Parmigiana di Melanzane oder Auberginentürmchen


Für das gestrige Abendessen vorher wieder Bastelstunde angesagt. Allerdings in keinster Weise vergleichbar mit der Tannenzapfen-Weihnachtsdessert-Aktion.

Vom Besuch in der Kleinmarkthalle Frankfurt, dem Foodblogger-Schlaraffenland im Hessenland, schlummerte eine wunderschöne Aubergine im Vorrat. Beim Blättern durch die Rezeptwelt im Internet um Inspiration zu bekommen, stieß ich auf einen Artikel bei Anonyme Köche von Claudio. Dort wurde die Kernschmelze kontrolliert. Das war mal eine Steilvorlage.

Eine echte Parmigiana di Melanzane ist natürlich etwas ganz anderes. Ich wollte mich auch nicht an das Original halten. Der Name, der wie meine italienische Foodbloggerfreundin Ariane prima recherchiert und geschrieben hat, ist aber sehr passend für meine Auberginenturm. Denn auch bei mir werden die Auberginenscheiben geschichtet. Allerdings mit ganz anderen Zwischenschichten wie das neapolitanische Original.

Jetzt aber zu meiner Version:

Auberginentürmchen á la „Casa mia“

Auberginentuermchen 3

Meine Zutaten für 2 Personen:

  • 1 runde, violett-weiße Aubergine
  • 1/4l Tomatensugo (meine eingeweckte Tomatensauce mit Zwiebeln und Knoblauch)
  • 2 Sardellenfilet
  • 1 Mozzarella
  • 1/4 Stöckli Schabziger Klee, gerieben
  • 2 EL Semmelbrösel
  • Olivenöl

Auberginentuermchen 1

Was habe ich gemacht:

Die Aubergine wurde in knapp 1cm dicke Scheiben geschnitten und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech für ca 12-15 Minuten auf jeder Seite pur im Backofen bei 220°C Umluft leicht angetrocknet und gegart. Die Scheiben erinnern danach optisch an angetrocknete Pilze.
Da ich meine fertige Tomatensauce aus dem Weckglas benutzt habe, entfällt hier jetzt das Köcheln eines Tomatensugo. Ich wärmte meine Tomatensauce zusammen mit den kleingehackten Sardellenfilets kurz an, damit noch etwas Flüssigkeit verdampfen konnte und diese etwas kompakter wurde.

Dann geht es auch schon ans Schichten.

Auf etwas Olivenöl kommt die größte Scheibe der Aubergine. Dann etwas vom Tomatensugo. Anschließend etwas Semmelbrösel und geriebener Schabziger Klee, sowie 2 schmale, dünne Streifen Mozzarella. Jetzt wieder eine Auberginenscheibe und … du weißt schon.
Wichtig ist dabei darauf zu achten, dass man Tomatensauce, und Käse nicht zu dick aufträgt. Es soll ja keinen Matsch geben, sondern immer noch als Schichtbausatz erkennbar bleiben.
Bei mir ergab der Turmbau zweimal 5 Schichten. Der Abschluss eines jeden Türmchens bildete jeweils eine etwas dickere Schicht Schabziger. (Schnell noch ein DANKE Ulrike, das war der Rest 🙂 )

Jetzt das Gebilde für ca 20-25 Minuten bei 160°C in den Backofen schieben.
Vor dem Verzehr leicht abkühlen lassen. Das neapolitanische Original wird schließlich auch nicht kochheiß gegessen. Dazu etwas Reis und der übriggebliebene Rest des Tomatensugo.

Buonissimo, wie der Italiener zu sagen pflegt!

Auberginentuermchen 2

Auberginentuermchen 4

 

Buon appetito
Werner

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Cucinaepiu trifft auf Ayurveda Küche


Ich habe unter dem Motto „Horizonterweiterung“ einen Ayurveda-Kochkurs belegt.
Für mich, der die italienisch-mediterrane aber auch deutsche Küche liebt, ein spannender Schritt. Ich dachte mir, lernen kannst du auch in dieser Küche etwas.
Ich lernte also die Grundzusammenhänge und Begriffe wie Dosha, Vata, Pitta, Kapha und Sattva, Rajas, Tamas, Agni. Zudem die Wirkungsweise der Gewürze auf die 3 unterschiedlichen Typen in die uns die ganzheitliche Lehre Ayurveda unterteilt.

