Tortelloni mit Silvesterfüllung


Silvester in Nudeln?

Ganz einfach: Man knete aus Hartweizenmehl einen Pastateig, forme daraus Tortelloni und verwende für die Füllung Reste des an Silvester zubereiteten Pulled Pork.

Pulled Pork Tortelloni

Herrlich schmackhaft!
Um das Ganze abzurunden wurde etwas Bratensoße, die auch im Tiefkühler schlummerte, mit etwas Rosmarinbutter aufmontiert und über die Tortelloni geträufelt.

PP-Tortelloni 6

Von Vorne: 

Aus 400g Hartweizenmehl, 4 Eiern, 2 TL Salz und einem Spritzer Öl wurde ein Pastateig geknetet und für 2 Stunden zur Ruhe gestellt. In der Zwischenzeit kam eine Portion des Silvester-Pulled Pork in die Moulinette und wurde fein gehackt. Dazu kam ein Ei und 1 EL geriebener Parmesankäse. Alles wurde miteinander vermischt damit das Fleisch eine schöne Bindung bekam.

Jetzt auf altbekannter Weise mit der Nudelmaschine den Pastateig ausrollen, in Quadrate von 9cm Kantenlänge schneiden, jeweils einen guten TL der Fleischmasse in die Mitte und zu Tortelloni formen.

PP-Tortelloni 2

Die frischen Tortelloni brauchen im Salzwasser nur ein paar Minuten bis sie gar gekocht sind.

Während meine ausgewachsenen Tortellini im Wasser garten, wurde die Soße erhitzt und mit Rosmarinbutter verrührt.

Anrichten, mit Parmesan bestreuen und einfach nur: Genießen!

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Und das Schöne am Basteln von gefüllter Pasta ist immer, es bleiben genug Teigreste übrig. Dieses Mal gab oder gibt es dünne Bandnudeln.

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Die Idee dazu kam mir übrigens beim Schmökern bei Locatelli.
Er verwendet dort für seine Tortelloni Kalbshaxenfleisch.

PP-Tortelloni-

Jetzt aber erstmal:

Tortelloni mit Silvesterfüllung

PP-Tortelloni 8

PP-Tortelloni 7

Buon appetito
Werner

 

Pulled Pork an Silvester


Endlich war es auch bei mir soweit!
Gerade noch rechtzeitig, kurz vor dem Jahreswechsel wurde endlich der erste Pulled Pork im Backofen zubereitet. Nachdem quer durch alle Social Media Kanäle davon geschwärmt wurde, musste ich mir ja selbst ein Urteil bilden.
Ja, das ist tatsächlich etwas Feines!
Allerdings habe ich solch’ zartgebratenes Fleisch schon vor ‘zig Jahren in meiner damaligen Stammgaststätte bekommen. Dort gab es jeden ersten Samstag im Monat “Bergbauernbraten”. Ein ganzer Schweineschenkel, der zwar etwas anders nur mit Salz und Knoblauch gespickt gewürzt war, der mit dem Wagen vom Koch und Chef von Tisch zu Tisch gefahren wurde und man dann eine dünne Scheibe davon frisch und direkt auf den Teller geschnitten bekam. Dazu gab es seinerzeit frisches Bauernbrot.
Das Fleisch war ähnlich zart wie jetzt der Pulled Pork. Und wenn man dann etwas von den Resten die beim schneiden des Fleisches abfallen bekam, dann war das Pulled Pork in Vollendung.

Jetzt aber zu meiner “Silvester Pulled Pork Premiere”

Pulled_Pork 7
Vom Metzger meines Vertrauens habe ich einen wunderschönen Schweinenacken mit gut 2 kg bekommen, den ich dann im Laufe des Silvestertages zu einem Pulled Pork, wie sagt man da jetzt: veredelte.

Pulled_Pork 1

Bei der Rezeptur orientierte ich mich bei Stevan Paul “Auf die Hand”. Das heißt, den Rub zum Einreiben des Fleisches habe ich nach ihm gemischt.

  • 1 EL Salz
  • 1 TL Selleriesalz
  • 1 EL Zucker
  • 1 ZL Pfeffer
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 2 EL Paprikapulver

wurden gemischt. Der Schweinenacken mit einem Gemisch aus 2 EL Apfelsaft und 2 EL Olivenöl eingepinselt und die Hälfte der Gewürzmischung darauf verteilt. So durfte er eine gute Stunde ruhen.

