Kümmerli 2016


Das habe ich doch schon mal gepostet…. Nachgeschaut … Klar doch, damals, 2013 war das:  Gurkenaktion

Blöd nur, ohne Rezept!
Jetzt bin ich nach meiner Rezeptur für die Kümmerli, meine eingeweckten Gurken gefragt worden, also wird das Versäumnis nachgeholt. Allerhöchste Zeit, wie ich finde!

Ich mag am liebsten kleine Gewürzgurken. Natürlich geht das auch mit größeren Exemplaren, oder auch mit Zucchinistücke. Jeder wie er mag.

Und noch schnell eine Begriffserklärung. Kümmerle, das ist ein unterfränkischer Ausdruck für die eingeweckte Brotzeitgurke. Speziell in der Würzburger Gegend ein echtes „Must have“ zu einer deftigen Brotzeit mit Wurst und Schinken.

Jetzt aber zu meinen

Kümmerli

Kümmerli

Eine schöne Bilderstrecke zum Einwecken der Gurken findest du in meinem ersten Gurkenblogeintrag. Dieser hier war ja so nicht wirklich geplant.

Frische Gurken verwenden! Früh auf dem Markt kaufen und anschließend gleich einmachen.
Ich „kipfl“ die kleine Gurken (schneide die Stielenden ab), zumindest auf der einen Seite ab. Etwas mühsam, aber der störende Stiel ist dann schon mal weg.

Am Tag vor der Einmach- bzw. Einweckaktion wird der Gurkensud gekocht, da dieser zum eigentlichen Einwecken wieder erkaltet sein muss.

Für ca 300 mittelgroße Gurken, das ergibt ca 15 ½-Liter Weckgläser* benötigst du folgenden Sud:

  • 1,5l Essig (Weinbrandessig)
  • 1,5l Wasser
  • 3 EL Salz
  • 750g Zucker

Das kommt in einen Topf und wird einmal aufgekocht. Dann darf es bis zum nächsten Tag erkalten.

Für das Einwecken der Kümmerli brauchst du noch

  • frischen Dill,
  • Zwiebeln in ca ½-¾ cm dicke Scheiben geschnitten
  • 2 Päckchen Gurkengewürz*

und

Dann kann es los gehen. In ein Glas (ich verwende hier nur ½ l Tulpengläser von Weck*) kommt etwas Dill, eine Scheibe Zwiebel und ein knapper TL des Gurkengewürzes. Dann werden die Gurken hochkant eingeschichtet. Die Gurken müssen dabei richtig eng gelegt und die letzte Gurke richtig reingequetscht werden. Ansonsten schwimmen sie nach dem Einwecken gemütlich wie Goldfische im Glas….. ist halt nicht so schön.
Außerdem darauf achten, dass der Deckel locker auf dem Glasrand liegt. Zur Not etwas zu lange Gurken etwas abschneiden.

Zum Schluß werden die Gläser mit dem erkalteten Essigsud aufgegossen. Deckel mit Gummiring drauf. (Gummiringe* immer in etwas Wasser mit einem Spritzer Essigessenz abkochen), Klammer dran und ab in den Einwecktopf*.

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Die Gläser werden dann bei 80°C für 25 Minuten eingeweckt.

Nach Ablauf der Zeit sofort aus dem Wasser nehmen (klappt prima mit dieser Hebezange*) und zugfrei erkalten lassen. Bei der Weck-Einmachmethode sieht man bei den erkalteten Gläsern auf den ersten Blick ob sie richtig verschlossen sind. Die „Schnüdel“ der Gummiringe müssen nach unten zeigen.

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Jetzt heißt es noch etwas Geduld üben. Damit die Gurken richtig Geschmack bekommen, also „durchziehen“ wie man bei uns sagt, sollten sie bis November kühl (im Keller) beiseite gestellt werden und auch nicht mehr hingeschaut werden……

Dann aber steht dem echten, eigelegten Kümmerle auf dem Brotzeitteller, oder dem belegten Wurstbrot oder aber einem Stück heiße Fleischwurst mit Kartoffelgemüse und Kümmerli nichts mehr im Weg.

