Schmorgurken – Gemüse von der Salatgurke

Unsere Gurken meinen es mehr als gut mit uns in diesem Jahr. Bevor uns aber der Gurkensalat zum Halse heraushängt, müssen Alternativen gesucht werden.

Ich stöberte mal in einem alten Klassiker: Das Bayerische Kochbuch. Ich glaube, sogar meine Oma hatte eine frühere Ausgabe davon. Viele Rezepte, die heute als hipp gelten, sind da schon seit ewigen Zeiten niedergeschrieben. (Link zum Buch)

Jedenfalls bin ich auf Schmorgurkengemüse gestoßen. Da auch noch ein paar Kartoffeln im Keller schlummerten die verarbeitet werden wollten, war es klar was es als Mittagessen geben wird. Schmorgurken mit Salzkartoffeln.

Schmorgurken 2

Was brauchte es für 2 Personen:

  • 1,5 Gurken (große Gurken)
  • ½ Zitrone, Saft
  • Salz
  • ½ Zwiebel, fein gehackt
  • 30g Butter
  • 30g Mehl
  • 1/4l Gemüsebrühe (selbstgemacht nach Alexander Herrmann)
  • einen Schuß Sahne
  • fein gehackter Dill

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Die Zubereitung geht ratzfatz:

Gurken schälen, halbieren und die Kerne innen mit dem Eisportionierer auskratzen. In zentimeterdicke Halbmonde schneiden, leicht salzen und mit dem Zitronensaft beträufeln. Für ca 10 Minuten stehen lassen.

Kartoffeln in Salzwasser gar kochen.

Die Zwiebelwürfel in Butter anschwitzen, das Mehl unterrühren und mit ¼ l Gemüsebrühe ablöschen. Gut mit dem Schneebesen verrühren damit keine Klümpchen übrig bleiben. Sobald das Mehl eingedickt ist werden die Gurken mit samt der entstandenen Flüssigkeit untergerührt. Deckel auflegen und auf mittlerer Hitze sanft für ca 20-30 Minuten köcheln lassen. Jetzt sollten auch die Kartoffeln soweit sein.

Zum Finish die Sahne und Dill unter das Gurkengemüse rühren. Evtl. mit Pfeffer abschmecken.

Jetzt bleibt nur noch Anrichten und Genießen!

Schmorgurken 1

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Das Rezept steht zum Download wieder in meinem begleitendem Rezeptbuch “Cucinaepiu”

Buon appetito
Werner

Kalabresische Kartoffeln

In meinem letzten Blogeintrag “Involtini von der Pute” gab es als Beilage Kalabresische Kartoffeln. Ich bin gefragt worden, wie die Zubereitung dieser Kartoffeln ist.

Voraus schicken möchte ich, dass das Rezept tatsächlich aus Kalabrien ist. Es wurde uns von einer aus Kalabrien stammenden Freundin in einem unserer Toscanaurlaube gekocht. Wir waren damals hin und weg von diesem Geschmack der Kartoffeln und haben uns natürlich sofort das Rezept geben lassen. Also ein echtes italienisches Rezept a la Mama!

Die Kalabresischen Kartoffeln sind die perfekte Beilage zum Grillfleisch oder Kurzgebratenem. Sie schmecken am besten lauwarm oder kalt. Gerade im Sommer perfekt.
Und unter uns: ich brauche da nichts dazu. Pur – das ist mein Geschmack! :)

Kalabresische_Kartoffel 9

Jetzt aber das Rezept dazu.

Zutaten für 3-4 Personen als Beilage:

  • 1kg Kartoffeln, geschält und in feine Scheiben geschnitten
  • 2 frische Peperoni (wir jetzt eingefrorene), Kerne entfernt und in feine Streifen geschnitten
  • ½ Zwiebel, in feine Würfel geschnitten
  • 1-2 Knoblauchzehen, in feine Würfel geschnitten
  • 1 gelbe Rübe, in feine Würfel geschnitten
  • reichlich Olivenöl
  • Salz

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Zubereitung:

Zwiebel, Knoblauch, Peperoni und Möhre in feine Würfel schneiden, die Kartoffeln in feine Scheiben schneiden.

