Abbazia Sant’ Antimo und der letzte Café

Ich bin ja jetzt nicht so der Kirchengänger. Aber wenn ich in der Toscana bin, dann ist ein Besuch in der Abbazia Sant’ Antimo für mich Pflicht. Das karge, auf das wesentliche reduzierte Ambiente und die Mystik die diese Kirche ausstrahlt faszinieren mich seit meinem ersten Besuch vor fast 20 Jahren. Und wenn dann, was dieses Mal leider nicht der Fall war, die Mönche mit ihren gregorianischen Gesänge ihren Gottesdienst darin abhalten, dann bin ich schon mal völlig losgelöst von irdischen Problemen.
Jedenfalls war es an der Zeit endlich die Abbazia in diesem Urlaub zu besuchen, denn der diesjährige Aufenthalt in der Toscana nähert sich langsam seinem Ende.

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Dann das letzte Cena. Klingt alles so endgültig, oder? Ist es aber nicht. Die Pläne für nächstes Jahr reifen schon im Kopf.
Für mich heute noch einmal ganz spartanisches, toskanisch erdiges Essen: Zuppa di Fungi, eine Pilzsuppe wie bei Mama daheim. Als Secondo eine butterzart und saftig gegrillte Hähnchenbrust. Petto di Pollo con Patate Arrosto, den italienischen Bratkartoffeln.

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Was bleibt noch außer den gut 1000km Rückfahrt? Ein letzter Café bei meinem Freund Andrea.

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Ciao Toscana. Ciao miei amici. Ci vediamo da prossimo anno.

Buon appetito
Werner

Siena geht auch zweimal

Ist wirklich so!

Siena ist einfach eine faszinierende Stadt. Da kann man auch locker zweimal in einem Urlaub vorbeischauen. Das haben wir gestern spontan getan.
Dieses Mal aber erst am Abend um die Stadt ohne Touristen zu erleben. Für Fotos hat später das Licht leider nicht mehr gereicht. Mit dem Stativ durch die Stadt schlendern war mir dann doch etwas zuviel Aufwand.
Ein paar Impressionen habe ich aber doch.

Duomo ohne Touristen

Duomo ohne Touristen

der Campo ist gedeckt

der Campo ist gedeckt

auch eine Taube hat mal Durst

auch eine Taube hat mal Durst

auch ohne Stühle sitzt man gern da

auch ohne Stühle sitzt man gern da

auch in der Stadt ist mal Waschtag

auch in der Stadt ist mal Waschtag

so schlimm ist es jetzt auch nicht ....

so schlimm ist es jetzt auch nicht ….

die Bars haben sich für Aperitivo-Genießer gerüstet

die Bars haben sich für Aperitivo-Genießer gerüstet

auch die Seitenstraßen haben ihren Reiz

auch die Seitenstraßen haben ihren Reiz

mit vollem Körpereinsatz

mit vollem Körpereinsatz

😃

😃

Buon appetito
Werner

Frische Pasta mit Salume-Ricotta-Thymian-Parmesan-Zitronen-Sauce

Klingt ganz schön kompliziert, der Titel des Blogeintrages. Ist aber wieder ganz einfach geköchelt.

Vorher aber erst wieder ein paar Impressionen aus der Toscana.

der Kampf: Sonne gegen Nebel am Morgen

der Kampf: Sonne gegen Nebel am Morgen

ich werde genau beobachtet

ich werde genau beobachtet

herrliche Aussicht

herrliche Aussicht

Keine Frage, oder? 😃

Keine Frage, oder? 😃

Abendfarben

Abendfarben

 

Nach unserem kleinen Ausflug heute war noch einmal Selberköcheln angesagt. Uns lachte ein herrlicher Ricotta an. Dazu kam, es war noch verführerisch duftende Salami im Kühlschrank. Kräuter gibt es eh genug vor der Türe. Pasta geht immer, frische Pasta erst recht. So wurde heute ein Ricottasößchen improvisiert.

Als Antipasti gab es vorher Bruschetta mit angedünsteten Frühlingszwiebelringen und cremigen Schafskäse.

