Olivenöl-Pinienkerne-Batzli oder Toskanische Plätzchen


Hochdeutsch gesagt:

Olivenöl-Pinienkerne-Plätzchen oder kurz: Viallini

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Also echte toskanische Biscotti. Im Original ist das Rezept von der Fattoria La Vialla. Die Freunde der Fattoria kennen die Plätzchen unter dem Namen Viallini.

Ich habe das Rezept etwas an meinen Geschmack angepasst. Habe gegenüber dem Original etwas Zitronenabrieb für die Frische dazugegeben und die Pinienkernmenge halb durch Mandelsplitter ersetzt, um etwas mehr Crunch in die kleinen Batzli (fränkisch) zu bringen.

Den besonderen Geschmack erhalten die Plätzchen aber durch das Verwenden eines guten, schmackhaften Olivenöls und der Beigabe von Vin Santo.

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Meine Rezeptur für ca 3 Backbleche:

  • 500g Weizenmehl 405
  • 200g Zucker
  • 100g Pinienkerne
  • 100g Mandelsplitter
  • 200g Rosinen
  • 150ml Olivenöl
  • 150ml Vin Santo
  • 1/2 Päckchen Trockenhefe
  • etwas Zitronenabrieb
  • 1 Prise Salz
  • Puderzucker zum Bestreuen

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Zubereitung:

Vorab werden die Rosinen für ein paar Minuten in heißes Wasser eingelegt, dann etwas abgetrocknet und in etwas Mehl gewendet.

Das Mehl sieben, mit dem Zucker und einer Prise Salz in die Rührschüssel geben. Maschine auf langsame Stufe stellen und bei laufender Maschine der Reihe nach den Vin Santo, Olivenöl, Pinienkerne und Mandelsplitter,  Rosinen und zum Schluss Trockenhefe und Zitronenabrieb dazugeben. Kurz zu einer homogenen Masse verkneten lassen.

Jetzt mit den Fingern kleine Stücke abreißen und auf einem, mit Backpapier ausgelegten, Backblech kleine Häufchen setzen.

Im vorgewärmten Backofen für ca 18-20 Minuten bei 160°C backen.

Auf ein Gitter legen, kurz abkühlen lassen und noch gut lauwarm mit Puderzucker bestreuen.

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Die Batzli halten sich in einer Tüte luftdicht verpackt einige Wochen. Sofern sie es tatsächlich bis in die Tüte schaffen ….

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Buon appetito
Werner

 

 

Berliner Schrippen mit verschiedenen Mehlen gebacken


Heute gab es zur Abwechslung mal Schrippen statt Weck.
Genau gesagt “Berliner Schrippen”.
Dabei wollte ich mal den Vergleich zwischen 2 verschiedenen Mehlen testen. Zum einen wurden die Brötchen mit 550er Weizenmehl und als Alternative dazu mit 812er Weizenmehl gebacken. Beide Mehle stammen von der Adlermühle.

Gebacken habe ich die Berliner Schrippen schon öfters. Hier z.B. mal mit Lieveto Madre.

Hier die heutigen 550er Schrippen:

Berliner Schrippen-1

und hier die 812er Schrippen:

Berliner Schrippen-2

 

Das Rezept der Berliner Schrippen stammt aus dem Plötzblog und ich habe es fast 1:1 übernommen.

Vorteig:

  • 200g Weizenmehl
  • 200g Wasser
  • 0,5g Hefe

Alles gut verkneten und ca 20 Stunden ruhen lassen.

Hauptteig:

  • 300g Weizenmehl 550 bzw. 270g Weizenmehl 812
  • 105g Wasser
  • Vorteig
  • 8g Salz
  • 8g Zucker
  • 8g Hefe

Die Stockgare betrug 90 Minuten. Die Stückgare dann je 1 Stunde. Die Teiglinge wurden dann mit reichlich Dampf bei 230°C für ca 20 Minuten abgebacken.

