Grießnockerlsuppe und Ausflug nach Südtirol


Eine klare Brühe mit Einlage geht immer. Eine meiner Lieblingseinlage sind Grießnockerl. Und nachdem ich das Wochenende in Südtirol verbracht habe (davon später mehr) und ich dort sehr fein und auch üppig gespeist habe, entschied ich mich gestern Abend für “Suppe mit …. ”

Meine Grießnockerl-Suppe

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Zutaten für 2 als Hauptspeise oder 4 als Vorspeise:

  • 50g zimmerwarme Butter
  • 1 zimmerwarmes Ei
  • 80g Grieß
  • Salz und Muskatnuss

Zubereitung:

Die Butter mit dem Mixer schaumig schlagen, das Ei hinzufügen, weiter mit dem Mixer traktieren bis sich eine homogene Masse bildet. Dann den Grieß unterrühren und das Ganze mit Salz und Muskatnuss abschmecken.

Die Grießmasse darf jetzt 2-3 Stunden bei Zimmertemperatur ganz still und leise vor sich hin quellen.

Nach dieser Ruhephase werden mit zwei Teelöffeln kleine Nocken abgestochen, geformt und in die leicht siedende Brühe gleiten lassen. Dabei die Teelöffel immer wieder in die heiße Brühe tauchen. Die Grießmasse sollte für 12 Nocken reichen.

In der Brühe dürfen sie dann für ca 20 Minuten ziehen. Dabei darauf achten, dass die Brühe nicht zu kochen anfängt.

Dann heißt es nur noch: Ab in die vorgewärmten Teller, mit frischem Petersilie bestreuen und genießen.

Ausflug nach Lana in Südtirol

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Der ein- oder andere meiner Follower in den Social Medien wird es sicher mitbekommen haben, dass ich am Wochenende in Lana zum Brotbacken eingeladen war. Ich fühlte mich von Anfang an geehrt zu diesem hochkarätigen Kreise der Teilnehmern zu gehören. Mit dabei waren unter anderem: Österreichs bester Bäcker Dietmar Kappl, der fränkische Freibäcker Arnd Erbel, die deutsche Dinkelikone Horst Deffland, die Mühlenbesitzerin Monika Drax, mein Backfreund Björn der Brotdoc und natürlich der Organisator Manfred “Schellikocht” Schellin. Und mittendrin der kleine Hobbybäcker aus der Piccola Panetteria.

Dabei wurde viel gefachsimpelt was gutes Brot ausmacht, an welchen Stellschrauben man drehen muss um ein solches zu bekommen und natürlich auch das ein oder andere Brot gebacken. Dabei wurden die Backergebnisse mit verschiedenen Mehlen verglichen. Hier habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass ich zukünftig unbedingt neben meinem Lieblingsshop Bongu auch bei der Draxmühle Mehl kaufen werde, da das Mehl dieser kleine Mühle eine tolle Qualität hat.

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Die wichtigste Erkenntnis der Tage dabei war für mich: Achte auf deinen Sauerteig!
Fühlt sich der Sauerteig wohl, steigt die Chance auf gutes Brot extrem. Zudem hat mich ganz besonders die Backphilosophie und die Teigbehandlung von Dietmar Kappl beeindruckt. Es ist einfach ein grandioses Erlebnis ihm beim Umgang mit dem Brotteig zuzuschauen.

Logiert haben wir die Tage im Hotel Schwarzschmied in Lana. Ein sehr angenehmes, komfortables Hotel mit einer sehr guten Küche. Ich fühlte mich hier unheimlich wohl. Das lag vielleicht auch daran, dass die Kirche mit der größten Glocke Südtirols im Glockenturm in ähnlicher Reichweite wie zuhause war. ;)

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Und nachdem ich jetzt wieder etwas mehr über die richtige Brotteigbehandlung erfahren habe, mache ich mich jetzt wieder mit frischem Elan ans Backen. Sollte also in nächster Zeit cucinaepiu etwas backlastig werden, dann weißt du jetzt warum.

