Brötchen aus aufgepimpten Pizzateig


Am Montag, dem wahrscheinlich letzten Hochsommertag in diesem Jahr, gab es noch einmal Pizza aus dem Steinbackofen mit einem herrlichen Brunello.
Und wie das immer ist, blieb auch diesmal wieder etwas Teig übrig. Der wurde heute etwas aufgepimpt und zu herrlichen Frühstücksbrötchen verbacken.

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Was habe ich gemacht?

  • ca 500-600g – 60 Stunden alter, im Kühlschrank gereifter Pizzateig
  • 220g Weizenmehl 700 (ersatzweise 812er)
  • 170g Wasser (25°C)
  • 4g Salz
  • 2g Hefe
  • etwas Kümmel
  • 2 EL Lieveto Madre

Gestern Abend:
Alle Zutaten in der Maschine im langsamen Gang ca 20 Minuten kneten lassen. Dann für 60 Minuten bei Zimmertemperatur zur Gare stellen. Dabei den Teig 2x falten.

Anschließend wurden Brötchen a 140 – 150g Teiggewicht in der bekannten, fränkischen Weckform geformt. Diese auf einem Blech in Leinen und abgedeckt über Nacht im Kühlschrank zur Gare gestellt.

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Am nächsten Morgen (heute) das Blech aus dem Kühlschrank geholt und während der Backofen aufheizte, für 45 Minuten akklimatisieren lassen.

Bei 250° C fallend auf 230°C für ca 20 Minuten abbacken. Dabei natürlich am Anfang gut schwaden und nach 10 Minuten den Dampf ablassen.

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Voila,
15 Minuten auskühlen lassen und herrlich duftende, geschmackvolle Frühstücksbrötchen genießen.

Dazu noch eine kleine Vorankündigung:

Der (wohlverdiente) Jahresurlaub steht vor der Türe. Auch in diesem Jahr zieht es mich wieder in meine geliebte Toscana.

Wenn du Lust hast mich dorthin zu begleiten, dann verfolge einfach meinen Blog hier. Ich werde versuchen, täglich ein paar Impressionen über Sehenswürdigkeiten, Essen, Land und Leute hier zu posten. Sei einfach live dabei wenn ich Bella Italia besuche.

Ciao a presto e buon appetito
Werner

Geniale Pizza-Resteverwertung


Nein, ich poste heute nicht mein siebenundneunzigstes Pizzabild. Es geht heute um die Reste, die bei einem Pizzafest so übrig bleiben.

Pizza im Steinbackofen, kennst du ja hier schon, habe ich schon öfter dokumentiert. Gestern gab es wieder reichlich davon, denn wir hatten wieder Freunde zu Gast.

Und wie das so ist, es bleibt immer von allem mal mehr mal weniger übrig. Beim Öffnen der Kühlschranktüre heute morgen bekam mich das Gefühl: Hey, da steigt gleich eine „Dubberbarddy“!Pizzateig war auch noch reichlich da, der hatte auch über Nacht im Kühlschrank sein Volumen wieder verdreifacht. So entschied ich mich heute vormittag Pizzaschnecken zu backen.
Gute Idee!

Meine Pizzaschnecken aus Pizzaresten

Pizzaschnecken-4

 

Der Teig wird dazu dünn ausgerollt. Dann wird alles was übrig ist, bzw. das Herz begehrt kleingewürfelt und mit etwas Tomatensauce vermischt. Bei mir waren das, Zwiebeln, Paprika, Champignon, scharfe Salami und Kochschinken. Das wird auf der Teigplatte verteilt; dazu noch etwas Käse.

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Die Platte dann von der Längsseite her eingerollt und in etwas 2-3 cm dicke Scheiben geschnitten. Da kommt es auch nicht auf exaktes Arbeiten an, es darf ruhig rustikal, selbstgemacht aussehen. Auf ein Backpapier gelegt und auf dem heißen Backstein im Backofen bei voller Hitze für ca 20 Minuten gebacken.

Heraus kommen echte Pizzaschnecken! Nicht zu vergleichen mit dem, was man bei Bäckern so alles serviert und angeboten bekommt.

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Lauwarm mit einem frischen Salat aus dem Garten genossen, bei diesem Wetter der absolute Hit!

