Plunderherzen zum Valentinstag


Es war an der Zeit mal wieder Plundergebäck zu backen. Da bot sich der Valentinstag natürlich extrem dazu an.
Ich überlegte mir das Plundergebäck als Herz zu formen. Gefüllt wurden die Herzen mit einer Pudding-Ricotta-Füllung.

Geschmack perfekt, die Formgebung könnte noch etwas Feintuning vertragen. OK, es wird sich eine Gelegenheit finden…

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Plunderteig ist einfacher als gemeinhin gedacht. Hefeteig sollte kein Problem sein. Dann wird eine Butterplatte darin versteckt und ein paarmal gefaltet. Und schon kann es los gehen.

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die Butterplatte ist schon im Hefeteig versenkt und dieser dann ein paarmal doppelt und einfach touriert

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Gekühlter Plunderteig in 3cm breite, ca 50cm lange Streifen geschnitten

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Die Teigstreifen in sich verdreht, zu Herzen geformt und mit der Füllmasse ausgefüllt

Zutaten für den Hefeteig

  • 375g Weizenmehl 550
  • 185g Milch
  • 8g Hefe
  • 25g Zucker
  • 30g Eigelb
  • 3g Salz

Die Zutaten für den Hefeteig werden gut verknetet und für mindestens 1 Stunde abgedeckt im Kühlschrank gelagert.

Zutaten der Butterplatte

  • 75g Butter
  • 25g Butterschmalz
  • 10g Weizenmehl

Zutaten mit der Hand schnell verkneten und zu einer 1/2cm dicken Platte (ca 15x20cm) formen. In Klarsichtfolie einwickeln und genauso lange wie der Hefeteig kalt stellen.

Zutaten für die Füllung

  • 275ml Milch
  • 110g Ricotta
  • 1 Eigelb
  • 30g Vanillepuddingpulver
  • 40g Zucker (A)
  • 15g Zucker (B)
  • etwas Vanille
  • Rosinen, eingeweicht
  • Aus Milch und Vanillepulver einen festen Pudding kochen. Zucker (A), das Eigelb  und Vanille hinzufügen und erkalten lassen.
    Jetzt den Ricotta und Zucker (B) unterschlagen. Je nach Vorliebe eingeweichte Rosinen mit dazugeben.

Zusätzlich wird benötigt

  • 1 Eigelb
  • etwas Mandelblättchen

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Zubereitung

Jetzt geht es an den Plunderteig.

Der Hefeteig wird doppelt so groß wie die Butterplatte ausgerollt. (Bei mir ca 20 x 30cm)

Die kalte Butterplatte auf den kalten Hefeteig gelegt und der Teig eingeschlagen. die Butter muss vollständig von Teig umhüllt sein.

Jetzt wird doppelt gefaltet (wie ein Briefpapier) und für ca 30 Minuten im Kühlschrank kalt gestellt.

Den Teig ausrollen, wieder falten und wieder für ca 30 Minuten kaltstellen.

Das gleiche Spiel noch einmal wiederholen. Ich habe meinen Teig 2 mal doppelt und zweimal einfach gefaltet.

Zum Schluß noch etwas ausgerollt und in Klarsichtfolie verpackt im Kühlschrank gelagert.

Bis hierher geschah alles gestern Abend.

Heute früh wurde der leichte, fluffige Plunderteig auf eine Fläche von ca 24 x 50 cm ausgerollt und längs in 3cm breite Streifen geschnitten.

Diese nun gegenseitig verdreht zu einem Herz geformt auf eine Backfolie gelegt. Die Pudding-Ricotta-Füllung in einen Spritzbeutel verfrachtet und die Teigherzen damit ausgespritzt.

So abgedeckt noch einmal etwas gehen lassen.

Kurz vor dem backen mit Eigelb abstreichen und mit Mandelblättchen bestreuen.

Im auf 200°C vorgeheizten Backofen für ca 15 Minuten backen.

