Rigatoni alla Gricia mit selbstgeschnitzter Pasta


Ja, endlich ist sie da, meine Pastapresse für die Kitchenaid Artisan. Hat das mal lange gedauert, von Woche zu Woche bin ich vertröstet worden. Fast hatte ich die Hoffnung schon aufgegeben. Aber gestern klingelte der Postbote, nein, nicht zweimal, er brachte völlig überraschend meinen Pastaaufsatz für meinen neuen Küchenstar, meine Kitchenaid Artisan.

Natürlich wurde das geplante Sonntagsessen sofort verworfen. Schließlich wollte ich Rigatoni und Fusilli selber machen können und jetzt sollte es möglich sein.

Ich erinnerte mich an ein Gericht, das ich in der Toscana kennenlernte und vom Maestro der Hotelküche auch direkt das Rezept mitbekam: Penne alla Gricia.

Heute gab es dann also:

Rigatoni alla Gricia nach Ricardo

Rigatoni alla Gricia-3

Im Großen und Ganzen hielt ich mich an mein Rezept Penne alla Gricia. Außer das ich natürlich meine am Nachmittag fabrizierten Rigatoni dazu nahm.

Aber zuerst stand am Nachmittag eine kleine Pastaaktion an.

Der Pastateig wurde natürlich wieder mit der Kitchenaid geknetet. Zur Sicherheit machte ich erstmal Eiernudeln um etwas Erfahrung mit der Pastapresse zu bekommen. Und ich nahm mein bestes Pastamehl, mein “Ciabattamehl Tipo 0”.

Pasta-Kitchenaid-1

Pasta-Kitchenaid-2

Meine Pasta-Berechnung:

  • 300g Ciabattamehl, Tipo 0
  • 157g Eier (3 Stk)
  • 7g Olivenöl
  • 1 EL Wasser

Das ergab 470g Nudelteig. Erstaunlicherweise hatte ich nur 23g Teilabfall, Reste die in der Presse blieben.

Ich ernudelte also 447g frische Pasta, Rigatoni und Fusilli. Und das schneller als gedacht. So macht das Nudeln richtig Spaß.

Rigatoni und Fusilli

Rigatoni und Fusilli

verschwindend geringe Teigreste die nicht verpresst wurden

verschwindend geringe Teigreste die nicht verpresst wurden

Rigatoni

Rigatoni

Pasta-Kitchenaid-3

Fusilli

Für das Abendessen wurden ein  Teil der Rigatoni zu Rigatoni alla Gricia veredelt.

Rigatoni alla Gricia

Rigatoni alla Gricia-4

Das Rezept dazu findest du hier in meinem schon etwas älteren Blogbeitrag: Penne alla Gricia.

Rigatoni alla Gricia-6

Rigatoni alla Gricia-5

Bleibt die Frage zum Schluß, ob ich überhaupt noch einmal Pasta kaufe gehe ….

Buon appetito
Werner

Blumenkohl aus dem Backofen


Blumenkohl, ofengeröstet und tomatisiert

Hey ein Festessen, so unerwartet. Naja, nicht ganz, denn Blumenkohl geht immer und immer gut.

Blumenkohl-6

Was habe ich also gemacht?

Einen ganzen Blumenkohl in Röschen geschnitten.

Blumenkohl-1

Dann eine Tomatenpaste mit dem Schneebesen angerührt aus:

  • 1 kl. Dose Tomatenmark
  • 2 TL mittelscharfen Senf
  • ¾ TL getrockneter Oregano (echter sizilianischer, handverlesener Oregano)
  • ¾ TL Knoblauchgranulat
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Prise getrocknete, gemahlene Chili
  • ca. 30g Parmesan, frisch gerieben
  • 6-8 EL Olivenöl

Die Blumenkohlröschen, gewaschen und abgetropft, in eine große Schüssel geben, die angerührte Tomatenpaste dazu und mit den Händen gut verteilen.
Alles in eine Auflaufform geben und ab in den auf 200°C vorgeheizten Backofen.

Blumenkohl-2

Zeit einen Martini, nicht geschüttelt nur gerührt, als Aperitifo mit einer guten, frischen Weizenbrotscheibe zu genießen.

Blumenkohl-3

Blöd aber auch wenn man sich durch das Gesöff ablenken lässt ….

Blumenkohl-4

Also noch einmal neu:

  • 1 Handvoll piomontesische Haselnüsse, grob gehackt

“vorsichtig und unter Aufsicht” in der Pfanne anrösten.

