Edler Zucchiniflan und Monstermöhren

Auch wenn gestern mein unfreiwillig freiwilliges Eiswürfelbad für den “IceBucketChallenge” im Vordergrund stand, musste es natürlich auch ein Abendessen geben.

Auf dem Plan stand Zucchiniflan.

Genau der Zucchiniflan, den Robert in seinem Edelblog “Lamiacucina” für die Verarbeitung seiner Zucchinischwemme gepostet hatte. Wie das so ist bei Robert’s Rezepten braucht es da nicht unbedingt große Veränderungen. Auf Robert’s Geschmack kann man sich verlassen. Dazu kommt, das der Grandseigneur der Foodblogger seine Speisen und Gerichte perfekt in Szene setzt und zelebriert.
Ich gebe es umumwunden zu, davon kann ich noch verdammt viel lernen.

Das Rezept und die perfekte Präsentation des feinen Flans findet ihr genau hier: Zucchiniflan

Gestern also Zucchiniflan a la Robert.
Der Geschmack und die Konsistenz des Flan, übrigens mein ersten Flan in kleinen Förmchen, war perfekt. Das war es dann auch schon mit dem Lob meiner Kreation. Die Anrichtekunst ließ extrem zu wünschen übrig. Irgendwie fehlte mir dann auch die innere Ruhe nach meinem Eiswürfelbad kurz vorher. Da wären wahrscheinlich ganze Kartoffeln und Hausmacher Wurst besser gelungen.

Aber egal, der Geschmack und der Wille zählt.

ZucchiniFlan 1

ZucchiniFlan 2

ZucchiniFlan 4

Robert, diese Optik hat dein Zucchiniflan nicht verdient. Das muss noch einmal wiederholt werden. Denn, der Geschmack war schon mal ganz edel!

Dafür hatten wir heute ein Erfolgserlebnis der andern Art.
Es kündigte sich schon die ganzen Tag an. Die Möhren schienen in diesem Jahr besonders gut zu gedeihen.

Heute war Ernte. Ich sag nur Monstermöhren!

Und, ich muss es jetzt aber auch betonen: Alles ganz ohne Chemie! Wir haben ja seit diesem Jahr die Nährstoffbeigabe im unserem Hausgarten komplett auf EM – Effektive Mikroorganismen und Bokashi umgestellt. Unser Garten kennt seit je her keinen chemischen Dünger. Aber jetzt wird wirklich konsequent nach dem Prinzip: “Was im Garten wächst und nicht gegessen wird, das kommt auch wieder dorthin zurück” gehandelt.

Hier unsere Möhrchen 😃

Möhrenernte 1

Möhrenernte 2

 

Buon appetito
Werner

Zucchini, Ziegenkäse und ein Teig

Irgendwie hat man bei diesem Wetter nicht mal richtig Lust etwas zu kochen. Trotzdem, die Gartenernte will verarbeitet und verkocht werden. Heute zur Abwechslung mal wieder Zucchini. Die Idee zu meinem heutigen Zucchinigericht bekam ich bei Juliane in ihrem Blog “Schönertagnoch”.

Weitere Zucchiniverarbeitungsmöglichkeiten gibt es auch hier und hier und hier und hier. Und falls mal eine im Gebüsch übersehen wird und kurz vor der Explosion steht, dann habe ich hier auch noch eine tolle Verarbeitungsidee: Dicke Dinger! 😃

Irgendwie finde ich heute keinen richtigen Namen für meine Kreation heute. Es ist keine Pizza, es ist auch kein typischer Flammkuchen. Ich weiß nur: es schmeckt saulecker!

Aber der Reihe nach!

Zum Nachmittagscappucchino, wer es noch nicht weiß, ich wohne ja im privilegierten Feiertagsbundesland Bayern, gab es kurzfristig weil mir nach Kaffeesüß war, schnelle Käsekuchenmuffins. Die fand ich bei Sarah in ihrem Blog “Sarahs-kleiner-Garten”.

Die sind ratzefatze gemacht, heißt mit Abkühlzeit stehen sie nach gut 70 Minuten auf dem Tisch fertig zum Verzehr.