Pulled_Pork 2

Dann wurde der Rest des Rubs darauf verteilt. Jetzt durfte das Fleisch bei 110° Grad für insgesamt 8 Stunden in den Backofen. Dafür wurde es im Bräter auf ein Rost gelegt und dazu 100ml Whiskey in den Bräter gegeben und Deckel drauf.

Jetzt brauchte es einfach Geduld und Ausdauer. Nur nicht die Temperatur hochschalten.

Gut Ding braucht eben Weil’!

Nach diesen 8 Stunden hatte das Fleisch eine Kerntemperatur von 87°C. Jetzt den Ofen zurück auf 50°C geschaltet und das Fleisch für 45 Minuten ruhen lassen.
So kam es dann aus der Röhre.

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Dann kam das eigentlich Typische für das Pulled Pork. Das Fleisch wird mit der Gabel zerrissen. Daher ja auch der Name!

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Das zerrupfte Fleisch, das fantastisch zart und saftig war, wurde dann zum Warmhalten bei 70°C im Backofen deponiert.

Für die Sauce habe ich auf ein Fertigprodukt zurückgegriffen das aus meinem Goodie-Bag vom “BlogYourFood-Workshop” in Frankfurt stammte.

Pulled_Pork 6
Mehr oder weniger wurde dann wie beim klassischen Hamburger geschichtet. Auf den Hamburger Buns, natürlich selbstgebackene, kamen Stücke von Eisbergsalat. Darauf vom zerrupften Schweinefleisch und darüber die Sauce, eine Mango-Grillsauce.
Dazu gab es Weißkrautsalat mit Essig und Öl, klassisch angemacht.

Pulled_Pork 8

auch auf einem "normalen" Brötchen - sehr lecker!

auch auf einem “normalen” Brötchen – sehr lecker!

Mein Pulled Pork Burger war definitiv eines Silvesteressens würdig. Mit dieser Unterlage konnte das Neue Jahr standesmäßig begrüßt werden.

Pulled_Pork 10

Passend zum Silvester-Pulled Pork wünsche ich Dir mit diesem Glücksschweinchen alles Gute für das Jahr 2015 und freue mich, wenn du mich hier auf meinem Blog “Cucina e Piu – Küche und mehr” wieder durch das Jahr begleitest.

Buon appetito
Werner

Pasteis de Nata, Focaccia, Holländische Brötchen, Roggenmischbrot und ein Abendessen


Wie man aus der Blogüberschrift schon erkennen kann, war heute wieder Großbacktag in der Piccola Panetteria. Was soll man auch anderes treiben bei diesem jämmerlichen Wetter. Ich will mich ja nicht beschweren, es könnte schlimmer sein. Aber ein paar Sonnenstrahlen zwischendurch wären schon nicht schlecht gewesen.
Hähnchenbrust-Backpapier 1

So habe ich mich in meine kleine Piccoli Panetteria verkrochen. Nur zum Heizen des Steinbackofens bin ich dann mal schnell an die frische Luft gekommen, denn das ist immer das Startritual eines Backtages.

Allerseelen-Brot 1

Zuerst wurden heute die Brotvorräte mit meinem Standardbrot aufgefüllt. Roggenmischbrot “Casa mia”. Hach, wenn das frisch aus dem Steinofen kommt, so fantastisch duftet und knistert, ich könnte mich jedes Mal mittenhineinsetzen. :)

Roggenmischbrot “Casa mia”

Allerseelen-Brot 2

Allerseelen-Brot 3

Allerseelen-Brot 4

Hollandbrötchen

Gestern hatte ich neben dem Sauerteig für das Brot auch noch Vorteige für Brötchen und Foccacia angesetzt. So gab es heute dann Windmühlenbrötchen von Lutz. Die hatte ich schon ewig nicht mehr gebacken und standen schon lange auf der ToDo-Liste. Und weil es in Holland bekanntlich viele Windmühle gibt, nenne ich sie jetzt einfach mal “Holländische Brötchen”. Das Formen ist etwas Tricky und zeitaufwändig, aber das Ergebnis lässt darüber hinwegsehen.