Dann, nach ca 35-40 Minuten Hitzebad im Backofen ist der Blumenkohl fertig.

Auf dem angewärmten Teller anrichten und die angerösteten Haselnüsse darübergeben.

Blumenkohl-5

Tja, und wenn du dann alleine den ganzen Blumenkohl ohne Beilage verspeist hast, dann weißt du, dass es mehr als sehr gut geschmeckt hat.

Blumenkohl-7

Buon appetito
Werner

Spitzkohl-Ravioli


Der Spitzkohl mutiert eindeutig zu meinem Lieblingsgemüse im Winter 2015/2016.

Heute gibt es Ravioli. Du ahnst es, natürlich mit einer Spitzkohlfüllung.

Spitzkohlravioli-12

Fangen wir bei der Pasta an.
Nudeln mit der Kitchenaid macht einfach nur Spaß. Das geht ohne Kraftanwendung und funktioniert ganz gemütlich alleine.

Für meinen Pastateig habe ich heute verwendet:

  • 4 Eier
  • 200g Hartweizenmehl
  • 200g Hartweizengrieß, fein
  • 1 EL Wasser
  • 1 EL Olivenöl
  • und für die gelbe Farbe etwas Kurkuma

Alles in die Rührschüssel und die Kitchenaid mit dem Knethaken machen lassen. Dann in Klarsichtfolie einschlagen und ruhen lassen. Ich mache das immer im Kühlschrank.

Zeit um die Füllung zuzubereiten.

Spitzkohlravioli-1

  • 1 Zwiebel, kleingehackt
  • 4-5 Sardellenfilets

anschwitzen. Dann kommt

  • ¼ Spitzkohl, in feine Streifen geschnitten

dazu. Alles schön weich dünsten.

  • 250g Ricotta
  • 1 Eigelb
  • 30g Parmesan, gerieben

vermengen, die Spitzkohl-Zwiebel-Mischung dazu und kräftig mit Salz, Pfeffer und etwas gemahlene Chilischoten abschmecken.

Spitzkohlravioli-2

Dann geht das Nudeln los.
Das kräftezehrende Kurbeln übernimmt natürlich wieder meine Kitchenaid.

Spitzkohlravioli-8

Spitzkohlravioli-4

Im Vordergrund ist übrigens mein selbstgebastelter Nudelständer zusehen.

Spitzkohlravioli-7

Spitzkohlravioli-5

Spitzkohlravioli-6

Jetzt wäre ich eigentlich fertig. Aber wie das so ist, wenn man schon mal nudelt, dann gleich richtig.

Spitzkohlravioli-9

Spitzkohlravioli-11

Spitzkohlravioli-10

Die fertigen Ravioli werden nur ein paar Minuten in Salzwasser geköchelt. Mit eingeweckter Tomatensauce aus dem Vorrat und etwas Parmesan, ein Genuss!

Dazu ein Gläschen Rosso di Montalcino .... Mmmmh!

Dazu ein Gläschen Rosso di Montalcino …. Mmmmh!

Ratet mal, was es die nächsten Tage noch öfter gibt ….

Spitzkohlravioli-13

Buon appetito
Werner

Roggenmischbrot1370


Wie das immer bei mir so ist, kurz bevor die Brotvorräte leer sind, muss neu gebacken werden.

Als Grundrezept bediente ich mich mal wieder bei meinem Backfreund Björn, dem Brotdoc. Sein Poalbürgerbrot erschien mir ganz interessant. Allerdings wollte ich es etwas rustikaler haben. Deshalb entschied ich mich dafür, beim Roggenmehl das 1370er zu verwenden. Dadurch habe ich die Wassermenge und auch die Gehzeit etwas erhöht. Und, natürlich habe ich reichlich Kümmel ins Bot geschmuggelt. Der Franke in mir will ja zu seinem Recht kommen.
Und wie es so meine Art ist, habe ich mal gleich 2 Laibe gebacken. Das eine wurde eingeschnitten und das andere durfte wild aufreissen.

Roggenmisch1370-3

Herausgekommen ist ein, bzw. sind zwei tolle, kräftige Roggenmischbrote. So ganz nach meinem Geschmack.

Die Rezeptur für mein Roggenmischbrot1370

Alter Teig:
190 g Weizenmehl 550
110 g Wasser
2 g Hefe
2 g Salz
Alles verrühren verrühren und ca. 2 Stunden anspringen lassen, dann für ca 36 Stunden abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.

