einer Grillpfanne scharf anbraten. Dauert nur 1-2 Minuten um der Oberfläche Röstaromen zu spendieren. Salzen und Pfeffern. Fertig!

Wildschweinrücken  „Sous vide“, mit Gurkensalat a la Jamie Oliver und Baguette „Casamia“

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Sous vide, ich erkläre diese Kochmethode ab sofort zu meinem Liebling. Die Fleischqualität war extrem fein. Das Mundgefühl der Hammer!

Buonissimo!

Buon appetito
Werner

 

 

Gemüse-Filotarte und Gurkensalat


Anbetracht der Tatsache, dass mein Garten auf Hochtouren Gemüse produziert, suche ich immer nach neuen Möglichkeiten dieses in schmackhafte Gerichte zu verwandeln.

Heute habe ich mich von Jamie Oliver wieder einmal inspirieren lassen. Ich mag den Engländer und seine natürliche Art zu kochen. Im Angebot waren heute natürlich wie jeden Tag eine Gurke, die erste Möhre und der erste Lauch. Die Zucchini lasse ich mal ganz links liegen heute ….

So gab es in Abwandlung frei inspiriert von mir

Lauch-Möhren-Feta-Filotarte und Gurken-Oliven-Salat

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Und schon vorweg gesagt, diese Filotarte ist easy und die wird zukünftig in vielen Variationen gebacken.

Die Hauptdarsteller für das heutige Essen:

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Ich fange mit dem Salat an.

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Zutaten:
  • 1 Gurke
  • 12-15 schwarze Oliven, entsteint und halbiert
  • ½ rote Zwiebel, in feine Streifen geschnitten
  • Minze, in feine Streifen geschnitten
  • Balsamicoessig
  • Crema di Balsamico
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
Los gehts:

Die Gurke wird längs geviertelt und in ca 2cm breite Stücke geschnitten.

Die Oliven mit 2 Teile Balsamicoessig und  Balsamicocrema sowie 3 Teile  Olivenöl vermischt. Zwiebeln und Gurkenstücke dazu, mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und die Minzestreifen mit in die Schüssel geben. Vermischen, fertig! Das geht ruckzuck!

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Weiter geht es mit der Lauch-Feta-Filo-Tarte

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Zutaten:
  • 1 Rolle Filo- oder Strudelteig
  • 1 Stange Lauch
  • 1 Möhre
  • etwas Schinken- und/oder Speckwürfel (ich hatte noch von Vadder’s Schinken und Speck)
  • geriebener Käse
  • 3 Eier
  • ⅔ Packung Fetakäse
  • 2 EL Mandelsplitter
  • Pfeffer
  • gemahlene Chilischoten
  • Rosmarin
  • etwas geriebener Cheddar oder Bergkäse
  • Olivenöl

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Zubereitung:

Speck und/oder Schinkenwürfel etwas auslassen in der Pfanne.
Den in Streifen geschnittenen Lauch  sowie die in Scheiben geschnittenen Möhren kurz in Salzwasser blanchieren, dann kalt abschrecken.
Mandelsplitter kurz in der Pfanne anbräunen. (Ich mag Mandelsplitter lieber als Pinienkerne. Die  Mandeln haben mehr Crunch als die schlabbrigen Pinienkerne). Damit sind die Vorarbeiten schon mal erledigt.

Jetzt werden die Eier mit dem Fetakäse leicht verdrückt und grob vermengt.  Pfeffer dazu, Salz eher nicht, da der Feta schon salzig ist. Dann vorblanchierter Lauch und Möhren, Schinkenwürfelchen und Mandelsplitter, sowie den geriebenen Käse dazu. Alles vermischen und beiseite stellen.

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Jetzt brauchst du eine passende Pfanne die Backofentauglich ist. Ich habe dazu meine geniale Email-Bratpfanne von Riess* genommen.

Nun nimmst du einen Bogen Backpapier, machst diesen richtig nass und legst ihn ausgebreitet auf die Arbeitsfläche.
Darauf kommen leicht überlappend 2 Filoteigscheiben. Die Filoteigfläche muss etwas größer als deine Pfanne sein, da diese dann oben zusammengeschlagen werden. Der Filoteig wird mit etwas Olivenöl getröpfelt, etwas gemahlenen Chileschoten bestreut und alles gut mit der Hand auf den Teigplatten verrieben. Dann die nächsten Teigplatten darauf. Wieder Olivenöl und Chilischote verreiben, wieder Teigplatten …. Am Ende sollten es 4 Schichten Filoteig auf dem Backpapier sein.

Nun wird das Backpapier mit den Filoteigplatten in die Pfanne gelegt. Das geht total easy.

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Die verrührte Eier-Lauch-Masse darauf geben und gleichmäßig verteilen. Noch etwas würzigen Bergkäse darüber reiben. Dann den Filoteig umschlagen. so, dass die Füllung bedeckt ist. Dabei ruhig rustikal arbeiten. Das muss nicht filigran aussehen. So bekommst du eine schöne, crunchige Teiloberfläche. Zum Schluss mit etwas Olivenöl beträufeln, etwas frischen Rosmarin darauf verteilen und das überschüssige Papier abreißen.

