Fatoush, Pizzazungen und und …


Auch wenn das Wochenende noch nicht ganz vorbei ist, so hat sich doch jede Menge getan bei uns in Cucina und Piccola Panetteria die letzten Tage.

Was findest du heute hier neben ein paar Food-Impressionen?

Ich mache eine Ausflug ans östliche Mittelmeer, ist ja auch mediterrane Küche, mit einem Rezept für Fattoush und dazu gibt eine geniale Resteverwertung für Pizzafans.

Und nicht zu vergessen, wir sind mitten im Frühling!

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Fatoush – Libanesischer Kräutersalat

Fangen wir im fernen Osten an.
Als Leser meines Blogs hast du sicher mitbekommen, dass ich bei meinem Ausflug nach Berlin einen “Journey to Jerusalem-Kochkurs” besucht habe. Dabei steht Jerusalem als Synonym für den Schmelztiegel der Küche der Bewohner von Israel, Libanon und Palästina. Das macht die Küche dort unheimlich lebendig und vielseitig.
Bei mir gab es mit dieser Erfahrung am Christi Himmelfahrt Feiertag deshalb eine kleine Auswahl dieser Küche. Neben einem genialen Hummus wurde dazu natürlich auch gebacken. Statt einem einfachen Pitabrot als Beilage entschied ich mich für das geschmacklich viel intensivere Fadenbrot.

Hummus, so einfach und doch so kompliziert. Eines der wichtigen Dinge, die ich in meinem Kochkurs bei Ofir Graizer mitgenommen habe: Verwende grundsätzlich Tahini das im Libanon, Palästina oder Israel hergestellt wurde. Alles andere ist kein echtes Tahini!

Hier aber heute mein Rezept für einen

Fatoush – Libanesischer Kräutersalat

Fattoush

Frei nach Ofir habe ich für 2 Personen folgende Zutaten verwendet:

  • ca. 20 ungeschälte Mandeln
  • 20g Butter
  • 1 Bund Minze
  • 1 Bund Basilikum
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 1/2 Bund Dill
  • 1/2 Bund Koriander
  • 1/2 Kopfsalat
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL Gewürzmischung Zatar
  • 1/2 Granatapfel (Kerne)
  • 1 EL Honig
  • 2 EL Zitronensaft
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Die Kräuter waschen, trocknen, evtl. die Blätter abrupfen und mischen. Dazu  die in kleine Stücke gerupften Kopfsalatblätter.

Die Mandeln werden in der Butter in einer kleine Pfanne sanft unter stetigem Rühren geröstet. Mandeln absieben, kurz abkühlen lassen und klein hacken.

Die aufgefangene Butter wird mit Honig, Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer zu einem Dressing verrührt.

Wie oben beschrieben habe ich kein Pitabrot sondern selbstgebackenes Fladenbrot verwendet.

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Egal was du dazu verwendest, du nimmst das Brot und reißt größere Stücke ab. Diese bestreichst du mit einer Mischung von Zatar und Olivenöl, röstest es kurz im Backofen an, und zerteilst es dann mit den Händen in mundgerechte Stücke. Aber aufpassen, dass du nicht gleich alles Brot in den Mund schiebst….

Jetzt die Kräuter-Salat-Mischung mit dem Dressing gut vermengen, Die Granatapfelkerne, die Mandelstücke und zum Schluß die Brotstückchen untergehoben.

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Dazu gab es dann Fladenbrot und einen selbstgemachten Hummus, natürlich mit “echtem” Tahini. :)

Beim Hummus habe ich übrigens die Hälfte mit einer 1/2 Paprikaschote vermuselt. Dazu habe ich der Paprikaschote mit einem Kartoffelschäler die Haut abgeschält, klein geschnitten und mit den gekochten Kichererbsen zusammen im Mixer püriert.

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Das wird in Zukunft öfters auf unseren Teller zu finden sein.

Weiter ging es dann mit:

Backaktion in der Piccola Panetteria – Panini & Monsterbrote

Neben Panini gab es mehrere Laibe unseres derzeitigen Brotfavoriten aus dem Steinbackofen.