Buon appetito
Werner

Blätterteig-Quark-Schoko Fingerfood


Ich war zu einem kleinen Mini-Foodbloggertreffen in Göttingen eingeladen. Mit von der Partie waren der Sammelhamster, die Frau aus der Kyche und die Frau mit dem  Manzfred. Getroffen haben wir uns in der Puszta in Göttingen bei der lieben Anikó von Paprika meets Kardamon.

Und wie das so üblich ist, habe ich natürlich auch etwas im Gepäck gehabt. Neben ein paar Pizzabrötchen aus Kartoffel-Hefeteig für die herzhafte Fraktion gebacken, gab es auch

Blätterteig-Quark-Schoko-Törtchen

Pures Naschzeugs, auf neudeutsch kann man es auch Fingerfood nennen. :)

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Die kleinen Gemeinheiten sind schnell gemacht.

Dieses Mal habe ich natürlich wieder auf meinen Liebling Ratzfatz-Blätterteig zurückgegriffen. Ich habe es ja hier in den Kommentaren versprochen: Nie mehr den gekauften, nur nach Pappe schmeckenden Blätterteig zu verwenden.

Wie dieses Wunderwerk der Einfachheit, das ich bei Maílys vor langer Zeit gefunden habe funktioniert, kannst du auch hier nachlesen und weitere Verwendungsmöglichkeiten entdecken. Aber ich muss dich gleich warnen, du wirst keinen gekauften Blätterteig mehr mögen!

Den Blätterteig habe ich binnen 10 Minuten am Vorabend zubereitet und über Nacht im Kühlschrank deponiert.

Am Morgen dann dünn ausgerollt und mit einem Glas passende Scheiben ausgestochen und diese in eine gefettete (ich benutze immer Trennspray) Mini-Muffinsform gedrückt.

Als Füllung wollte ich etwas Süßes, aber zu süß sollte es auch nicht sein. Und da ich um die Vorlieben so mancher Mitreisenden weiß, sollte es auch etwas schokoladig ausfallen.

Zutaten:

  • 300g Quark (ich verwende immer Magerquark)
  • 100g Creme Fraiche
  • 80g Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 1 EL Schokoladen-Puddingpulver
  • 1 Ei
  • 50ml Kaffeelikör

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Zubereitung:

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und homogen verrühren.

Die mit Blätterteig ausgefüllten Kuhlen des Muffinsblech mit der Creme füllen und im vorgeheizten Backofen bei 220°C ca 12-15 Minuten backen. Wie lange genau weiß ich nicht exakt, da ich meist auf Sicht backe. Wenn der Blätterteig schön knusprig, braun ausschaut, dann sind sie fertig.

Das Blech etwas abkühlen lassen, die Teilchen herausnehmen und mit Puderzucker bestreuen.

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Und schon sind die Blätterteig-Quark-Schoko-Törtli fertig zum Cappuccino oder als allgemeines Naschwerk.
Oder eben für die Reise nach Göttingen!

Dort angekommen wurden wir von Anikó herzlich begrüßt und dann folgte ein schöner Tag in lockerer, gemütlicher Runde nach dem Motto: Essen, Reden, Essen, Reden, Essen, Essen ….

Wir starteten nach Pizzabrötchen und Törtli (von denen einige die Autobahnfahrt nicht überlebten) mit Lángos. Frisch und mit Hilfe aller von Aniko zubereitete ungarische Streetfood.

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Den Link zum Rezept findest du hier: Anikó’s Langós

Die machen richtig süchtig aber auch: satt! :)

Kaum waren die aufgegessen durfte es ein Käff’chen zur Verdauung sein. Kleines Mitbringsel dazu von Jutta.

Frankfurter Kranz Light

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Der Kuchen oder die Torte leicht entkaloriert und in fluffiger Bauart. Mit einem Biskuitteig und einer lockerleichten Buttercreme. Und da das Jutta’s Standardbackwerk ist, hat sie es für alle Mitesser angepasst. Stück für Stück teils mit teils ohne Marmeladenschicht gebacken. Und da ich ja ein “Allesfresser” bin (fast) “durfte” ich auch gleich mehrere Stückchen testen ….