Käsekuchenmuffins 2

 

Rezept. Ich habe hier die halbe Menge vom Original gemacht und es ergab bei mir in meinen kleinen “Martin Schönleben Muffinsförmchen”, die ich hier und hier und hier schon verwendete, genau 11 Stück.

Zutaten:

  • 300g Magerquark
  • 80g Zucker
  • 1 EL Weichweizengrieß
  • 1 Ei
  • ½ Päckchen Puddingpulver, Vanille
  • 3TL Rapsöl

Quark, Ei und Öl verrühren dann Zucker, Puddingpulver und Grieß dazugeben, alles gut verrühren.

Teig in Muffinförmchen gießen, wer mag ein paar Cranberries reinstecken und bei 180°C ca. 25‐30 min backen.
30 Minuten auskühlen lassen, aus der Form nehmen und genießen.

Käsekuchenmuffins 1

Richtig kleine, verführerische Häppchen zum Cappuccino.

.IMG_1745

 

Jetzt aber, Abendessen. Der Mensch braucht auch etwas G’scheits.

Ich nenne es jetzt einfach mal

Zucchini-Ziegenkäse-Kräuter-Tomaten-Nuss-Flammkuchen 😃

Am Originalrezept habe ich doch ziemlich viel verändert, gleich ist nur noch die Optik.

Zucchiniflammkuchen3

 

Meine Zutaten für 2 Fladen:

  • 120g Mehl 550
  • 80g Weizenvollkornmehl
  • 120ml lauwarmes Wasser
  • 7g Hefe
  • 6 getrocknete Tomaten
  • 15 Cashewnüssen, (Pi mal Daumen – ungefähr – nach Gefühl)
  • 150g Ziegenfrischkäse
  • 1 Zucchini
  • geriebener, alter Goudakäse
  • Thymian
  • Rosmarin, fein gehackt
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl

Die Zubereitung:

Hefe in Wasser auflösen und mit den Mehlen und 1TL Salz zu einem homogenen Teig verkneten. Diesen abgedeckt, warm ca 1 Stunden stehen lassen.

Tomaten und Nüsse kleinhacken, Thymianblättchen von den Stielen ziehen und auch den Rosmarin kleinhacken. Von den Zucchini mit dem Spargelschäler dünne Scheiben abschälen. Dabei rundum arbeiten und das innere des Zucchino übriglassen.

Ziegenkäse, Tomaten, Thymian und Nüssen cremig rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Etwas Olivenöl unterrühren damit die Masse gut streichfähig wird.

Den Teig teilen und jeweils 2 dünne Fladen ausrollen und auf ein Backpapier legen. eine Fladen jeweils mit der Hälfte der Masse bestreichen. Dann Zucchinistreifen nach Lust und Laune obenauf legen. Hier können sich die Künstler natürlich voll austoben. Ich entschied mich für Längsstreifen. So passten meine Streifen genau auf meine Fladen. Mit dem kleingehackten Rosmarin bestreuen, sowie etwas alten Gouda oder Parmesan darüber reiben. Zum Schluß noch einmal mit etwas Olivenöl beträufeln.

Zucchiniflammkuchen1

Zucchiniflammkuchen2

 

Den Flammkuchen für ca 12-15 Minuten, im auf 250°C vorgeheizten Backofen, am besten auf einem Pizzastein  backen.

Voila!

Zucchiniflammkuchen4

Zucchiniflammkuchen5

 

Falls noch jemand fragt wie es geschmeckt hat:

Zucchiniflammkuchen6

Das Rezept steht wieder in meinem begleitenden Rezeptbuch Cucinaepiu zur Verfügung.

Buon appetito
Werner

 

 

 

Buchweizenpolenta-Gemüseauflauf

… für meine Resteverwertung. Das Original zu meiner Rezeptur fand ich im Blog der Herzensköchin Karola. Beim Durchlesen der Zutaten konnte ich eine große Übereinstimmung mit den Vorräten im Kühlschrank die unbedingt verarbeitet werden mussten feststellen. Ich entschied mich daher für die kreative Auslegung des Rezeptes und passte mal nach meinen Vorräten und Geschmack an.

