Schnelles “gesundes” Tiramisu


Tiramisu – schon alleine wenn der Name über die Lippen rollt, merkt man wie Bauch- und Hüftumfang wachsen.

Dagegen muss etwas getan werden. Zudem soll es schnell gehen. Sozusagen, frisch gemacht und schon auf dem Tisch.

Geht nicht? – Gibt’s nicht!

Schnelles “gesundes” Tiramisu

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Man nehme so fern man hat, Löffelbiskuit. Da von meinen vier Apostelkuchen noch ein Apostel übrig war und die ja eh etwas dunkel geraten sind, wurde dieser kurzerhand dazu verwendet. Das Äußere, Dunkle habe ich weggeschnitten und den Rest in längliche Streifen von ca 2 x 2 cm Stärke. Wie gesagt, hier nimmt man normalerweise Löffelbiskuit.

Joghurt, Magerquark, Vanillesirup und Puderzucker werden gut verrührt. Die Mandeln grob gehackt.

Soweit die Vorbereitungen.

Wenn es an der Zeit ist, den Nachtisch zu servieren, wird starker Espresso aus der Maschine gelassen, mit Honig und Kaffeelikör oder Rum vermischt.
Die Löffelbiskuit oder in meinem Fall die Apostelkuchenstreifen auf den Teller legen und mit der Kaffeemischung beträufeln. Ein oder zwei Esslöffel der Quark-Joghurt-Creme darüber und die gehackte Mandeln obenauf. Wer will streut noch etwas Kaffeepulver darüber.

Fertig! Dauert keine 5 Minuten.

Schnelles_Tiramisu-2

 

Zutaten für 2 Personen:

  • 80g Magerquark
  • 70g Joghurt
  • 2 EL Vanillesirup (selbstangesetzt)
  • 1 EL Puderzucker
  • 6 Löffelbiskuit (oder Reste von trockenen Kuchen)
  • 10 Mandel
  • 50ml heißer Espresso
  • 1 EL Honig
  • 1 EL Kaffeelikör oder Rum
  • etwas Kaffeepulver

 

Vorher gab es natürlich etwas Feines um den Magen in Stimmung zu bringen:

Tortelloni mit Pulled Pork-Füllung auf Tomatensauce mit Pecorino

Pulled_Pork-Tortelloni-1

Pulled_Pork-Tortelloni-3

Pulled_Pork-Tortelloni-2

Ach ja. Sollte die Frage aufkommen, ob es geschmeckt hat?

Schnelles_Tiramisu-3Buon appetito
Werner

 

 

Passend zum Karfreitag – Apostelkuchen


Ich könnte mich ärgern …. Es sollten schöne, goldgelbe Apostelkuchen geben. Sollte!
Ich habe aber meinen Ofen und die Uhr für einen Moment außer Acht gelassen, das haben mir die Gebäckstücke nicht verziehen. So gab es heute eben Mohren-Apostelkuchen. (Und das mir jetzt niemand mit politischer Korrektheit kommt …. ) ;)

Schmecken tun sie hervorragend, sind halt leider etwas dunkel.

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Das Rezept zu den Apostelkuchen stammt von Martin Schönleben, dem blogenden Konditormeister aus Puchheim. Auf seinem Blog Einfach ein schönes Leben hat er viele traditionelle bayerische Gebäcke gesammelt.
Von ihm stammt auch das Büchlein über die Minitörtchen aus denen diese Schokomoussetörtchen stammen.
Diese Apostelkuchen habe ich schon im letzten Jahr zu Ostern gebacken und war begeistert.

Apostelkuchen-2

Zutaten für 4 Apostel

  • 500 g Weizenmehl
  • 30 g Hefe
  • 50 g Zucker
  • 50 g Butter
  • 7 g Salz
  • 200 g Milch
  • 80 g Eigelb (4 Stück)
  • 50 g Vollei (1 Stück)
  • geriebene Zitroneschale
  • 180 g Rosinen
  • 60 g Mandelsplitter (original: Pinienkerne geröstet)
  • Butter
  • Zucker

Zubereitung:

Die Zutaten außer Rosinen und Mandelsplitter zu einem glatten Teig verkneten. Dann Rosinen und Mandeln kurz unterkneten. Den Teig dann für ca 20 Minuten ruhen lassen.

