Testesser am Heilig Abend

Ja, richtig gelesen!
Am Heilig Abend durfte ich bzw. natürlich wir als Testesser fungieren. Naja, wir haben uns diesen Anlass selbst ausgesucht. Aber besondere Zutaten bedürfen schließlich auch besonderen Anlässen. :)

Ich hatte die Tage ja hier berichtet, dass ich von Andreas dem Kochzivilisten ausgewählt wurde und sein neues, selbstkreiertes Curry testen durfte. Er schickte mir dann auch eine Monsterportion davon.

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Ich überlegte und nach längerem Hin und Her wurde das Heilig Abend-Menü als passender Anlass auserkoren. Jetzt sollte es ja auch ein besonderes Gericht dazu sein bei dem der Curry sich voll entfalten konnte und eine gewisse Hauptrolle übernehmen durfte.
Ich wühlte etwas in den Weiten der Foodblogs und zimmerte dann mein eigenes Curry zusammen. Das Hauptgericht wurde so ein

Rosenkohl-Curry mit Riesengarnelen

Vorher aber eine leichte Vorspeise, bei der ich mich von einem Foto auf Albertos FB-Seite inspirieren ließ.
Ganz einfach gemacht, gute Zutaten und …. :)

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Am Nachmittag wurde ein gutes Ciabatta mit Weizensauerteig gebacken. Aus der Krume wurden große Würfel geschnitten und in einem sehr guten Olivenöl vorsichtig leicht angebräunt. Dazu dann enthäutete Kirschtomaten mit etwas Fleur de Sel bestreut. Zum Schluss  einem guten Schuß Olivenöl darüber, leicht gepfeffert und ein paar Tropfen reduzierten Balsamico.
Dazu einen leckeren Ramazotti Aperitivo. Fantastisch!

Jetzt aber an das eigentliche Testessen, Rosenkohlcurry mit Andreas’s Curry:

Zutaten für 2 Personen:

  • 30 g Ingwer, gerieben
  • 2 mittlere Zwiebeln, klein gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehe, klein gewürfelt
  • 400 g Rosenkohl
  • 1 EL Butter
  • 1,5‐2 TL gutes Currypulver
  • 200 ml Kokosmilch
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • Salz
  • Etwas Limettensaft
  • 1⁄2 Granatapfel
  • Frischer Koriander, klein gehackt
  • Einige frische Ananas‐Stücke

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Zubereitung:

Rosenkohl putzen. Je nach Größe halbieren oder vierteln.

Butter erhitzen. Ingwer, Zwiebeln und Knoblauch 2‐3 Min. andünsten. Rosenkohl zugeben und weitere 4-5 Min dünsten. Alles gut mit reichlich Curry bestäuben und unter Rühren kurz anbraten.

Dann die Kokosmilch und Brühe angießen, aufkochen lassen und ohne Deckel bei mittlerer Hitze ca 15 Min. köcheln bis der Rosenkohl gar ist. Die letzten 5 Minuten die Ananasstücke dazugeben.

Inzwischen vom Granatapfel die Kerne herauslösen. (Vorsicht der Saft gibt böse Flecken!)

Das Rosenkohl‐Curry mit Salz und einigen Spritzern Limettensaft abschmecken. Mit Granatapfelkernen und Koriander bestreut servieren.

Die Dame des Hauses bevorzugte dazu Basmatireis. Ich genoss es mit leckerem Ciabatta!

Die Riesengarnelen wurden mit einer Knoblauchzehe und etwas gemahlener Vanilleschote in Butter angebraten. Vorzüglich!! 😃

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Dazu einen edlen Tropfen Vino Rosso von der Fattoria Resta in der Nähe von Montalcino.

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Andreas, deine Currymischung ist dir hervorragend gelungen. Schmeckt einfach rund und frisch. Klasse! 😃

An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön. Ich werde ganz sich bei dir ordern, wenn mein Vorrat zu Ende geht. :)

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Da wir wußten das am 1. Weihnachtsfeiertag ein ausgewachsenes Menü auf uns zu kam. haben wir auf eine Nachspeise ganz bewußt verzichtet und das leckere Essen mit einem guten Café aus der Siebträgermaschine abgeschlossen.

Das Rezept findet ihr wieder im begleitenden Rezeptbuch zum Blog, hier

Oder im Evernote-Rezeptbuch “Cucinaepiu”.

Um das Weihnachtsfestessen zu vervollständigen, hier das Menü vom
1. Weihnachtsfeiertag.

Am Mittag waren Eltern, Schwiegermutter und Patin eingeladen. Also sozusagen der innere Verwandtschaftskreis.
Da man die ältere Generation nicht mit hochmodernen Essenskreationen überfordern darf, wir aber doch für uns auch anspruchsvolles, geschmackvolles Essen auf den Tisch bringen wollten, haben wir uns ein Menü überlegt, das hoffentlich beiden Seiten gerecht wurde.

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Los ging es Punkt 12:00 Uhr mit einem kleinem italienischen Sekt.