Das genaue Rezept findet ihr bei Lutz “Plötz” Geißler

Hier noch einmal im direkten Vergleich:

Rechts die 550er Schrippen:

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und hier liegt rechts die 812er Schrippe:

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Geschmacklich liegen Welten zwischen den beiden Brötchen. Wir bevorzugen zukünftig eindeutig die kräftigere Variante, die Schrippen mit 812er Weizenmehl.

Buon appetito
Werner

Es war einmal …. eine Mitternachtssuppe


Die Suppe für alle Gelegenheiten, die nach herzhafter und warmer Nahrung verlangen.

Mitternachtssuppe oder Faschingssuppe

Rezept für 6 Teller:

  • 250g gemischtes Hackfleisch
  • 150g geräucherter Speck (Dörrfleisch), gewürfelt
  • 1 Paar Polnische (oder Cabanossi), in Stücke geschnitten
  • 2 rote Paprika, in kleine Stücke geschnitten
  • 1 kleine Dose Kidneybohnen
  • 3 EL Tomatenmark
  • 1 Zwiebel, kleine gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, klein gewürfelt
  • 1 EL Gemüsebrühepulver
  • 1/4 l Rotwein
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Hackfleisch in etwas Fett kräftig anbraten. Zwiebel, Knoblauch, Paprika, Speckwürfel und Wurststücke dazugeben. Kurz mitdünsten, dann das Tomatenmark beigeben und einen Moment mitanbraten.

Die Bohnenflüssigkeit auf einen 1/2 Liter auffüllen und das Hackfleisch damit ablöschen. Rotwein und Gemüsebrühepulver sowie die Bohnen dazu geben und ca 30 Minuten köcheln lassen.

Suppe mit Salz, Pfeffer, Zucker, evtl. Paprika oder auch Kochzivilisten Chili-SOUR abschmecken und genießen.

Lässt sich perfekt täglich neu aufwärmen und wird geschmacklich immer besser und intensiver!

 

Die Geschichte zur Suppe

Es war vor vielen, vielen Monden. Im letzten Jahrtausend! Damals, also in der “guten, alten” Zeit. Ich war noch richtig extrem mit Kapelle als Tanzmusiker unterwegs und die Liebe des Lebens ließ auch kein Faschingsevent aus. Ja, es war tatsächlich so, dass ich von Weiberfaschingsdonnerstag bis zum Kehraus am Faschingsdienstag täglich das gewillte Partyvolk (und alle Generationen waren noch mit Herzblut dabei) in Stimmung brachte. Die Tanzsäle waren überall brechend voll, und das schon seit dem ersten Wochenende nach dem 3 Königs-Feiertag. Dazu kam der örtliche Faschingszug am Faschingssonntag, Elferratsitzungen und Kinderfasching – Highlights in unserer Gegend.
Ganz anders in diesem Jahr. Was ist aus der Faschingshochburg Langenprozelten geworden?
Keine Faschingstanzveranstaltung im ganzen Ort; der Faschingszug, 6 teilnehmende Gruppen. Ist das überhaupt ein Zug oder gilt das als privater Spaziergang? Die Straße leer, keine lärmenden Kinder, keine durch die Straßen von Gaststätte zu Gaststätte ziehenden kostümierte Erwachsenen. Auf gut deutsch gesagt: Tote Hose im Dorf!
Zurück zur Suppe!
Wir erinnerten uns also, das wir uns damals immer einen großen Topf dieser Suppe kochten. Da sich die gemeinsame Zeit der Nahrungsaufnahme in der Wohnung doch sehr kompliziert darstellte, war das die perfekte Möglichkeit für uns, beim Kostümwechsel oder kurzen Durchatmen im trauten Heim etwas Warmes, Magenfüllendes und Grundlagenschaffendes zu sich zunehmen bevor jeder weiter zum nächsten Event loszog.
Wenn sich auch das Drumrum “etwas” geändert hat, zumindest unsere Suppe wollten wir mal wieder wie damals genießen.

Soweit der Plan!

Am Donnerstag wurde die Suppe geköchelt. Das ist übrigens in spätestens einer Stunde vom Einschalten der Herdplatte bis zum ersten Genießen im Teller geschehen. Also, schon am Kochtag fast Fastfood.