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Pasta-Ricotta6

Aus Ricotta, Parmesan, gehackten Thymian, einem Spritzer Wasser und Zitronensaft einer Zitrone wurde eine cremige Sauce gekocht. In grobe Streifen geschnittene Salami und ein paar gehackte Nusskerne leicht angebraten. Alles zusammen gerührt und die abgekochte Pasta in der Pfanne untergehoben.
Fertig! Dauert keine 10 Minuten.

Dazu Rotwein, einem Rosso di Montalcino.

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Perfetto!

Buon appetito
Werner

 

Siena und ein einfaches Essen

Hach, was bin ich mit wenig zufrieden zustellen.

Ein Besuch in Siena, das muss einfach mindestens einmal in einem Toscanaurlaub sein. Es ist und bleibt meine Lieblingsstadt. Und wenn ich dann am Campo auf den Pflastersteinen sitze liege, dann ist die Welt rundum für mich in Ordnung.

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Der Duomo in Siena ist schon extrem. Wenn man bedenkt das die Sieneser vor lauter Größenwahn im Mittelalter auf die Idee kamen, den jetzigen Kirchenbau als Querschiff eines neuen Domes zu nutzen; nicht vorstellbar wenn dieses Bauwerk tatsächlich fertiggestellt worden wäre …

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Keine 20m Luftlinie, nur einmal ums Straßeneck gebogen, ist der Prunk völlig vergessen.

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Wenn dann am Abend die einfache, gute Küche ganz ohne ChiChi und Firlefanz auf dem Teller kommt; ja, was will man überhaupt mehr erwarten von einem Urlaubstag?

Frau C. beschränkte sich auf Tagliatelle al Ragu.
Für mich durfte es noch einmal Zuppa di Funghi, Pilzsuppe vom Allerfeinsten sein. Als Secondo, also als Hauptspeise, dann Petto di Pollo con Patate arrosto. Gegrilltes Hähnchenbrustfilet und Bratkartoffeln.
Einfach, aber geschmacklich sensationell!

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Und wie immer darf es zum Schluss neben dem schon obligatorischen Abendrot ein Café sein. Was heißt hier eigentlich “darf es sein”? 😃

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Buon appetito
Werner

Toskana und Meer

Man bringt das normalerweise nicht miteinander in Verbindung. Toskana, das steht in erster Linie für Chianti, Hügel, Wald, Zypressen. Aber die Toskana liegt am Mittelmeer. Im Süden nennt sich der Landstrich Maremma. Ein Naturschutzgebiet das eine herrliche, teilweise unberührte Sandküste hat. An manchen Stellen darf auch der Mensch diese nutzen. Und das haben wir heute getan. Wenn wir auch nicht die Meeresjünger sind, so muss ein Strandbesuch im Toscanaurlaub mindestens sein. Verbunden haben wir diesen mit einem Besuch des Hafenstädchens Castiglione della Pescaia.

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Castiglion 2

Castiglion 3

Castiglion 4

Castiglion 5

Ha, man glaubt es kaum, Essen gab es auch. Heute mal spartanisch nur toskanische Leckereien. Hatten wir das nicht gestern schon? 😜
Im Ristorante “Via di Mezzo”, ein interessanter Name, der ganz einfach von der Lage des Lokales in der Mitte der Straße abgeleitet wurde, bekamen wir eine gute “Brotzeit”. Allerdings der Vino Rosso, diesmal ein Tröpfchen aus Montepulciano schmeckte erstens nicht und war zweitens frisch aus dem Kühlschrank. Brrrrrrrrh!

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Gruß aus der Küche: Ricotta, Salmone e Pomodori

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Panzanella, modern angerichtet

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Dafür war der Café am Ende vom Allerfeinsten. Man kann halt nicht alles haben ….

Buon appetito
Werner

Kalabresische Auberginenröllchen

Urlaub heißt ja auch mal faulenzen, Nichts tun. Trotzdem verlangt der Körper nach Futter. Und bei all den leckeren Lebensmittel die es hier in der Toscana in bester Qualität in kleinen Tante Emma-Läden gibt, muss natürlich auch einmal selbst geköchelt werden.