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So wird die Pfanne/Backform mit der Tarte jetzt für ca 2-3 Minuten auf die Herdplatte bei voller Hitze gestellt und anschließend für ca 20 Minuten in den auf 200°C vorgeheizten Backofen.
Zeit einen Aperitifo zu schlürfen und vielleicht die Küche etwas aufzuräumen.

Und so kommt die Tarte nach 20 Minuten Hitzebad aus dem Ofen. Mit dem Backpapier darunter lässt sie sich ganz einfach auf eine Platte schubsen. Eine tolle Idee von JO.

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Mir bleibt jetzt nur noch (ausnahmsweise) einen frischen Weißwein einzuschenken und zu genießen.

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Ach ja, im Original zeigt JO das mit Blattspinatfüllung. Also hier ist einfach deine Kreativität und dein Geschmack gefragt.
Ganz klare Nachkochempfehung!

Buon appetito
Werner

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Kümmerli 2016


Das habe ich doch schon mal gepostet…. Nachgeschaut … Klar doch, damals, 2013 war das:  Gurkenaktion

Blöd nur, ohne Rezept!
Jetzt bin ich nach meiner Rezeptur für die Kümmerli, meine eingeweckten Gurken gefragt worden, also wird das Versäumnis nachgeholt. Allerhöchste Zeit, wie ich finde!

Ich mag am liebsten kleine Gewürzgurken. Natürlich geht das auch mit größeren Exemplaren, oder auch mit Zucchinistücke. Jeder wie er mag.

Und noch schnell eine Begriffserklärung. Kümmerle, das ist ein unterfränkischer Ausdruck für die eingeweckte Brotzeitgurke. Speziell in der Würzburger Gegend ein echtes „Must have“ zu einer deftigen Brotzeit mit Wurst und Schinken.

Jetzt aber zu meinen

Kümmerli

Kümmerli

Eine schöne Bilderstrecke zum Einwecken der Gurken findest du in meinem ersten Gurkenblogeintrag. Dieser hier war ja so nicht wirklich geplant.

Frische Gurken verwenden! Früh auf dem Markt kaufen und anschließend gleich einmachen.
Ich „kipfl“ die kleine Gurken (schneide die Stielenden ab), zumindest auf der einen Seite ab. Etwas mühsam, aber der störende Stiel ist dann schon mal weg.

Am Tag vor der Einmach- bzw. Einweckaktion wird der Gurkensud gekocht, da dieser zum eigentlichen Einwecken wieder erkaltet sein muss.

Für ca 300 mittelgroße Gurken, das ergibt ca 15 ½-Liter Weckgläser* benötigst du folgenden Sud:

  • 1,5l Essig (Weinbrandessig)
  • 1,5l Wasser
  • 3 EL Salz
  • 750g Zucker

Das kommt in einen Topf und wird einmal aufgekocht. Dann darf es bis zum nächsten Tag erkalten.

Für das Einwecken der Kümmerli brauchst du noch

  • frischen Dill,
  • Zwiebeln in ca ½-¾ cm dicke Scheiben geschnitten
  • 2 Päckchen Gurkengewürz*

und

Dann kann es los gehen. In ein Glas (ich verwende hier nur ½ l Tulpengläser von Weck*) kommt etwas Dill, eine Scheibe Zwiebel und ein knapper TL des Gurkengewürzes. Dann werden die Gurken hochkant eingeschichtet. Die Gurken müssen dabei richtig eng gelegt und die letzte Gurke richtig reingequetscht werden. Ansonsten schwimmen sie nach dem Einwecken gemütlich wie Goldfische im Glas….. ist halt nicht so schön.
Außerdem darauf achten, dass der Deckel locker auf dem Glasrand liegt. Zur Not etwas zu lange Gurken etwas abschneiden.

Zum Schluß werden die Gläser mit dem erkalteten Essigsud aufgegossen. Deckel mit Gummiring drauf. (Gummiringe* immer in etwas Wasser mit einem Spritzer Essigessenz abkochen), Klammer dran und ab in den Einwecktopf*.

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Die Gläser werden dann bei 80°C für 25 Minuten eingeweckt.

Nach Ablauf der Zeit sofort aus dem Wasser nehmen (klappt prima mit dieser Hebezange*) und zugfrei erkalten lassen. Bei der Weck-Einmachmethode sieht man bei den erkalteten Gläsern auf den ersten Blick ob sie richtig verschlossen sind. Die „Schnüdel“ der Gummiringe müssen nach unten zeigen.

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Jetzt heißt es noch etwas Geduld üben. Damit die Gurken richtig Geschmack bekommen, also „durchziehen“ wie man bei uns sagt, sollten sie bis November kühl (im Keller) beiseite gestellt werden und auch nicht mehr hingeschaut werden……

Dann aber steht dem echten, eigelegten Kümmerle auf dem Brotzeitteller, oder dem belegten Wurstbrot oder aber einem Stück heiße Fleischwurst mit Kartoffelgemüse und Kümmerli nichts mehr im Weg.

Aber das ist eine andere Geschichte …..

Buon appetito
Werner

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