Ich muss zugeben, eine spannende Sache. 
Wobei mir dann doch vieles unter einem anderen Namen oder einer anderen Betrachtungsweise wieder bekannt vorkam.

Kochen in der Ayurveda-Küche heißt: Kombinieren von vielen Gewürzen.

Unser gekochtes Menü bestand aus:

Kürbiscremesuppe

Als Hauptspeise

Gemüsecurry

Dal

Ayurvedische Bratkartoffel

Birnen-Apfelchutney

Der Basmatireis durfte natürlich auch nicht fehlen.

Für mich schon eine ungewohnte Zusammenstellung:
Kartoffeln, Gemüsecurry und Apfel-Birnenchutney.

Natürlich wurde auch Lassi und das vielbeschriebene Ghee zubereitet.

Reispudding und eine Mango-Kokosnuss-Creme, die es leider nicht auf das Foto geschafft hat, aber ebenso lecker wie der Rest war.

Es hat alles interessant, anders aber auch gut geschmeckt. Ich werde sicher das Eine oder Andere aus dieser Küche übernehmen. Aber meiner bisherigen Vorliebe, der mediterranen, italienischen Küche werde ich trotzdem weiterhin treu bleiben. 😃

>>> Die Bilder der Gerichte auf meinem Teller waren hier nicht erwünscht! <<<

Buon appetito
Werner

Risotto mit Spitzkohl und Croutons


Vom Spitzkohl war noch eine größere Menge vom Pizzaessen am Wochenende übrig.

Ich habe mich gestern Abend kurzerhand für Risotto mit geröstetem Spitzkohl und Roggenmischbrotcroutons entschieden.

Die Vorlage für das Rezept stammt aus den Seiten der Markthalle 9 in Berlin-Kreuzberg. Die Geschichte der Markthallen in Berlin ist interessanter als man denkt und wird auf der Webseite auch schön dargestellt.
Doch auch in Natura bietet die Halle viel für Auge und Gaumen und ist ein Besuch wert., Solltest du Berlin dann noch im Sommer besuchen und durch diese Markthalle mitten in Kreuzberg schlendern und dir unter den schattenspendenden Bäumen davor eine Leckerei oder zwei gönnen, tja dann hast du alles richtig gemacht. 🙂

Auf diesen Markthallen-Seiten finden sich unter anderem auch ein paar Rezepte und dort fand ich eben auch die Anregung Spitzkohl in meinen Risotto zu geben.

Zutaten:

  • 160g Risottoreis
  • 1 Zwiebel
  • 70ml Sahne
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Spritzer Olivenöl
  • ca. 400g Spitzkohl
  • ca 200ml Gemüsebrühe
  • 60g Parmesan
  • 120g Roggenmischbrot
  • 60ml Sekt oder Weißwein
  • Lorbeerblatt, Muskatnuss
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Den Risottoreis kurz in Olivenöl anschwitzen und dann die klein gewürfelte Zwiebel und Knoblauchzehe dazugegeben. Mit Weißwein, oder wie ich mit einem Rest von Sekt ablöschen, Lorbeerblatt und Muskatnuss dazugeben und warten bis die Flüssigkeit eingedampft ist. Jetzt immer etwas Gemüsebrühe dazu geben, auf kleiner Hitze köcheln lassen bis der Reis die Brühe aufgesogen hat. Dann wieder Brühe zugeben.
Eben die klassische Risottozubereitung.
In der Zwischenzeit wird der Spitzkohl gewaschen und in feine Streifen geschnitten. Dann in einer Pfanne mit etwas Öl scharf angebraten bis er leicht braun ist und nach Kohl riecht.
Ebenso wird das Brot in kleine Würfelchen geschnitten, in heißem Olivenöl schön knusprig ausgebacken und mit Salz und Pfeffer gewürzt.
Sobald der Reis den richtigen Biss hat kommt der Spitzkohl und die Sahne zum Reis. Kurz unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss den geriebenen Parmesan unterrühren.

Den Spitzkohlrisotto anrichten und die Croutons darüber streuen.

Fertig ist ein schmackhaftes Risotto das durch die würzigen Croutons richtig aufgepimpt wird und den richtigen Crunch bekommt.

Risotto mit Spitzkohl und Croutons 1

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Das Rezept könnt ihr natürlich wieder in meinem Rezeptbuch „Cucinaepiu“ downloaden oder hier mit diesem QR-Code direkt mit dem Smartphone aufsaugen.