Allerseelen-Windmuehlen 2

aus ganz harmlosen normalen Teiglingen werden Windmühlenbrötchen

aus ganz harmlosen normalen Teiglingen werden Windmühlenbrötchen

Allerseelen-Windmuehlen 4

Allerseelen-Windmuehlen 3

Focaccia

Für das Abendessen heute wurde dann eine Foccacia nach Alberto gebacken. Das ist meine absolute Lieblingsfocaccia. Heute habe ich den Teig auf dem Blech etwas breiter gezogen um sie etwas knuspriger zu machen. Perfekt zu unserem Abendessen.

Allerseelen-Foccacia 3

Allerseelen-Foccacia 1

Allerseelen-Foccacia 2

Und damit der Backtag nicht ganz so brotlastig ausfiel heute, wurden zum Nachmittagscappuccino noch Pasteis de Nata gebacken. Das sind diese portugiesischen Köstlichkeiten, von denen mittlerweile in vielen Foodblogs geschwärmt wird. Wurde also höchste Zeit, mir ein eigenes Urteil zu bilden. Ich habe ein paar Rezepturen miteinander verglichen und dann bunt zusammengemischt und mir meine Version gebastelt.

Meine Rezeptur der

Pasteis de Nata

Allerseelen-Nata 3

Die Menge ergab bei mir 10 Stück in der Muffinsform gebacken.

Natürlich habe ich dazu meinen Ruckzack-Blätterteig mach Mailys verwendet. Dieses mal übrigens war es tiefgekühlter, der über Nacht im Kühlschrank aufgetaut wurde.

Zutaten:

  • Blätterteig
  • 400ml Milch
  • 1 TL Butter
  • 1 Vanilleschote, ausgekratzt und die Schote
  • etwas Zimt
  • 230g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Mehl
  • 4 Eigelb
  • 1 Vollei

Allerseelen-Nata 1

Allerseelen-Nata 2

Allerseelen-Nata 4

Zubereitung:

Milch, Butter, Vanille aufkochen und vom Herd nehmen. Ein paar Minuten ziehen lassen und die Vanilleschote entfernen.

Jetzt Mehl, Zucker und Zimt sowie das Salz mischen und mit dem Schneebesen unter die heiße Milch rühren. Wieder aufkochen lassen. Die Milch-Zucker-Mehlmasse gute 5 Minuten stehen lassen.

In der Zwischenzeit die Eigelbe und das Ei verrühren. Etwas von der Milchmischung dazu geben und gut verrühren. Dann die Eier in den Topf mit der Milch gut einrühren.

Den Blätterteig dünn ausrollen (ca. 3mm), das Muffinsbackblech einfetten. Aus dem Blätterteig dann 10 Kreise mit einem Durchmesser von 10-12 cm ausstechen, in die Blechmulden geben und leicht andrücken.

Die Milchcreme in die mit Blätterteig ausgelegten Blechmulden füllen und bei 220°C im vorgeheizten Backofen für ca 13-15 Minuten backen.

Nach dem Backen für 15-20 Minuten abkühlen lassen und dann erst aus der Form nehmen.

Mit braunem Zucker bestreuen und mit dem Bunsenbrenner den Zucker schmelzen.

Erkalten lassen und einfach nur genießen.

Allerseelen-Nata

Ich weiß zwar nicht wie die Originale in Portugal schmecken, aber ich kann mit Gewissheit sagen, das meine kleinen Natas sehr sehr lecker waren.
Das ist sicher auch ein tolles Dessert mit eine Kugel Vanille- oder Schokoladeneis dazu.
Dabei zeigte sich mein, mittlerweile zum Liebling gewordener Blätterteig, wieder von seiner besten Seite.

Abendessen

Als Abschluss gab es dann heute Abend neben der Focaccia, Radicciosalat und dem letzten Rotkrautsalat aus dem Garten die ungemein saftige mit Frischkäse gefüllte Hähnchenbrust im Backpapier.

Hähnchenbrust-Backpapier 2

Hähnchenbrust-Backpapier 5

Hähnchenbrust-Backpapier 3

Und ab morgen darf das Wetter jetzt wieder besser werden ….