Das Rezept zu dieser Hammertorte, die mich an die Festtagstorten meiner Oma nur in Leicht erinnerte, findet ihr natürlich in Juttas Schnuppschnüss-Blog.

Und schon ging es weiter mit strudeln.
Alle schauten Anikó zu wie sie einen Strudel mit für uns alle neuen Füllung bastelte. Süße Quarkfüllung mit Grieß und Dill. Auch wenn wir etwas skeptisch waren, Süß und Dill geht das? Das Ergebnis hat voll überzeugt.

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Ein toller, blättriger Strudel mit eine süßen Quark-Dillfüllung. Wie das geht und wie man den Strudel formt und er so blättrig wird, das findest du hier: Anikós Strudelei

Und den Beweis  das es sozusagen Schlag auf Schlag ging, den seht ihr hier. Die Torte war noch nicht verräumt, geschweige denn aufgegessen und schon wurde der Strudel serviert.

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So ging ein schöner Tag mit netten Foodblogger dem Ende entgegen.
Sollten wir wieder einmal machen ….

Buon appetito
Werner

 

 

 

 

Kartoffeltarte und ein Hinweis


Ich fange mal mit der positiven Nachricht an.

Es gab mal wieder eine Blätterteig-Kartoffeltarte. Einfach und einfach genial!

Kartoffeltarte

Leider hatte ich nicht vorgeplant war ich heute etwas faul und habe dazu fertigen Blätterteig verwendet. Ich weiß, ich wollte nie mehr fertigen Blätterteig kaufen … Wie wäre die Tarte erst mit meinem selbstgemachten Ratzfatz-Blätterteig geworden!

Dazu gab es frischen Kopfsalat. Wer nachkochen möchte, der schaut mal in meinem Originalbeitrag: Kartoffeltarte, so einfach, so lecker nach oder aber in meinem Evernote-Rezeptblatt.

Und zur Anregung des Speichelfluss gleich noch ein paar Fotos.

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Leider habe ich heute auch eine schlechte Nachricht für dich:

Mein Rezeptbuch “Cucinaepiu” ist in den Weiten des Internets untergegangen.

Dem Einen oder Anderen wird es schon aufgefallen sein, dass der Link im Blogkopf bzw. in den älteren Blogthreads mit Rezepten ins Leere läuft.
Das Rezeptbuch setzte auf das Blogsystem Postach.io auf.
Postach.io hat leider sein Geschäftsmodell vor einiger Zeit umgestellt. Das wollte ich aber nicht mitmachen und habe deshalb meinen Account dort auslaufen lassen. Das hat wiederum zur Folge, dass das Rezeptbuch nicht mehr existiert.
Andererseits stehen ja die Rezepte immer auch in den Originalblogbeiträgen hier zum Download oder Druck zur Verfügung. Ich denke, damit lässt sich auch gut leben.

Buon appetito
Werner

Ein neuer Pizzafavorit


Ich gebe es ja ehrlich zu, ich wollte dich nicht schon wieder mit Pizzafotos langweilen. Aber wir haben gestern einen neuen, zusätzlichen Favoriten gefunden.

Pizza mit gedünsteten Zwiebeln und Sardellenfilets

Aber wenn schon, dann der Reihe nach!
Wir hatten gestern Besuch von lieben Freunden. Ganz alte Blogbesucher kennen sicher noch meinen Podcast “Cucina e piu” zu meinen Bloganfängen. Die Stimme zwischen den einzelnen Beiträge, die wurde von unserer italienischen Freundin Giusi eingesprochen. Jedenfalls war sie gestern mit ihren Mann bei uns zum: Pizzaessen. Das Wetter hätte schlechter sein können und so wagten wir es uns um den Ofen auf die Terrasse zusetzen.

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Es war alles gerichtet, das Feuer brannte, das Baguette war gebacken, der Pizzateig gerichtet. Wir konnten entspannt auf unsere Freunde warten.

Zu einem feinen Ramazzotti-Aperitivo gab es frisches Baguette mit zweierlei Aufstrich. Tomaten-Mandel-Creme und Thunfisch-Rilette. Die Fischrilette hatte ich vor Wochen bei Mailys entdeckt. Unser gemeinsames Urteil: Sehr Gut!