Dann überfielen mich aber am Donnerstagabend aus dem Nichts heraus und ohne Vorwarnung eine Kolonne bösartiger Erkältungsviren. Das Bett war für 3 Tage mein Hauptaufenthaltsort.
Hunger, Fehlanzeige! Trotzdem braucht der Mensch ja etwas Warmes im Bauch. So leistete mir unsere Faschingssuppe, die irgendwann mal als Mitternachtssuppe startete, sehr gute Dienste und echte Aufbauarbeit für den geschwächten Körper, auch wenn sie das so nicht verdient hatte.

Und nächstes Jahr werden wir uns wieder eine Mitternachtssuppe kochen. Die Erkältung tausche ich dann mit Faschingstrubel und Ramba-Zamba ein …..

Buon appetito
Werner

Ramacché – Antipasti am Abend und dazu Macarons


Nein, ich habe die Macarons nicht auf dem Antipastiteller platziert!

Irgendwie haben sich im Kühlschrank wieder angebrochene Päckchen, und Reste angesammelt. Die wollten sinnvoll verarbeitet werden. Schließlich werden bei uns keine Lebensmittel weggeworfen. Wenn ich diese Tage erst wieder gelesen habe, dass pro Kopf in Deutschland im Jahr 600kg Essbares weggeworfen wird. Da sind wir doch stolz, weit weit unten in dieser traurigen Statistik zu rangieren.

Jedenfalls suchte ich nach sinnvoller Rezeptur und etwas Neues durfte es auch sein.
Fündig wurde ich beim Schorsch.
Seines Zeichens italienischer Starkoch. Ich meine natürlich Maestro Giorgio Locatelli.
Zu Weihnachten fand ich sein neues Kochbuch “Sizilien – Das Kochbuch” unter dem Baum. Das Buch ist ein Traum für jeden mediterranen Kochbegeisterten. Eben ein typischer Locatelli.

Beim geistigen aufzählen meiner Restbestände blieb ich bei seinen Schinken-Käse-Bällchen hängen:

Ramacché

Ramacche 2

Ramacché nach Locatelli – nicht sehr fotogen, aber verdammt gut!

 

Im Prinzip ist das ein Brandteig (ich werde vielleicht doch noch Brandteigspezialist) mit Käse und Schinken. Perfekt für mich und meinen Kühlschrank.

Brandteig kochen, mit Eier, kleinen Schinkenwürfeln von Vadders Weihnachtsschinken, geriebenen Parmesan und Petersilie vermischen und in der Fritteuse ausbacken.

Buonissimo! 
Wer im Besitz des Kochbuches ist, das genaue Rezept steht auf Seite 50.

Die noch vorhandenen 2 Paprikaschoten wurden kurzerhand unter den Backofengrill gelegt, die Haut abgezogen und in einer Marinade aus Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Knoblauch mariniert.

Ein paar Scheiben meines aus französischem T80-Weizenmehl gebackenen Steinmühlenbrot etwas angeröstet und mit Kapernpesto bestrichen. Dazu der Rest vom Weißkrautsalat. Was will man mehr zum Abendessen an einem Donnerstag?

Antipasti zum Abendbrot

Antipasti zum Abendbrot

Ich weiß, was man mehr will und wie man der Frau im Haus leuchtende Augen bereitet:

Macarons

Schon lange habe ich keine dieser unverschämten Leckereien mehr gemacht. In den letzten Tage tauchten  des öfteren in meinem Instagram-Stream Macarons auf. Ja genau, warum nicht? Schließlich habe ich mir vor ziemlich genau 2 Jahren das Macaronsbasteln bei  der Meisterin der deutschen Macaronskunst, bei der liebenswerten Aurelié direkt zeigen lassen. Also ran aus Werk!

Übrigens, der Link zu Aureliés Macarons-Rezeptur ist in meinem Macarons-Premiere-Artikel versteckt.

Wenn schon Macarons, dann richtig bunt. Die Hüllen wurden Violett eingefärbt und für die Ganache wählte ich Sahne mit Orancello. Fitzelchen von Gelb mit in die Schokolade und fertig ist der Farbhammer:

Macarons mit Orancello-Ganache

Orancello-Macarons 1

Orancello-Macarons 2

Dazu ein Tässchen Café und die Augen leuchten bei Frau Cucinaepiu.

