Mango, Tomaten, Hüttenkäse, Haselnuss …


Ja! Es gibt immer noch Kombinationen, die ich mir erstmal nicht vorstellen kann und mich dann doch überraschen können. Positiv.

(unbezahlte Werbung)

OK,
Mango und Hüttenkäse = gut
Tomaten und Hüttenkäse = gut
Aber das alles zusammen und obendrauf noch Chili-Haselnusskrokant = überraschend megagut! Neudeutsch: saugeil! 😃

Saugeiles Zeugs:
Mango-Hüttenkäse-Tomate mit Chili-Haselnusscrunch

Aber von vorne.

Es gab wieder frischeste Flugmangos im Direktimport aus Indien. Frischer und schmackhafter geht in unseren Breiten eine Mango nicht.

Also suche ich in meinem Evernote -Rezeptarchiv nach Mango. Und das Programm verweist mich auf einen uralten Eintrag aus dem Blog „besseressen„.

Warum nicht, Mangos sind im Überfluss vorhanden. Da kann man mal 2 Stück opfern. Gelesen, gedacht, getan!

Mango mit Hüttenkäse, Tomaten und Chili-Haselnusscrunch

Was braucht es für 2 Portionen als Hauptspeise:

  • 2 Mango
  • 200g Hüttenkäse
  • 2 Tomaten
  • 1 Handvoll geröstete Haselnüsse (für mich gehen hier nur Piomonteser Haselnüsse von bongu.de)
  • Basilikum
  • 1 Chilischote
  • 1 Zitrone
  • Olivenöl
  • ½ Brauner Zucker
  • 1 Stich Butter
  • Salz, Pfeffer
  • Wildmango-Balsamico (alternativ etwas ungefilterter Apfelessig oder Zitronensaft)

Zubereitung:

Die Mangos werden in kleine Würfel geschnitten und mit einem kleinen Schuss vom Wildmango-Balsamico vermischt.

Den Hüttenkäse etwas abtropfen lassen, mit dem Saft einer halben Zitrone, Salz und Pfeffer vermischen.

Von den Tomaten das Innere entfernen und diese auch in kleine Würfel schneiden. Ebenfalls mit Salz und Pfeffer sowie etwas Olivenöl, Zitronensaft und ein paar zerzupften Blätter Basilikum vermischen und etwas ziehen lassen.

Die gerösteten Haselnüsse leicht hacken. Etwas Butter und den braunen Zucker in eine Pfanne geben. Dann die Haselnüsse und nach Belieben in feine Ringe geschnitten Chileschote dazugeben und etwas bräunen lassen. Aus der Pfanne nehmen und erkalten lassen.

Jetzt das ganze in Gläschen (ich hier Whiskygläser) schichten. Unten die Tomaten. Dann den Hüttenkäse und Mangowürfel. Obenauf etwas von Haselnusscrunch streuen.

Dazu gab es vom neuen T65-Brot im Hintergrund (das Mehl natürlich von bongu.de).

Und jetzt:

Einfach genießen!

Das nächste Mal dann in etwas kleinere Gläser als Vorspeise oder Primo. Dann reicht die Menge locker für 4 Personen.

Buon appetito
Werner

Und obwohl ich es zwar blöd und unangebracht finde, es aber heutzutage leider sein muss, kennzeichne ich den Beitrag als:
UNBEZAHLTE WERBUNG

 