Dann wird der Teig geviertelt. Jedes Viertel dann noch einmal dritteln. Jetzt wird aus 2 Teilen eine große Kugel geformt, platt gedrückt und auf ein Blech gelegt. Aus jeweils einem Teil eine kleine Kugel formen und auf die Teigscheibe legen. So werden daraus 4 “Hüte”.

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Das Blech wird dann abgedeckt und warm zur Gare gestellt bis die Teigteile ihr Volumen mindestens verdoppelt haben.

Bei 160°C Umluft dann für ca 25 Minuten gebacken. Vielleicht vorsichtshalber öfter danach schauen als ich …. ;)

Als Finish mit flüssiger Butter einstreichen und nach Belieben mit Zucker bestreuen.

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Und wie die Apostelkuchen in “Perfekt” ausschauen, da schaut ihr mal bei Meister Schönleben nach.

Ich gehe jetzt einen Cappuccino bei herrlichem Sonnenschein trinken. Natürlich mit einem Apostel!

Buon appetito
Werner

Quark-Schoko-Häppchen


Gesehen und sofort Speichelfluss bekommen. Kennst du das?

So ging es mir bei diesen Gebäckteilchen von Ann-Katrin. sie hat auf ihrem Blog “Penne im Topf” vor ein paar Wochen Quarktäschchen gebloggt. Genau das Richtige heute an diesem Vorfrühlingstag.

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Ruck-Zuck gemacht. Innerhalb von 2 Stunden stehen diese süßen Teilchen auf dem Kaffeetisch.

Rezept:

  • 250g kalte Butter
  • 250g Quark
  • 250g Mehl 405
  • 1 Prise Salz

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Quark-Schoko-Haeppchen-2

Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und für 1 Stunde in Frischhaltefolie in den Kühlschrank stellen.

Dann den Teig ca 1/2 cm stark ausrollen und Kreise ausstechen. Größe je nach Wunsch. Meine hatten 8 cm Durchmesser. Jeweils einen Klecks Nutella daraufgeben und einklappen. Die Naht gut festdrücken. Ich habe die Nutellakleckse teilweise etwas zu groß gemacht. Also lieber etwas weniger nehmen, sonst platzen die Taschen zu stark auf.
Mit etwas Eigelb bestreichen und für ca 25 Minuten im auf 175° vorgeheizten Ofen backen.

Quark-Schoko-Haeppchen-4

 

Und ich gehe jetzt einen Cappuccino trinken…..

Buon appetito
Werner

Olivenöl-Pinienkerne-Batzli oder Toskanische Plätzchen


Hochdeutsch gesagt:

Olivenöl-Pinienkerne-Plätzchen oder kurz: Viallini

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Also echte toskanische Biscotti. Im Original ist das Rezept von der Fattoria La Vialla. Die Freunde der Fattoria kennen die Plätzchen unter dem Namen Viallini.

Ich habe das Rezept etwas an meinen Geschmack angepasst. Habe gegenüber dem Original etwas Zitronenabrieb für die Frische dazugegeben und die Pinienkernmenge halb durch Mandelsplitter ersetzt, um etwas mehr Crunch in die kleinen Batzli (fränkisch) zu bringen.

Den besonderen Geschmack erhalten die Plätzchen aber durch das Verwenden eines guten, schmackhaften Olivenöls und der Beigabe von Vin Santo.

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Meine Rezeptur für ca 3 Backbleche:

  • 500g Weizenmehl 405
  • 200g Zucker
  • 100g Pinienkerne
  • 100g Mandelsplitter
  • 200g Rosinen
  • 150ml Olivenöl
  • 150ml Vin Santo
  • 1/2 Päckchen Trockenhefe
  • etwas Zitronenabrieb
  • 1 Prise Salz
  • Puderzucker zum Bestreuen

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Zubereitung:

Vorab werden die Rosinen für ein paar Minuten in heißes Wasser eingelegt, dann etwas abgetrocknet und in etwas Mehl gewendet.