Aber das ist eine andere Geschichte …..

Buon appetito
Werner

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Salata di Lana de Luxe


Auf gut Deutsch:

Zucchinisalat mit Tomaten, Feta und Ei

Ich bin ja bei Peters Blogevent EURO16 dabei und gehe dort für Italien an den Start. Logisch!

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Tja, jetzt tritt ja tatsächlich der Showdown, den ich mir insgeheim für das Finale gewünscht hatte, schon im im Viertelfinale ein. Auch gut. Für mich die Gelegenheit, nach den Calzone di Contadino, ein zweites Gericht für das EURO16-Foodevent beizusteuern. Dabei entschied ich mich wieder für etwas schnelles, denn der gemeine TV_Fußballguckprofi hat ja wenig Zeit für eine ausufernde Vorbereitung. Die Fußballübertragung ruft schließlich und wartet auch nicht.

Ziemlich genau vor einem Jahr postete ich meinen Salata di Lana. Ein Salatrezept, das ich bei meinem Brotbackevent mit Manfred „Schelli“ Schellin und Maestro Dietmar Kappl in der Meraner Mühle in Lana, von Nadja damals bekommen habe. Und da sich in meinem Garten gerade eine Zucchinischwemme anbahnt, habe ich das Praktische mit dem Nützlichen verbunden. Es gibt heute Salata di Lana. Allerdings in der „de Luxe Version“.

Hier also mein

Salata di Lana de Luxe

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Zutaten für 1 Person  mit großem Appetit – dafür sparst du dann die Chips 😉 
  • 1 mittlere Zucchini
  • 100g Fetakäse
  • 1 Handvoll getrocknete Tomaten
  • frische Kräuter nach Belieben (bei mir Rosmarin, Estragon, Majoran, Salbei und Minze)
  • 1 Teil Essig
  • 1 Teil Olivenöl
  • 1 Schuss Balsamico
  • Salz, Pfeffer, gemahlene Chilischote
  • 2-3 hartgekochte Eier (ich: wachsweiche 6-Minuten Eier)
  • Zwiebelringe
Zubereitung

Den Zucchino ungeschält in ca 1cm kleine Würfel schneiden. Fetakäse  in ca 2cm große Würfel schneiden. Die getrockneten Tomaten, ich verwende übrigens nur die von Bongu, grob hacken. Die Kräuter fein hacken, von einer Zwiebel ein paar dünne Ringe abschneiden, Essig und Öl gut miteinander vermischen und die Eier abkochen, abschrecken, pellen und vierteln. (Ich habe meine Eier nur halbiert, da diese von glücklich lebenden Landhühner stammen und nicht das deutsche Normeiermaß aufweisen)

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Soweit die Vorbereitungen. Schon kann es los gehen!

Alles außer Zwiebelringe und Balsamico miteinander vermischen, mit Salz, Pfeffer und gemahlene Chilischoten abschmecken. Etwas ziehen lassen.

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Dann auf dem Teller anrichten, mit den Eiern und Zwiebelringe obenauf garnieren und mit einem Spritzer Balsamico beträufeln.

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Dazu gab es bei mir neben dem obligatorischen Rosso di Montalcino von meinen neuen Frenchweck. Aber das ist eine andere Geschichte ….

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Was soll ich sagen, der Salat hat heute auch ohne das deutsch-italienische Fußballderby fantastisch geschmeckt.
Möge dann der Bessere gewinnen …. 😃

Buon appetito
Werner

 

 

Calzone del Contadino


Peter köchelt in seinem Kochtopf das Menü zur Fußball-Europameisterschaft. Da bin ich doch gerne wieder dabei und logisch, ich gehe für Italien an den Start.

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Dieses Mal verlasse ich meine zweite Heimat, die Toscana und wandere etwas weiter Richtung Südosten, nach Apulien. Vor ein paar Wochen habe ich das tolle Kochbuch „Apulien“ von Luca Lorusso & Vivienne Polara entdeckt und meiner stattlichen, italienischen Kochbuchsammlung einverleibt. Peter’s Event ist der perfekte Anlass ein Rezept daraus zu kochen.