Sauerteig:
450 g Roggenmehl 1370
450 g Wasser (45°C)
40 g ASG
Alle Zutaten gut vermischen und 15 Stunden in der Gärkammer bei 26°C reifen lassen.

Hauptteig:

  • Sauerteig
  • Alter Teig
  • 800 g Roggenmehl 1150
  • 465-475 g Wasser
  • 28 g Salz
  • 30 g Honig
  • 8 g Frischhefe
  • ca 100 g Lieveto Madre (musste weg)
  • ca 2 Handvoll Kümmel

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Alle Zutaten 10 Minuten kneten und anschließend für ca 70 Minuten bei 26°C in der Gärkammer ruhen lassen.
Anschließend teilen und 2 Laibe formen. Wie das geht hat Björn wunderbar per Video auf seiner Seite beschrieben.
Dann wurde eines mit dem Schluß nach oben und eines mit dem Schluß nach unten in das Gärkörbchen gesetzt. Jetzt noch einmal für gut 75 Minuten bei 26°C ruhen lassen.

Der Laib mit dem Schluß nach oben wurde dann kurz vor dem Backen kreuzförmig eingeschnitten.

Im auf 250°C vorgeheizten Ofen einschießen, nach 2-3 Minuten schwaden und bei auf 210°C reduzierter Temperatur für ca 60 Minuten abbacken. Das Brot darf ruhig eine kräftige Kruste bekommen.

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Buon appetito
Werner

Spitzkohl an Weihnachten


Ich hoffe doch, ihr habt die Völlerei des 1. Feiertages soweit gut überstanden. Jetzt darf es etwas ruhiger, oder sollte ich sagen gesünder, zugehen bis Silvester. Dazu habe ich hier den Zwischengang meines Weihnachtsmenü dabei:

Spitzkohl in 5 Minuten auf dem Tisch

Vorher aber ein paar Impressionen meines Weihnachtsmenü 2015:

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Der Christbaum steht dieses Jahr auf der Terrasse

Die Vorbereitungen laufen!

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Baguetteteig kurz vor dem Formen der Stangen

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die Tagliatelle hängen zum Antrocknen auf meinem neuen, selbstgebastelten Nudelständer

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Baguette ist fertig

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Jetzt geht’s aber rund in der Küche

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Entenkeulen schmoren vor sich hin

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Vorspeise ist angerichtet

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Tisch gedeckt …. es kann losgehen

Weihnachtsmenü 2015

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zum Orangello-Secco-Aperitivo gibt es Sables mit Kirschtomaten und Käse

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Selbstgebeizter Orangen-Pfeffer-Lachs mit frischem Baguette

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Geniales Spitzkohlgemüse mit Orangen – dazu weiter unten das Rezept

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Entenkeulen an frischzubereiteten Tagliatelle

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Orangenkuchen (Rezept) und Bayrisch-Creme-Törtchen Capri nach Schuhbeck

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Jetzt aber zum Spitzkohl!

Gesehen hatte ich das in einem YouTube-Video von Tim Mälzer vor Wochen. Da ich mittlerweile ein richtiger Fan von Spitzkohl bin war für mich klar, das wird an Weihnachten mein Zwischengang im Menü.

Meine Family staunte nicht schlecht!
Gerade lag der Spitzkohl noch unverarbeitet (die äußere Blätterschicht abgemacht) im Ganzen in der Küche und keine 5 Minuten später wurde serviert. Meine Tante Patin dachte an Hexenwerk.

Was braucht es für 4 Personen als Zwischengang oder Beilage?

  • 1 mittelgroßer Spitzkohl
  • 1 Orange
  • 3-4 EL Olivenöl
  • Etwas Kümmel
  • Fleur de Sel (oder vergleichbares, grobes Meersalz)

Dann geht es los, wir stoppen die Zeit dabei:

  • Olivenöl in der Pfanne erhitzen
  • Spitzkohl der Länge nach vierteln und den Strunk großzügig rausschneiden  – 15 sec
  • Die einzelnen Spitzkohlviertel in ca 2-3 cm breite Streifen schneiden
    – 15 sec
  • Das Öl ist heiß, die Spitzkohlstreifen in die Pfanne geben. Etwas Kümmel dazu, etwas Salz und anbraten. Zwischendurch 2-3 mal wenden.
    – 2-3 Minuten
  • In der Zwischenzeit die Schale der Orangen mit dem Messer abschneiden. Alles Weiße muss weg wie beim filetieren. Die Orange in Scheiben schneiden.
  • Gemüse evtl. noch einmal etwas salzen, auf eine Platte geben und die Orangenscheiben darauf verteilen. Noch ein paar Spritzer Olivenöl über die Orangenscheiben geben, es ist ja Feiertag….
    – Fertig!