Kalabresische_Kartoffel 2

Kalabresische_Kartoffel 5

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Das Gemüse mit reichlich Olivenöl in der Pfanne leicht für ca 4-5 Minuten andünsten. Dann die Kartoffelscheiben dazu geben. Gut vermischen damit die Kartoffelscheiben nicht aneinander kleben. Evtl. noch Olivenöl zugeben.

 

Kalabresische_Kartoffel 3

Kalabresische_Kartoffel 4

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Auf kleiner Hitze (bei uns auf einer Skala von 1-9, Stufe 4) mit geschlossenem Deckel leicht köcheln lassen bis die Kartoffeln gar sind. Wichtig ist der geschlossene Deckel! Zwischendurch immer mal wenden. Das dauert ca 25-35 Minuten, je nach Kartoffelsorte.

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bei kleiner Hitze mit Deckel! köcheln. Bei uns Stufe 4 von 9

bei kleiner Hitze mit Deckel! köcheln. Bei uns Stufe 4 von 9

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Anschließend salzen, auch dabei nicht sparen!

Kalabresische_Kartoffel 8

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Leicht abkühlen lassen.

Kalabresische_Kartoffel 9

Schmeckt lauwarm oder kalt (Zimmertemperatur) am besten!

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Das Rezept steht natürlich in meinem blogbegleitenden Rezeptbuch “Cucinaepiu” wieder online.

Buon appetito
Werner

Zucchinimuffins mit Skrädmjöl

Die Zucchini- und Gurkenpflanzen in unserem Garten meinen es zur Zeit fast zu gut mit uns. Täglich Gurkensalat ist zur Zeit Pflicht. Natürlich lebt der Mensch nicht nur von Gurkensalat. Aber auch die Zucchini wollen sinnvoll verarbeitet werden. Deshalb gab es gestern herzhafte Zucchinimuffins. Und um dem ganzen noch etwas mehr Biss zu geben, habe ich dazu das Mehl teilweise durch mein geliebtes Skrädmjöl, dem schwedischen, gerösteten Hafermehl das ich für meine Skrädmjöl-Waffeln verwende, ersetzt. Hier noch ein Blogeintrag dazu: Skrädmjölvaffla

Heraus kamen herzhafte Muffins die bestens zum Gurkensalat passten.

Zucchinimuffins mit Skrädmjöl 1

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Meine Zutaten:

  • 1 mittlere Zucchini (ca. 300g)
  • 2 TL Salz
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • ½ Päckchen Fetakäse
  • 120g Weizenmehl
  • 120g Skrädmjöl (geröstetes Hafermehl)
  • ¾ Päckchen Backpulver
  • 2 Eier
  • 70ml Rapsöl
  • 2 EL Schmand
  • Pfeffer
  • Pastagewürz oder gemahlene Chilischoten

 

Zucchinimuffins mit Skrädmjöl 3

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Zubereitung:

Zuerst wird die Zucchini grob geraspelt, mit 2TL Salz vermischt und für ca, 15 Minuten beiseite gestellt.

Währenddessen werden Zwiebel und Knoblauch fein gewürfelt und in etwas Öl angeschwitzt bis sie Farbe bekommen. Eier, Schmand und Rapsöl werden gut miteinander verrührt. Dann das Mehl, Backpulver, den in kleine Würfel geschnittenen Fetakäse und Pfeffer dazugegeben und miteinander vermengen. Jetzt das Wasser, das durch das Salz aus der Zucchini gezogen wurde abgießen und die Zucchini ebenfalls unterrühren. Der Teig sollte eine weiche Konsistenz haben. Ich habe noch ein Schluck Milch untergerührt.