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Dann war der Ofen auf Betriebstemperatur, die Pizzasauße konnte beginnen. Zum Start erstmal ein Klassiker. Ich muss mich ja warm backen …. ;)

Pizza mit scharfer Salami, Champignons und Oliven

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Gleich danach ein echtes, wenn auch uns schon bekanntes Highlight.

Pizza mit Bündner Fleisch, Rucola und Parmesanspänen.

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Diese Pizza wurde mehr oder weniger erst am Tisch montiert.
Der nur mit etwas Tomatensugo und Mozzarella gebackene Teigfladen bekam am Tisch sein Belag. Ein paar Scheiben Bündner Fleisch, (Bresaola war mal wieder nicht aufzutreiben) dann eine Schicht Rucola, ein paar Parmesanspäne und als Finish ein Spritzer feinstes toscanisches Olivenöl.
Buonissimo!

Anschließend wieder ein Klassiker:

Pizza mit Salami, Paprika, Zwiebeln und Oliven

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Die nächste Pizza sollte dann zum Favoriten des Abends werden.

Pizza mit gedünsteten Zwiebeln und Sardellenfilets

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Auch hier wurde der Teigfladen nur leicht mit Tomatensugo bestrichen. Darauf kamen gedünstete Zwiebeln. Dazu hatte ich im Vorfeld 2 Zwiebeln in Olivenöl weichgedünstet und mit Salz, Pfeffer und einem Hauch gemahlener Chilischoten gewürzt.
Zum Abschluss kamen obenauf ganze Sardellenfilets. Nach 3 Minuten auf den Steinen im heißen Steinbackofen betörte schon alleine der Duft der Zwiebeln und Sardellen.

Geschmacklich ein absolute Bombe!

Unser Fazit lautete: Beste Pizza des Abends!
Die wird in den Kreis der Alltime-Favorites aufgenommen und wird es jetzt ganz sicher regelmäßig geben.

Jetzt wartete noch ein kleines Dessert auf uns.

Eine Kreation die man auch als Tiramisu bezeichnen könnte. Löffelbiskuit in Kaffeelikör und Espresso getränkt, Mascarpone, geschlagener Eischnee, mit Agavensirup und Amaretto verrührt und kurz vor dem Servieren mit herben Kakaopulver bestreut. Das Ganze schon im Portionsglas angerichtet.
Der krönende Menüabschluß!

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Nach dem klassischen Espresso wurde noch lange vor dem Ofen gelacht und geschäkert.

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Buon appetito
Werner

 

Mai-Stammtisch der Genussesser


Wenn es eine Konstante im Monat gibt, dann sind es die Stammtischtreffen der Genussesser in Würzburg.

Diesen Freitag, so wie jeden vorletzten Freitag im Monat, war es wieder soweit. Wir trafen uns im La Rustica in Würzburg. Alte Freunde, neue Genussesser und auch überraschend dazu gekommene saßen zusammen und schlemmten vom Feinsten. Rustica-Cheffe Enio verwöhnte uns dieses Mal unter dem Motto Fisch.

Los ging es mit Carpaccio. Nicht nur Eines, sondern gleich Dreierlei.

Carpaccio vom Lachs, Schwertfisch und Thunfisch, Antipastigemüse mit Parmesanspänen.

Ein perfekter Einstieg!

Genussesser-Antipasti

Dazu Trombini und Salsa Verde

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Gleich darauf folgte eine mit Parmesanhaube gratinierte Jakobsmuschel.

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Kurz vor dem Hauptgang kam überraschenderweise Spielwiesen-Barbara dazu. Sie war auf der Durchreise und entschied sich kurzerhand vorbei zuschauen. Und sie kam gerade rechtzeitig um uns beim leckeren Hauptgang zu unterstützen.

Auf dem Tisch stand eine große Platte Fisch und zweierlei Gemüse. Steinbutt, Thunfisch, Doradenfilets und kleine ausgebackene Calimari. Dazu wurde uns gratinierter Fenchel und ein Ratatouille serviert.
Dank Barbaras Hilfe gelang es uns dieses Mal tatsächlich die Platten zu leeren.

