Zuppa di Ceci con Farro – Kichererbsensuppe mit Dinkel

Ich bin die Tage nach meinem Fast Food-Artikel mehrmals nach dem Rezept der Kichererbsensuppe gefragt worden. Dem komme ich natürlich gerne nach.

Um es gleich vorweg zusagen, das Kochen der Suppe ist im wahrsten Sinne des Wortes “Slow Food”. Also da musst du wirklich genügend Zeit einplanen. Dafür entschädigt anschließend der Geschmack für alles.

Was braucht es alles für 4 Portionen:

  • ca 300g getrocknete Kichererbsen (oder getrocknete weiße Bohnen)
  • 2 Zwiebeln
  • 2-3 Stangen Sellerie
  • 2 EL Tomatelmark
  • Olivelöl
  • Salz, Pfeffer

Die getrockneten Kichererbsen werden c 24 Stunden in Wasser eingeweicht. Dann die oben schwimmenden Erbsen wegwerfen. Für ca 1,5 Stunden in Salzwasser kochen bis sie weich sind und anschließend pürieren.

Zwiebeln und Stangensellerie fein würfeln und in Olivenöl andünsten. Tomatenmark untermischen, kurz etwas anbraten lassen und mit dem Kichererbsenkochwasser auffüllen, weiter für eine gute Stunde oder auch etwas länger köcheln lassen. Anschließend fein pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das ist mal die Basis der Suppe. Wenn man die Kichererbsen furch getrocknete Bohnen  (Papallini) ersetzt bekommt man eine echte toscanische “Zuppa di Fagioli”.

Weiter geht es jetzt mit dem Dinkel.
Für die Menge Suppe nimmt man ca 150g Dinkel. Dieser wird auch am Vortag eingeweicht. Den Dinkel dann in ca ¾ Stunde in einer leichten Brühe weich kochen.

Jetzt den Dinkel in die Kichererbsensuppe geben und: Endlich fertig zum Genießen. Alternativ kann man auch kleine Nudeln zur Suppe geben.

Kichererbsensuppe 1

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Wir haben dieses Mal die Suppe mit einem Klecks Bärlauchpesto genossen.
Ein absolutes Muss ist aber etwas Parmesan über die Suppe zu streuen und ein Spritzer Olivenöl. Das kann auch gerne ein scharfes Peperoni-Olivenöl sein.

Die Suppe lässt sich hervorragend im fertig gekochten Zustand einfrieren und dann wird sie wirklich zum “Fast Food” bei Bedarf.

Das Rezept steht wieder in meinem Rezeptbuch “Cucinaepiu” zum Download oder hier
direkt über den QR-Code:

QR-Kichererbsensuppe

Buon appetito
Werner

Salat von Kichererbsen und Tintenfisch

Wie gestern im Blogeintrag “Oktupus, Pulpo oder wie der Tintenfisch heißt” angekündigt, heute also Kichererbsensalat mit dem Rest vom Pulpo.

Die 200g (getrocknete) Kichererbsen wurden über Nacht eingeweicht. Heute das Wasser wegschüttet und dann wurden die kleinen Erbsen in Salzwasser ca. 50 Minuten weichgekocht.

Jetzt waren sie fertig zur Verwendung.

Kichererbsen-Pulpo-Salat 1

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Beim Salat an sich habe ich mich an der klassischen, mir am besten schmeckende Variante orientiert.

Kichererbsen-Pulpo-Salat 2

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Zutaten:

  • Kichererbsen
  • Rucola
  • Petersilie
  • Saft und Zesten einer Zitrone
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • vorgegarter Tintenfisch

Aus Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer wurde ein Dressíng geschüttelt. Das mit den Kichererbsen gut vermischen. Dazu dann die Zitronenzesten, Rucola und Petersilie. Noch mal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Ratzfatz ist ein leckerer Kichererbsensalat fertig.

Kichererbsen-Pulpo-Salat 3

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Jetzt noch den in kleine Stücke geschnittenen Pulpo dazu.

Fertig!