Ach, du hast mein Weißbrot aus französischem T80-Mehl noch nicht gesehen?

Bitte schön!

T80-Steinmühlenbrot

T80-Brot 2

T80-Brot 1

Ein herrliches, extrem gut schmeckendes Brot, das ich nach einem Rezept von Lutz, dem Plötzblog-Brotbackmaestro gebacken habe. Das T80-Mehl wie auch mein Ciabattamehl kaufe ich übrigens bei Bongu.

Buon appetito
Werner

 

Tortelloni mit Silvesterfüllung


Silvester in Nudeln?

Ganz einfach: Man knete aus Hartweizenmehl einen Pastateig, forme daraus Tortelloni und verwende für die Füllung Reste des an Silvester zubereiteten Pulled Pork.

Pulled Pork Tortelloni

Herrlich schmackhaft!
Um das Ganze abzurunden wurde etwas Bratensoße, die auch im Tiefkühler schlummerte, mit etwas Rosmarinbutter aufmontiert und über die Tortelloni geträufelt.

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Von Vorne: 

Aus 400g Hartweizenmehl, 4 Eiern, 2 TL Salz und einem Spritzer Öl wurde ein Pastateig geknetet und für 2 Stunden zur Ruhe gestellt. In der Zwischenzeit kam eine Portion des Silvester-Pulled Pork in die Moulinette und wurde fein gehackt. Dazu kam ein Ei und 1 EL geriebener Parmesankäse. Alles wurde miteinander vermischt damit das Fleisch eine schöne Bindung bekam.

Jetzt auf altbekannter Weise mit der Nudelmaschine den Pastateig ausrollen, in Quadrate von 9cm Kantenlänge schneiden, jeweils einen guten TL der Fleischmasse in die Mitte und zu Tortelloni formen.

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Die frischen Tortelloni brauchen im Salzwasser nur ein paar Minuten bis sie gar gekocht sind.

Während meine ausgewachsenen Tortellini im Wasser garten, wurde die Soße erhitzt und mit Rosmarinbutter verrührt.

Anrichten, mit Parmesan bestreuen und einfach nur: Genießen!

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Und das Schöne am Basteln von gefüllter Pasta ist immer, es bleiben genug Teigreste übrig. Dieses Mal gab oder gibt es dünne Bandnudeln.

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Die Idee dazu kam mir übrigens beim Schmökern bei Locatelli.
Er verwendet dort für seine Tortelloni Kalbshaxenfleisch.

PP-Tortelloni-

Jetzt aber erstmal:

Tortelloni mit Silvesterfüllung

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PP-Tortelloni 7

Buon appetito
Werner

 

Topfbrot Premiere, ein Erfahrungsbericht


Lange habe ich mich dagegen gewehrt, ein Brot im Topf zu backen. Das ist seit einigen Monaten ja der Trend bei den Hobbybäckern. Warum sollte ich auch? Erstens habe ich einen Steinbackofen im Garten stehen und zweitens backe ich in der Regel immer größere Mengen Brot. Da kommt man dann mit einem Topf im Backofen nicht weit.

Am Sonntag wollte ich es dann doch wissen.
Nachdem ich mich die Tage davor etwas schlau gemacht hatte, welcher Topf denn der Beste sei, wagte ich gestern den Versuch:

Topfbrot aus der Piccola Panetteria

Topfbrot-Premiere 2

Ich denke, die Optik ist schon mehr als ansprechend!

Aber von Vorne.
Wie gesagt, Ich hatte mich etwas schlau gemacht, welcher Topf der Richtige sei. Schließlich haben viele meiner Foodblog- und Backblogfreunde schon Erfahrung und ich muss das Rad ja nicht neu erfinden. Zudem wollte ich ja wegen eines Backversuches nicht gleich einen gußeisernen Topf de Luxe kaufen. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass meine Backkollegen/Innen mit den unterschiedlichsten Töpfen alle zu zufriedenstellenden Ergebnissen gekommen sind. So beschloss ich kurzerhand, meinen alten beschichteten Alubräter zu verwenden. Dieser fristet seit der Umstellung auf Induktion in der Küche eh nur noch ein jämmerliches Dasein in der hintersten Ecke des Schrankes.