Meine Idee dahinter ist, ein Snack zum Fussballspiel zu köcheln, der dann bei Bedarf auch das Abendessen komplett ersetzten kann. Zumindest wenn man in trauter Zweisamkeit vor der heimischen Mattscheibe das Gebolze der vermeintlichen Stars verfolgt. In größerer Runde ist es dann ein willkommener Pausensnack oder Nervenfutter vor einem Elfmeterschießen.

Jetzt aber, mein Italien-Rezept zur EURO16:

Calzone del Contadino

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In großen Teilen habe ich mich an das Rezept im Buch gehalten, allerdings die Mengen dann doch etwas angepasst und ich finde, meine Version ist mir gelungen. Bin gespannt, was die Fußball- und Foodfans unter euch dazu sagen.

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Zutaten für den Teig:

  • 325g Weizenmehl (ich: ½ Weizenmehl 550 und ½ Manitoba)
  • ¼ Päck. Trockenhefe
  • ½ TL Salz
  • 200ml lauwarmes Wasser

Zutaten für die Füllung:

  • 60g Rosinen
  • 50ml Olivenöl
  • 6 Frühlingszwiebel
  • 10 Sardellenfilets
  • ½ EL Zucker
  • 80g Schwarze Oliven, entsteint
  • 1 kl. Dose Geschälte Tomaten
  • Oregano (ich: sizilianischer Wildoregano)
  • gemahlene Chilischoten
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Alle Zutaten mit der Hand verkneten, bis ein kompakter, aber klebriger Teig entsteht. Diesen dann abgedeckt an einem warmen Platz (ich: 30°C) für gute 8-12 Stunden gehen lassen.

Dann den Teig halbieren, zwei Kugeln formen und kurz entspannen lassen. Praktischerweise darf eine Kugel etwas mehr als die Hälfte des Teiges sein. Diese wird nach der Entspannungsphase etwas größer als das Pizzablech ausgerollt.

Das Pizzablech leicht geölt und die Teigplatte hineingelegt. Und zwar so, dass am Rand der Teig übersteht.

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Darauf wird die Füllung, die man praktischerweise schon am Vortag zubereiten und bis zur Verwendung gemütlich im Kühlschrank parken kann. verteilt.

OK, kommen wir also erst zur Füllung:

In eine auf mittlerer Temperatur erhitzte Pfanne das Olivenöl geben. Darin die in Scheiben geschnittenen Frühlingszwiebeln incl. dem Grünzeugs, die gehackten Sardellenfilets und den Zucker unter stetigem Rühren anschwitzen. Dann die Temperatur etwas reduzieren, abdecken und ca 10 Minuten unter gelegentlichem Umrühren schön weich dünsten. Jetzt kommen die grob gehackten Oliven, in Wasser eingeweichte Rosinen, Oregano und die Tomaten aus der Dose samt Sud dazu. Mit Salz und kräftig mit Pfeffer und Chili würzen. Dann ca 5-10 Minuten etwas einreduzieren lassen. Noch einmal mit den Gewürzen abschmecken, Deckel drauf und erkalten lassen. So lässt sich diese Füllung gut über Nacht im Kühlschrank parken.

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Das Finish der Calzone del Contradino:

Die erste Teilkugel ist ausgerollt, in der Pizzaform ausgebreitet. Die Füllung dann auf dieser Teigplatte gleichmäßig verteilen.

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Jetzt die zweite, am besten etwas kleinere  Teigkugel genau auf die Größe der Pizzaform ausrollen und auf der Füllung platzieren.

Die überstehenden Teigränder des Bodens werden jetzt einfach auf die obere Teigplatte umgeschlagen. Ein paar Löcher mit der Gabel eingestochen und ein paar Spritzer Olivenöl darüber verteilt.
Nur nicht zu akkurat arbeiten, das darf richtig rustikal ausschauen.