Beim Schlendern durch die kleinen Geschäften entdeckten wir in einem Gemüseladen herrliche Auberginen. Schnell wurde deshalb der Plan gefasst, Auberginenröllchen zum Cena auf den Teller zu legen. Nach etwas Überlegung entschieden wir uns für die süditalienische oder sizilianische Variante mit Rosinen und Mandeln. Die Zutaten ließen sich alle leicht besorgen und so gab es kein Hindernis mehr für das Kochen am Abend.

Zum Nachmittagsmokka und als Ausgleich für die anstrengende Zeit am Pool gab es zwischendurch mal eine unheimlich leckere Crostata mit Walnüssen.

Crostata

 

Dann aber, unsere Kalabresischen Auberginenröllchen

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Die Zutaten für unsere improvisierten Auberginenröllchen:

  • 3 längliche Auberginen
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Tomate
  • 1 EL Parmesan, frisch gerieben
  • ca 2 EL Mandeln
  • ca 1 EL Rosinen
  • 6 Sardellenfilets
  • 1 Zweig Rosmarin
  • Pfeffer

Die Auberginen wurden in längs in dünne Scheiben geschnitten, gesalzen und für ein paar Minuten Wasser ziehen lassen. Dann in etwas Olivenöl angebraten.

Die restlichen Zutaten wurden kleingehackt und vermischt. Noch etwas Olivenöl dazu geben und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Jetzt die Auberginenscheiben mit der Fülle belegen und zusammenrollen. In einer Form senkrecht einstellen.

In der Zwischenzeit köchelte auf dem Herd eine einfache Tomatensauce, bestehend aus Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und den Resten der Auberginen. Die Sauce wurde mit Salz, Pfeffer und Chili-Olivenöl abgeschmeckt.

Dann auf den Auberginenröllchen in der Auflaufform die Sauce verteilen und für 20 Minuten in den vorgeheizten Backofen gestellt.

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Um die Zeit zu überbrücken gab es Melone und Schinken. Aber eben richtig saftige, reife Melone mit fantastischen Prosciutto, einem originalen Toskanaschinken. Was für ein Geschmackserlebnis zum Aperitivo.

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Dann aber unser Hauptgang: Kalabresische Auberginenröllchen mit Tomatensugo.

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Zum Abschluss etwas ganz Leckeres. Bei meinem Lieblingsitaliener und Genussesserstammtisch-Stammlokal, dem “Ristorante Il Castello” in Würzburg, hatte uns der Cheffe beim letzten Treffen diesen Likör eingeschenkt und wir waren alle ins Schwärmen geraten. Er berichtete noch, das das seine einzige Flasche war und er diese nur um sieben Ecken bekommen hatte. Und hier steht das edle Tröpfchen mal einfach so bei unserem ersten Einkauf im Regal.

Borsci

So ließen wir den Abend heute bei herrlichem Vollmond in Bella Italia ausklingen.

Buon appetito
Werner

 

Ravioli mit Garnelen in Tomaten-Oliven-Garnelen-Sauce

Drei Dinge kamen heute zusammen.

Da war mein neues Kochbuch:

Pasta von Nino Zoccali

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Dann war da mein neuer Ausstecher für Ravioli:

Ravioli mit Garnelen 2

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Und, das Wichtigste:

Es ist nun schon über eine Woche her, dass wir in der Toscana, hier ein paar Tagebuchberichte, schlemmen konnten. Also höchste Zeit, auch zu Hause leckere, selbsgemachte Pasta zu genießen.

Wir entschieden uns für Garnelenravioli aus dem Kochbuch “Pasta” von Nino Zoccali.

Genau gesagt sind es Teigtaschen die mit einer Farce aus Garnelen, Spinat und Ricotta gefüllt sind und mit einer Sauce aus Tomaten, Garnelen, Oliven und Zwiebel serviert werden.

