Aktion 6:2, die 4.


Ich weiß, es läuft sehr unregelmäßig hier zur Zeit. Aber das 1.0 Leben ist so prall ausgefüllt, da bleibt zum Bloggen wenig Zeit. Natürlich wird täglich gekocht. Oft ein Foto auf Instagram gepostet. Das geht schnell und braucht keine Zeit um sich Text dazu zu überlegen und nieder zuschreiben.
Jetzt aber, gestern war wieder eine Aktion 6:2 und die ist es schließlich wert, hier in meinem Foodblog verewigt zu werden.
Als Leser meines Blogs kennst du die Aktion. Wenn du neu bist, dann schau mal hier bei der ersten Ausgabe nach: Aktion 6:2

Was stand also alles zur Verfügung:

  • Seelachsfilet
  • Filoteig
  • Spargel
  • Rosenwasser
  • Schafskäse
  • Bulgur

Spannende Sache. Dazu kommt natürlich, dass die Kräuter im Garten in voller Blüte stehen und direkt danach schreien, das tägliche Essen aufzuwerten.

Nach etwas längerem Überlegen, Wer und Was mit Wem, kam folgendes heraus:

Die Vorspeise:

Spargel aus der Pfanne, dazu Bulger mit Gemüse und Schafskäseeinlage

Spargel aus der Pfanne, ein Klassiker in meiner Küche. Der Spargel wird in Stücke geschnitten und in Olivenöl bissfest angebraten. Dann mit Salz, Pfeffer und Zucker gewürzt und etwas Estragon dazu. Noch mit etwas Creme di Balsamico verfeinert. Fertig.
Bulgur, für mich was Neues. Das klingt so gesund, so nach Veggie. Aber wat mut, dat mut.
Ich halte mich mal sicherheitshalber an die Packungsbeilage. Bulgur mit kochenden Wasser aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen. (Hätten auch 5 Minuten mehr sein können) Zur Verfeinerung kommen noch Paprika- und Zwiebelwürfelchen, Raddicchio und Schafskäse mit dazu.

Spargel, klar, geschmacklich perfekt. Der Bulgur, naja. Zur Überraschung stellten wir aber fest, dass die Kombination Spargel mit unserem Bulgur verdammt lecker war. Definitiv eine Variation für die nächste Spargelsaison.

Zwischendurch sah es schon mal etwas chaotisch aus….

Weiter zur Hauptspeise:

Seelachsfilet mit Kräuter im Filomantel

Das Seelachsfilet in Portionen geschnitten. Dann zwei, mit Olivenöl bepinselte Filoteigblätter übereinander gelegt, das gesalzene und gepfefferte Fischstück draufgelegt und ordentlich mit der Kräuter-Zwiebel-Mischung bestreut. Die bestand aus Salbei, Rosmarin, Thymian, Muskatsalbei, Petersilie, Zitronenmelisse und Zwiebelwürfelchen. Den Filoteig von allen Seiten zu einem Päckchen einschlagen und mit Olivenöl bestreichen. Im Rohr für ca 20 Minuten bei 190°C backen.

Ist jetzt wahrscheinlich keine neue Erfindung, aber uns schmeckte es hervorragend.

Zum Abschluss eine schnelle Nachspeise:

Erdbeere-Yoghurt-Träumchen im Glas

Wieder mal schnell im Garten bedient und ein paar Erdbeeren gepflückt. Dazu kam, dass ich am Wochenende einen Obstboden gebacken habe,  der mir nicht so richtig gelungen ist. Manchmal spielt der Zufall richtig mit. Der Boden war zu saftig, bzw. Ich hätte ihn 5 Minuten länger backen lassen müssen. So klebte er auf der Kuchenplatte fest. Ich habe einen neuen gebacken, den alten zerbröselt und die Brösel mal stehen lassen. Und die fanden hier die perfekte Verwendung. Die Kuchenstücke wurden mit Schokoraspel und dem Rosenwasser etwas aufgepeppt. Dann in einen kleinen Ring gegeben, ein paar halbierte Erdbeeren obenauf und mit einer Creme aus (selbstgemachten)Yoghurt, aufgeschlagener Sahne und Vanillezucker aufgefüllt. Die Zeit bis Vor- und Nachspeise vertilgt war reichte aus, damit die Creme im Kühlschrank fest wurde und einen Stand bekam.

Geschmackliches Urteil: Gibt es nix zu meckern. (Hohes Lob eines Franken)  😃

Buon appetito
Werner

 

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Aktion 6:2, Nummero 3


Es geht weiter mit 6:2

Wem das nix sagt, der schaut einfach mal hier: Neues Spiel …

Dieses mal wurde ich unteranderem mit einer Stange Meerrettich überrascht. Puuh, das kostet Überwindung. Aber nehme es vorweg, ich habe es geschafft.
Außerdem standen bereit:

  • Falsches Filet vom Rind
  • Serranoschinken
  • Avocado
  • Wirsing
  • Schafskäse
  • Meerrettich

Bevor es los ging, natürlich erst eine kleine Stärkung um das Hirn locker zumachen.

Ramazzotti-Aperitivo – geht immer! 😃

Dann brauchte es etwas Überredungskunst, um mich davon zu überzeugen, einen Braten zumachen. Meine Intervention, das kein klassisches Gemüse für eine Soße vorrätig war, half nichts. Brav wie ich bin …. es gab Braten.

Neben dem Rinderbraten, der in einem Bad aus eingeweckter Toscanatomatensauce brutzeln durften und dazu eine Meerrettichhaub verpasst bekam, entschied ich mich noch für Schinkenröllchen mit Wirsing und Feta als Vorspeise.

Die Nachspeise sollte eine Überraschung werden.