Den Teig auf Muffinförmchen, oder wie ich eine Silikonform in Barrenform, verteilen.

Obenauf dachte ich mir muss noch etwas Pfiffiges. Ich wollte schon zu meinen gemahlenen Chilischoten greifen, da fiel mir das Toskanische Pastagewürz von Ingo Holland in die Hand. Genau das Richtige um den Zucchinibarren noch etwas Würze auf den Weg zu geben. Also flugs die Teigecken mit einer leichten Prise damit bestreut.

Jetzt für ca 25 Minuten in den auf 160°C vorgeheizten Backofen auf ein Rost stellen. Etwas abkühlen lassen und mit einem frischen Gurkensalat genießen.

Zucchinimuffins mit Skrädmjöl 2

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Ja und die Reste wurde heute kalt als Pausensnack genossen. Auch sehr gut!

Zucchinimuffins mit Skrädmjöl 4

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Diese Zucchinimuffins passen lauwarm serviert sehr gut als Antipasti auf ein mediterranes Buffett. Und wer nicht auf Fleisch verzichten kann, der gibt noch ein paar ausgebackene Speckwürfel unter den Teig.

Buon appetito
Werner

 

 

Involtini von der Pute

Nach der üppigen Pizzasauße gestern war uns heute nach etwas Leichten.
Es schlummerten noch 2 Putenschnitzel im Kühlschrank, was für ein Zufall. ;)

Wir entschieden uns für mediterranes Essen. Es sollte Involtini mit kalabresischen Kartoffeln geben.

Involtini, also italienische Roulädchen, die man mit allem füllen kann. Wichtig ist nur das es keine Rouladen werden, sondern klein und fein sollen sie sein. Fast Fingerfood. Für die Füllung holte ich das letzte Päckchen Mangold aus dem Tiefkühler. Zusammen mit Mandeln, Parmesan und Olivenöl wurde daraus ein Pesto gemixt. Das wurde mit gemahlenen Chilischoten, Salz und Pfeffer würzig abgeschmeckt.

Die Putenschnitzel, die ja vom deutschen Metzger geschnitten wurden, also eher dick, kamen in einen Gefrierbeutel und wurden schön dünn plattiert. Dann leicht gesalzen und mit dem Pesto bestrichen. Jetzt an den Rändern etwas eingeschlagen und aufgerollt. Mit ein paar Klammern fixiert und kurz angebraten. Anschließend in eine Auflaufform gelegt und teelöffelweise Bärlauchpesto aus dem Vorrat oben auf. So durften sie dann für ca. 25 Minuten in den auf 160° C vorgeheizten Backofen.
In der Zwischenzeit hat Frau C oberleckere kalabresische Kartoffeln geköchelt. Zufällig hat mein Foodblogfreund Ralf, der sich völlig zu Unrecht Kochdepp nennt, heute sein Tzatziki gepostet.
Das brachte mich auf die Idee: Passt perfekt zu meinen Involtini!
Und da die Gurkenpflanze im Garten es zur Zeit mehr als gut mit uns meint, wurde dazu noch ein Schüsselchen Tzatziki zusammen gerührt.

Involtini aus Putenschnitzel, Kalabresische Kartoffeln und Tzatziki.

Puteninvoltini 2

Puteninvoltini 1

Puteninvoltini 3

Puteninvoltini 4

Puteninvoltini 5

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Hab ich schon erwähnt, das ich mal wieder total geschlemmt habe?

Buon appetito
Werner

Sommersalat mit Lachs und Pasta

Da ist er wieder, unser Sommer!

Und ganz langsam steigt die Vorfreude auf den nächsten Urlaub. Genau zwei passende Gründe um einen tollen Sommersalat auf den Tisch zubringen, den wir bei einer Freundin in der Toscana im letzten Jahr genießen durften.

So war das Abendessen heute auch ratzfatz zubereitet.