Panini nach Dietmar Kappl

 

Insgesamt habe ich 12kg Teig zu 4 Laibe a 2,5kg verbacken und aus dem Steinbackofen geholt.

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Einfach der Hammer: 37cm Laibumfang – ein geniales Brot! Ein wahnsinns Geschmackserlebnis – natürlich mit Kümmel! :)

Hier mal Größenvergleich zwischen Panini und Brot:

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Resteverwertung – Pizzazungen

Ich will dich jetzt nicht mit Pizzafotos langweilen. Nur ein paar Fladen, schließlich will ich dir dokumentieren, wo die Reste denn herkommen. :)

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Pizzazunge als Resteverwertung

Du kennst das sicher, beim Pizzabacken fallen immer ein paar Reste an Zutaten an. Sei es, dass Salami übrig ist, Pilze, Zwiebel, Paprika, Käse oder, oder, oder …
Wenn man dann gleich eine ausgedehnte Pizzabackaktion mit mehreren Freunden oder, wie in meinem Fall am Vaddertag, mit Eltern und Schwester hat, dann sind es schon vielleicht mal mehr als 2 Scheiben Salami und 3 Zwiebelwürfel.
Auf die Idee zu meiner Resteverwertung brachte mich mein Backfreund Björn mit seinem Partybrot.

Meine Pizzazunge:

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Ich setzte dazu ein Baguetteteig mit kalter Übernachtgare im Kühlschrank an. Viele verschiedene Beispiele findest du hier, oder hier oder auch hier.
Daraus wurden zwei längliche Fladen geformt. Diese dann in der Mitte etwas eingedrückt, und darauf kamen dann Reste von Salami, Paprika, Zwiebeln und Champignons. Darüber Reste von geriebenen Käse, alles mit etwas Olivenöl beträufelt und ab in den Backofen. Bei voller Temperatur auf meinem Backstein dauerte das Backen der zwei Zünglein ca. 25 Minuten.

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Dazu eine Schüssel Kopfsalat, den gibt es zur Zeit in rauen Mengen im Garten und ein Gläschen Wein. Perfetto!

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Die Pizzazungen schmecken lauwarm und kalt.

Und jetzt genieße ich den schönen Frühlingssonntag im Blumengarten!

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Buon appetito
Werner 

Cantuccini


Italienische Biscotti gehen immer. Cantuccini im Besonderen!
Neben den Viallini, die ich hier gebacken habe, sind das meine Lieblingskekse.

Und wie es der Zufall will, mag Muttern die auch. Also wurden gestern bei der Video-Brotform-Aktion in der Piccola Panetteria dann auch noch ein paar dieser kleinen Gemeinheiten gebacken.
Ich habe mich dieses Mal an die Rezeptur von  La Vialla angelehnt. Nur die Zuckermenge habe ich etwas auf deutsches Maß reduziert.

Was soll ich groß sagen und umschreiben: Einfach eine gute Sache!

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Auch das Rezept ist einfach, ohne Schnick-Schnack und unnötigen Ballast.

  • 4 Eier
  • 400g Zucker
  • 2 TL Vanillezucker
  • 1 Hefe
  • 500g Mehl
  • 500g Mandeln

Die Eier werden mit dem Zucker zusammen schaumig geschlagen. Die Masse muss beim schlagen richtig hellgelb werden.

Anschließend das Mehl und die Hefe unterheben. Zum Schoß noch die ungeschälten Mandeln. Ich mag das, wenn die Cantuccini durch die Mandelschale etwas Struktur bekommen. Deshalb braucht es keine geschälten, hochglanzpolierte Mandeln.

Die Masse darf dann bei Zimmertemperatur für 1-2 Stunden ruhen.

Nach der Ruhephase wird der Teig dreigeteilt und aus jedem Teil eine baguetteähnliche Wurst geformt. Da der Teig leicht pappig ist, muss man hier zügig arbeiten und am besten die Hände mit kaltem Wasser befeuchten. Die 3 Teilstränge auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backpapier legen und bei 160°C im Backofen für 40 Minuten backen.