Auf ans Werk, Wirsing musste blanchiert werden, Käse geschnitten, Meerrettich gehobelt.

Der Braten komm schnell ins Rohr, denn die Zeit war knapp, wir wollten ja nicht erst um Mitternacht essen.

Dann ging es schon mit der Vorspeise los:

Röllchen vom Serranoschinken mit Wirsingblatt und Schafskäse

… in der Vorbereitung sieht das dann so aus:

Der Teller wird angerichtet

Guter Menüstart! 😃

Nach 2 Stunden war der Braten soweit. Die Kruste aus geriebenen Meerrettich, Semmelbrösel und Olivenöl war auch hübsch gebräunt.

Rinderbraten mit Meerrettichhaube an Tomatensauce mit Reis

OK, dem Fleisch hätte man noch eine halbe Stunden Zeit im Rohr geben können. Aber zusammen mit der eingeköchelten Tomatensauce habe ich sogar den Meerrettich überlebt. 😃

Soll erfüllt und geschmeckt hat es auch. Und zwar richtig fein! 😃

Meine Überraschung heute fürs Dessert, es gab frisch zubereitetes Haselnusseis. Wir erinnerten uns an unser Kokosmehldesaster vom letzten Mal und entschieden uns kurzfristig diesem Teufelszeug noch eine Chance zu geben. Und zwar in Form von Panade an Apfelringen.

Haselnusseis auf Kokos-Apfelring

Frisch geklöppeltes Haselnusseis auf einem Kokos-Apfelring

Dazu gab es ein Haselnusseis die meine neue Hausfreundin, die auf den Namen Emma hört, ganz alleine zubereitete. Mein Freund Schelli hat mich vor ein paar Wochen mit einem Haselextrakt so angefixt, dass ich mir doch sofort eine anständige Kompressor-Eismaschine zulegen musste. Und nach dem ersten Eis kann ich jetzt schon sagen: ich mag meine neue Freundin ganz extrem gut leiden. 😃

im Hintergrund EMMA, meine neue Lieblingsmaschine in der Küche

Es war wieder spannend und hat Spaß gemacht. Ich freue mich schon auf die nächste Aktion 6:2

Ach ja: Wer jetzt die Avocado vermisst. Die war schlecht, was uns beim teilen der Frucht auffiel. Ärgerlich!

Buon appetito
Werner

6:2 – Klappe, die 2.


Auf ein Neues.
Das Spiel nennt sich 6:2. Heißt, aus 6 spontanen, mir unbekannten Zutaten müssen 2 Gerichte geköchelt werden. Die erste Aktion kannst du übrigens hier nachlesen: 6:2, die Erste

Uiuiui, das war mal knifflig.

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Da gab es unter anderem dieses Kokosmehl. Nie gesehen, nie gehört davon. Auf der Packung ist zu lesen: glutenfrei, kann als Mehlersatz verwendet werden. Irgendwie schwirrte das Wort „Pasta“ im Raum herum. Also fasste ich den Entschluss, zu den Kalbsmedaillons frische Pasta zu machen. Es kam anders, ganz anders….

Vorher aber einen Aperitivo

Martini - geht immer 😃

Martini – geht immer 😃

Was hatte ich zur Verfügung?

  • Kokosmehl
  • Kalbsmedaillons
  • Cashewkerne
  • Babyananas
  • Lauch
  • Grüner Spargel

Aus dem Kokosmehl sollten also Pasta gebastelt werden. siegessicher nahm ich meinen Foodprocessor, gab 200g Kokosmehl und 2 Eier hinein. Hm, es wollte kein Teig werden. Also Wasser nachschütten. Kein Erfolg. Dann eben mit Weizenmehl nachhelfen. Keine Chance, kein Pastateig in Sicht. Der Teig erinnerte in seiner Konsistenz etwas an Krokettenteig. OK, Planänderung, dann gibt es eben Kokoskroketten. Dazu würze ich noch etwas mit Salz und Pfeffer, sowie ein paar Berberitzen und einem Schuss Olivenöl nach.
Hätte ich mal gleich bei Herrn Google nachgefragt ….

Weiter geht es mit der Vorspeise. Kein Risiko. Lauchringe werden leicht angedünstet, dazu Ananasstücke im Topf etwas anbraten. Etwas Creme Fraiche und Gemüsebrühe dazu und mit Salz und etwas Zucker abschmecken. Zum Glück hatte ich am Nachmittag ein Pain d’Epi gebacken. Passt perfekt.

nicht fotogen - aber gut als Menüstart

nicht fotogen – aber gut als Menüstart

Während die Kokosnocken in Butterschmalz vor sich hin brutzeln werden die Kalbsmedaillons zart gebraten. Dazu kommen noch die Spargelstangen in die Pfanne. Diese werden zwischendurch gesalzen und gezuckert und kurz vor Schluß mit etwas Balsamico beträufelt.

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Und so sieht dann die Hauptspeise aus:

Kalbsmedaillons an grünem Spargel mit ausgebratenen Kokosnocken und Cashewkernen.

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Kalbsmedaillons und Spargel waren sehr fein. An den Kokosmehlkroketten muss noch etwas gearbeitet werden, falls es das noch einmal auf den Teller schafft.

Als versöhnlichen Menüabschluss gab es noch ein Gläschen Creme.

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Auch hier für mich etwas ganz neues:
Pomelone auf einer Creme aus Mascarpone, Sahne, karamellisierter Zucker, Francelico (Likör) und Haselnußextrakt mit einem Häubchen aus Sahne und Espresso.
Nehme ich gerne wieder!

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Und ich bin schon auf die nächste Herausforderung genannt. Du auch?

Buon appetito

Werner