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Jetzt heißt es: Ab in den Ofen, der auf 220°-230°C vorgeheizt wurde. Wer eine Pizzastein hat, oder noch besser, einen kleine Brotbackofen, der ist hier natürlich klar im Vorteil. Der führt zu Spielbeginn praktisch schon mit 2:0  😃

"Super Viktor" passt auf, dass alles mit rechten Dingen vor sich geht. 😃

„Super Viktor“ passt auf, dass alles mit rechten Dingen vor sich geht. 😃

Das Schön an dieser Calzone del Contadino ist, sie kann warm UND kalt gegessen werden. Wie eingangs erwähnt, als Abendessen vor dem Spiel genauso, wie als Pausen-Snack oder Elfmeterschießen-Nervenfutter.

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Die Calzone lässt si h auch wunderbar auf dem Balkon mit Aussicht genießen. Ganz ehrlich: Ich brauch da kein Gekicke dazu ....

Die Calzone lässt sich auch wunderbar auf dem Balkon mit Aussicht genießen. Ganz ehrlich: Ich brauch‘ da kein Gekicke dazu ….

Und bevor ich jetzt natürlich neben dem heimischen Kickern auch der „Squadra Azurri“, den Blauen aus dem Stiefel die Daumen drücke, noch ein Bild von hinter den Kulissen.

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Auf das es zu einem Endspiel zwischen den beiden Mannschaften Italien und Deutschland kommt und Peter wünsche ich dazu viel Erfolg mit seiner EURO16-Aktion.

Buon appetito
Werner

Fenchel & Blauschimmelkäse


Du hast es vielleicht mitbekommen, ich war vor Tagen wieder einmal in Frankfurt in der Kleinmarkthalle. Auch wenn es für mich eine relativ weite Anreise bedeutet, so ist es immer wieder ein Erlebnis dort einzukaufen. Eine meiner Einkäufe war ein wunderschöner Fenchel. OK, das ist jetzt nichts besonderes, den kriegt man auf jedem guten Wochenmarkt. Aber, ich habe auch an den Käsetheken zugeschlagen und dabei einen wunderbaren Blauschimmelkäse mitgenommen.

Für mich eine tolle Kombination:

Fenchel, Blauschimmelkäse und Nüsse

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Und weil das, obwohl ansich schon einmal oberlecker, dann nichts besonderes gewesen wäre, wurden noch ein paar Berberitzen mit dazu gegeben um dem ganzen einen noch edleren Charakter zuverpassen. Schließlich durfte es Beilage zu meinem Baguette „Casa mia“ sein. Oder war das umgekehrt gedacht …..

Hier das Rezept zu meinem

Fenchel, Berberitzen und Nüsse mit Blauschimmelkäse überbacken

Zutaten:

  • 1 Fenchelknolle in Scheiben geschnitten
  • 1-2 EL Nussmischung (Walnuss, Cashew, Mandel, Haselnuss)
  • 1 EL Berberitzen (in heißem Wasser eingeweicht)
  • 1 TL Fenchelsamen
  • Blauschimmelkäse
  • halbfester Ziegenkäse
  • Parmesan, frisch gerieben
  • etwas Zitronenabrieb
  • ein paar Spritzer Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl

Zubereitung:

Die Fenchelscheiben mit etwa Olivenöl in der Pfanne leicht anbräunen lassen. Der Fenchel soll noch Biss haben.

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Dann kurz die Berberitzen, Fenchelsamen und die Nussmischung mit anbraten, salzen und pfeffern.

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Den Pfanneninhalt in eine Auflaufform geben. Ich habe hier wieder meine emaillierte Lieblings-Form von Riess* verwendet. (Einfach klasse dieses Teil, pflegeleicht und auf und in allen Herdarten zu verwenden.)

Nach Lust und Laune Blauschimmelkäse (ich: ein Stück von ca 10 x 5 cm, 1 cm dick) und ein paar Scheiben vom Ziegenkäse darauf verteilen. Etwas Zitronenabrieb und Zitronensaft dazu und zum Abschluss mit Parmesan bestreuen.

