Currywurst-Sauce


Es gibt so Themen und Rezepte, da weiß man nicht so recht wie man sie präsentieren soll. Und genau so eines habe ich heute erwischt.

Eigentlich geht es um eine Sauce für ’ne Currywurst. Ja richtig gelesen, Currywursttunke.
Ob die Currywurst jetzt wirklich in Berlin erfunden wurde, lasse ich jetzt mal außen vor. Da könnte man wahrscheinlich wissenschaftliche Abhandlungen schreiben, seitenweise. Ne ne, das überlasse ich andere. Ich bleibe aber bei der Berliner Currywurst. Aber auch da soll es Verzweigungen geben, historisch gewachsene. Zumindest über die letzten 50 Jahre. Richtig geraten, es gibt eine Ostvariante und eine Westvariante. Ob jetzt meine Tunke Ost oder West ist, keine Ahnung. Ist auch völlig egal.
Zurück zum Thema, ich meinte zur Tunke. Klar kann man eine Currywurst mit Ketchup und viel Curry oben auf essen. Bein meinem Besuch des Udo Lindenberg-Musical „Hinterm Horizont“ in Berlin im letzten Sommer habe ich in einer örtlichen Zeitschrift eine Currywurstsauce entdeckt, die jeden Ketchup alt aussehen lässt. Und die macht aus einer guten Wurst die perfekte Currywurst, egal ob mit oder ohne Pelle, egal ob aus Berlin oder … ja oder aus Langenprozelten.

Rezept:

Zutaten
250g brauner Zucker 100ml Weißweinessig
800g Schältomaten (Dose) 25g Ingwer
1-2 Knoblauchzehe 2 EL Öl
2 EL Tomatenmark Chilipulver je nach Schärfe
3-4 EL Currypulver Salz
Zubereitung

Zucker in einem Topf schmelzen. Mit Essig und Dosentomaten ablöschen. Die leere Dose mit Wasser füllen und ebenfalls in den Topf geben. Aufkochen und unter Rühren 15 Minuten offen kochen lassen.

Den Tomatenansatz fein pürieren. Ingwer fein reiben, Knoblauch fein würfeln und beides mit dem Öl, Tomatenmark, Currypulver und Chili zugeben. Weitere 35 Minuten bei reduzierter Hitze unter gelegentlichem Rühren offen dicklich einkochen lassen.

Die Sauce nochmals pürieren und mit Salz abschmecken.

.

Ja dann kommt schon das nächste Problem: Wie fotografiert man denn eine gute Currywurst-Sauce?

OK, ich könnte jetzt die einzelnen Zutaten der Reihe nach auf den Tisch stellen und auf den Auslöser drücken. Ist aber nicht so der Brüller. Oder dann, wenn die Sauce im Topf vor sich hin köchelt. Auch unheimlich langweilig.

Also dachte ich mir, dann eben mit Currywurst und klassisch mit Pommes. Gedacht getan, rann ans Werk. Kartoffel in Stäbchenform geschnitzt und die Friteuse aufgestellt. Nur das verdammte Ding hat seinen Geist aufgegeben. Blöd aber auch! Jetzt musste das Fett im Topf auf dem Herd auf Temperatur gebracht werden. Dazu der Frittierdampf in der Küche, da kommt der stärkste Abzug zum Schwitzen. Doch für ein gutes Essen ist mir keine Hürde zu hoch. Ich kam dann doch noch zu meinem Foto. Zwar etwas vespätet und die richtige Muße hatte ich auch nicht mehr wirklich.

Wichtig war nur die lecker Currywurst-Tunke. Und die hat die Wurst zu einer richtigen Currywurst werden lassen.

Currywurst

Absolute Nachkochempfehung.

Und der Rest der Sauce lässt sich sehr gut kochend in Twist-off-Gläser füllen und so für ein paar Wochen haltbar machen. Das heißt für mich, es gibt die nächsten 4 Wochen jeweils einmal Currywurst mit selbstgemachter Sauce. Die nächsten Mal aber mit selbstgebackenen Brötchen.
Ich freue mich schon!

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Das Rezept findet ihr in meinem Evernote-Rezeptbuch „cucinaepiu“ 

und für die Smartphone-QR-Freaks hier: QR En-Currywurst

Buon Appetito
Werner

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6 Gedanken zu “Currywurst-Sauce

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  3. Gerade auf dem Herd, schmeckt jetzt schon richtig lecker. Allerdings etwas zu süß für mich. Das ist aber wohl meine Schuld, da ich in Ermangelung von Rohrzucker, normalen Zucker verwendet habe. Der ist wohl deutlich süßer. Trotzdem schmeckts gut.

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