Genussesser beim Stammtisch in Würzburg


Neues Jahr, neue Location, ansonsten hat es angefangen wie es im letzten Jahr aufgehört hat. Nämlich mit sehr sehr gutem Essen, großen Platten voller liebevoll zubereiteten Köstlichkeiten und einem grundlegenden Problem. Das Problem: Trombini!
Warum aber auch schmecken die kleinen Stangen so gut? Und warum stellt sie uns der Cheffe immer wieder auf den Tisch? Wo er doch ganz genau weiß, dass wir alle süchtig danach sind ….

Aber der Reihe nach!
Wir sind sozusagen unserem Wirt in seine neue Location gefolgt. Für alle, die zukünftig von weiter zu unserem monatlichen Stammtisch anreisen, ist das sicher von Vorteil. Denn das neue Lokal liegt zentral in der Stadt und ist sogar zu Fuß gemütlich vom Bahnhof zu erlaufen.
Fast hätten wir einen neuen Stammtischbesucherrekord aufgestellt, aber durch Krankheit fielen kurzfristig noch ein paar Foodbloggerfreunde aus. So waren wir dieses Mal 5 Personen, die sich im La Rustica, unweit des Marktplatzes, kulinarisch verwöhnen ließen.

Der Stammtisch, der in diesem Jahr immer am 3.Freitag im Monat stattfinden soll, stand unter dem Motto: Fisch.

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Zum Start, als Antipasti oder Primo, gab es die erste Platte Köstlichkeiten.
In Reih’ und Glied lagen da für jeden von uns Schlemmermäuler eine gratinierte Jakobsmuschel. Alici, sozusagen die italienische Meefischli-Variante, sowie Carpaccio vom Thunfisch und vom Lachs.
Für mich das Highlight war die gratinierte Jakobsmuschel.
Dazu kam ein Korb voller Trombini, heiß und frisch, direkt aus dem großen Pizzaofen der nicht nur den Trombini, sondern auch uns durch seine Nähe einheizte.

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Nach einer kurzen Verschnaufpause, die neben netter Plauderei auch dazu genutzt wurde den Trombinikorb zu leeren und Nachschub zu ordern, ging es dann mit dem Secondo, der Hauptspeise weiter.

Auf der Platte in der Mitte des Tisches befanden sich: Calamari Diavolo, Südamerikanische Rotgarnelen, und dreierlei Fischfilet: Lachs, Rotbarsch und Adlerfisch.
Für mich völliges Neuland war das Adlerfischfilet. Noch nie von einem Adlerfisch gehört. Ich frage mich warum, das schmeckt hervorragend.

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Dazu gab es natürlich wieder eine gemischte Beilagenplatte vom Feinsten. Der Platz auf unserem Tisch wurde knapp.
Gratinierter Fenchel, Rosmarinkartoffeln und Spinat mit Parmesanspänen.

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Mein Favorit war hier der mit Käse überbackene Fenchel.
Einfach traumhaft!

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Und weil es der Patrone, Cheffe Enio ja gut mit uns meint und auch immer wieder Angst hat, dass jemand einen Hungerast bei ihm erleidet, gab es für jeden noch ein butterzart gebratenes Stück Kalbsmedallion in Rosmarinsauce dazu.

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Braucht es noch mehr um glücklich satt zuwerden?

JA!

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Einen Verdauungsumdrunk:

Dieses Mal ein Grappa di Barolo und der obligatorische Café.

Dann wurde mit der Dekoration gespielt und für gute Stimmung am Tisch gesorgt.

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So ging der erste Genussesserstammtisch Würzburg mit gutgelaunten, mehr als gesättigten Foodbloggerfreunden langsam zu Ende.

Und wenn du dich jetzt wunderst, warum die Fotos alle quadratisch sind?
Ganz einfach, Genussesser sind vermehrt auch bei Instagram anzutreffen.

Buon appetito
Werner

Gegrillt, gebacken …. Wochenende des Feuers


Ich war nicht ganz zufrieden mit den Temperaturen. Deshalb dachte ich mir, da hilfst du mal etwas nach an diesem Wochenende.

Konkrete Maßnahme, am Samstag wurde der Steinbackofen angezündet um die Openair-Pizzasaison 2014 zu starten.
Der Teig natürlich wie immer nach der Rezeptur von Jamie Oliver zubereitet. Für Frau C gab es dann natürlich die Lieblingspizza mit scharfer Salami.

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Für mich natürlich auch. 😃  Zusätzlich dann ein Fladen mit Thunfisch, Kapern, Sardellen und Roten Zwiebeln. Dazu ein guter Chianti. Perfetto!