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Ab damit in den Ofen. Bei 200°C ca. 10 Minuten. Dann noch kurz auf Grillstufe überbacken. Mit Fenchelgrün garnieren. Fertisch!

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Und wenn man dann selbstgebackenes Baguette aus meiner >Piccola Panetteria< dazu hat ….

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… dann fehlt vielleicht nur noch ein Gläschen Rosso di Montalcino oder dein Lieblingswein dazu.

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Buon appetito
Werner 

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Carpaccio von der Zitrone


Genauer gesagt, von der Cedrat-Zitrone.

Endlich habe ich so ein Zitrönchen bekommen. Wenn ich auch dafür fast durch die halbe Republik fahren musste. Egal, jetzt konnte ich Carpaccio von der Zitrone probieren.

Cedrat-Carpaccio-3

3 Zutaten braucht es nur: Cedrat, Olivenöl, Meersalz.
Ein Rezept ist das nicht wirklich.

ein wirklich kleines Zitrönchen 😉

ein wirklich kleines Zitrönchen 😉

Cedrat, in feine Scheiben geschnitten und das innere Fruchtfleisch entfernen. Gutes Olivenöl und gutes Salz. Ich entschied mich für Fiori di Sale Marino, Sizilianisches Meersalz.

Cedrat-Carpaccio-4

Zitronenscheiben auf einem Teller verteilen, mit reichlich Olivenöl beträufeln und grobes Salz drüber streuen. Dazu noch ein paar Oliven und von diesen kleine genialen, getrockneten Tomaten.

Cedrat-Carpaccio-7

Fertig war mein Abendessen.

Cedrat-Carpaccio-2

Und fast wäre es ein klassisches italienisches Abendessen geworden. Wenn da nicht das Brot gewesen wäre.

Baguette Francaise aus meiner Piccola Panetteria

Ihr könnt es mir glauben, auch mit diesem Teufelszeugs, dem Kochzivilisten seinem Sesam-Umami-Mix, schmeckt das genial …. Uiuiui!

Cedrat-Carpaccio-6

Buon appetito
Werner

Salat vom Grünkohl


Nein ich habe heute keine Krapfen gebacken. Wegen den zwei Kräpfli, die ich genießen mag, lohnt es sich nicht wirklich. Da bediene ich mich bei meinem Lieblingsortsbäckermeister Rüb. Der backt nämlich richtig amtlich gute Krapfen, das gebe ich gerne zu. Genauer gesagt zweierlei, längliche und runde. Die Runden sind mit Hiffenmark gefüllt, was sonst? Die langen, wie Zigarren geformten sind ungefüllt. So habe ich mir heute nachdem ich mein Roggenmischbrot1370, übrigens mein derzeitiger Brotfavorit gebacken habe, erstmal zwei Ungefüllte gegönnt. Ist ja Fasching!

Krapfen

Vorher aber wurde Brot gebacken. Mein Roggenmischbrot1370. Das sollte es dann auch zum Abendessen als Beilage geben.

Roggenmischbrot1370

Roggenmischbrot1370 als 4-Pfünder gebacken

ZJetzt aber endlich zum eigentlichen Grund des Blogpostes:

Grünkohlsalat mit Granatapfel und Mandelsplitter

Dazu ein Stück Lachsfilet und frisches Roggenmischbrot1370

Grünkohl, dieses Teufelszeug wird von vielen unterschätzt. Hier in den südlichen Gefilden der Republik kannte man das lange nur in der voluminösen, hüftbetonenden Form als Grünkohl mit Pinkel oder anderen fettigen Beilagen. Dabei kann dieses Gemüse so richtig filigran daher kommen. Die Idee dazu bekam ich übrigens vom NDR-Koch Rainer Sass.
Für mich inzwischen ein absoluter Winterfavorit neben Rosenkohl und Spitzkohl.