Als Basis nahm ich meine geliebte Buchweizenpolenta, die ich mit meinem selbstgemachten AH-Gemüsepulver ansetzte.

Meine Zutaten:

  • 550ml Gemüsebrühe
  • 160g Buchweizenpolenta
  • 3 Eier
  • 70g Parmesan, gerieben
  • 90g Magerquark
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Für den Belag:

  • ca 500g Zucchini, geraspelt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • ½ Zwiebel, fein gehackt
  • 4 Zweige frischen Thymian
  • 1 Handvoll Speckwürfel, knusprig ausgebraten
  • 4 Tomaten
  • 5 Champignon
  • Ziegenfrischkäse
  • gemahlene Chilischoten
  • Olivenöl

Buchweizenpolenta 1

.

Aus Buchweizenpolenta und Gemüsebrühe eine Polenta rühren und ca 20 Minuten bei geschlossenem Deckel im Topf quellen lassen. In der Zwischenzeit die Eier, Parmesan und Quark verrühren und mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken.

Anschließend die Eier-Quarkmischung unter die Polenta rühren und in eine feuerfeste Form verteilen. Diese dann für ca 15 Minuten in den, auf 180° C vorgeheizten Backofen stellen.

Jetzt ist Zeit die Speckwürfel auszubraten. Speck aus der Pfanne holen und die geraspelten Zucchini mit den Zwiebel- und Knoblauchwürfel hineingeben und gute 5 Minuten braten lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und den Thymian am Schluß hinzugeben.

Die Form mit der Polenta aus dem Ofen nehmen, die Speckwürfel darauf verteilen und die Zucchinimasse darüber. Darauf kommen jetzt Tomatenscheiben, die wiederum gesalzen werden. Da ich auch noch ein paar Champignons hatte wurden diese geviertelt und zwischen den Tomaten verteilt. Eigentlich wollte ich Mozzarella obenauf verteilen, aber es befand sich noch ein Stück Zeigenfrischkäse im Vorrat. So wurden dieser in Würfel geschnitten und auf die Tomaten gelegt. Alles noch einmal mit Olivenöl besprenkelt und mit einer Prise gemahlenen Chilischoten und Pfeffer bestreut.

Tomatenernte im Garten

Tomatenernte im Garten

.

So geschichtet kam die Polenta für gut 30 Minuten in den Backofen.

Und so kam sie dann heraus:

Buchweizenpolenta 3

Buchweizenpolenta 2

Buchweizenpolenta 4

.

Die Optik auf dem Teller war eher suboptimal ...

Die Optik auf dem Teller war eher suboptimal …

.

Geschmeckt hat mein “fast” vegetarischer Polenta-Gemüseauflauf sehr gut, wenn es auch auf dem Teller keine Schönheit war.
OK, ich gebe zu, Mozzarella hätte sich besser gemacht als der feste Ziegenfrischkäse. Aber sonst war ich mit meiner Resteverwertung vollauf zufrieden.

.

Buchweizenpolenta 7

Und als Belohnung noch ein Stück Geburtstagskuchen, eine “Berliner Luft Torte” – Resteverwertung war ja das Motto! 😃

Buon appetito
Werner

 

Zucchinimuffins mit Skrädmjöl

Die Zucchini- und Gurkenpflanzen in unserem Garten meinen es zur Zeit fast zu gut mit uns. Täglich Gurkensalat ist zur Zeit Pflicht. Natürlich lebt der Mensch nicht nur von Gurkensalat. Aber auch die Zucchini wollen sinnvoll verarbeitet werden. Deshalb gab es gestern herzhafte Zucchinimuffins. Und um dem ganzen noch etwas mehr Biss zu geben, habe ich dazu das Mehl teilweise durch mein geliebtes Skrädmjöl, dem schwedischen, gerösteten Hafermehl das ich für meine Skrädmjöl-Waffeln verwende, ersetzt. Hier noch ein Blogeintrag dazu: Skrädmjölvaffla

Heraus kamen herzhafte Muffins die bestens zum Gurkensalat passten.