Dann war da immer noch etwas Teig übrig.
Daraus wurden schnell ein paar Brötchen geformt, mit Kümmel bestreut und auf dem heißen Bakingsteel abgebacken.

Pizzateig-Kümmelbrötchen-2

Pizzateig-Kümmelbrötchen-1

Man glaubt es fast kaum; das ist purer Pizzateig, der über Nacht zur Aufbewahrung im Kühlschrank bei 4°C gebunkert war. Nur der Kümmel auf der Oberfläche wurde zusätzlich verwendet. Wie man diese Kipfform formt habe ich mal in einem Video zu meinen Birki gezeigt.

Ja und für meine eigene Dokumentation darf das Brot und die Sauerteigbaguette, die ich am Nachmittag gebacken habe, natürlich nicht fehlen!

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Brot-3

 

Und jetzt wünsche ich dir einen schönen SommerSonnenRestSonntag und eine tolle Sommerwoche.

Stopp, eins hab ich doch noch …. 😃
Falls du das erste Mal auf meinem Blog gelandet bist, so sieht das aus, wenn der Pizzateig seine eigentliche Bestimmung erfährt.

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Buon appettito
Werner

 

 

Endlich: Pizzateigrezept und eine Resteverwertung


Es hat die vielen Anfragen von Bloglesern und bei Social Media bedurft, damit ich mein Pizzateigrezept endlich auf meinen Blog bringe. Und die Meinung meiner Leser und Follower ist mir natürlich eine Verpflichtung.

Deshalb, jetzt endlich hier auf dem Blog:

Der weltbeste Pizzateig – Für uns und unseren Steinbackofen!

Also bitte keine Diskussionen über das Wörtchen „weltbeste“. Jeder hat andere Vorlieben, jeder hat einen anderen Geschmack, jeder hat andere Voraussetzungen und das ist auch gut so. Deshalb schreibe ich „weltbeste“ auch nur in Verbindung „für uns“. Dabei ist das Rezept wirklich kein Geheimnis. Man glaubt es kaum, es stammt von einem Engländer. Genauer gesagt von Jamie Oliver. Er veröffentlichte es in seinem Buch „Genial italienisch“,* das er schon 2006 veröffentlichte. Und genau solange ist dieser Pizzateig unser Favorit. All die Tests und Vergleiche, hat er mit Bravour bestanden und alle Herausforderer weit hinter sich gelassen. Frag‘ mal meine Frau, ich komme immer wieder mit neue Probanden, frei nach dem Motto: Das Bessere ist des Guten Feind!
Aber auch bei mir schwindet die Hoffnung einen „für uns“ besseren Teig zu finden.

Jetzt aber endlich das Rezept, unser Pizzateig nach Jamie Oliver:

Zutaten für 8 Pizzen a 26cm Durchmesser:

  • 800g Weizenmehl 550
  • 250g feiner Hartweizengrieß
  • 1 gestr. EL Salz
  • 2 Päck. Trockenhefe
  • 1 EL brauner Zucker
  • 650ml Wasser

Zubereitung:

Alle Zutaten werden in der Küchenmaschine 15-18 Minuten langsam verknetet. Dann wird der Teig, je nach Außentemperatur, für ca 40-60 Minuten abgedeckt zur Ruhe gestellt. Jetzt kann er zu Pizzafladen verarbeitet werden.

Du siehst, einfacher geht es fast nicht!

Für uns, wir backen Pizzen mit einem Durchmesser von ca 26 cm, reicht diese Teigmenge für 8 Pizzen a 215g Teig. Je nachdem wie dick du deinen Pizzaboden möchtest, bzw. ob du ein rechteckiges Backblech verwendest oder runde Pizzen backst, musst du selber deine ideale Teigmenge finden.

Natürlich wird der Teig nicht zu knapp kalkuliert. Es könnte ja sein, dass der Hunger oder die Gier der Pizzaesser am Tisch etwas größer ausfällt.

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Wie gesagt, könnte zufällig sein. Aber nur zufällig …  😀

Falls du doch Teig übrig hast – Kein Problem!
Entweder gibt es gleich einen Nachtisch davon. Sizilianische Cuddura Pateddaoder der Restteig wandert bis zum nächsten Tag abgedeckt in den Kühlschrank.
So auch bei mir gestern nach meiner Sonntagspizza geschehen. Heute Abend, der Teig war also mindestens 26 Stunden kalt gestellt, wurden daraus Brötchen gebacken:

Brötchen aus Pizzateig

  • Hefeteig aus dem Kühlschrank holen, in Portionen von ca 85g teilen und rund schleifen.