Grünkohlsalat_2

Zutaten für 1 Person:
  • 100g Grünkohl (am Besten die Herzstücke), Blätter in kleine Stücke gerissen ohne den Strunk
  • 3 Kirschtomaten, halbiert
  • 1 Schalotte, in feine Streifen geschnitten
  • 1 EL Mandelstifte
  • 1EL Granatapfelkerne
  • 1 EL Granatapfelsaft
  • etwas Zitronensaft
  • Essig, Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Grünkohlsalat_1

Zubereitung:

In die Schüssel kommen der Grünkohl, Schalottenringe, ca 1 EL Essig, 2 EL Olivenöl, 1 Spritzer Zitronensaft und 1 EL Granatapfelsaft. Salzen und Pfeffern nach Geschmack. Das wird dann mit der Hand richtig durchgeknetet und für ca 30 Minuten beiseite gestellt.

Jetzt ist Zeit die Mandelstifte zu rösten. Außerdem wird jetzt der Lachs angebraten. Wie ich das mache? Ganz einfach:

Lachsstück ungewürzt und ungesalzen in etwas heimischen Spessart-Rapsöl für 2-3 Minuten scharf anbraten.
Dann die Pfanne mit dem Lachs in den auf ca. 90°C vorgewärmten Ofen stellen.
Je nach Vorliebe ist der Lachs nach ca 12-15 Minuten perfekt gar. Zart und saftig, nicht trocken wie ein Pappkarton.
So bekommst du einen saftigen Lachs. Garantiert!
Weitere Gerichte mit Lachs findest hier: Noch mehr Lachs

Kurz vor dem Anrichten kommen die Granatapfelkerne und Mandelsplitter zum Grünkohl. Und schon geht’s los:

Grünkohlsalat_3

Lachs mit schwarzem Hawaiisalz auf Grünkohlsalat

Grünkohlsalat_4

Ich sag nur: Hammer!

Buon appetito
Werner

Spitzkohl-Ravioli


Der Spitzkohl mutiert eindeutig zu meinem Lieblingsgemüse im Winter 2015/2016.

Heute gibt es Ravioli. Du ahnst es, natürlich mit einer Spitzkohlfüllung.

Spitzkohlravioli-12

Fangen wir bei der Pasta an.
Nudeln mit der Kitchenaid macht einfach nur Spaß. Das geht ohne Kraftanwendung und funktioniert ganz gemütlich alleine.

Für meinen Pastateig habe ich heute verwendet:

  • 4 Eier
  • 200g Hartweizenmehl
  • 200g Hartweizengrieß, fein
  • 1 EL Wasser
  • 1 EL Olivenöl
  • und für die gelbe Farbe etwas Kurkuma

Alles in die Rührschüssel und die Kitchenaid mit dem Knethaken machen lassen. Dann in Klarsichtfolie einschlagen und ruhen lassen. Ich mache das immer im Kühlschrank.

Zeit um die Füllung zuzubereiten.

Spitzkohlravioli-1

  • 1 Zwiebel, kleingehackt
  • 4-5 Sardellenfilets

anschwitzen. Dann kommt

  • ¼ Spitzkohl, in feine Streifen geschnitten

dazu. Alles schön weich dünsten.

  • 250g Ricotta
  • 1 Eigelb
  • 30g Parmesan, gerieben

vermengen, die Spitzkohl-Zwiebel-Mischung dazu und kräftig mit Salz, Pfeffer und etwas gemahlene Chilischoten abschmecken.

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Dann geht das Nudeln los.
Das kräftezehrende Kurbeln übernimmt natürlich wieder meine Kitchenaid.

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Im Vordergrund ist übrigens mein selbstgebastelter Nudelständer zusehen.

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Jetzt wäre ich eigentlich fertig. Aber wie das so ist, wenn man schon mal nudelt, dann gleich richtig.

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Die fertigen Ravioli werden nur ein paar Minuten in Salzwasser geköchelt. Mit eingeweckter Tomatensauce aus dem Vorrat und etwas Parmesan, ein Genuss!

Dazu ein Gläschen Rosso di Montalcino .... Mmmmh!

Dazu ein Gläschen Rosso di Montalcino …. Mmmmh!

Ratet mal, was es die nächsten Tage noch öfter gibt ….

Spitzkohlravioli-13

Buon appetito
Werner