Buon appetito
Werner

Göttliche Salsicce und tolle Brote


Gestern war mal wieder Zeit um etwas Neues auszuprobieren und Vorratshaltung zu betreiben. Ich wollte 2 neue Brote die gegensätzlicher nicht sein könnten und mich irgendwie begeisterten ausprobieren. Zum einen ein Weißbrot mit Rapsöl, das ich im Kochtopf bei Zorra gesehen hatte. Als Gegenstück dazu eine Roggenschrotbrot, bei dem ich mich von Schelli inspirieren ließ und bei dem ich etwas mit den Mehlsorten gespielt habe.
Das Rapsölbrot-Rezept habe ich fast original übernommen. Zusätzlich habe ich dem Brot etwas Lieveto Madre und Manitobamehl gegönnt und, als Franke etwas Kümmel. Heraus kam ein gutes Weißbrot das aber eher etwas geschmacklos daherkommt. Ist aber auch kein Wunder, das Brot war in kürzester Zeit zusammengeknetet und gebacken. Glücklicherweise habe ich etwas Kümmel mit hineingegeben, denn der macht immer Geschmack. Trotzdem werde ich es sich wieder backen, denn Brote aus der Großbäckerei lässt es allemal geschmacklich hinter sich. Ein, auch für Brotbackanfänger, leicht zu backendes Brot.

Rapsölbrot2

Rapsölbrot3

Rapsölbrot1

Das Gegenstück dazu war ein Brot nach Schelli das im Original nur aus Roggenschrot besteht. Hier habe ich etwas abgewandelt. Zum Roggenschrotsauerteig kam dann ein Mehlgemisch, das zu gleichen Teilen aus Roggenschrot, Roggenmehl 1150 und Roggenmehl 1370 bestand. Der Teig wanderte in die Toastbrotform und nach einer Garzeit von insgesamt 5 Stunden in den Ofen. Heraus kam ein, schon am ersten Tag, unheimlich schmackhaftes, leicht säuerliches Roggenbrot. Da Vollkornbrote bekanntlich ihren Geschmack erst nach ein bis zwei Tagen entwickeln, bekommt das Brot jetzt erstmal eine kleine Ruhephase und ich freue mich jetzt schon auf das Geschmackserlebnis morgen oder übermorgen.

Roggenschrotbrot2

Roggenschrotbrot1

Brot hatten wir dann mal. Jetzt konnte es mit Wurst weitergehen.

Salsicce standen auf dem Programm. Ich gebe zu, ich fühle mich wohler mit Mehl an den Händen als mit Fett. Trotzdem wollte ich meinen Hausmetzger natürlich unterstützen und auch etwas überwachen das die richtigen Gewürze in das Fleisch kamen.
Die Salsiccerezeptur, ich habe sie ohne Fenchelsamen übernommen, habe ich vom Kochzivilisten. Er hatte die Sache bei seiner letzten Salsiccerunde sehr wissenschaftlich mit EXCEL-Tabellen angegangen. Ich habe da dann von der Menge her mehr auf Augenmaß gesetzt. zudem konnte ich meinem Vater nicht mit einem Computer und exakten Mengenberechnungen in die Wurstküche kommen. Das hätte schwerste Diskussionen nach sich gezogen. … :)

Von der Wurstelei hier ein paar Fotos:

Salsicce1

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Salsicce3

Salsicce5

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Heute nun ein typisch toskanisches Abendessen:

Salsicce

Und dem Ganzen einen gesunden Touch zu geben, gab es neben Weißbrot zweierlei Salate. Im Garten steht der Feldsalat gerade perfekt zur Ernte. Dazu noch ein Spitzkohlsalat mit Himbeer- und Apfelessig.

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Die Ration für das Abendessen. Pro Nase 2 Würstchen!

Vorher aber erst noch ein kleiner Primo: Crostini mit Olivencreme und Bröckeleskaas zum Martini

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Der passende Wein musste auch ausgesucht werden….

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Dann aber:

Gegrillte Salsicce aus dem Kugelgrill mit Spitzkohl- und Feldsalat 

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Ein Lob an die Küche und allen die am Abendessen mitgewirkt haben. Da ist einmal der Kochzivilist Andreas. Er kann nicht nur Gewürze kreieren, sondern auch Salsicce. Und natürlich an meinen Hausmetzger, meinem Vadder!

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Stolz sind wir dann schon etwas, nur zeigen tun wir es nicht so gerne ….