Zucchinimuffins mit Skrädmjöl 1

.

Meine Zutaten:

  • 1 mittlere Zucchini (ca. 300g)
  • 2 TL Salz
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • ½ Päckchen Fetakäse
  • 120g Weizenmehl
  • 120g Skrädmjöl (geröstetes Hafermehl)
  • ¾ Päckchen Backpulver
  • 2 Eier
  • 70ml Rapsöl
  • 2 EL Schmand
  • Pfeffer
  • Pastagewürz oder gemahlene Chilischoten

 

Zucchinimuffins mit Skrädmjöl 3

.

Zubereitung:

Zuerst wird die Zucchini grob geraspelt, mit 2TL Salz vermischt und für ca, 15 Minuten beiseite gestellt.

Währenddessen werden Zwiebel und Knoblauch fein gewürfelt und in etwas Öl angeschwitzt bis sie Farbe bekommen. Eier, Schmand und Rapsöl werden gut miteinander verrührt. Dann das Mehl, Backpulver, den in kleine Würfel geschnittenen Fetakäse und Pfeffer dazugegeben und miteinander vermengen. Jetzt das Wasser, das durch das Salz aus der Zucchini gezogen wurde abgießen und die Zucchini ebenfalls unterrühren. Der Teig sollte eine weiche Konsistenz haben. Ich habe noch ein Schluck Milch untergerührt.

Den Teig auf Muffinförmchen, oder wie ich eine Silikonform in Barrenform, verteilen.

Obenauf dachte ich mir muss noch etwas Pfiffiges. Ich wollte schon zu meinen gemahlenen Chilischoten greifen, da fiel mir das Toskanische Pastagewürz von Ingo Holland in die Hand. Genau das Richtige um den Zucchinibarren noch etwas Würze auf den Weg zu geben. Also flugs die Teigecken mit einer leichten Prise damit bestreut.

Jetzt für ca 25 Minuten in den auf 160°C vorgeheizten Backofen auf ein Rost stellen. Etwas abkühlen lassen und mit einem frischen Gurkensalat genießen.

Zucchinimuffins mit Skrädmjöl 2

.

Ja und die Reste wurde heute kalt als Pausensnack genossen. Auch sehr gut!

Zucchinimuffins mit Skrädmjöl 4

.

Diese Zucchinimuffins passen lauwarm serviert sehr gut als Antipasti auf ein mediterranes Buffett. Und wer nicht auf Fleisch verzichten kann, der gibt noch ein paar ausgebackene Speckwürfel unter den Teig.

Buon appetito
Werner

 

 

Knuspriger Zucchinikuchen – Torta croccante con zucchine

Auf italienisch: Torta croccante con zucchine

Ich kann nur sagen: “Sehr lecker”.
Das Originalrezept habe ich hier auf den Seiten des Kochmagazines “La Cucina Italiana” gefunden.

Und da ich der italienischen Küche ja sehr nahe stehe, dachte ich, auch wenn das nicht gerade typische italienische Küche a la Mama ist, schlecht kann es nicht sein, wenn man die Zutaten liest. Das Originalrezept habe ich dann an meine Bestände in Kühl- und Vorratsschrank angepasst. Zudem gab es da auch noch ein paar Dinge die verarbeitet werden mussten. Sozusagen Resterampe. ;)

Zutaten für 4 Personen als Hauptspeise:

für den Mürbeteigboden

  • 300g Mehl
  • 150g Butter
  • 50ml Wasser
  • 6g Salz
  • 40g Cornflakes

für den Belag

  • 400g Zucchini
  • 1 Zwiebel
  • 1/4 Lauchstange
  • 1 Päck. Frühstücksbacon
  • 200g Frischkäse
  • 2 EL Milch
  • Petersilie
  • Rosmarin
  • 1 kleine Peperoni
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Für den Mürbteigboden wird die weiche Butter mit dem Mehl vermischt. Das Salz im Wasser auflösen und zur Butter-Mehlmischung geben. Dann zügig einen glatten Teig kneten und in Frischhaltefolie verpackt mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Teig dann ausrollen und auf der Oberseite die Hälfte der leicht zerriebenen Cornflakes mit dem Nudelholz in den Teig rollen. Teigplatte umdrehen und die restlichen Cornflakes ebenso fest rollen.