Das dauert keine 5 Minuten und ein geniales Gericht steht auf dem Tisch. Der Spitzkohl noch leicht crunchy, da reicht ein gutes Baguette dazu.

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Übrigens, obwohl die ganze Nation über das Wetter schimpft, mir gefällt es. Ab nächster Woche darf es wieder wärmer werden ….

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Weihnachtswetter-1

Buon appetito
Werner

 

Italien Burger


Auch an einem Sonntag darf es mal Fastfood sein! Naja, so Fast war das Food dann doch nicht. Heute gab es

Italian Burger mit French Fries

Italian-Burger-4

Wie gesagt, so schnell ging es dann doch nicht. Ich wollte schließlich selbstgebackenes Ciabatta dazu verwenden. So wurde also schon am Freitag der Teig angesetzt und wanderte dann bis heute mittag in den Kühlschrank. Für das Ciabatta orientierte ich mich rezeptmäßig bei meinem Backguru Schelli.  Ich verwendete französisches T80-Mehl. Geschmacklich echt eine Bombe, mein Ciabatta.

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Dann aber ging es ans Werk. Für meinen Burger habe ich mich von Domenico Gentile inspirieren lassen.
Das Ciabatta wurde in der Länge durchgeschnitten und unter dem Grill kurz angeröstet. Dann mit cremigen Gorgonzola bestrichen und darüber Basilikumpesto.

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Darauf dann Rucola und ein Rindfleischpaddy, der mit Salz, Pfeffer und gemahlene Chileschoten gewürzt, in der Pfanne gebraten wurde.

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Obenauf kam noch feingeriebener Parmesan.

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In der Zwischenzeit wurden noch Pommes geschnitzt und gewässert. Beim frittieren entschied ich mich für die Tim MälzerMethode. Er gibt die Kartoffel in das kalte Öl, schaltet die Temperatur hoch und lässt sie am Stück ca 14 Minuten frittieren. Das funktioniert perfekt, werde ich jetzt öfter machen.

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Tja was gibt es zu sagen?
Schmeckt hervorragend, ist durch das, gegenüber einem Hamburger Bun, verwendete knusprige Ciabatta etwas komplizierter zu essen. Aber zuhause schaut einem ja niemand zu!

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Buon appetito
Werner

Pizzatäschli


Mir war mal wieder nach Pizzateig. Es sollte aber keine Pizza werden, zudem ich auch keine Lust hatte den Steinbackofen anzuwerfen. Also mussten Alternativen her. Es gab dann

Pizzatäschli und frittierte Pizzateigkugeln

Der Pizzateig wurde wieder nach meinem Favoriten (auch wenn dieses Mal mit im Steinofen gebacken) geknetet. Das Rezept dazu: Pizzateigrezept

Dann wurden, um den aufkommenden Hunger etwas zu besänftigen, erstmal kleine Teigkugeln geformt und in Olivenöl frittiert.
Eine feine, unkomplizierte Vorspeise mit einem Martini Bianco – nicht geschüttelt, nur gerührt.

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Jetzt aber zu den

Pizzataschen

Grundsätzlich nichts anderes als eine Pizza, oder eine Pizza Calzone. Nur eben geformt wie Quarktaschen (Memo an mich:  muss ich auch mal wieder machen)

Als Füllung habe ich mich dabei einmal für die Classico-Variante mit Champignon, Zwiebeln und Schinken in dem Fall Frühstücksbacon entschieden.
Die andere, fleischlose Variante bekam neben dem Tomatensugo und Käse noch Brokkoliröschen, Sardellen und vorgedünstete Zwiebeln.

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Hier eine kleine Fotostrecke der Vorbereitung. Die Taschen selbst waren dann ca 16 Minuten im auf 250°C vorgeheizten Backofen.

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Mit einem guten Gläschen “Rosso di Montalcino” der Fattoria Resta ein Genuß!

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Und ein paar Kleinigkeiten zum Abrunden des vorzüglichen Mahles durften natürlich nicht fehlen.

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Orancello on the rocks

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… und ein kleiner Schwarzer.

Buon appetito
Werner