Buon appetito
Werner

 

 

Hähncheninvoltini oder Hähnchenrouladen mit Sardellen


Ich habe mal nachgeschaut und direkt Entzugserscheinungen bekommen. Schon wochenlang gab es kein richtiges Fleischgericht mehr hier in Cucinaepiu. Es war also höchste Zeit für zumindest ein kleines bisschen Fleisch.
Ich wühlte am Wochenende in meinem Silberlöffel. Das Standardkochbuch der italienischen Küche. Vergleichbar mit dem Bayerischen Kochbuch. Hier findet man alles und noch mehr. Ich entschied mich für Hähnchenfleisch.
Genauer gesagt für Hähnchenrouladen mit Sardellen. Oder viel klingender für:
Involtini di Pollo alle Acciughe.
Natürlich sollte das Rezept nur die Basis dessen sein, was bei mir auf den Teller kommen sollte. Etwas eigene Interpretation eines Rezeptes gehört ja schließlich dazu. 😃

Meine Involtini di Pollo con Patate arrosto

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Zutaten für 2 Personen:

  • 2 mittelgroße Hähnchenbrüste
  • 6 Sardellenfilets
  • 6 Scheiben feinen italienischen Schinken (Prosciutto)
  • 2 EL Bärlauchpesto (hier selbstgemacht)
  • Salz, Pfeffer
  • ½ Glas Weißwein
  • einige dünne Zwiebelringe
  • 1 TL Butter
  • Olivenöl

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Zubereitung:

Die Hähnchenbrüste schön dünn plattieren und jeweils in 3 Teile schneiden. Leicht salzen und pfeffern. Dann mit dem Bärlauchpesto bestreichen und eine Sardelle auf jede Fleischstück legen. Obenauf 1 Scheibe des Schinkens und zu Rouladen zusammenrollen und fixieren.

Zwiebel in feine Ringe schneiden.

Die Zwiebelringe in etwas Butter und Olivenöl sanft ca 5 Minuten anbraten, dann die Fleischröllchen dazugeben und rundum bräunen lassen. Jetzt die Temperatur hochschalten, den Wein dazugeben, leicht einköcheln lassen. Dann die Temperatur wieder zurückdrehen, Deckel auflegen und ca 10-12 Minuten leicht köcheln lassen.

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Als Beilage gab es Kartoffeln vom Blech mit Salbei und Thymian und, wie es so schön heißt, ein Salat der Saison. Also ein frischer Gartensalat.

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Es fehlte nichts, im Gegenteil. Es schmeckte einfach verdammt gut. Eben eines Sonntages würdig.

Hähncheninvoltini 8

Buon appetito
Werner

 

 

 

 

Frikadellen von der Roten Beete


Die Schwiegermutter vermachte uns am Wochenende ein paar Rote Beete Knollen. Eine leckere Knolle, besonders wenn sie nicht als 70er-Revival-Salat in Essig und Öl totgekocht angemacht wird.

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Die erste Knolle wollte ich zum experimentieren missbrauchen. Sie sollte mit Rinderhack eine innige Verbindung eingehen. Mein Ziel für das Abendessen heute: Rote Beete Frikadellen.

 

CEP-Frikadelle

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Meine Zutaten:

  • 300g Rinderhackfleisch
  • 1 Rote Beete Knolle, geschält und geraspelt
  • ½ Zwiebel, klein gewürfelt
  • ½ TL Kreuzkümmel
  • ½ TL Paprika
  • frische Thymianblättchen
  • etwas orientalische Gewürzmischung
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Alles zu einer Masse verkneten und würzig abschmecken. Dann zu Frikadellen formen und in etwas Semmelbrösel wälzen. In einer Grillpfanne mit wenig Öl braten.

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Als Beilage gab es dazu Kartoffelwürfelchen, scharf in Olivenöl  angebraten mit Salbei und einen Kräuterquark.

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Unser Fazit: Experiment geglückt, gibt es bestimmt noch öfter.

Buon appetito
Werner

Köfte Ekmek – Fastfood auf türkisch


Türkisches Essen – da fällt jedem doch sofort eines ein: Döner! Dabei gibt es den hier bei uns bekannten, mittlerweile an jedem Eck angebotenen Türkensnack in der Türkei so gut wie nicht. Das ist so ähnlich wie mit dem bei uns so beliebten Spaghetti-Eis. Danach muss man in Bella Italia lange suchen.