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Wir hatten dann etwas Teig im Kühlschrank gebunkert, denn heute sollte der Steinbackofen schon wieder glühen. Aus dem restlichen Teig wurden dann ein paar Stangen geformt und mit einer Salz-Thymian-Chili-Mischung bestreut. So als kleiner Appetizer für den Start unseres Sonntagsessen.

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Anschließend, nach dem der Ofen dann von allem Feuer und der Glut befreit war, wurde Weißbrot nach einer Rezeptur von Schelli gebacken. Das Rezept habe ich fast 1:1 übernommen. Allerdings habe ich meine Teigreste die beim Ansatz meines Lievito Madre so übrigbleiben mit verbacken. Die Backtemperatur und die Backlänge wurde natürlich an meinen Steinofen angepasst.

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Das Brot für das Abendessen war damit auch gebacken.

Nur Steinbackofenfeuer ist dann aber auch langweilig und so wurde die Feuerstelle im Garten dann auch noch beheizt.
Salsicce, italienische Bratwürste mit Fenchel, von Vaddern handgemacht standen auf dem Plan.

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Dazu gab es einen mediterranen Nudelsalat mit Oliven, Kirschtomaten, roten Zwiebeln und Fetakäse und natürlich Weißbrot.

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So und jetzt, richtig gut gesättigt, überlegen wir uns dann was wir morgen denn essen wollen….

Buon appetito
Werner

Heute: Fenchel vom Hamster


Genauer gesagt:

Karamellisierter Fenchel mit Ziegenfrischkäse

von meiner Foodbloggerfreundin Sammelhamster.

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Ohne große Vorrede gibt es zu diesem Gericht nur ein Wort: Klasse!

Geschmacklich und optisch! 😃

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Habe ich zuviel versprochen?

Wenn nein, dann schaut euch das Rezept im Original an bei Frau Sammelhamster.

Zwei Änderung meinerseits. Es war mir nicht vergönnt einen Ziegenquark im näheren Umkreis meines Heimatortes zu erwerben. Deshalb habe ich als Ersatz Ziegenfrischkäse genommen. Den Dill habe ich komplett weggelassen, da das Fenchelgrün mehr als genug war.
Als Beilage gab es selbstgebackenes Toastbrot. Perfekt!

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Ja und da ich im Gegensatz zu Frau Sammelhamster den Fenchel schon lange zu meinen persönlichen Lieblingen zähle, musste mich dieses Gericht auch nicht auf den Geschmack bringen. Aber wer diesem Gemüse etwas reserviert gegenübersteht, für den meine Empfehlung: Unbedingt probieren!

Buon appetito
Werner

Salsiccia – Gracie Dirk


Gespräch mit meinem Vater, der außer Drechseln noch das Wurstmachen als Hobby hat, in der letzten Woche:

“Vater, du müsstest mir ein paar Würste machen.”
“Was für welche?”
Salsicce, hier ist das Rezept.”
“Bratwürste?”
“Salsicce!”
“Und da sollen so viele Gewürze in die Bratwürste?”
“Sind keine Bratwürste, sind Salsicce!”
“Das schmeckt doch nicht!”
“Mach sie einfach genau nach Rezept, dann reden wir weiter!”

Er hat sie gemacht und was soll ich sagen?

“Buonissimo! e Gracie Dirk.

Es gab also gestern von meinem Vater handgefertigte Salsiccia nach dem Rezept von Dirk und seinem tollen Blog: Cucina e passione.

Nachdem alle Zutaten zusammen waren und ich meinen Vater, wie eingangs geschrieben überzeugt hatte diese Art italienische Bratwürste zu machen, ging es gestern Nachmittag ans Werk. Da mein Vater in diesen Dingen recht routiniert ist, lies ich alleine werkeln. Ich gebe zu, dieses Fettgepansche ist nicht wirklich mein Ding.
Heraus kamen exakt 61 Würstchen, ääh Salsicce, a 15cm Länge.

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Klar, natürlich gab es da gestern Abend Salsiccia. Dazu italienische Kartoffeln vom Blech.

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Einfach fantastisch!
Als Variation werde ich das nächste Mal etwas Zimt mit in den Teig der Salsiccia einarbeiten lassen. Zudem werden ich nach toscanischem Brauch die Wurste längs halbieren und dann auf den Grill oder die Grillpfanne legen.

Wenn ihr einen Hobbymetzger kennt, bzw. selbst Wurstler seid, kann ich euch das Rezept nur empfehlen.

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Und der Ordnung halber muss ich erwähnen: Auch mein Wurstmacher war vom Geschmack überzeugt!

Buon Appetito
und einen erholsamen wenn auch verregneten 4.Adventssonntag

Werner