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Jetzt hatten wir uns wirklich einen Grappa verdient! Nicht irgendeinen, sondern einen “Grappa di Prosecco”.
Zeit für Foodblogger-Fachgespräche und neben einem Café durften wir noch “Schokolikör a la Mama” genießen. Leider war die Flasche schneller leer als unsere Gier danach gestillt war.

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Zum Abschluss durfte natürlich ein Dolce nicht fehlen. Kleine Variationen von Panna Cotta.

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Auch diesmal war der Stammtischabend wie im Flug vorbei. Übrig blieben zufriedene Gaumen, volle Mägen, nette, lustige Gespräche mit Gleichgesinnten und die Hoffnung, dass es bald wieder soweit ist.

Buon appetito
Werner

Video zum “Crunchy-Crust” Brot


Nach meinem letzten Blogbeitrag “Angespargelt ist …” habe ich in den Social Media Kanälen und per Mail einige Anfrage bekommen wie diese Kruste am Brot zustande kommt. Deshalb habe ich mich heute gestern kurzfristig entschlossen, diese Brot heute noch einmal zu backen und die wichtigen Schritte dabei per Video zu dokumentieren.

Das letzte Mal habe ich die Brote im Steinbackofen gebacken. Dieses Mal entschied ich mich für ein Topfbrot im Elektrobackofen.

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Allerdings muss ich zugeben, dass ich mit dem optischen Ergebnis nicht ganz zufrieden bin. Tut aber dem Geschmack nichts. Und, handwerklich hergestelltem Brot darf man das auch ruhig ansehen, es muss nicht die perfekte Hochglanzoptik haben, sondern darf ruhig rustikal aussehen. Einfach individuell!

Das Brotrezept stammt im Original aus dem Brotbackbuch von Lutz Geißler. Im Gegensatz zum Original habe ich dieses Mal Lutz’s Knospenbrot mit Weizenmehl 812 gebacken. Die Teigmenge habe ich gegenüber dem Original auf das 1,5-fache hochgerechnet, damit es vom Volumen zu meinem Bräter passt. Dieser ist übrigens nichts besonderes und schon überhaupt nicht Hightech! In meinem Fall ein alter, ausrangierter Alubräter mit Teflonbeschichtung. Wichtig ist nur, der Topf muss einen Deckel haben und darf keine Kunststoffgriffe haben damit er die Backofenhitze übersteht.

Die Rezeptur kannst du im Brotbackbuch nachlesen. Das Buch ist übrigens für Anfänger und Fortgeschrittene im Brotbacken zu empfehlen. Neben tollen Rezepten erläutert es auch sehr anschaulich das KnowHow fürs erfolgreiche Brotbacken im eigenen Herd.

Jetzt aber zum Video über die entscheidenden Handgriffe für mein

Crunchy-Crust Brot

 

Making of ..... Crunchy Crust Bread

Making of ….. Crunchy Crust Bread

Klick auf das Bild öffnet das YouTube-Video

Genauso kannst du natürlich jedes andere Brotrezept mit dieser Kruste verzieren. Lass einfach deinen Ideen und deiner Kreativität freien Lauf.

Jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim Brotbacken

Buon appetito
Werner

Berlin, Berlin …


Der kleine Hobbybäcker aus dem ländlich, verschlafenen Spessart reiste in die große Stadt.

Ich wollte meine Brotbackkünste erweitern. Dazu buchte ich vor Monaten einen Kurs bei den beiden Brotexperten Lutz “Plötz” Geißler und Manfred “Schelli” Schellin in der Kochbar Berlin-Moabit.

Der Unterschied zwischen Dorf und Stadt zeigte sich schon am Bahnhof.

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Dann aber zog mich die kleine Möchtegern-Weltstadt in ihren Bann.

Mein Hauptquartier schlug in ich Moabit auf. Neben einem Besuch in der Arminiushalle musste als erstes natürlich eine Currywurst sein.