Pizzateigbrötchen-Rohlinge-1

  • Backofen auf 230°C vorheizen.
  • ca 15 Minuten abgedeckt entspannen lassen.
  • Jetzt die Brötchen fertig formen und auf der Nahtseite in Bäckerleinen abgedeckt für 25 Minuten zur Stückgare stellen. Ich habe mich heute beim formen für die Ceriola-Form entschieden, da diese italienischen Brötchen auch mit Hartweizengrieß gebacken werden.

Pizzateigbrötchen-Rohlinge-2

  • Brötchen umdrehen und mit der Naht nach oben ca 20 Minuten mit Schwaden bei 230°C backen.

Brötchen aus Resten von meinem Pizzateig

Pizzabrötchen

Buon appetito
Werner

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Pizza d’Epi, ein neuer Pizza-Snack


Nach meiner Aktion „Brückenbacktag“ wurde gestern Abend der Steinbackofen auch noch einmal auf volle Temperatur gebracht. Das heißt, auf dem Schamottboden hat es gute 350-400°C. So lässt sich perfekt Pizza backen.

Ein paar Fotos dazu dann später weiter unten.

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Wie das so gewollt ist, bleibt immer etwas Teig übrig. Der kam gestern Abend in den Kühlschrank. Diesen wollte ich heute mal zu etwas Neuem formen. Trotzdem sollte alles noch irgendwie Pizzacharakter haben. Nach kurzem Überlegen kam ich auf die Idee, den Teig auszurollen, mit den Resten der Zutaten von gestern zu belegen, dann aufzurollen und wie ein Pain d’Epi einzuschneiden. Wer Pain d’Epi nicht kennt, das ist ein französisches Baguette, das mit der Schere eingeschnitten wird um ihm die bekannte Form zu geben. Notiz für mich: Muss ich mal wieder backen. 😃

Das Pain d’Epi sieht dann beispielsweise so aus:

Pain d_Epi

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Und genau so wollte ich meine Pizzarolle formen.

Alles, was der Kühlschrank so hergibt und was sich als Pizzabelag eignet darf genommen werden. Bei mir waren das neben der Tomatensauce noch Zwiebeln, Knoblauch, Pilze, Paprika, scharfe Salami und natürlich Käse.

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Und so sieht der Werdegang meiner Pizza d’Epi aus:

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Pizza-Snack 2

Pizza-Snack 3

Pizza-Snack 4

Pizza-Snack 6

Pizza-Snack 5

Pizza-Snack 8

Pizza-Snack 9

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Da wir nicht alles zum Abendessen gepackt haben, bleibt noch ein kleiner Snack in des Halbzeitpause des Spieles.

Dazu dann noch ein ganz ganz lecker Tröpfchen aus der Toscana.  So frisch gestärkt sollten wir heute Abend die Kraft und Ausdauer haben um die Jungs aus Ghana heimzuschicken. 😃

 

Pizza-Snack 10

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Zudem werfe ich meine Pizza d’Epi noch in den Ring für meine italienischen Patenkinder bei Peters Blogevent „Kick aus fernen Töpfen“. Die haben eine Stärkung wahrlich nötig nach dem vergeigtet Spiel gestern. Denn Pizza hilft in Italien bekanntlich in allen Lebenslagen und Gemütszuständen.

 

Und hier die zu anfangs versprochenen Fotos von der Pizzaaktion gestern Abend:

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Buon appetito
Werner

Pizza von der Zucchini


Wir waren am letzten Wochenende bei lieben Freunden zum Grillen eingeladen.
Zu Beginn des Grillabends gab es zur Begrüßung Prosecco und kleine Häppchen.
Ich fragte nach was mir da so gut schmeckte und die Gastgeberin erklärte mir, das sei Zucchinipizza. Ich guckte ganz erstaunt. Das nutzte sie und brachte mich fast ganz aus der Fassung. „Das Rezept ist von dir!“ Wie, von mir? Keine Ahung, sowas habe ich noch nie gekocht! „Doch“ erwiderte sie, „auf dem Rezeptblatt das ich von dir bekam steht die Jahreszahl 2008.“ Ich war völlig perplex. Da habe ich tatsächlich im Jahre 2008 so etwas leckeres gekocht, oder soll ich gebacken sagen? Und zu allem Überfluß wieder vergessen? Das kann nicht sein!
Wieder zu Hause, wühlte ich an meinem alten Notebook meine Rezepte durch und tatsächlich, Zucchinipizza, da war es!