2017 – eine neue Herausforderung


Du hast es sicher schon bemerkt, in den letzten Wochen ist es hier etwas ruhiger gewesen. Das hat vielerlei Gründe. Einer ist sicher der Tatsache geschuldet, dass ich nicht die zwölfundreißigste Version von Spitzkohlgemüse oder eines Roggenmischbrotes bloggen möchte. Es kommt dazu, das die Anzahl der Lieblingsgerichte stetig steigt.  Und das Wort Lieblingsgericht beinhaltet ja, das möchte man öfter essen. So ergeben sich quasi automatisch immer weniger Möglichkeiten, Neues auszuprobieren. Was ich auch sehr schade finde.
Ja, ich gebe auch zu, der innere Antrieb hatte auch etwas gefehlt. Ich brauchte mal etwas Abstand. Da ich diesen Blog ja aus purer Spaß an der Freud betreibe und keinen kommerziellen Zwecken hinterher hechle, muss und will ich von innen heraus Lust an der Sache verspüren.
Und die habe ich jetzt, passend zum Jahreswechsel, wieder gefunden.
Es soll hier mit der Zeit eine neue Rubrik entstehen:

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Ein ganz einfaches Spiel.
Ich bekomme wahllos und ohne Plan sechs Zutaten auf die Küchentheke gelegt und es wird sofort los gekocht. (Nein, ich will mich nicht mit Stefan Henssler vergleichen.) Daraus sollen im Idealfall 2 Gerichte entstehen. Evtl. kann ich eine Zutat auswechseln und natürlich darf ich Basics und Gewürze hinzufügen.
Das ist überraschend, das macht Laune.

Man könnte es auch „Kochen, mal anders“ formulieren.
Die Gedankenspiele rund um die Zutaten zu einem geplanten Gericht im Vorfeld sind nicht mehr vorhanden. Es geht auf den Punkt los. Ich werde zwangsläufig meinen Horizont um neue Geschmackskombinationen erweitern und bin mir sicher, es wird nicht alles zu einer Leibspeise werden. Muss es ja auch nicht, der Spaß in der Küche steht im Vordergrund.

Und wie schon immer in den vielen Jahren meines Kochbloggerlebens, es gilt auch hier mein Motto: Vom Kochtopf auf den Teller und sofort ab auf den Tisch.
Die Kamera ist live zwischendrin dabei. Da wird nix extra arrangiert fürs Bild, dafür ist keine Zeit. Ich möchte warm essen. 😃

So und jetzt genug geschwafelt. Die Spiele mögen beginnen….

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Klappe, die Erste: 6 Zutaten – 2 Gerichte

Schwarzwurzel, Süßkartoffeln, Mango, Brokkoli, Kokosmilch und einen Riesengockel.

Und schon geht es los, Backofen vorheizen. Zufällig, also wirklich gaaaanz zufällig, hatte ich noch eine Baguettestange im Tiefkühler liegen. Die durfte als Ergänzung ein kurzes Hitzebad nehmen. Für den Gockel, das Wort Hähnchen würde dem armen Tier nicht gerecht werden, entschied ich mich spontan für das Zitronenhuhn nach Marcella Hazan. Die Vorbereitung dauert 5 Minuten. Heißt, Zitronen anstechen, im Inneren versenken, den Wamst zubinden, das Tierchen mit Salz einreiben und schon geht es ab ins, auf 180°C vorgeheizte Backrohr.

Jetzt war Zeit um sich der Vorspeise, dem Primo zu widmen. Schwarzwurzeln liebe ich zwar außerordentlich, aber in meiner Küche sind sie tatsächlich Neuland gewesen für mich. Und da ich den puren Geschmack erstmal im Vordergrund haben wollte, tauschte ich die Kokosmilch gegen etwas Sahne aus. Die Schwarzwurzeln wurden geschält und in Zitronenwasser gewässert bis zum Gebrauch. Aus den Süßkartoffeln sollten Chips werden. Also die Knollen in gleichmäßig dicke, aber etwas stärker als chipsdicke, Scheiben geschnitten, auf einem Backblech mit Salz, Pfeffer, geräuchertem Paprikapulver und Olivenöl vermischt und bei 200°C in den Backofen geschoben. Nach 10 Minuten einmal gewendet, weiter 10 Minuten gebrutzelt und dann waren sich auch schon fertig. In der Zwischenzeit die Schwarzwurzelstangen schräg in gleichmäßige Scheiben geschnitten, mit etwas Olivenöl angebraten, etwas Sahne hinzugeben und ein paar Minuten dünsten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Ganz einfach, nicht mehr als nötig.

