Blogübersicht September


Wie nicht anders zu erwarten war der September mein angenehmster Monat in diesem Jahr bisher. Ist auch keine Kunst gewesen, denn schließlich fiel mein Jahresurlaub in den gerade vergangenen Monat. Meine Cucina kochte da natürlich etwas auf Sparflamme. Dafür gab es jede Menge Berichte, sozusagen „live“ aus meinem Urlaub in der südlichen Toskana. Und natürlich ging es nach der Rückkehr gleich wieder mit vollem Elan ans Werk. Küche und Herd wurden sofort wieder in Beschlag genommen.

Aber seht selbst:

04.09. – Schon mal eine kleine Einstimmung auf die italienische Küche

Auberginen-Tomatengemüse mit Buchweizenpolenta

Auberginengemuese 2

05.09.

Letzte Backen vor …

Morgenbroetchen 1

URLAUB! Berichte „live“ aus Bella Italia

mit vollem Körpereinsatz

mit vollem Körpereinsatz

Bella Italia hat mich wieder

La Voce – Englische Gartenkunst

Kalabresische Auberginenröllchen

Italienische Köstlichkeiten zum Pranzo

Toskana und Meer

Steinpilze und ein fantastischer Wein

Ciotolli und Pilze

Frische Pici mit Garnelen aber ohne Gladiatoren

Siene und ein einfaches Essen

Frische Pasta mit Salume-Ricotta-Thymian-Parmesan-Zitronen-Sauce

Siena geht auch zweimal

Abbazia Sant‘ Antimo und der letzte Café

Siena2

 

21.09. – Wieder zuhause: Gleich mal richtig deftige österreichische Küche

Graukasspätzle

Graukasspätzle mit Röstzwiebeln

Graukasspätzle mit Röstzwiebeln

22.09. – Es geht doch nichts über etwas Gutes

Ein Toskana-Erinnerungsessen: Salsicce con Patate Arrosto

Salsicce-Patate 2

26.09. – Irgendwie hat uns Italien fest im Griff

Polentafladen, Burrata und Baguette

Polentafladen 1

27.09. – Die „Piccola Panetteria“ ist wieder im Dauereinsatz

BBB-Brot, Brötchen und Baguette

Backtag-Zwirbelbrot4

28.09. – Gemeinsam macht das richtig Spass und Laune

Pici, handgedreht

Pici 12

Freuen wir uns gemeinsam auf einen Goldenen Oktober. Der Start ist schon einmal vielversprechend mit dem großen Treffen der FB-Gruppe der Genussesser in Würzburg.

Für alle Freunde und User von Instagram. Habt ihr schon den neuen „View on Instagram“ links oben im Blog entdeckt?

 

Buon appetito
Werner

Pici, handgedreht


… oder anders ausgedrückt:

Auf Du und Du mit jeder einzelnen Nudel!

Wir hatten ja in unserem Toscanaurlaub das Glück, einmal frische Pici in einem kleinen „Tante Emma-Laden“ zu ergattern, die wir dann mit Garnelen genossen haben. Da reifte spontan der Entschluß, unbedingt zuhause auch mal wieder Pici selbstzumachen. Der Haken bei diesen Nudeln, es gibt keine Maschine dazu, zumindest nicht für den Hausgebrauch. Das heißt, jede einzelne Nudel muss mit der Hand gedreht werden. Mehr „al mano“, also Handarbeit geht wirklich nicht mehr.

So wurde heute morgen ein Nudelteig aus Hartweizengrieß (Semola), Wasser, etwas Salz und Olivenöl hergestellt. Das gibt schon mal richtig Muskeln.

Unser Rezept für 4 Personen als Hauptspeise:

  • 600g Hartweizengrieß (Semola)
  • 280g Wasser
  • 6g Salz
  • 2 EL Olivenöl

Daraus wird nun tüchtig ein Nudelteig geknetet und im Kühlschrank kaltgestellt.

Pici 1

Pici 2

Pici 3

Pici 4

Pici 5

Pici 6

Dann geht es weiter. Aus dem Teigbatzen werden zuerst Rollen mit einem Durchmesser von ca 2cm abgeschnitten und gedreht und von dieser Rolle wieder 1-2 cm Stücke abgeschnitten. Jedes dieser Stücke ergibt 2 Pici.
Bei den ersten Pici hatten wir zuwenig Druck beim Ausrollen mit den Händen ausgeübt. Dadurch wurde die Nudel bröselig. Nach ein paar Versuchen klappte es dann aber fast wie am Schnürchen. Zu zweit drehten wir unseren Nudelteig in einer guten dreiviertel Stunde auf einem Holzbrett zu Pici. Ein Erklärung zu den Pici gibt es hier: Wikipedia

Pici 10

Pici 11

Pici 12

Pici 7

Pici 8

Pici 9

Pici 13

Pici 14

Unsere Ausbeute aus den ca. 900g Nudelteig waren exakt Einhundertundneun Pici „al mano“.  Als Zahl: 109 Stück. Das reicht uns für 2 Mahlzeiten. Heißt, pro Nase und Teller gibt es 27 Nudeln. Um die dabei übrig Bleibende werden wir uns dann streiten müssen. 😃

 

Gestern hat Frau C schon ein leckeres Ragu geköchelt.