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Der Zufall wollte es, dass ich die Brotbackreise mit einem Kochkurs über die Alltagsküche Jerusalems bei Goldhahn&Sampson starten durfte. Für mich völliges Neuland, zeigte Ozir, der Workshopleiter in diesem Delikatessen- und Buchladen, der übrigens unbedingt  einen Besuch für Foodies wert ist, Standardgerichte im Kulturenmix Jerusalem.

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Tolles Ambiente mitten in der Bücherei zum genießen der selbstgekochten Leckereien auf den Tellern

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Hummus mit Pilzen

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Kräutersalat “Fatoush” – libanesischer Kräutersalat mit gerösteten Pitabrotstückchen

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Baba Ganoush und im Hintergrund Pitabrötchen.
Du darfst mal raten wer dafür zuständig war. ;)

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Bananenkuchen und Halvecreme

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Im Vordergrund der Tafel ein Shakshuka und hinten rechts Shulbatu, ein Zucchini-Bulger-Eintopf

Ist zwar jetzt nicht unbedingt mediterran leicht, sondern eher deftig, aber schmecken tut das meinem Gaumen schon auch.
Da wird sicher mal etwas nachgeköchelt in der Cucina.

Berlin, das kann auch eher mal gemütlich und ohne viel Verkehr daher kommen. Fand ich sehr angenehm.

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S41/S42 -Ringbahn – mein Transportmittel

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Kunst am Bahnhof – da gefällt mir die Malkunst an unserem Bahnhof (siehe oben) deutlich besser ….

Mein wichtigstes Transportmittel war die Ringbahn. Für mich perfekt um sich im erweiterten Zentrum zu bewegen. Und genau diese Ringbahn führte mich dann auch zu Sarah’s LuLu am Markt in Berlin-Friedenau. Sarah habe ich bei meinem ersten Brotbackkurs in Berlin im letzten Jahr kennengelernt. Sie führt einen tolles Bistro mit einem fantastischen, handwerklich hergestellten Brot. Und ein gutes Frühstück durfte ich dort auch genießen. Schon wieder ein kleiner Tipp wenn du mal nach Berlin kommst: LuLa am Markt.

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Weiter mit der Ringbahn zu einem Treffen mit einer Facebookfreundin, zu Veronika. Hier zeigt sich dann, dass die Zuckerberg’sche Plattform auch etwas Positives hat. Sie dient nicht nur dem Zeitvertreib, sondern man lernt durch sie auch nette Menschen kennen. In meinem Fall Veronika und ihren Mann Wolfgang.

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Dabei wurde auch bayerische Küche genossen. Einen Krustenbraten mit Kloß und Soß. Können die Berliner auch, aber die Franken und Bayern definitiv besser. ;)

 

Dann aber zum eigentlichen Grund meines Hauptstadttrip: Sauerteig-Workshop bei Lutz und Schelli in der Kochbar Berlin.

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Neben vielen verschiedenen Sauerteigansätzen und Vertiefungen in die Geheimnisse der Sauerteigführung, gab es eine ausgedehnte Brotverköstigung mit vielen unterschiedlichen Sauerteigführungen gebacken. Und nicht zu vergessen: einen genialen Panettone mit Weizensauerteig gebacken.

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Im Nachhinein komme ich schon etwas ins grübeln, wie ich bisher ohne diese Kenntnisse ein gutes Brot backen konnte. Wobei ich mal unterstelle, dass ich kein schlechtes Brot backe. :)

Zum Mittagstisch ein geniales Linsensüppchen mit Koriander und perfekt gegarten Hähnchenbrusthäppchen.

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Reste der Brotverköstigung. Das sind alles verschieden Brote mit verschiedenen Sauerteigführung.


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das verlassene Schlachtfeld ….

Mit einer Tasche voller Brote und anderen Leckereien sowie vielen Ideen und Inspiration verließ ich das Schlachtfeld und machte ich mich am Sonntagabend wieder auf die Rückreise in die Provinz.

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Bundesinnenminsterium an der Spree gegenüber von Schloß Bellevue

Berlin, ich komme bestimmt wieder.

Buon appetito
Werner