Herausnehmen, etwas (nur ganz kurz) abkühlen lassen und in 1cm breite Teilchen schneiden.

Den Backofen auf 120°C zurückschalten und alle Kekse noch einmal auf einem Backblech geben und für 10-15 Minuten in den Ofen schieben.

Auskühlen lassen und genießen. Oder, wie in meinem Fall, der Mutter an ihrem Feiertag ein Tütchen überreichen.

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Ganz fein schmecken die Kekse, wenn man sie in ein Gläschen Vin Santo, dem italienischen Dessertwein, taucht.

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Ich geh jetzt mal 1, 2, oder 3 tunken ….

Buon appetito
Werner

Angespargelt is …


Vorher aber durfte der Steinbackofen heute erstmal wieder sein Können zeigen. Er spukte mal wieder tolle Roggenmischbrote aus. Ich wollte möglichst viel Kruste, so entschied ich mich die Kruste richtig kräftig zum platzen zu bringen. Und das kam dann heraus:

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Ich hatte mir vorgenommen ein paar Brote abzugeben, hab es mir dann aber anders überlegt …. :)

Dann mussten auch gleich noch ein paar Weck, oder Brötchen wie der hochdeutsch sprechende Homo Sapiens sagt, gebacken werden.
Heute gab es da meine absoluten Lieblingsweck:

Fränkische Kipf, natürlich mit Kümmel.

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Dann aber war es endlich soweit. Heute hieß es endlich:

Angespargelt is!

Der erste Spargel in dieser Saison. Etwas spät, aber ich gebe ganz ehrlich zu, dass mir die Stangen bisher zu teuer waren. Jetzt aber hat sich der Preis auf Vorjahresniveau eingepengelt.
Also endlich Saisonstart. Und wie immer gibt es den ersten Spargel pur.
In der Folie mit Butter, Salz, Zucker und ein paar Orangenzesten. Die stammen übrigens noch von den sizilianischen Direktimporten.

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Was gibt es da gross zu beschreiben?
Alles in ein Stück Alufolie verpacken, Folie schließen und im Backofen bei 190°C für ca. 25 Minuten garen. Auspacken und: Genießen.
Standard sind dann natürlich Salzkartoffeln und Schinken dazu.

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Jetzt warte ich schon ungeduldig auf die Erdbeerernte im Garten. Der Gaumen lechzt schon nach dem Highlight der letzten Saison: Spargel, Erdbeere, Ziegenkäse

Buon appetito
Werner

Rezepte zu meiner Bärlauchwoche


Nachdem ich am Wochenende ja von einer lieben FB-Freundin aus einer Nachbarstadt tollen Bärlauch aus ihrem biologischen Garten bekommen habe, stand diese Woche ganz im Zeichen des Bärlauches.

Mal davon abgesehen, dass es ihn aufgrund seiner Eigenschaften auf den menschlichen Organismus das ganze Jahr über geben müsste wie hier im Link nachzulesen, schmeckt er einfach hervorragend. Ich mag diesen knoblauchigen Geschmack ohne die Geruchsfahne 5m gegen den Wind.

Aber zurück zum Wesentlichen! Was gab es also dieses Woche alles auf unseren Tellern.

Als Basis für den Vorrat und den sofortigen Genuss wurde zuerst ein Bärlauchpesto zusammen gerührt.

Bärlauchpesto “Casa mia”

im Original in meinem letzten Eintrag hier: Alles Bärlauch

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  • 100g Bärlauch
  • 50g Mandelsplitter
  • 1 Knoblauchzehe
  • Olivenöl
  • 1 Prise Salz

Bärlauch, Mandelsplitter, Knoblauch und Olivenöl (unbedingt ein hochwertiges verwenden, aber das ist ja eh klar) werden mit dem Zauberstab oder einem Standmixer fein gehäckselt. Mit der Menge des Olivenöles lässt sich wunderbar die Konsistenz des Pesto steuern. Zum Schluss wird mit Salz abgeschmeckt. Auf die Zugabe von Parmesan verzichte ich ganz bewusst. Der Käse kommt später bei der Verwendung dazu. Dadurch wird das Pesto länger haltbar. Ich bevorzuge auch Mandeln gegenüber Pinienkerne. Diese schmecken mir zu lätschig, schlabbrig. Die Mandelkernen geben einfach mehr Biss in das Pesto.
Ich gebe das Pesto in kleine Marmeladegläschen und friere es ohne Kochen sofort ein. So habe ich mindestens ein halbes Jahr immer frisches Pesto wenn der Gaumen danach ruft.