Man nehme Pasta, am besten Tagliatelle und koche diese in Salzwasser. In der Zwischenzeit putzt man 1-2 Handvoll Rucola oder Salat und zerpflückt es in kleine Stücke. Ebenfalls wird einen Tüte gebeizter Lachs in kleine Stücke geschnitten. Dann wird der Saft und der Zitronenabrieb einer ½ Zitrone mit einem guten Schuss feinstem Olivenöl vermixt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Lachs-und Salatstücke dazu und vermischen.

In der Zwischenzeit sollten die Pasta fertig sein. Abseihen und 1 Tasse Nudelwasser dabei auffangen. Die Nudel, nicht lange abtropfen lassen, sondern gleich unter die Lachs-Salat-Mischung geben. Evtl. etwas Nudelwasser dazugeben. Fertig ist eine schnelle, schmackhafte Sommerpasta.

Und da die Gurken in unserem Garten jetzt Vollgas geben, gab es dazu einen frischen Gurkensalat.

Tizzis Sommersalat 1

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Die Zutaten für 2 Personen:

  • 250g Tagliatelle
  • 2 Handvoll Rucola oder Pflücksalat
  • 150g gebeizter Lachs in Scheiben
  • ½ Zitrone, Saft und Abrieb
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Tizzis Sommersalat 3

Tizzis Sommersalat 2

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Buon Appetito
Werner

Backtag am Brückentag

Für was so ein Brückentag nicht alles gut ist. Ich dachte mir, den verbringst du mal wieder in deiner Backstube. Zumindest kommt dann auch etwas sinnvolles heraus. Zudem wollten die Brot- und Brötchenvorräte auch aufgefüllt werden. Also hieß es heute früh rechtzeitig aufstehen.

Nachdem es ja gestern, praktisch zum warmbacken, schon mal einen Quatre Quarts mit Apfelstücken und Tonkabohnenabrieb, übrigens einer meiner Lieblingskuchen, und Panini für die Bratwürste am Abend gab, war heute Großbacktag in der Piccola Panetteria – meiner kleinen Backstube.

Hier der Quatre Quarts und die Panini von gestern:

Quatre Quard

Panini 1

Panini 2

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Um 6:00 Uhr ging es los heute früh. Insgesamt habe ich heute gute 6 kg Brot und 3 kg Brötchen gebacken.

Im Einzelnen:

Meine absoluten Lieblingbrötchen, oder Weck, wie der Franke sagt.

Birki, ein Rezept das ich selbst entwickelt habe. Die Birkenhainer Weck sind wie die Spessartweck in meinem begleitenden Rezeptbuch “Cucinaepiu” zu finden.

Weck2 1

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Spessartweck. Auch ein eigens entwickeltes Rezept. Beides natürlich mit Kümmel gebacken.

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Dazu gab es 2 verschiedene Brote.

Ein Weißbrot nach der Rezeptur aus Günther Webers Buch “Gut Brot will Weile haben” das im Hädecke-Verlag erschienen ist. Stefanie hat es in ihrem Blog “Hefe und mehr” fast im Original veröffentlicht. Sie hat übrigens ein tolles Brotbackbuch “Hefe und mehr” veröffentlicht.

Weissbrot-GW 1

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Und das von Lutz Geißler, erst vor ein paar Tagen veröffentlichte Roggenmischbrot 70/30.
Hier konnte ich natürlich nicht umhin und habe ein paar Kümmelkörner dazu geschmuggelt. Und da ich ja weiß, dass Lutz’s Brote immer gut schmecken habe ich die Teigmenge gleichmal verdoppelt. So ergab es 4 Brot a 1kg.

Brot_70-30 2

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Das Buch von Günther Weber genauso wie Lutz Geißlers Buch “Das Brotbackbuch”, das im Ulmen-Verlag erschienen ist, gehören zu den absoluten Standardwerken eines jeden Hobbybrotbäckers.

Das Weiß- und das Roggenmischbrot wurden im Steinbackofen gebacken.