QR-Spitzkohlrisotto

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Buon appetito
Werner

Oktupus, Pulpo oder wie der Tintenfisch heißt


Jedenfalls gab es heute diesen Fisch mit den vielen Tentakeln und noch mehr Saugnäpfe.

Ich muss ja zugeben, es kostet mich schon etwas Überwindung wenn ich den rohen Oktupus vor mir liegen sehe. Mit den Saugnäpfen stehe ich etwas auf Kriegsfuß.

Nichts desto Trotz habe ich bei Gudrun ein Rezept dazu gesehen das mich irgendwie neugierig machte. Und da noch ein halber Pulpa im Gefrierfach schlummerte sollte das heute unser Sonntagsessen geben.

So sieht der Kollege im Rohzustand aus:

Pulpo 1

Nur keine Berührungsängste! 😉

Im Prinzip wird der Pulpa wie ein Rinderschmorbraten in Rotwein und Tomaten einfach solange geschmort, bis er richtig zart und weich ist. Beim Rezept habe ich mich ziemlich am Original von Gudrun gehalten. Alles Zutaten die wir mögen und im Garten bzw. sowieso Vorrat haben.

Der Pulpo wird in Stücke geschnitten mit Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl etwas angebraten und dann mit den trockenen Gewürzen ca 15 Minuten weiter gebraten bis die Flüssigkeit ziemlich eingekocht ist.

Pulpo 2

Jetzt wird es Zeit den Rotwein, den Essig und die Tomaten anzugießen und dann ca 1 Stunde leise köcheln lassen bis die Pulpostücke leicht mit der Gabel einzustechen sind.

Jetzt ist er zart!

Pulpo 4

Angerichtet wird auf Reis der mit einer türkischen Gewürzmischung gekocht wurde.

Pulpo 5

Ist zwar nicht sehr fotogen aber geschmacklich gibt es nichts zu meckern! 🙂

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Als Nachtisch, da ja heute Sonntag ist 😉 , noch etwas leichtes: Ananas, Orangenfilets und Joghurt

Pulpo 6

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Und so sieht der Rest des Pulpo aus nachdem er 45 Minuten in Salzwasser kochen durfte:

Pulpo 3

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Daraus wird morgen ein Kichererbsensalat. Die Kichererbsenja  müssen erst noch über Nacht quellen.

Buon appetito
Werner

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Seelachs auf Ananas-Lauch-Gemüse


Ich habe mal wieder in den Tiefen meines Kochbuchregales gewühlt um mir eine Idee zur Fischzubereitung zu holen, denn Mittwochs kommt The Drivin‘ Fishmän zu uns ins Dorf.

Hängengeblieben bin ich bei einem Fischrezept aus dem, schon ein paar Jahre alten, Kochbuch „Fisch & Meeresfrüchte“ vom GU-Verlag:

Seelachs in Honig-Bierkruste auf Ananas-Lauch-Gemüse

Fisch in Honig-Bierkruste 2

Heute Nachmittag hieß es außer dem Fisch noch schnell die restlichen Zutaten die nicht im Vorrat sind zu besorgen.

Man benötigt für 2 Personen:

  • 350g-400g Seelachsfilet
  • 1 EL Sesam
  • 50g Mehl
  • 50ml Bier
  • 1 EL Honig
  • Salz
  • 1,5 Stangen Lauch
  • 1/2 frische Ananas
  • etwas Zitronensaft
  • 200ml Kokosmilch
  • Kleines Stk. Ingwer
  • 1 Eiweiß
  • Zucker
  • Rapsöl

Zubereitung
Sesam ohne Fett goldgelb rösten.
Mehl, Bier und Honig mit 1 Prise Salz zu einem Teig verrühren und kalt stellen.
Jetzt den gewaschenen Lauch in Ringe und die Ananas in kleine Stücke ( wie die aus der Dose) schneiden.
Fischfilet waschen, trocknen und in ca 5 cm große Streifen teilen. Mit Zitronensaft beträufeln und einer Paste aus Ingwer und Salz einreiben.
So, die Vorarbeiten sind erledigt.
Etwas Öl in der Pfanne erhitzen und die Lauchringe und Ananasstücke bei mittlerer Hitze ca 3-5 Minuten anbraten. Kokosmilch sowie etwas Zucker (ich 1/2 EL) dazu geben und solange weiterköcheln lassen bis der Lauch weich ist. Jetzt noch mit Salz abschmecken und warm halten.