In einer 28er Tarteform den Boden mit Backpapier auslegen, die Teigplatte mit den Cornflakes einlegen und einen Rand formen.
Auf den Boden ein Backpapier legen und getrocknete Hülsenfrüchte darüber verteilen. Der Boden wird jetzt 20 Minuten bei 180°C blind gebacken. Dann Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen und weitere 20 Minuten backen.

Jetzt ist Zeit den Belag vorbereiten.

Knuspriger Zucchinikuchen 1

Knuspriger Zucchinikuchen 2

Knuspriger Zucchinikuchen 3

.

Zwiebeln würfeln, Lauch in feine Ringe schneiden. Zucchini in Scheiben schneiden. Rosmarin und Peperoni klein hacken. Den Frühstücksspeck in kleinere Stücke schneiden.

Dann die Hälfte der Speckstücke in einer Pfanne anbraten, Zwiebelwürfel, Lauchringe, und Peperoni dazugeben und goldbraun braten. Zucchini und Rosmarin untermischen und mit geschlossenem Deckel ca 10 Minuten dünsten. Dann mit Salz großzügig abschmecken.

Den Frischkäse mit der grob gehackten Petersilie und der Milch vermischen und großzügig mit Pfeffer würzen.

In der Zwischenzeit sollte der Mürbteigboden fertig gebacken sein.
Auf diesem wird der Frischkäse mit einem kleinen Löffel verteilt. Darüber die Zucchinimischung und obenauf den Rest der Baconscheiben.

Knuspriger Zucchinikuchen 4

.

Dann kommt die Form für 10-12 Minuten in den jetzt auf 160°C reduzierten Backofen.

Knuspriger Zucchinikuchen 5

Knuspriger Zucchinikuchen 7

Knuspriger Zucchinikuchen 8

.

Das Ergebnis: Äußerst lecker. Dazu verleihen die Cornflakes dem Boden einen ordentlichen Crunch.
Bei uns gab es einen Endiviensalat mit Apfel dazu, denn der hat zur Zeit Hochkonjunktur im Garten.

Das Rezept steht natürlich wieder in meinem Rezeptbuch “Cucinaepiu” zum Download oder über den QR-Code für die Smartphone-Freaks hier zur Verfügung.

QR Knuspriger Zucchinikuchen

.

.

Buon appeitio
Werner

Cuddura Patedda – eine sizilianische Leckerei, nicht nur für Kinder

Der Rest des vorbereiteten Pizzateig wird in unserer Küche von einer Sizilianerin zu einer kleinen Leckerei, die sie schon als Kind von ihrer Oma bekommen hat, veredelt.

Heraus kommt dabei: Cuddura patedda! :)

Aber von Vorne: Der Ofen ist auf Betriebstemperatur, der Tisch eingedeckt, unsere Freunde können kommen. :)

Cuddura Patedda 1

.

Cuddura_Patedda

.
Wir wollten mal wieder eine schönen Abend mit Giusi und ihrer Familie genießen. Mancher Leser der ersten Stunde erinnert sich vielleicht noch an meine Podcasts. Ihnen leihte Giusi ihre Stimme für das Intro. (Sollte ich vielleicht mal wieder machen, aber die Zeit, die Zeit…) Wer mal reinhören will, hier eine Folge in der es unter anderem über ein Foodbloggertreffen ging. Podcastfolge 8 – Grafensalat im Nebel

Ein schöner Abend, was liegt da näher als zum Essen einzuladen.
Aber ganz ehrlich, etwas mulmig war mir dann schon, denn: “Mut ist zwar auch einen Furz zulassen obwohl du Durchfall hast, sondern insbesondere auch süditalienische Freunde zum Pizzaessen einzuladen.” :)

Bevor es aber zur Hauptspeise, der Pizza ging, wurde eine leckeres Antipasti arrangiert. Dieses bestand aus 2 verschiedenen Leckereien.