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Und hier noch ein paar Impressionen meiner Backwerke:

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Links meine Spessartweck, rechts die Birki, Birkenhainer

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Birki, fertig zum Einschießen in den Backofen

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Die Spessartweck zur Gare in der Couche

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Weissbrot-GW 2

Brot_70-30 1

insgesamt 6 kg Brot

Buon appetito
Werner

 

Clafoutis – Sommer pur

Es fing damit an, dass Frau C. gestern Kirschen zum Naschen geschenkt bekam. Richtig dunkelrote, süße Kirschen. Ein echter Traum. Ich war der Meinung, das seien viel zu viele zum Naschen. Nach kurzer Diskussion konnte ich 2 Handvoll in Sicherheit bringen.

Mir kam beim Anblick der Kirschen sofort der französische Klassiker Clafoutis in den Sinn. Als nächstes Tim Mälzers Rezept. Das war der passende Moment.  Natürlich habe ich etwas nach meinem Geschmack an der Rezeptur gedreht. Besonders die Tonkabohne hebt das Geschmackserlebnis noch einmal ganz enorm.

Zur Einstimmung auf den Feiertag genau das Richtige am Abend. Der Teig ist schnell gerührt und nach einer großen Schüssel Salat mit einer Stange Baguette darf es dann auch mal etwas Süßes sein. 😃

Meine Zutaten für den Teig:

  • 80g Marzipan in Stücken
  • 150ml Milch
  • 1 Tonkabohne, gerieben
  • 4  Eier, getrennt
  • 40g Zucker
  • 25g Mehl
  • 25g Stärke
  • 1 Prise Salz
  • 2 Handvoll Kirschen
  • Puderzucker zum Bestäuben
  • Butter für die Form

Clafoutis 1

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Zubereitung:

Der Backofen wird vorab auf 190°C vorgeheizt.

Die Kirschen habe ich, entgegen dem Original aus Frankreich, dann doch lieber entkernt. Bei dieser kleinen Menge geht das ruckzuck.

Der in kleine Stücke geschnittene Marzipan wird mit dem Zauberstab mit der Milch und der Tonkabohne verquirlt.

Die Eigelbe mit der anderen Hälfte Zucker schaumig rühren und Mehl und Speisestärke dazurühren. Jetzt das Marzipan-Milch-Tonkabohnengemisch dazu geben und gut verrühren. Zum Schluss den Eischnee vorsichtig unterheben.

Den Teig in eine gefettete Tarteform geben und 5 Minuten in der Röhre anbacken. Dann herausnehmen und die Kirschen verteilen. Das hat den Vorteil, dass die Kirschen nicht ganz im Teig versinken. Jetzt für weitere ca. 15 Minuten backen.

Kurz abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

Und dann: Einfach genießen!

Clafoutis 3

Clafoutis 2

Clafoutis 4

Clafoutis 6

Clafoutis 5

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Ach ja, plötzlich war es völlig in Ordnung, dass ich mit Nachdruck auf ein paar Kirschen aus dem Naschkorb bestanden hatte …

Buon appetito
Werner

 

Backpapier, Hähnchenbrust und Parmesankruste

Beim Lesen und Bilderschauen von diesem Rezept in Karins Blog wußte ich sofort, das will ich auch essen. Und um es direkt zu sagen: Die Süße Hex Karin kann nicht nur in Süß tolle Sachen zaubern.

Kühl- und Gefrierschrank boten alles was das Rezept benötigte, außer den Hähnchenbrüsten. Diese waren gestern leicht zu besorgen. So konnte das Sonntagsmahl zubereitet werden.

Ich hielt mich relativ nahe am Originalrezept, einzig von der Frischkäsefüllung und der Käsekruste habe ich etwas mehr gemacht. Fand ich im Nachhinein auch nicht verkehrt.

