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Knödel, aber Tiroler

14 Dez

So kurz vor den Feiertagen soll es noch einmal etwas Deftiges sein. Hausmannskost, wie es so schön heißt. Vom leckeren 12-Stunden-Gulasch war noch etwas Soße übrig. Viel zu schade zum wegwerfen. Sie wartete im Gefrierschrank auf ihren Einsatz. Ich liebe Sauerkraut mit kräftiger Soße.
Was könnte dazu passen?
Klar, als Franke natürlich standesgemäß Bratwürste zum Kraut. Wir entschieden uns dieses Mal aber für die Internationale Küche! OK, ich gebe ja zu, weit sind wir nicht gereist. Aber immerhin, bis nach Österreich: Tiroler Speckknödel.
Die haben den großen Vorteil, dass die heute zurückgelassenen Knödels, morgen in einer Suppe noch einmal für Gaumenfreuden sorgen dürfen.

Das Speckknödeln fängt ganz harmlos mit dem Auslassen von kleingewürfeltem Speck und dem Anrösten von Zwiebelwürfel und von “Weckbröggelich” (sagt man dazu auf hochdeutsch: Brötchenwürfelchen?) in einem guten Stück Butter an.

Speckknödel1

Während dessen wird aus Milch, Eier, Mehl, Salz und Petersilie ein Teig gerührt. Nachdem die Brötchenwürfel angebräunt sind kommen sie gemeinsam mit dem Speck und den Zwiebeln dazu und werden kräftig vermengt.

Speckknödel2

Speckknödel3

Speckknödel4

Wenn sich das alles zu einer homogenen Masse zusammengefunden hat geht es daran, gleichmäßig große Knödel zu formen.

Speckknödel5

Diese müssen dann im siedenden Wasser ca 15 Minuten schwimmen lernen.

Speckknödel6

Im Sauerkraut haben wir einen Apfel und ein Stück Räucherspeck mitgekocht. Ich mag das Kraut gerne richtig weich und verkocht. Am Besten schmeckt es mir, wenn es schon zweimal aufgewärmt wurde. Darauf haben wir heute verzichtet. ;-)

Die Speckknödel jetzt auf dem Sauerkraut anrichten und mit etwas Soße übergießen. Lecker!

Speckknödel7

Ich gebe es ganz ehrlich zu, nach dem Foto musste da noch reichlich Soße dazu. Und der Teller war mehr als einmal gefüllt.

Tiroler Speckknödel

Die Zutaten für 8-9 Knödel:

  • 5 altbackenen Weck (Brötchen von gestern)
  • 50g Butter
  • 1 kleine Zwiebel, klein gewürfelt
  • 120g Räucherspeck, klein gewürfelt
  • 100g Mehl
  • 180ml Milch
  • 1 Ei
  • 1 EL Petersilie, gehackt

Speckwürfel leicht anbraten, Zwiebeln und kleingeschnittene Brötchen in Butter anrösten. Aus Mehl, Milch, Ei, Salz und Petersilie eine Teig rühren. Anschließend alles zu einer homogenen Masse verarbeiten.

Knödel formen und 15 Minuten in nicht sprudelndem Salzwasser garziehen lassen.

Die Knödel passen genauso gut als Einlage in einer kräftigen Brühe.

Buon Appetito

 
3 Kommentare

Geschrieben von - 14. Dezember 2012 in Kochen, Rezepte

 

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3 Antworten zu “Knödel, aber Tiroler

  1. Verboten gut !

    15. Dezember 2012 at 11:53

    Die sehen ja sowas von Leeeecker aus, da möchte man gerne mal mit der Gabel ran ;)
    Ich überleg grad, die könnte Ich ja zu einem Pilzragout reichen, dein Rz ist schon stibizt .

    LG Kerstin

     
  2. Bonjour Alsace

    15. Dezember 2012 at 17:22

    Hast Du Erfahrung mit dem Einfrieren dieser Knödel? Ich würde sie gerne für Weihnachten vorbereiten, mag sie dann allerdings nach dem Auftauen nicht braten, sondern eigentlich sollten sie wie frisch gekocht im Wasser oder Dampf aufgewärmt werden, ob das möglich ist?

     
    • Werner

      16. Dezember 2012 at 18:43

      Kann ich dir leider nicht sagen. Bei uns waren noch nie welche übrig..
      Ich kann mir aber gut vorstellen, das man die Knödel vakuumieren kann und dann bei Bedarf im siedenden Wasser kocht.

      Ciao Werner

       

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