Meine Vorspeise, der Primo

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Schwarzwurzel in leichte Sahnereduktion mit Sesam-Umami-Topping,
dazu Chips von der Süßkartoffel.

Das Huhn war nach ca 1,5 Stunden und zweimal wenden auch fertig. So konnte dann der Brokkoli kurz in Olivenöl angebraten werden. Nach ein paar Minuten Mangowürfeln und eine Knoblauchzehe in Scheiben geschnitten dazugeben und mit Salz und etwas Pfeffer abschmecken. Auch hier die Devise, möglichst puristisch.

Brokkoli und Mango in der Pfanne

Brokkoli und Mango in der Pfanne

das Zitronenhuhn nach Marcella Hazan

das Zitronenhuhn nach Marcella Hazan

Mein Hauptgericht, der Secondo

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Zitronenhuhn an Brokkoli-Mango-Gemüse aus der Pfanne,
dazu Baguette „Casamia“

Meine erste Herausforderung war gemeistert. OK, es kann exotischer oder wilder werden. Aber wie gesagt, der Spaß in der Küche steht im Vordergrund.
Und dabei wurde ich zu meiner 1. Aktion „6 Zutaten-2 Gerichte“ mit einem herrlichen Nachtisch belohnt.

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Kokosmilch mit Chiasamen, Himbeeren, Cashewmus mit Honig und Sahne. Obenauf Himbeeren und geröstete Kokosblättchen

Wenn ich immer solch‘ leckeren Dolce genießen darf, dann wird es viele meiner neuen Koch-Spaßaktionen geben. 😃

Und für das Archiv zum Schluß, selbstredend, dass der Gockel für eine halbe Kompanie gereicht hätte…

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Buon appetito
Werner

Skrei auf Blumenkohl-Marzipan


Das liest sich doch mal spannend, oder?

Skrei auf Blumenkohl-Marzipan-5

Blumenkohl und Marzipan, da muss man erstmal draufkommen. Die NDR-„DAS“-Köche hatten die Idee. Dort habe ich also die Idee her und für mich etwas abgeändert.
Und bei dieser Gelegenheit merkte ich, es gab schon lange kein Blumenkohl mehr. Wo der doch auch zu meinen Lieblingsgemüse zählt. Sieht man schließlich hier an den vielen Blogbeiträgen:

Risotto mit Blumenkohl

Saibling an Blumenkohl

Blumenkohlsalat mit Kümmel

Blumenkohl aus dem Backofen

Jetzt aber zu meinem heutigen Geschmacksbomber:

Kabeljau oder Skrei auf Blumenkohl mit Marzipan

Es fängt wie immer harmlos und mit Routinearbeiten an. Der Blumenkohl wird geputzt und in kleine Röschen geteilt.

Dann kommt er zusammen mit dem Marzipan und der Milch in einen Topf und darf weichköcheln. Dabei muss die Milch einkochen bzw. fast komplett verdampfen.

Skrei auf Blumenkohl-Marzipan
Dieser Brei wird dann im Standmixer oder mit dem Zauberstab fein püriert. Mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und noch etwas Olivenöl untergerührt. Warmstellen, denn das ist schon die ganze Hexerei.

Der Kabeljau, oder Skrei wie der Winterkabeljau auch genannt wird, wird auf der Hautseite leicht meliert. In der etwas geölten Pfanne bei mittlerer Hitze angebraten. Dann noch etwas Butter in die Pfanne, leicht schwenken und bei ca 90°C in den Backofen schieben bis er innen schön glasig ist.

In der Zwischenzeit wird eine Mango geschält, und ein paar schöne Würfelchen rausgeschnitten. Ebenfalls etwas Petersilienpesto mit noch etwas Olivenöl verdünnt.