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Zum Menüstart ein

Rote Beete Mousse, Forelle und Gurke im Römerglas serviert

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dazu ein Tomatenbrot

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der Zweite Gang: Suppe von der Roten Beete

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Der Hauptgang: Wiener Wirtshausgulasch nach Frau Ziii mit Semmelknödeln und Salat

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wer noch nicht satt war, dem konnte geholfen werden. Das Dessert:

Erdbeer-Buttermilch-Mousse

Ricottawölkchen in der Schokoladenschale 

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Ich wünsche allen Lesern noch einen gemütlichen 2.Weihnachtsfeiertag.

Wir werden morgen die Reste des Menüs von Heute in aller Ruhe genießen! :)

Buon appetito
Werner

Crossover-Adventsmenü

am Wochenende waren wieder liebe Freunde zu Gast.
Freunde einladen heißt immer: Leckeres, selbstzubereitetes Essen. Ich orientiere mich da am Grundsatz: “Investiere soviel Liebe und Sorgfalt für das leibliche Wohl, wie dir deine Freunde es wert sind”.

Wir wollten dieses Mal kein reines Themenmenü machen, es sollte also mal kein italienisches Menü geben. So entschieden wir uns für ein richtiges Crossover-Essen, quer durch alle Geschmacksrichtung.
Aber zuerst hieß es die Vorbereitungen zu treffen: Als Hauptgang hatten wir uns für das “Zwölf Stunden Gulasch”, das ich bei Robert und Dirk gesehen hatte, entschieden. Dazu wurde eine Rinderwade beim ‘Metzger des Vertrauen‘ bestellt und am Abend vorher, wie auf den beiden Blogs beschrieben, vorbereitet. Wir entschieden uns für die Version von Robert, das Fleisch vorher anzubraten. So durfte es über Nacht in den 100° Grad warmen Backofen. Es sollte uns zart und lecker am anderen Tag entgegen kommen.  Am Vormittag wurden dann Nudeln fabriziert und ein leckerer Salat aus Couscous und Kichererbsen, die über Nacht einweichen durften, zubereitet. Zudem wurden Minibrötchen und Schokoladen-Rosinen-Baguette gebacken. Die Idee für das Baguette hatte ich in Bernd’s Bakery gefunden.

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Fertig!

Ganz entspannt konnten wir uns auf unsere Freunde warten und uns auf eine schönen Abend freuen.

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Nach einem Aperitif in der Küche gab es als Vorspeise: Kichererbsen-Couscous-Salat, Blumenkohl-Sardellen-Salat, Kartoffeltarte, Minibrötchen, Schokoladen-Rosinen-Baguette und verschiedene Salze aus allen Ecken der Erdkugel. Auch wenn es nicht recht vorstellbar klingt, aber das süße Schoko-Rosinenbrot mit etwas Butter und Salz freute den Gaumen mit einer wahren Geschmacksexplosion.

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Kartoffeltarte gestürzt

Wir konnten gemütlich und ohne Hetze zum Hauptgang übergehen: 12-Stunden Gulasch und Tagliatelle.

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Ein Verdauungsschnaps musste jetzt unbedingt sein. :-)

Die Mehrzahl wählte einen zarten Apfelbrand im Eichenfaß, Jahrgang 1996 vom Weingut Keller in Eußenheim.

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Den Abschluss und ein echter Knaller bildete der frisch zubereitete Schokokuchen mit Pecannüssen. Ein amerikanischer Blitzschokokuchen.

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Die Zutaten hatten wir vorher schon abgewogen und in Griffweite gestellt. Die wurden nach dem Schnäpschen kurz zusammengerührt und für genau 12 Minuten in den vorgeheizten Backofen geschoben. 5 Minuten leicht abkühlen lassen und noch warm mit einer Kugel Vanilleeis genossen. Einfach Hammermäßig!

Das Rezept dazu habe ich vor vielen Jahren mal irgendwo aus den Tiefen das Internets abgespeichert.

Express-Schokokuchen mit Pecannüssen

Die Zutaten:
150g Mehl, 200g Zucker, 3 Eier, 200g Zartbitter-Schokolade, 125g Butter, 1/2 Tasse geröstete Pecannüsse.

Mehl, Zucker, Eier werden in einer Schüssel verrührt. Nebenher werden die Butter mit der Zartbitterschokolade bei kleiner Hitze geschmolzen und dann mit den angerösteten Nüssen in den Teig gegeben.

Der Teig kommt in eine eingebutterte Springform und für 12 Minuten in den auf 240° Grad vorgeheizten Backofen in die untere Schiene.

Zusammen dauert das 20 Minuten! Kuchen ein paar Minuten leicht abkühlen lassen und mit etwas Kuvertüre oder Puderzucker verzieren. Dazu eine Kugel Eis oder Frischobst, einfach genial!

Mit einem leckeren Espresso wurde das Menü abgeschlossen.
Wir haben uns gefreut, eine Abend mit lieben Freunden verbracht zu haben.

Buon appetito!