Das Mehl sieben, mit dem Zucker und einer Prise Salz in die Rührschüssel geben. Maschine auf langsame Stufe stellen und bei laufender Maschine der Reihe nach den Vin Santo, Olivenöl, Pinienkerne und Mandelsplitter,  Rosinen und zum Schluss Trockenhefe und Zitronenabrieb dazugeben. Kurz zu einer homogenen Masse verkneten lassen.

Jetzt mit den Fingern kleine Stücke abreißen und auf einem, mit Backpapier ausgelegten, Backblech kleine Häufchen setzen.

Im vorgewärmten Backofen für ca 18-20 Minuten bei 160°C backen.

Auf ein Gitter legen, kurz abkühlen lassen und noch gut lauwarm mit Puderzucker bestreuen.

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Die Batzli halten sich in einer Tüte luftdicht verpackt einige Wochen. Sofern sie es tatsächlich bis in die Tüte schaffen ….

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Buon appetito
Werner

 

 

Italienischer Orangenkuchen aus dem Cilento


Genau gesagt:

Orangenkuchen aus dem wunderbaren Buch “The Cilento Cookbook Experience” das ich von Sophia bekommen habe.

Torta di arance da casa mia

Orangenkuchen-2

Rezept dazu?

Leicht von mir angepasst benötigt man für meine Version:

  • 2 Bio-Orangen
    (bei mir die letzten Früchte der 2.Lieferung meiner sizilianischen Direktimporte)
  • Saft und Zesten von 1/2 Zitrone
  • 6 Eier
  • 450g Zucker
  • 400g Mehl 405
  • 240ml Olivenöl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • Zesten von einer Orange
  • etwas fein gehackter Rosmarin

Zubereitung:

Eier und Zucker schaumig rühren.

Währenddessen die Zesten von einer Orange und der Zitrone abschaben, dann beide Orangen schälen und mit dem Zauberstab kleinhäckseln. Den Zitronensaft dazugeben.

Jetzt das Mehl, Zesten und Rosmarin, Orangenmus und Olivenöl unter die Eier-Zuckermischung rühren.

Zum Schluss das Backpulver kurz unterrühren und den Teig in eine gefettete Backform geben. Ich habe hier meine Tarteform mit 32cm Durchmesser genommen. Die perfekte Größe.

Den Kuchen für 50 Minuten bei 170-175°C backen. Stäbchenprobe!

Sobald er erkaltet ist aus der Form lösen und mit Puderzucker bestreuen.

Dann gilt: Einfach nur noch genießen!

Orangenkuchen

Buon appetito
Werner

 

 

Piccola Torta di mele oder Apfel-Quark-Häppchen


Was macht man, wenn der Nachmittagscappuccino ansteht, man Hunger auf etwas Süßes hat und nichts im Vorrat ist?
Ganz einfach: Man backt sich auf die Schnelle leckere

Piccola Torta di mele

auf gut deutsch: Kleine Apfel-Quark-Häppchen

Piccola-Torta-di-mele 1

Mit Zutaten, die ich immer im Haus habe, sind sie schnell gemacht. Am aufwändigsten ist noch das Apfel schälen und kleinschneiden.

Was braucht es für 12-15 Häppchen

  • 250g Magerquark
  • 80 ml Rapsöl (Sonnenblumenöl)
  • 1 Ei
  • 80g Zucker
  • 2 EL Vanillezucker
  • 300g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 40g Weichweizengrieß
  • 3-4 Äpfel, kleingeschnitten oder gewürfelt
  • Nach Lust und Laune:
    Zimt, Vanille, Rum, Amaretto, oder oder oder

Piccola-Torta-di-mele 2

Zuerst wird der Backofen auf 180°C Umluft vorgeheizt.