Um es schon vorweg zunehmen:
Das war schon mal ein Volltreffer in meinem neuen Kochbuch! :)

Ja und so hieß es am Anfang mal wieder Pastateig kneten.
Das überließ ich dieses Mal meiner Manz-Brotteigmaschine. Und auch sie enttäuschte mich nicht. Funktioniert perfekt und es ist ja immer angenehmer arbeiten zu lassen, als selbst arbeiten. ;)

Bettina hatte in der Zwischenzeit schon die Füllung und die Sauce vorbereitet. Jetzt ging es in gemeinsamer Arbeit an das Füllen und Ausstechen der Ravioli. Hier wollte ich meinen neuen kleinen Ausstecher, den ich in der Toscana für ein paar Cent erworben habe, ausprobieren.

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Aus dem Rest des Teiges wurden Tagliatelle an den Nudelständer zum Trocknen gehängt.

Das Rezept:
Wir haben die Hälfte des Rezeptes aus dem Buch, Seite 104 genommen, das ergab 50 kleine Ravioli.
Die Hälfte wurde sofort verspeist und die andere Hälfte schlummert jetzt im Gefrierschrank.

Im Buch ist das Rezept natürlich ausführlicher beschrieben. Zudem besticht es mit beeindruckenden Fotos der Gerichte. Für mich eine absolute Kaufempfehlung für alle Pastaliebhaber und Kochbuchsüchtige, auch wenn nichts bahnbrechend Neues darin zu finden ist. ;)

für die Füllung:

  • 1/4 Tasse gutes Olivenöl
  • 150g Garnelenfleisch
  • 1 Knoblauchzehe
  • 40ml Weißwein
  • 30g Spinat, blanchiert und kleingehackt
  • 150g Ricotta
  • Meersalz und Pfeffer

für die Sauce:

  • 1/4 Tasse Olivenöl
  • 130g Garnelenfleisch
  • 125g Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Weißwein
  • 180g passierte Tomaten
  • 15g Schwarze Oliven
  • 1 TL Fischsauce (im Original: Garum)

für den Nudelteig:

Hier habe ich bewusst etwas mehr gemacht um ein paar Tagliatelle für die nächsten Tage zu haben. Diese dürfen jetzt über Nacht am Ständer trocknen und sind dann für einige Zeit haltbar.

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Ravioli mit Garnelen 5

Beim Teig hielt ich mich auch an das Rezept aus dem Buch, schließlich wollte ich das Gesamtergebnis im Geschmack testen.

  • 475g Weizenmehl 405
  • 105g feiner Hartweizengrieß
  • 3/4 TL Meersalz
  • 6 Eier, Größe M

Zubereitung:

Die Garnelen und der Knoblauch werden im Olivenöl gedünstet bis die Garnelen gar sind. Mit Weißwein abgelöscht und weiter geköchelt bis die Flüssigkeit um ein Drittel reduziert ist. Dann etwas abkühlen und in einem Sieb abtropfen lassen. Den Spinat  und den Ricotta hinzufügen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Sauce werden die Garnelen, Zwiebeln und der Knoblauch solange im Olivenöl gedünstet bis alles glasig ist. Auch hier wird dann mit Weißwein abgelöscht und die Flüssigkeit um die Hälfte reduzieren lassen. Dann kommen die passierten Tomaten, die in Scheiben geschnittenen Oliven und die Fischsauce dazu. Noch ca 20 Minuten ruhig köcheln lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Nudelteig dünn ausrollen und mit der Füllung kleine Ravioli formen. Die frischen Ravioli in kochendes Salzwasser geben und warten bis sie an der Oberfläche schwimmen. Fertig!

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Vorher noch etwas Antipasti.
Da war noch Prosciutto und Pecorino aus der Toscana übrig. Dazu Toamten mit Büffelmozzarella. So als kleiner Appetitmacher genau das Richtige!

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Ravioli mit der Sauce anrichten. Mit gehackter Petersilie und geriebenen Parmesan servieren.

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Ravioli mit Garnelen 10

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Unser Fazit: Lecker!

Buon appetito
Werner