Für den Fisch in einem kleinen Topf das Öl ca 3-4 cm hoch füllen und erhitzen. Alternativ kann man sicher auch eine Friteuse verwenden, die Unsrige hat aber das zeitliche gesegnet und ich konnte mich noch nicht entschließen eine neue zu kaufen da der Bedarf doch sehr gering ist.
Jedenfalls wird jetzt das Eiweiß steif geschlagen und mit dem gerösteten Sesam unter den Honig-Bierteig gehoben.
Mit dem Holzstäbchentest die Temperatur des Öles prüfen und wenn Bläschen aufsteigen die Fischstücke durch den Teig ziehen und portionsweise goldbraun ausbacken.
Zusammen mit dem Ananas-Lauchgemüse anrichten.
Als Beilage haben wir uns, um die italienische Note ins Gericht zu bringen, für unseren toskanischen Reis entschieden, von dem noch ein paar Stoffsäckchen voll im Vorratsschrank lagern.

Fisch in Honig-Bierkruste 3

 

Das Ganze dauert incl. Vorbereitung keine 45 Minuten. Ist also schnell gekocht und schmeckt so, dass man es unbedingt wieder essen möchte. 🙂

Natürlich ist das Rezept dazu wieder in meinem Evernote-Rezeptbuch „cucinaepiu“ oder hier über diesem QR-Code zum Download.

QR-Fisch

Buon appetito
Werner

Jambalaya – Ami Soulfood


Ich wollte mich mal wieder inspirieren lassen und wühlte in meinen Kochbüchern. Dabei fiel mir das „Ami Kochbuch“ von Tony de Lisa in die Hände. Ein tolles Buch, das da seit vielen Jahren in meinem Regal steht. Beim Eintrag „Jambalaya“ blieb ich hängen. Echtes Soulfood aus dem Süden der USA. Jambalaya, das steht als Synonym für Soulfood aus New Orleans mit seinem französisch-kreolischem Einflüssen.
Soulfood, das sättigende, gehaltvolle Essen des armen Mannes in der Vergangenheit. Es gibt so Momente da braucht man genau das. Ähnlich wie die Kartoffelpfannkuchen, ein echtes „German Soulfood“, die ich letzte Woche gepostet habe, .
Jedenfalls gibt es von Jambalaya in den USA wahrscheinlich mindestens genauso viele Varianten wie es Krokodile in den Sümpfen von Louisiana gibt. Gemeinsam ist ihnen allen, dass Reis, Schinken und Shrimps enthalten sein müssen.

Langer Rede, kurzer Sinn:
Ich sah mir das Rezept an, schaute in den Kühlschrank und orientierte mich an meinem Geschmack. Heraus kam ein leckeres, gut sättigendes „Jambalaya ala Cucinaepiu“

Zutaten:

  • 1 EL Butter
  • 1 EL Mehl

in einen großen Topf geben und unter Rühren etwas anbräunen lassen.Dann kommt dazu:

  • 500g gekochter Schinken, in Würfel (1x1x1cm) geschnitten
  • 1 rote Paprikaschote, in Würfel geschnitten
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 EL Petersilei, gehackt
  • 1 kl Dose geschälte Tomaten
  • 1Tasse Wasser

Unter Umrühren richtig aufkochen.
Dann hineingeben:

  • 1 EL Petersilie, gehackt
  • 1 EL Worcestersauce
  • 1/2 TL Thymian
  • Tabasco
  • Salz

Jetzt zudecken und bei geringer Hitze schmoren lassen, bis der Reis gar ist. (dauert ca 30 Minuten) Zwischendurch öfter mal rühren.

Wenn der Reis gar ist, werden die Garnelen in einer Pfanne mit etwas Butter 2 Minuten angebraten. Umdrehen, salzen und pfeffern, Platte aus und noch 2-3 Minuten in der heißen Pfanne ziehen lassen.

Das Jambalaya anrichten und die Garnelen oben auf. Dazu passt ein frischer Salat und ein Glas guter Rotwein. Bei mir natürlich ein italienischer Vino di Montalcino.

Jambalaya

Great food!

Wie immer findet ihr das Rezept in meinem Evernote-Rezeptbuch.

Oder mit eurem Smartphone über diesen QR-Code:  QR-Jambalaya

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Das Buch gibt es übrigens hier zu kleinem Preis: HIER

Buon appetito
Werner