Topfbrot-Premiere 5

Am Freitag begann ich meinen Sauerteig aufzufrischen um ihn zu einer guten Triebkraft zu verhelfen. Am Samstag dann, wurde die erforderliche Menge Sauerteig für 1 Roggenmischbrot mit 1,5kg angesetzt. Ich entschied mich dabei für meine Standardrezeptur “Roggenmischbrot casa mia“. So hatte ich ja den besten Vergleich. Einzig die Hefemenge verwende ich nicht mehr so wie im Rezept. Hier nehme ich mittlerweile nur noch um Hälfte der angegebenen Menge. Also maximal sparsame 8-10g!
Gestern vormittag dann, wurde der Teig geknetet und auf Gare gestellt. Ganz so, als wenn ich im Steinbackofen backen würde. In der Zwischenzeit der Backofen inclusive Bräter auf 240°C erhitzt.

Das Einsetzen des Brotlaibes in den heißen Bräter verlief weniger spektakulär als gedacht. Ich hatte mein Brot ohne Gärkorb auf Gare gestellt und konnte es so leicht mit den Händen in den Bräter legen. Also keine Brandblasen!
Den Deckel aufgelegt kam das Brot nun für 45 Minuten in den Ofen. Die Temperatur schaltete ich derweil auf 220°C zurück. Schwaden sparte ich mir natürlich auch, war ja ein Deckel auf dem Topf.
Nach dieser Backzeit dann, habe ich den Deckel abgenommen damit das Brot noch eine schöne Bräunung von oben bekommt. So durfte das Brot im Bräter noch 15 Minuten im Ofen verweilen.

Ja, wie du oben gesehen hast, bekam mein Roggenmischbrot eine fantastische Optik mit einer herrlich aufgeplatzten Kruste.
Geschmacklich schmeckt es wie im Backofen ohne Topf auf Stein gebacken. Da fehlt mir, verwöhnt wie ich nun mal bin, einfach die Holzofennote.

Zugeben muss ich allerdings, dass ich im Steinbackofen eine solche Optik nicht erreichen kann. Das liegt ganz einfach an der fehlenden Bedampfung und dem unterschiedlichen Feuchtigkeitsklima zwischen Backofen und Steinbackofen.

Topfbrot-Premiere 1

Mein Fazit:

Backen im Topf ist eine prima Möglichkeit, ein Brot mit einer tollen Optik zu backen. Ich werde sicher in Zukunft auch das ein oder andere Brot wieder so backen. Und einen gusseisernen Topf kann ich mir auch sparen. Da reicht mein alter Alubräter vollkommen.

Aber alleine wegen dem ursprünglichen Holzofenbrotgeschmack bleibt mein Steinbackofen die 1. Wahl.
Und dahinter kommt erstmal lange lange nichts …

Frisches Brot aus dem Topf mit Butter .... ist auch nicht von schlechten Eltern :)

Frisches Brot aus dem Topf mit Butter …. ist auch nicht von schlechten Eltern :)

Topfbrot-Premiere 3

Buon appetito
Werner

Abendbrot, mal anders


Wenn die liebe Yushka ruft, dann bin ich natürlich sofort zur Stelle!

Für mich eine große Ehre: Ich durfte auf Yushka’s Blog als Gast aufkochen. In Anbetracht dessen, dass ihre Familie doch recht zahlreich ist und dazu ihre Kinder schon tatkräftig in der Küche mithelfen, hatte ich mir etwas Spezielles für sie ausgedacht. Ich wollte für die ganze Mannschaft klassisches deutsches Abendbrot servieren.

Es gibt Brötchen aus der Piccola Panetteria. Langweilig?
Heute backen wir Brötchen der anderen Art:

Brandteig-Brötchen

Ist das was für dich? Dann schnell in die Küche zum Vorbereiten des Abendbrotes.