Hähnchen mit Parmesankruste 1

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Die Zutaten für 2:

  • 2 Hähnchenbrüste
  • 3 EL Frischkäse
  • 3 EL Bärlauchpesto (bei mir eingefrorenes)
  • 3 EL Semmelbrösel
  • 3 EL Parmesan, (frisch gerieben, ist ja selbstverständlich)
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Hähnchen mit Parmesankruste 4

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Für die Füllung Frischkäse mit Bärlauchpesto verrühren.

Hähnchenbrust vorbereiten und von oben eine Tasche einschneiden. Die Brüstchen auf ein Stück Backpapier setzen, salzen und pfeffern. Dann in die Taschen die Frischkäse-Pestofüllung geben und etwas festdrücken.

Semmelbrösel, Parmesan und Olivenöl miteinander vermischen und auf den Brüstchen verteilen. Das Backpapier leicht zudrehen, dabei aber oben eine Öffnung lassen. Auf einem Backblech in den auf 180°C vorgeheizten Backofen für 25 Minuten schieben. Voila!

Auch wir entschieden uns für einen Tomatenreis dazu. Und: Ein genialer Spitzkohlsalat. Das gibt demnächst einen extra Blogeintrag.

Hähnchen mit Parmesankruste 2

Hähnchen mit Parmesankruste 3

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Ein sehr sehr gutes Sonntagsessen, das wenig Vorbereitung bedarf.

Zur Abrundung gab es dann Erdbeereis mit Limes. Die letzten Erdbeeren aus dem Garten wurden zu einem leckerem Eis verarbeitet. Dazu der vor ein paar Tagen angesetzte Erdbeerlimes.
Mmmmmh!

Erdbeereis mit Erdbeerlimes (1)

Erdbeereis mit Erdbeerlimes

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Oberlecker!

Buon appetito
Werner

 

 

Ricottaküchlein und Brotstangen als Nascherei

Gerade noch rechtzeitig vor dem ersten Spiel der italienischen Mannschaft für die ich in Peters Blogevent “Kick aus fernen Töpfen” koche, habe ich für die Jungs etwas Leichtes auf den Teller gezaubert. Denn mit schwerem Essen im Magen spielt es sich bekanntlich schlecht Fußball. Das taugt höchstens für die Couch vor der Glotze.

Um den italienischen Ballzauberern etwas nachzuhelfen habe ich doch glatt dem Gegner den besten Mann am Herd ausgespannt: Jamie Oliver! Er hat in seinem Kochbuch “Genial Italienisch” viele tolle Rezepte der italienischen Küche beschrieben. Eines davon erschien mir heute genau richtig:

Ricotta fritta con piccola insalata di pomodori.
Zu Deutsch: Ricottaküchlein mit einem kleinen Tomatensalat.

Genau das Richtige für verwöhnte Fußballer und die verwöhnten Gaumen bei uns Zuschauer.

Ricottakuechlein 1

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Die Zutaten für 2 Personen:

  • 250g Ricotta
  • 1 EL Parmesan
  • 1 EL Mehl
  • 1 Ei
  • Salz und Pfeffer
  • Für den Tomatensalat:
  • 2 Tomaten
  • frische Basilikumblätter
  • Olivenöl
  • Rotweinessig
  • getrocknete, geriebene Chilischote

Ricottakuechlein 2

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Zubereitung:

Ricotta, Parmesan, Mehl und Ei mit einer kräftigen Prise Salz vermengen. Mit Pfeffer abschmecken und im Kühlschrank kalt stellen.

Tomaten halbieren, Samen entfernen und in kleine Würfel schneiden. Den Basilikum grob zerrupfen. Alles mit einem Schuß Olivenöl und einem Spritzer Rotweinessig verrühren. Mit Salz, Pfeffer und gemahlenen Chilischoten abschmecken. In der Küche beiseite stellen.

Jetzt in einer beschichteten Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und jeweils 1 Esslöffel der Ricottamischung als Küchlein in die Pfanne geben. Bei zarter Hitze für einige Minuten ausbacken, vorsichtig wenden und noch eine weitere Minute backen.