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Und dann springen sie dich förmlich an, die Plunderteilchen:

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Jetzt heißt es Ruhe bewahren und die Gier zügeln!

Das Gebäck muss erst vollständig auskühlen bevor es von der Unterlage genommen wird. Ansonsten fällt die Füllung unten raus. (Wäre aber auch nicht schlimm, da der Plunderteig alleine schon ein Genuss ist.)

Man könnte sie auch aprikotieren oder mit Puderzucker bestreuen: wenn man denn wollte. Ich mag es rustikal!

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Luftig, leichter Plunderteig mit einer feinen lockeren Füllung

Luftig, leichter Plunderteig mit einer feinen lockeren Füllung

Und das schmeckt auch ohne den Valentinshype mit eine Tasse Cappuccino ganz fein.
Heute natürlich ganz besonders!

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Buon appetito
Werner

 

 

Dänische Plunder-Pudding-Brezel


Der Blogeintrag der so gar nicht geplant war. Ja, das soll es geben. 😉

Ich hatte mir schon im Herbst letzten Jahres vorgenommen „Dänische Plunderbrezel“ zum Sonntagscappuccino zu backen. Wie das nun eben so ist, es kam immer etwas Anderes dazwischen. Dann noch Weihnachten, die vielen Feiertage, Plätzchen…
Jetzt endlich, an einem unserer exclusiven Feiertage in Bayern, dem Hl.Dreikönigstag, wurden die Brezel in die Welt gesetzt.
Nachdem ich ein Foto davon in meinen verschiedenen Social-Media-Kanälen gestellt hatte, war die Begeisterung groß. Zudem wurde ich auch per Mail mehrmals nach dem Rezept gefragt. Ich fragte die Rezepterstellerin BrigitteT aus dem Backfreaks-Forum ob ich es veröffentlichen darf. Nach der positiven Nachricht von ihr entschloss ich mich dann gestern Abend dazu, doch einen kleinen Blogbeitrag zu diesem Gebäck zu schreiben.

Die „Dänischen Plunderbrezel mit Puddingfüllung“ – einfach genial. Das perfekte Gebäck für einen Nachmittagscappuccino!

Es war mein erster Plunderteig. Ich stellte mir das mächtig kompliziert vor und hatte einen riesen Respekt davor. Wie sich im Nachhinein aber herausstellte, völlig unbegründet. Das Einzige was man einplanen sollte ist Zeit. Ähnlich wie beim Brotbacken sind es mehrere kurze Arbeitsschritte die immer wieder durch eine Ruhephase des Teiges unterbrochen werden. Und die sollte man unbedingt einhalten. Im Rezept ist das alles sehr gut beschrieben. 🙂

Begonnen habe ich mit dem Hefeteig am Morgen um 9:00 Uhr. Das Licht der Welt erblickten die fertigen Brezel kurz vor 15:00 Uhr. Jetzt hieß es tapfer durchhalten und erst mal nur anschauen. Erst mussten sie noch auf der Backunterlage erkalten damit die Puddingfüllung fest wurde und nicht einfach unten rausflutscht. Aber auch diese Minuten der Gier habe ich überstanden.

Dann endlich war es soweit!

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So wie sie aussahen, genauso schmeckten sie. Sensationell! 🙂

Wenn sich da nicht die Vernunft gemeldet hätte, ich hätte sie alle weggeputzt. 😉

Hier noch ein paar Eindrücke der einzelnen Arbeitsschritte. Da ich einen Blogeintrag nicht geplant hatte, sind nicht alle Arbeitsschritte festgehalten. 😉

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Das Rezept habe ich in meinem Rezeptbuch veröffentlicht: Dänische Pudding-Plunder-Brezel

Ich kann euch nur dazu animieren die leckeren Gebäckstücke nachzubacken und euch nicht von dem Wort Plunder abschrecken zu lassen.

Lasst mal von euren Ergebnisse und Eindrücken sehen und hören. 🙂

Brigitte: Danke für dieses tolle Rezept!

Buon appettito
Werner