Skrei auf Blumenkohl-Marzipan-2

Und schon geht es ans Anrichten!

Vorher aber noch schnell die Zutatenliste für 1 Person:

  • 200g Kabeljau mit Haut (Ich hatte nicht aufgepasst und es fehlte die Hälfte)
  • 200g Blumenkohl
  • 30g Marizpan
  • 250ml Milch
  • etwas Butter
  • Salz, Pfeffer
  • Petersilienpesto (geht auch jedes andere)
  • Mango

Zum Abrunden wurde der Fisch mit Roten Hawaiisalz und etwas Sesam-Umami bestreut. Uiuiuiuiui!!

Skrei auf Blumenkohl-Marzipan-4

Als Beilage gab es eine (dickere) Scheibe von meinem heute frisch gebackenen Weißbrot, das mit Ciabattamehl Tipo0 gebacken wurde. Schon das alleine ist der Burner.

Ciabattabrot-2

Zusammen mit meinem

Skrei auf Blumenkohl-Marzipan-Bett mit Mangowürfel und Petersilienpesto …. Boah!

Skrei auf Blumenkohl-Marzipan-3

Buon appetito
Werner

Birkenhainer – neue Brötchen


Den Namen für meine neuen Brötchen habe ich in Anlehnung an die alte Handelsstraße „Birkenhainer Landstraße“, die in Langenprozelten beginnend den Spessart in Ost-West-Richtung bis nach Hanau durchquert, gewählt. Wie die Spessarträuber, die hier früher als rauhe Gesellen unterwegs waren, sind meine „Weck“, wie man bei uns zu Brötchen sagt, typisch fränkisch: Kräftig im Geschmack, rustikal im Aussehen und natürlich MIT Kümmel.

Birkenhainer 1

Zutaten für 15 Weck a 85g:

Sauerteig:

  • 70g Weizenmehl 550
  • 70g Wasser
  • 15-20g Weizen-ASG

Alle Zutaten verkneten und ca 1 Tag bei 24-26°C zur Gare stellen.

für den Teig:

  • Sauerteig
  • 560g Weizenmehl 550
  • 160g Roggenmehl 1150
  • 12g Frischhefe
  • 15g Salz
  • 10g Backmalz
  • ca 15g Kümmel (für den fränkischen Geschmack)
  • 10g Schweineschmalz oder Olivenöl
  • 360g Wasser

Alle Zutaten 12 Minuten in der Maschine kneten und anschließend ca 30 Minuten abgedeckt gehen lassen.

Jetzt den Teig in 15 Stücke a 85g teilen. Gut rund wirken und ca 15 Minuten abgedeckt entspannen lassen.

Die Teiglinge nach Gefallen formen und wirken und ca 45 Minuten auf der Nahtseite wieder abgedeckt zur Gare stellen. Vor dem Backen umdrehen, mit einer scharfen Klinge einschneiden und mit Waser besprühen oder leicht bemehlen.

Im 240°C heißen Ofen (optimal auf einem Backstein) mit kräftigem Schwaden ca. 17-20 Minuten backen. Dabei nach der halben Backzeit den Ofen kurz öffnen um den Wasserdampf entweichen zu lassen.

Birkenhainer 2

Da wir Franken es bekanntlich deftig und kräftig mögen passt zu diesen Weck perfekt meine neue Frühstücksmarmelade die ich bei der Glasflüsterin gefunden habe. Noch besser schmeckt er mit Hausmacher Wurst oder Käse.

Mango-Orangen-Marmelade

Wie immer könnt ihr das Rezept für die“Birkenhainer“ in meinem Evernote-Rezeptbuch downloaden, bzw. das Rezeptbuch als Evernote-User abonnieren.
Oder natürlich für die Smartphone-Fans mit diesem QR-Code direkt auf das Rezept springen.

QR-Birkenhainer

Buon appetito
Werner