Kichererbsen-Pulpo-Salat 4

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Ich finde, eine sehr gute Verwertung für übriggebliebene, mit Saugnäpfen überzogenen Tentakel eines Tintenfisches. :)

Buon appetito
Werner

Crossover-Adventsmenü

am Wochenende waren wieder liebe Freunde zu Gast.
Freunde einladen heißt immer: Leckeres, selbstzubereitetes Essen. Ich orientiere mich da am Grundsatz: “Investiere soviel Liebe und Sorgfalt für das leibliche Wohl, wie dir deine Freunde es wert sind”.

Wir wollten dieses Mal kein reines Themenmenü machen, es sollte also mal kein italienisches Menü geben. So entschieden wir uns für ein richtiges Crossover-Essen, quer durch alle Geschmacksrichtung.
Aber zuerst hieß es die Vorbereitungen zu treffen: Als Hauptgang hatten wir uns für das “Zwölf Stunden Gulasch”, das ich bei Robert und Dirk gesehen hatte, entschieden. Dazu wurde eine Rinderwade beim ‘Metzger des Vertrauen‘ bestellt und am Abend vorher, wie auf den beiden Blogs beschrieben, vorbereitet. Wir entschieden uns für die Version von Robert, das Fleisch vorher anzubraten. So durfte es über Nacht in den 100° Grad warmen Backofen. Es sollte uns zart und lecker am anderen Tag entgegen kommen.  Am Vormittag wurden dann Nudeln fabriziert und ein leckerer Salat aus Couscous und Kichererbsen, die über Nacht einweichen durften, zubereitet. Zudem wurden Minibrötchen und Schokoladen-Rosinen-Baguette gebacken. Die Idee für das Baguette hatte ich in Bernd’s Bakery gefunden.

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Fertig!

Ganz entspannt konnten wir uns auf unsere Freunde warten und uns auf eine schönen Abend freuen.

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Nach einem Aperitif in der Küche gab es als Vorspeise: Kichererbsen-Couscous-Salat, Blumenkohl-Sardellen-Salat, Kartoffeltarte, Minibrötchen, Schokoladen-Rosinen-Baguette und verschiedene Salze aus allen Ecken der Erdkugel. Auch wenn es nicht recht vorstellbar klingt, aber das süße Schoko-Rosinenbrot mit etwas Butter und Salz freute den Gaumen mit einer wahren Geschmacksexplosion.

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Kartoffeltarte gestürzt

Wir konnten gemütlich und ohne Hetze zum Hauptgang übergehen: 12-Stunden Gulasch und Tagliatelle.

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Ein Verdauungsschnaps musste jetzt unbedingt sein. :-)

Die Mehrzahl wählte einen zarten Apfelbrand im Eichenfaß, Jahrgang 1996 vom Weingut Keller in Eußenheim.

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Den Abschluss und ein echter Knaller bildete der frisch zubereitete Schokokuchen mit Pecannüssen. Ein amerikanischer Blitzschokokuchen.

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Die Zutaten hatten wir vorher schon abgewogen und in Griffweite gestellt. Die wurden nach dem Schnäpschen kurz zusammengerührt und für genau 12 Minuten in den vorgeheizten Backofen geschoben. 5 Minuten leicht abkühlen lassen und noch warm mit einer Kugel Vanilleeis genossen. Einfach Hammermäßig!

Das Rezept dazu habe ich vor vielen Jahren mal irgendwo aus den Tiefen das Internets abgespeichert.

Express-Schokokuchen mit Pecannüssen

Die Zutaten:
150g Mehl, 200g Zucker, 3 Eier, 200g Zartbitter-Schokolade, 125g Butter, 1/2 Tasse geröstete Pecannüsse.

Mehl, Zucker, Eier werden in einer Schüssel verrührt. Nebenher werden die Butter mit der Zartbitterschokolade bei kleiner Hitze geschmolzen und dann mit den angerösteten Nüssen in den Teig gegeben.

Der Teig kommt in eine eingebutterte Springform und für 12 Minuten in den auf 240° Grad vorgeheizten Backofen in die untere Schiene.

Zusammen dauert das 20 Minuten! Kuchen ein paar Minuten leicht abkühlen lassen und mit etwas Kuvertüre oder Puderzucker verzieren. Dazu eine Kugel Eis oder Frischobst, einfach genial!

Mit einem leckeren Espresso wurde das Menü abgeschlossen.
Wir haben uns gefreut, eine Abend mit lieben Freunden verbracht zu haben.

Buon appetito!