Brandteig-Broetchen 17

Für den Brandteig:

  • 125ml Milch
  • 100g Butter
  • 1 TL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 170g Mehl
  • 4 Eier, Größe M

Milch, Butter, Zucker und Salz erhitzen. Kurz vor dem Kochen das gesiebte Mehl mit einem Schwung in den Topf kippen, Hitze etwas reduzieren und rühren, rühren, rühren. Solange bis der Teig sich vom Topfboden gelöst hat (abgebrannt ist) und sich zu einem Kloß vereinigt hat. Dann den Topf beiseite stellen und 5 Minuten abkühlen lassen. Jetzt werden die Eier einzeln untergerührt bis der Teig eine gleichmäßige, cremige Konsistenz hat.

Brandteig-Broetchen 1

Brandteig-Broetchen 2

 

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Auf ein mit Backpapier ausgelegtem Blech werden jetzt mit Hilfe einer Spritztülle die Brötchen aufgespritzt. Ich habe mich dabei für längliche Brötchen und für die Bagelform mit Loch entschieden. Die Brandteigmenge ergab bei mir 3 Ringe und 6 längliche Teile. Man spritzt dabei jeweils 2 Teigstreifen parallel zueinander und obenauf in die Mitte einen 3. Streifen Teig. Für die Form sind hier natürlich keine Grenzen gesetzt. Jeder wie er mag.

Die länglichen “Brötchen” habe ich pur gelassen. Auf die runden “Bagel” kamen gehackte Haselnüsse und etwas Puderzucker.

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Anschließend werden die Teiglinge bei 180°C für 22-25 Minuten gebacken. Die Brandteig-Brötchen ein paar Minuten abkühlen lassen und aufschneiden.
Leider war mir der Teig etwas zu dünn geraten, denn meine Eier (keine Normeier, sondern von glücklichen Freilandhühnern) waren zu groß. Dadurch sind mir die länglichen Brötchen zu breit gelaufen. Das tat dem Geschmack aber keinen Abbruch. Diese wurden von mir dann nicht aufgeschnitten.
Die runden Bagels wurden dann aber, wie geplant, längs halbiert.

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Während die Brötchen im Backofen sind, ist Zeit die Creme für die Füllung zuzubereiten.

  • 100g Sahne, steif geschlagen mit
  • 2 EL körnigen Senf

verrühren und

  • 2 Eiweiß, aufgeschlagen

vorsichtig unterheben.

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Dann lässt man seine Fantasie spielen, was alles als Belag auf die Brötchen kommen soll. Es geht alles und noch mehr. Die Sahne-Senf-Sauce sollte man aber unbedingt verwenden, denn die passt perfekt zum Brandteig.

Bei mir waren das für die runden Bagels:

  • Eisbergsalat, zerpflückt
  • Brie de Meaux, französischer Weichkäse

Für die länglichen Brötchen:

  • Eisbergsalat
  • Paprikawürfel
  • geräucherte Putenbrust

Zuerst die untere Hälfte der halbierten Bagels mit kleinen Streifen von Eisbergsalat ausgelegt, dann Scheiben des Brie darauf und mit einem Teelöffel etwas der Sahne-Senf-Mischung darauf verteilt.
Der Brie mit den leichtgezuckerten Haselnüssen – Klasse!
Ebenso bei den Brötchen: Stücke vom Eisbergsalat, dann Paprikawürfelchen und Putenbrust. Obenauf wieder die Sahne-Senf-Mischung.
Deckel drauf und das Abendbrot ist fertig.

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Messer und Gabel braucht es nicht. Es ist eher wie Hot Dog  oder Hamburger essen. Man ist damit beschäftigt, aufzupassen das es nicht an allen Ecken herausquillt und sich das “Belegte Brötchen” nicht in seinen Einzelteile auflöst.

Aber es schmeckt herrlich! Und auch Erwachsene dürfen hier mal etwas richtig kleckern. Kindern macht dass allemal einen Riesenspaß.

Und jetzt alle ans Werk, es werden Brötchen belegt. Brandteig-Brötchen!

Brandteig-Broetchen 18

Buon appetito
Werner