Aber, wie komme ich jetzt überhaupt auf türkisches Essen?
OK, auch die türkische Küche kann sehr mediterran sein. Aber das war dieses Mal nicht der Grund.  Am Freitag steht mal wieder der monatliche Genussesserstammtisch in Würzburg an und da ist dieses Mal türkisch angesagt. Dazu wollte ich mich etwas in Stimmung bringen und habe mal bei Tante Gugl nachgeschaut. Einer der ersten Einträge führte mich auf die, mir schon bekannte Seite von Orhan: kochdichtürkisch. Hey, genau das Richtige für das geniale Sommerwetter zur Zeit dachte ich mir beim Lesen der aktuellen Blogartikel. Suche nach kürzester Zeit beendet, Menü stand fest.

Fast Food auf türkisch: Köfte Ekmek mit Piyaz.
Auf gut deutsch:
Fleischküchle im Weck mit Bohnensalat. Ich muss zugeben, auf türkisch klingt das dann doch viel spannender, oder? :)

Die Zutaten von Orhans Rezept habe ich etwas an die vorhandenen, erreichbaren Zutaten und dem eigenen Geschmack angeglichen, gestern Abend einen Brotteig für ein Fladenbrot angesetzt am Vormittag getrocknete, weiße Bohnen eingeweicht und am Abend geköchelt. So konnte es heute los gehen mit meinem Köfte Ekmek.

 

Meine Zutaten für 2 Personen

  • Fladenbrot
  • 200g Rinderhack
  • rote Zwiebel, in feine Scheiben geschnitten
  • türkische Fleischgewürzmischung
  • 1 Bund Petersilie, gehackt
  • 1/2 Zwiebel, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 EL Olivenöl
  • gemahlene Chilischoten
  • Kreuzkümmel, gemahlen
  • Salz, Pfeffer
  • 2 milde Spitzpaprika
  • 1 Tomate, in Scheiben geschnitten

Zubereitung:

Als erstes wurde statt eines Fladenbrotes aus dem Brotteig ein kleines, knuspriges Weißbrot gebacken. Da der Teig über Nacht auf kalter Gare im Kühlschrank stand, konnte er heute sofort geformt und gebacken werden. Die fein gehackte Zwiebel und Knoblauch wurde leicht angedünstet.
Dann Rinderhack, gedünstete Zwiebel und Knoblauch und die zerrupfte Krume des Brotes zusammen mit den Gewürzen, Olivenöl und 2/3 der Petersilie gut vermengt. Aus dem Brät kleine “Frikadellen” geformt und in etwas Rapsöl gebraten.

 

Koefte 1

Koefte 7

Während die Fleischbällchen in der Pfanne brutzelten wurden die roten Zwiebelscheiben gesalzen. Das Salz gut einmassiertetwas Petersilie untermischt und beiseite gestellt.

Die Paprika anschließend ebenfalls scharf angebraten.

Koefte 8

Koefte 3

Koefte 2

Schon ging es ans Anrichten:

In das ausgehöhlte Fladenbrot zuerst die marinierten Roten Zwiebeln, anschließend die Paprika, obenauf die Köfte und die Tomatenscheiben schichten. Fertig!

Koefte 10

Koefte 11

Koefte 12

Koefte 13

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Als Beilage gab es dazu: Piyaz – Bohnensalat.

Typisch türkisch eben. :)

Dieser ist ganz purisitsch gehalten. Wem die Prozedur des Bohnenkochen zuviel ist, nimmt einfach welche aus dem Glas. Wobei ich die selbst gekochten dem Fertigprodukt vorziehe.

Die einen halben Tag eigeweichten weißen Bohnen und dann in leichtem Salzwasser weich gekochten Bohnen wurden mit dünnen Zwiebelringen die wieder mit etwas Salz mariniert waren vermischt. Dazu kamen noch feingehackte, glatte Petersilie und kleine Würfel einer halben Spitzpaprika. Dann mit Olivenöl, etwas Zitronensaft, einem Spritzer Essig vermischt. Mit gemahlene Chili, Salz, Pfeffer abgeschmeckt. Mit einem hartgekochten, geviertelten Ei sowie zur Völkerverständigung mit griechischen Kalamataoliven garniert durfte dieser Salat 2 Stunden ziehen. Er wurde also zum Anfang der Kochaktion zusammengebastelt.

Koefte 4

Koefte 9

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Da die Frau im Haus nicht so der Bohnenfan ist bekam sie einen Gurkensalat. Gut so, die Gurke im Frühbeet lässt uns schließlich keine Pause.

Koefte 5

Koefte 6

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Köfke Ekmek mit Piyaz

Koefte 14

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Buon appetito
Werner