Zucchiniröllchen. das Rezept bekam ich im Urlaub von unserer Hausherrin. Sensationell einfach, aber unheimlich lecker.

Dazu werden kleinere Zucchini in Längsscheiben dünn geschnitten und in der Grillfanne ohne Fett gebacken. Dann dünner Scheibenkäse (wir haben einen kräftigen Bonbel genommen) und klein geschnittene Salamistückchen, auf die Scheiben gelegt, salzen und pfeffern und diese aufgerollt. Diese Röllchen werden in eine Form gelegt und bei ca 150°C im Backofen ca 5-10 Minuten erhitzt bis der Käse geschmolzen ist. Etwas abkühlen lassen und lauwarm serviert.

so sah es in der Toscana aus

so sah es in der Toscana aus

.

Die zweite Leckerei sieht richtig edel aus, ist aber auch relativ einfach herzustellen. Gefunden habe ich es bei Ariane. Ihr wisst schon, mit Ariane hatte ich mich in meinem letzten Toskanaurlaub getroffen. sie hat es auf ihrem tollen Blog hier verlinkt. Einzige Änderung zu ihrem Rezept, ich habe als Gemüse Radicchio statt Chicorée genommen, Das Rezept erspare ich mir hier und verlinke in ihren tollen Blog dazu: Rezept.

Cuddura Patedda 2

.

Mini-Raddiccio-Frischkäse-Cakes im Anschnitt

Mini-Raddiccio-Frischkäse-Cakes im Anschnitt

.

Dann kam die Pizza, natürlich aus dem Steinbackofen.

Cuddura Patedda 5

.

Cuddura Patedda 4

.

Cuddura Patedda 6

.

Cuddura Patedda 8

.

Unter anderem gab es auch wieder eine Pizza mit Spitzkohl wie hier schon einmal.

Niemand traut sich das letzte Stück zu nehmen. ;)

Niemand traut sich das letzte Stück zu nehmen. ;)

.

Was soll ich groß sagen, sie war lecker wie immer. Nur blöd, dass wir nicht auf der Terrasse direkt am Ofen sitzen konnten. Dafür war es dann doch etwas zu kalt. ;)
Geschmeckt hat sie auch unseren Freunden.
Puuh, wir waren erleichtert! :)

Wir hatten natürlich noch Pizzateig übrig. Giusi fragte was wir damit machen und ob wir “Cuddura patedda” kennen?
Kannten wir natürlich nicht!
Sie erzählte uns, dass diese Art Resteverwertung in ihrer Heimat Sizilien weitverbreitet ist und sie das als Kind schon gerne bei ihrer Oma verspeist hat. Und auch heute essen es ihre beiden Kinder, eigentlich schon Jugendliche, und natürlich ihr Mann auch immer wieder gerne.

Das wollten wir natürlich sehen und probieren!
Giusi ging gleich ans Werk. Wir waren natürlich aufmerksam dabei und ich hielt jeden Arbeitschritt mit dem iphone fest. Naja, viel merken muss man sich nicht, nur eben drauf kommen!

Man nimmt ein kleines Stück Pizzateig und formt es zu einem nicht zu dünnen Fladen. In der Pfanne wird neutrales Öl, wir nahmen Rapsöl aus dem Spessart, erhitzt. Die Fladen werden dann mit einer Gabel ein paar mal eingestochen und kommen in das heiße Fett. Bei mittelstarker Hitze werden sie ein paar Minuten ausgebacken, dabei einmal gewendet. Dann auf eine Platte gelegt und großzügig mit Zucker bestreut. Leicht verreiben: Fertig!

unsere Gastköchin am Werkeln :)

unsere Gastköchin am Werkeln :)

.

Cuddura Patedda 10

.

Cuddura Patedda 11

.

Cuddura Patedda 12

.

Cuddura Patedda 13

Voilá, Cuddura patedda! :)

Cuddura Patedda 15

.

Cuddura patedda – Buonissimo!

So einfach, so genial.
Ich bin doch gern ein großes Kind, denn das wird es jetzt immer geben, wenn Pizzateig übrig ist.