Die vielen Knospen die sich zwischen dem Blätterwald versteckten habe ich in Salattunke ohne Öl eingelegt. Mal schauen wie diese nach einigen Wochen schmecken.

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Weiter ging es dann am Sonntag mit meinem frischen Pesto

Lachs mit Bärlauchkruste auf Bärlauchrisotto

Bärlauch-5Das Rezept dazu ist fast nicht erwähnenswert, da es sich von alleine ergibt.

Risotto ganz normal wie immer köcheln. Ich habe hier dieses Mal meinen toscanische Reis verwendet, also keinen Rundkornreis. tut aber dem Geschmack keinen Abbruch.
Zum Schluss wird dem Risotto mit dem Schlag Butter eine gute Portion fein geschnittener Bärlauch untergerührt.

In der Zwischenzeit kann man sich, neben dem regelmäßigen rühren des Risotto, dem Lach widmen. Dieser wird in der Pfanne bei mittler Hitze auf beiden Seiten für 2 Minuten angebraten. Anschließend die Oberfläche leicht salzen und mit einer Schicht des Bärlauchpesto bestrichen. Hier ist es gut, dass kein Käse im Pesto ist. Ich finde, das würde auf dem Lachs nicht harmonieren. Dafür ist er reichlich im Risotto.
Die Pfanne mit dem bestrichenen Lachs kommt dann für ca 20-25 Minuten in den Backofen. Dieser ist auf 110°C vorgeheizt. So gart der Fisch zart weiter und bleibt wunderbar glasig.

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Dazu gab es einen frischen Kopfsalat mit einigen Bärlauchknospen.

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Einfach und wunderbar, ein perfektes Sonntagsessen mit wenig Aufwand!

Wochentags wird es einfacher, aber trotzdem geschmacksintensiv. :)

Bärlauch-Kartoffelsuppe

Hier mal ganz einfach auf die Schnelle, Fastfood!

Kartoffeln schälen, in kleine Schnitze schneiden und in einen Topf mit Wasser geben. Topf zum Kochen bringen, eine 1/2 kleingehackte Zwiebel dazu und Gemüsebrühpulver, hier selbstgemacht. Jetzt solange garen bis die Kartoffelstücke weich sind.
Anschließend mit dem Kartoffelstampfer fein drücken. Evtl. noch etwas Wasser zugeben um die gewünschte Konsistenz zu erreichen.

Zum Abschluß kommt noch 1 EL Schmand oder Saure Sahne und feingeschnittener Bärlauch dazu. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und ab in die Teller. Ein Klecks Bärlauchpesto in die Mitte und Voila!

Bärlauch-Kartoffel-Suppe

Weiter geht es mit einer

Bärlauchtarte

Bärlauchtarte-2

Da wochentags ausgiebiges Kochen doch eher selten zeitlich möglich ist, habe ich für dies Tarte einen 3-Minuten-Blitz-Mürbeteig verwendet. Gefunden habe ich diesen übrigens bei meiner FB-Freundin Mailys, die einen tollen Blog voller französischen Leckereien betreibt.

Der Teig ist wirklich in ein paar Minuten zusammengeknetet.

Zutaten:

  • 200g Mehl
  • 6 cl (3 Schnapsgläser) Olivenöl
  • 8cl kaltes Wasser
  • 1 Prise Salz

Alles zusammen in eine Schüssel geben und kurz mit dem Rührlöffel vermengen. Mit den Fingern weiter zu einer Teigkugel kneten und in den Kühlschrank stellen.