Während man aus den Zutaten die Maschine einen Teig kneten lässt, werden die Äpfel geschält und in dünne Scheiben oder kleine Würfel geschnitten.

Dann die Apfelstücke zum Teig geben und kurz unterrühren. Jetzt je nach Geschmack und Laune noch etwas Zimt, gemahlene Vanilleschote, ein Schuss Rum oder Amaretto dazu geben. Auch eine Handvoll Rosinen sind prima dazu.

Mit einem Löffel werden auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech kleine Haufen gegeben. Je nach gewünschter Größe sollten es 12-16 Teighäufchen werden. Bei mir waren es heute auf 2 Bleche verteilt 12 größere Batzen.

Die Bleche in den Ofen schieben und bei Umluft ca 25 Minuten backen. Dann herausnehmen, mit Puderzucker bestreuen und auf einem Rost etwas abkühlen lassen.

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Piccola-Torta-di-mele 4

In 1 Stunde stehen leckere, kleine und saftige Apfel-Quark-Häppchen auf dem Tisch.

Und wer ein Apfelkuchenliebhaber ist, für den sind meine beiden italienischen  Torta di mele (die Rezepte sind im Podcast versteckt) bestimmt auch etwas.

Buon appetito
Werner

 

Olivenstangenweißbrot


Zum Jahresanfang habe ich heute mal wieder etwas gebastelt und improvisiert. Weißbrot sollte es geben. Und es gab dann:

Stangenweißbrot mit Oliven

Olivenstangenweissbrot

Was habe ich gemacht:

Gestern Abend wurde Weizensauerteig angestellt und über Nacht bei 27°C zur Gare gestellt.

  • 200g Weizenmehl T80
  • 200g Wasser
  • 20g ASG (Weizensauerteig)

Heute Morgen dann wurde der Teig geknetet:

  • 420g Weizensauerteig
  • 400g Manitobamehl
  • 400g Dinkelmehl 630
  • 100g Roggenmehl 1150
  • 100g Dinkelvollkornkmehl
  • 520g Wasser
  • 17g Hefe
  • 23g Salz
  • 100g schwarze Oliven

Alle Zutaten bis auf die Oliven wurde in meiner Manzteigmaschine auf langsamer Stufe für 15 Minuten geknetet. Dann die Oliven dazu und kurz untergeknetet. Der Teig durfte dann für 30 Minuten bei 27°C ruhen.

Anschließend wurde er in 4 Teile geteilt und zu Kugeln geformt. Abgedeckt dann noch einmal Teigruhe für gute 30 Minuten.

Danach die Kugeln zu länglichen Stangen geformt. Zwei wanderten abgedeckt in den Kühlschrank. Die beiden anderen durften noch einmal 30 Minuten entspannen. Dann mit Mehl bestreut, eingeschnitten und bei 230°C auf Stein mit reichlich Wasserdampf abgebacken. Die Backdauer betrug ungefähr 25 Minuten. Das weiß ich nicht so genau, da ich auf Sicht backe.
In der  Zwischenzeit, während die beiden ersten Brote im Ofen waren, wurden die anderen beide aus dem Kühlschrank geholt. Kurz vor dem Einschießen dann ebenfalls bemehlt und eingeschnitten. Anschließend auch mit Wasserdampf abgebacken.

Olivenstangenweißbrot 3

Olivenstangenweißbrot 4

Optisch echt der Hammer und geschmacklich absolut überzeugend.

Olivenstangenweißbrot 1

Olivenstangenweissbrot-Anschnitt

 

Und zum Nachmittagscappuccino gab es Franzbrötchen mit Marzipaneinlage.

Marzipan-Franzbroetchen 2

Marzipan-Franzbroetchen 1

Der Marzipangeschmack im Fränzchen hat was, das habe ich noch aus meinem Besuch in Wyk auf Föhr in Erinnerung. War mir aber in meinem Backwerk etwas zu üppig. Da muss ich mit der Menge noch etwas experimentieren.

Buon appetito
Werner