Wetten dass das bei jeder Pizzaaktion der Fall ist? ;)

Wer übrigens im Internet nach “Cuddura patedda” sucht bekommt hauptsächlich ein Gebäck mit Sardellen und Olivenöl angezeigt. Davon hat Giusi auch geschwärmt und uns erzählt. Das gibt aber mal einen gesonderten Eintrag. :)

Satt waren wir nach diesen süßen Leckereien alle, aber da war ja noch das geplante Dolce. Eine fluffig leichte Espressocreme nach Meister Schuhbecko!
Die musste auch noch sein. Buono!

Cuddura Patedda 16

Keine Angst. Nicht wundern, die Creme liegt hier auf einem Glasteller. ;)

Mit ein paar Traumstücke und Ricciarelli, die ich diese Woche gebacken hatte und einem Espresso endete unser Menü mit unseren Freunden. Ein schöner Abend ging zu Ende.

Ciao ragazzi!

Buon appetito
Werner

.

.

Pizza von der Zucchini

Wir waren am letzten Wochenende bei lieben Freunden zum Grillen eingeladen.
Zu Beginn des Grillabends gab es zur Begrüßung Prosecco und kleine Häppchen.
Ich fragte nach was mir da so gut schmeckte und die Gastgeberin erklärte mir, das sei Zucchinipizza. Ich guckte ganz erstaunt. Das nutzte sie und brachte mich fast ganz aus der Fassung. “Das Rezept ist von dir!” Wie, von mir? Keine Ahung, sowas habe ich noch nie gekocht! “Doch” erwiderte sie, “auf dem Rezeptblatt das ich von dir bekam steht die Jahreszahl 2008.” Ich war völlig perplex. Da habe ich tatsächlich im Jahre 2008 so etwas leckeres gekocht, oder soll ich gebacken sagen? Und zu allem Überfluß wieder vergessen? Das kann nicht sein!
Wieder zu Hause, wühlte ich an meinem alten Notebook meine Rezepte durch und tatsächlich, Zucchinipizza, da war es!

War ja klar, das musste logischerweise schnellstmöglich gebacken werden. Die Zeit ist mehr als günstig, da unser Zucchinistrauch immer noch reichlich Früchte abwirft. So ging ich also gestern ans Werk. Naja, die Vorarbeit hält sich sehr in Grenzen. :) Der Teig ist schnell zusammengerührt, auf einem geöltem Backblech (besser ein Backpapier unterlegen) verstrichen und dann im Backofen für ca 30 Minuten bei 180°C gebacken. Fertig!

Zucchinipizza3

.

Zutaten für 1 Blech:

  • 500g Zucchini, geraspelt
  • 1 gro0e Zwiebel, gehackt
  • 1 Päckchen geriebener Käse
  • 1 große Tasse Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1/2 (normale) Tasse Olivenöl
  • 5 eier
  • Knoblauchpulver
  • 1 Päckchen Speckwürfel
  • Salz, Pfeffer
  • gemahlene Chilischoten nach Geschmack

Zucchinipizza5

Zucchinipizza6

.

Diese Zucchinipizza ist sehr variationsreich. Ich habe hier erstmal mein Originalrezept verwendet. Sehr gut passt auch die Zugabe von frischen Kräutern wie Thymian, Estragon oder kleine Paprikawürfel. Oder, oder … Lasst eure Fantasie spielen.

Zucchinipizza2

.

Lauwarm genießen.
Genau richtig für ein schnelles Abendessen. Dazu vielleicht einen Salat. Was will man mehr? :)

Bei uns gab es den Rest des Gurkensalates, der vom Spätzleessen übrig blieb.

Zucchinipizza1

.

Die Pizza eigent sich hervorragend zum Picknick oder für den Wanderausflug als Proviant.

Zucchinipizza7

.

Das Rezept steht natürlich wieder in meinem Evernote-Rezeptbuch “Cucinaepiu” zum Download bereit.
Der Link ist übrigens auch für Nicht-Evernote-User nutzbar. ;)

.

Melanie, Danke dass du es mir wieder in Erinnerung gebracht hast. :)

Wie konnte ich dieses Rezept nur vergessen? Tststststs ….

Buon appetito
Werner