Jetzt zu Füllung

  • 3 Eier
  • 2 EL Schmand (ich habe hier Russischen Schmand bekommen – klasse!)
  • 1-2 EL Quark
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise gemahlene Chilischoten
  • Pfeffer

Alles mit einer Gabel gut verrühren.

4 Scheiben rohen Schinken in kleine Würfel schneiden.

Der Teig (darf auch 1-2- Stunden im Kühlschrank ruhen)  jetzt auf die Größe der Tarteform ausrollen. die Form damit auskleiden und den Boden mit der Gabel ein paarmal einstechen.

Nun die Eiermischung darauf schütten. Die Schinkenwürfel darauf verteilen. Ebenso ca 2-3 Esslöffel etwas geriebenen Käse.
Obenauf werden dann nach Lust und Laune sowie künstlerischen Ansprüchen ganze Blätter vom Bärlauch gelegt.

So kommt die Tarte in den auf 190°C vorgeheizten Ofen. Nach ca 40 Minuten belibt nur noch: Mit einem frischen Salat zusammen genießen!

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Heute zum Abschluß habe ich mich dann beim Konditormeister bedient, bei Martin Schönleben. Er hat auf seinem Blog eine Bärlauchbroschüre zum Download zusammengestellt. Martin kann nicht nur tolle Törtchen und bayerisches Traditionsgebäck, sondern auch Bärlauch. Schaut euch bei dieser Gelegenheit mal auf seinem Blog um.

Meine Bärlauchtaschen mit “Blitz”-Blätterteig

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Auch hier gab es wieder einen Blitzteig, Blätterteig nach Mailys. Du erinnerst dich…. ein toller französcher Blog.

Mein Lieblingsblätterteig, vielseitig für Süß- und Herzhaftes verwendbar. Da braucht es die ganze zeitintensive Falt- und Schichtaktion nicht. Einfach, unkompliziert und geschmacklich klasse.

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Für die Füllung habe mich dann bei Martin inspiriert und bedient.

Meine Zutaten für 9 Taschen:

  • Bärlauch
  • 50g roher Schinken
  • 1/2 Zwiebel
  • 20g Sahne
  • 25g Schmand
  • 1 Eigelb
  • 30g Fetakäse
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 1 Eigelb
  • 1 EL Wasser

 

Zubereitung:

Schinken und Zwiebeln kleinwürfelnd und in etwas Olivenöl anbraten. Würzen, dann mit der Sahne aufgießen und aufkochen lassen. Jetzt Eigelb, Schwand unterrühren. Pfanne beiseite stellen. Den Bärlauch fein hacken und zusammen mit den zerkrümelten Fettkäse mit der Sahne-Schinkenmischung gut vermischen.

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Bärlauchtaschen-2

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Dann wird der über Nacht gut durchgekühlte Blätterteig ausgerollt und in 9 mehr oder weniger gleichmäßige Quadrate geschnitten. Nur keine Doktorarbeit daraus machen!

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Das Eigelb mit dem Wasser verrühren und jeweils 2 Seiten der Teigquadrate damit einstreichen. Auf jede Platte einen guten TL der Bärlauchfüllung geben, einklappen und die Kanten gut zusammendrücken.

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In der Zwischenzeit wurde der Backofen auf 210° C erhitzt. Die Teigdreiecke auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und die Oberfläche mit dem Rest der Ei-Wassermischung bestreichen.

Ca 15 Minuten backen. Nach der Hälfte der Backzeit habe ich den Ofen auf 190°C zurückgeschaltet.

Und so sehen sie aus wenn sie frisch aus dm Hitzebad befreit werden.

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Buonissimo!

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Meine, nicht neue Erkenntnis, der Woche: Bärlauch ist ein tolles Kraut!

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Und jetzt freue ich mich auf den Mai mit tollen Spargelgerichten. Ich bin selbst gespannt, was so alles mit diesem edlen Stangen auf meinem Teller landet.
Schau vorbei und hol dir Appetit und Inspiration.