War ja klar, das musste logischerweise schnellstmöglich gebacken werden. Die Zeit ist mehr als günstig, da unser Zucchinistrauch immer noch reichlich Früchte abwirft. So ging ich also gestern ans Werk. Naja, die Vorarbeit hält sich sehr in Grenzen. 🙂 Der Teig ist schnell zusammengerührt, auf einem geöltem Backblech (besser ein Backpapier unterlegen) verstrichen und dann im Backofen für ca 30 Minuten bei 180°C gebacken. Fertig!

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Zutaten für 1 Blech:

  • 500g Zucchini, geraspelt
  • 1 gro0e Zwiebel, gehackt
  • 1 Päckchen geriebener Käse
  • 1 große Tasse Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1/2 (normale) Tasse Olivenöl
  • 5 eier
  • Knoblauchpulver
  • 1 Päckchen Speckwürfel
  • Salz, Pfeffer
  • gemahlene Chilischoten nach Geschmack

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Diese Zucchinipizza ist sehr variationsreich. Ich habe hier erstmal mein Originalrezept verwendet. Sehr gut passt auch die Zugabe von frischen Kräutern wie Thymian, Estragon oder kleine Paprikawürfel. Oder, oder … Lasst eure Fantasie spielen.

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Lauwarm genießen.
Genau richtig für ein schnelles Abendessen. Dazu vielleicht einen Salat. Was will man mehr? 🙂

Bei uns gab es den Rest des Gurkensalates, der vom Spätzleessen übrig blieb.

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Die Pizza eigent sich hervorragend zum Picknick oder für den Wanderausflug als Proviant.

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Das Rezept steht natürlich wieder in meinem Evernote-Rezeptbuch „Cucinaepiu“ zum Download bereit.
Der Link ist übrigens auch für Nicht-Evernote-User nutzbar. 😉

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Melanie, Danke dass du es mir wieder in Erinnerung gebracht hast. 🙂

Wie konnte ich dieses Rezept nur vergessen? Tststststs ….

Buon appetito
Werner

Pizza – Resteverwertung


Es soll schon mal vorkommen, dass man zu viel Pizzateig vorbereitet hat. Einfrieren ist in diesem Fall immer eine gute Idee. Funktioniert auch gut. Allerdings ist die Konsistenz eines aufgetauten Pizzateiges nicht mehr wie beim Originalteig. Für uns ist das nur die zweitbeste Lösung.

Lieber wird aus den restlichen Teigmengen gleich etwas gebacken. Meist sind das Weißbrote oder Baguettestangen. Die sind zum Frühstück zum nächsten Tag perfekt geeignet.

Gestern war mal wieder so ein Tag an dem wir Pizzateig übrig hatten. 😉

Pizzateiglinge

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Aus den Resten habe ich dann flugs ein paar Pizzastangen gebastelt. Einfach den Teig zu Rechtecken formen.  Wie eine richtige Pizza, allerdings etwas dünner mit Tomatensauce bestreichen. Ganz wenig Käse und nach Wunsch mit kleingeschnittener Salami bestreuen. Aber nur wenig! eine zweite Teigplatte darüber legen und leicht andrücken. Jetzt in Streifen von ca 4-5 cm schneiden und in sich verdrehen. Diese habe ich dann wie eine Pizza in meinem Steinbackofen gebacken.

Heraus kamen wunderbar schmeckende Pizzastangen. (Ich musste gleich eine naschen) Und das obwohl sie noch etwa 1 Minuten im Ofen wegen der Farbe gebraucht hätten, aber sie sind zum einfrieren gedacht gewesen.

Und hier meine Pizzastangen:

Pizzastangen

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Eine perfekte Beilage zum Aperitif oder einfach nur so als Snack für den kleinen Hunger zwischendurch geeignet. 🙂

Buon appetito
Werner