Die Zutaten für unser Ragu:

750g gemischtes Hacklfeisch, in kleinen Portionen, damit es kein Wasser zieht, anbraten

Zwiebeln, Karotten, Stangensellerie und Knoblauch, in kleine Würfelchen gehackt Das wird ebenfalls angebraten. Dann das Hackfleisch in die Pfanne zurück, Tomatenmark dazu und kurz anbraten sowie eine Dose geschälte Tomaten untermischen. Jetzt mit einem tüchtigen Schluck gutem Rotwein abgelöscht, 1 EL Gemüsebrühe (selbstgemacht) dazu und ca 2 Stunden leise vor sich hin köcheln lassen. eine getrocknete gemahlene Peperoni, je eine Prise Zimt und Nelken dazu, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig!

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Heute zum Abendessen dann ganz entspanntes Kochen. Pici waren vorbereitet, dem Ragu schadet es nicht wenn es aufgewärmt wird. Im Gegenteil!

Also Zeit für ein Aperitivo, heute einen Ramazotti Aperitivo!

Pici 15

Dann waren die Pici im Salzwasser schon al dente geköchelt. Auf warmen Teller verteilt, einen Suppenschöpflöffel des prächtigen Ragu darüber und mit frisch gehobelten Parmesanspänen verfeinert. Dazu einen edlen Rosso di Montalcino vom Weingut „Fattoria Resta“ aus dem Val di Orcia-Tal dazu. Perfetto!

Pici 18

Pici 19

Salat aus dem eigenen Garten

Salat aus dem eigenen Garten

Fantastischer Vino Rosso aus der Toscana

Fantastischer Vino Rosso aus der Toscana

Pici 20

Um den Genuss vollkommen zu machen, gab es zum Abschluss vor dem obligatorischen Café aus der Siebträgermaschine noch einen „Borsci San Marzano“

Pici 21

Pici 22

Buon appetito
Werner

 

Frische Pici mit Garnelen aber ohne Gladiatoren


Heute wurde wieder selbst gekocht in der Ferienwohnung. Wir konnten in einem kleinen italienischen „Tante Emma Laden“ frische Pici ergattern. Das musste natürlich gebührend gewürdigt werden. Zufällig war nebenan Wochenmarkt und dort fanden wir unter anderem herrlich aussehende Garnelen. Das Abendmahl war soweit gesichert.

Vorher aber erst ein kleiner Rundgang auf dem Markt.

Markttag 1

Markttag 2

Markttag 4

Markttag 5

Markttag 3

das Auge des Gesetzes schaut auch interessiert was es alles zu kaufen gibt

das Auge des Gesetzes schaut auch interessiert was es alles zu kaufen gibt

Anschließend eine kleine Rundreise mit Besuch der Pecorinostadt Pienza. Auch wenn man das Ortsschild überlesen hat, weiß man sofort wo man ist. Die Heerscharen der Touristen die sich durch das Städtchen drängeln werden mit dem unwiderstehlichen Duft des Pecorino, dem Schafskäse empfangen.

Markttag 11

Unschwer zuerkennen: Wir sind in ….

Markttag 9

Markttag 8

Der Straßenmusikant scheint etwas weitsichtig zu sein

Markttag 10

Café geht immer und überall

Markttag 7

Russel Crowe, der Gladiator war mit seinem Filmtroß hier schon weitergezogen.
Ruhig und ursprünglich liegt dieses Gehöft wieder im Sonnenlicht
als wäre nie etwas Aufregendes gewesen.

 

Dann aber improvisiertes Köcheln in der Ferienwohnung für unser Cena, dem Abendessen.
Wir wollten ja schließlich unsere frischen Pici genießen.

Vorher aber gab es als Primo unseren Tomatensalat de Luxe. Dieses Mal allerdings mit „richtigen“ Tomaten und zusätzlich etwas Frühlingszwiebeln. Leider haben wir keinen Fetakäse gefunden und mussten uns mit einem Pecorino begnügen. Der Fetageschmack hat etwas gefehlt. Aber, man kann das auch Meckern auf hohem Niveau nennen. 🙂

Pici con Gamberi 1

Pici con Gamberi 3

Jetzt aber!
Pici im Salzwasser ca 5 Minuten kochen. In der Zwischenzeit wurden die Gambereti in Olivenöl mit etwas Knoblauch kurz gebraten. Dann die Garnelen aus der Pfanne genommen, etwas Zitronensaft, Zitronenzesten und noch einen Schuss Olivenöl dazugegeben. Mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Gemahlene Chili wäre noch willkommen gewesen, hatten wir aber nicht. Die Pici abgeseiht und zusammen mit den Garnelen in die Pfanne. Durchschwenken und sofort auf den Teller.  Noch etwas Parmesan darübergehobelt und dem Genuss stand nichts im Wege.
Dazu ein herrlicher Vino di Montalcino – Perfetto!

Pici con Gamberi 4

Pici con Gamberi 5

Pici con Gamberi 2

So einfach gekocht, so gut! Unser Fazit: Höchste Zeit auch zuhause wieder mal Pici selberzumachen. 🙂

Pici con Gamberi 6

Und bei Café, einem Borsci und Abendrot ließen wir den Abend ausklingen.

Buon appetito
Werner