Buon appetito
Werner

 

Passend zum Karfreitag – Apostelkuchen


Ich könnte mich ärgern …. Es sollten schöne, goldgelbe Apostelkuchen geben. Sollte!
Ich habe aber meinen Ofen und die Uhr für einen Moment außer Acht gelassen, das haben mir die Gebäckstücke nicht verziehen. So gab es heute eben Mohren-Apostelkuchen. (Und das mir jetzt niemand mit politischer Korrektheit kommt …. ) ;)

Schmecken tun sie hervorragend, sind halt leider etwas dunkel.

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Das Rezept zu den Apostelkuchen stammt von Martin Schönleben, dem blogenden Konditormeister aus Puchheim. Auf seinem Blog Einfach ein schönes Leben hat er viele traditionelle bayerische Gebäcke gesammelt.
Von ihm stammt auch das Büchlein über die Minitörtchen aus denen diese Schokomoussetörtchen stammen.
Diese Apostelkuchen habe ich schon im letzten Jahr zu Ostern gebacken und war begeistert.

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Zutaten für 4 Apostel

  • 500 g Weizenmehl
  • 30 g Hefe
  • 50 g Zucker
  • 50 g Butter
  • 7 g Salz
  • 200 g Milch
  • 80 g Eigelb (4 Stück)
  • 50 g Vollei (1 Stück)
  • geriebene Zitroneschale
  • 180 g Rosinen
  • 60 g Mandelsplitter (original: Pinienkerne geröstet)
  • Butter
  • Zucker

Zubereitung:

Die Zutaten außer Rosinen und Mandelsplitter zu einem glatten Teig verkneten. Dann Rosinen und Mandeln kurz unterkneten. Den Teig dann für ca 20 Minuten ruhen lassen.

Dann wird der Teig geviertelt. Jedes Viertel dann noch einmal dritteln. Jetzt wird aus 2 Teilen eine große Kugel geformt, platt gedrückt und auf ein Blech gelegt. Aus jeweils einem Teil eine kleine Kugel formen und auf die Teigscheibe legen. So werden daraus 4 “Hüte”.

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Das Blech wird dann abgedeckt und warm zur Gare gestellt bis die Teigteile ihr Volumen mindestens verdoppelt haben.

Bei 160°C Umluft dann für ca 25 Minuten gebacken. Vielleicht vorsichtshalber öfter danach schauen als ich …. ;)

Als Finish mit flüssiger Butter einstreichen und nach Belieben mit Zucker bestreuen.

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Und wie die Apostelkuchen in “Perfekt” ausschauen, da schaut ihr mal bei Meister Schönleben nach.

Ich gehe jetzt einen Cappuccino bei herrlichem Sonnenschein trinken. Natürlich mit einem Apostel!

Buon appetito
Werner

Spinat und Ei – heute mal nicht traditionell


Gründonnerstag – seit ich denken kann gibt es Spinat, Ei und Kartoffel. Und irgendwie liebe ich das an diesem Tag, obwohl ich es sonst nicht unbedingt mit Traditionen habe.

Heute aber sollte es dann doch mal eine leichte Variation geben. Aber keine Panik, die Grundzutaten bleiben gleich. Eier, Spinat,Kartoffelstücke.

Es gab:

Katalanischer Spinat mit Eierfrittata und Salzkartoffeln

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Mein Urteil:

Was für eine Kombination!

Also der Reihe nach:

Salzkartoffel – das bedarf mal keine Erklärung …

Der Katalanische Spinat

Vor ein paar Wochen fand ich in Jennifers Friede, Freude, Eierkuchen-Blog diese spanische Variation von Spinat. Jennifer legt diesen Spinat auf geröstete Brotscheiben für Crostini. Mir schoss beim Anblick und der Zutatenliste wie Pinienkerne, Knoblauch, Sultaninen, Olivenöl spontan der Gründonnerstag in den Kopf. Jetzt brauchte es nur noch eine kreative Eierkreation dazu.

Das Rezept zum Spinat findet ihr im Link hier oben. Von mir gibt es ein paar Schnappschüsse vom Kochen. Die ganze Spinataktion dauert 5 Minuten, und schon ist er fertig, der katalanische Spinat.