Auf dem Teller mit dem Tomatensalat anrichten. Leicht mit Muskatnuss bestreuen und Parmesan darüber hobeln.

Sofort genießen!

Dazu passt sehr gut ein trockener Weißwein, z.B. ein fränkischer Silvaner. Natürlich nur für die, die anschließend nicht dem Ball hinterher rennen müssen.

Ricottakuechlein 3

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Pausensnack

Sollte dem einen oder anderen Zuschauer während des Spieles dann der kleine Hunger quälen, dann habe ich noch genau das Richtige:

Brotstangen – ein leckerer Knusperspaß.

Schnell gemacht und unheimlich variationsfähig. Egal ob Rosmarin, Thymian aber auch Kümmel oder pur gebacken. Perfekt für den Fernsehabend und den lauen Sommerabend im Garten mit Freunden oder zu zweit bei einem Glas Rotwein.

Brotstangen 1

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Zutaten:

für den Vorteig:

  • 100g Weizenmehl
  • 50g Wasser
  • 1g Hefe

verrühren und bei Zimmertemperatur 1 Tag abgedeckt stehen lassen.

Quellstück

  • 50g Roggenvollkornmehl
  • 100g Wasser

verrühren und 2-3 Stunden quellen lassen

Teig:

  • Vorteig
  • Quellstück
  • 350g Weizenmehl
  • 200g Wasser
  • 5g Hefe
  • 10g Salz
  • 50g Lieveto Madre (geht auch ohne)

Brotstangen 4

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Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und ca 30 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen. Teig falten und weitere 30 Minuten gehen lassen.

Dann den Teig zu einer rechteckigen Platte mit einer Stärke von ca 0,5cm vorsichtig auseinander ziehen und drücken. 10 Minuten entspannen lassen. Dann nach Lust und Laune mit Rosmarin, Thymian, Kümmel oder oder bestreuen und die Teigplatte in der Mitte einfalten. Mit einem Pizzaroller Streifen von ca 2cm Breite schneiden. Diese Streifen dann verwirbeln und auf Länge des Backbleches rollen. Ca. 30 Minuten ruhen lassen und dann bei 250°C für ungefähr 10-12 Minuten backen.
Das Originalrezept habe ich übrigens hier gefunden: Trollenland

Brotstangen 5

Brotstangen 3

Brotstangen 2

Brotstangen 6

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Und jetzt ist es fast egal wie die italienischen Starkicker Fußball spielen, denn etwas gutes zu Essen haben wir ja vor uns liegen. 😃

Buon appetito
Werner

 

Schnelle Küche – Spargel, Erdbeere, Rucola, Ziegenkäse

Von wegen “Schnelle Küche”. Nein das ist: Ratzfatz-Küche!

Und bei diesen Zutaten kann es nur oberlecker schmecken.

Spargel schälen, in Stücke schneiden und in Olivenöl anbraten. In der Zwischenzeit die Erdbeeren und den Rucola waschen. Dann den Spargel leicht salzen, pfeffern, zuckern und weiter braten bis er so weich oder bissfest ist, wie man ihn haben möchte. Das dauert 6-8 Minuten. In der Zwischenzeit mit ½ Balsamico und ½ Olivenöl ein Dressing rühren und Rucola und Erdbeeren darin wenden.
Zum Ende der Bratzeit des Spargels noch einen kleinen Schuß Balsamico in die Pfanne geben. Dann den Spargel in die Schüssel mit Rucola und Erdbeeren geben. Vermischen, auf einer Platte anrichten und ein Löffelchen Ziegenkäse obenauf.

Fertisch! :)

Dazu wieder 2, 3, 4 Stückchen Baguette. Mmmmmh!

Spargel, Erdbeere, Rucola, Ziegenkäse 3

Spargel, Erdbeere, Rucola, Ziegenkäse 1

Spargel, Erdbeere, Rucola, Ziegenkäse 2

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Buon appetito
Werner