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Eierfrittata

Die fand ich die Tage in einem Video auf YT. Leider war ich so dusselig und habe mir die Linksdresse nicht notiert. Aber gefallen hat mir das sehr gut. Das war die optimale Ergänzung zu meinem mediterranen Spinat dachte ich. Und ich habe richtig gedacht!

Was braucht es für 6 Eierfrittate (2 Personen)?

  • 1 Muffinform
  • 4 Eier von glücklichen Hühnern
  • Dill
  • Peperoni
  • 6 Scampi
  • 6 Würfel Fetakäse a 2 x 2 x 2 cm
  • 6 Scheiben Frühstücksbacon
  • Grillgewürz

Die Sache ist auch genial einfach. Der Frühstücksspeck wird in der Muffinsform als Rand in die Mulden gelegt.

Eier, Dill und feingehackte Peperoni werden verquirlt. Mit dem Dill braucht man nicht sparsam zu sein. Dafür braucht es kein Salz, da Speck und Feta schon salzig genug machen.

Jetzt werden in jede ausgelegte Muffinkuhle 2 EL der Eimischung gegeben. Jeweils ein Stück Fetakäse einlegen, eine Scampi dazu und die restliche Eimischung gleichmäßig verteilen. Obenauf darf noch einmal pfiffig gewürzt werden. Ich nahm hier mein selbstgemixtes Grillgewürz. Das machte sich hervorragend dazu.

Die Muffinform kommt nun für 35 Minuten in den auf 140°C vorgeheizten Backofen. Heraus kommt dann das:

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Und dann wird angerichtet.

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Was für ein Auftakt für das Osterwochenende. Ich glaube nicht, dass es erst wieder Gründonnerstag werden muss, bis das wieder auf unseren Teller liegt.

Und die Crostinivariante mit diesem Spinat steht schon auf dem Merkzettel ganz oben.

Buon appetito
Werner

 

Backtag in der Piccola Panetteria


Ich bin noch beim Auffüllen der Vorratskammer für die Ostertage.

Heute standen dazu zwei verschiedene Brötchensorten auf dem Plan. Vorher aber gab es Baguette vom Feinsten.

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Und wieder fängt alles ganz unspannend an.
Der Teig ruhte für gute 50 Stunden im Kühlschrank. Heute wurden Teigstangen daraus geformt, eingeschnitten und im Backofen abgebacken.

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Baguette “Casamia”

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Ob das Baguette den Osterhasen erleben wird? Ich habe da so meine Zweifel …

 

Weiter geht es mit DDR-Brötchen nach Bäcker Süpke. Die habe ich etwas fränkisch angehaucht. Heißt das Mehl wurde zur Hälfte mit 812er gegenüber dem Original ersetzt und etwas Kümmel musste schließlich auch noch rein.

Heraus gekommen sind dann

DDR-Brötchen a la Casamia

  • 500g Weizenmehl 550
  • 500g Weizenmehl 812
  • 650ml Wasser
  • 25g Hefe
  • 15g Schweineschmalz
  • 20g Salz
  • 5g Zucker
  • Kümmel nach Geschmack

Alle Zutaten für ca 15 Minuten kneten. Dann 1 Stunde kühl ruhen lassen. Den Teig abschlagen, oder kurz durchkneten und eine weitere Stunde kühl und abgedeckt zur Gare stellen.

Jetzt die Brötchen formen. Ich habe mich dieses Mal für 75g-Brötchen entschieden.

Die Stückgare beträgt jetzt ca 30 Minuten. Dann mit Wasser abstreichen und mit Wasserdampf bei 220°C ca 20-25 Minuten backen.

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Backtag-DDR-Brötchen-1

Zum Abschluss musste ich auch noch ein paar meiner Lieblinge backen:

Birkenhainer

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Das Rezept dazu findest du hier: Birkenhainer Rezept und ein Video zur Formung gibt es hier: Birkenhainer formen.

Backtag-Kipf-2

 

So, jetzt ist mal genug gebacken. Höchste Zeit, dass wieder gekocht wird….

Buon appetito
Werner